Rüstungsindustrie und -exporte

Quelle:   Gastkommentar von Peter Bürger auf Telepolis vom 03.11.2012 externer Link

„Die Rheinmetall AG hat am Konzernstandort Düsseldorf eine gute, ja exzellente Presse (davon wird nachfolgend noch die Rede sein). Die Kritiker des Kriegsprofiteurs, zu denen auch der Verfasser dieses Beitrages gehört, stoßen hingegen bei den Medien vor Ort mit ihren Anliegen auf ein weitaus geringeres Echo. Pazifisten machen sich keine Illusionen über die herrschenden Machtverhältnisse. Im Tresor der Bundesregierung liegen offenkundig nichtöffentliche Richtlinien, nach denen ein Waffenexport an Diktaturen ganz in Ordnung ist. Wer eine solche Geheimpolitik unter Ausschluss der Öffentlichkeit kriminell findet, steht vor einer “fast unlösbaren Aufgabe”. Diese “besteht darin, weder von der Macht der anderen noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.” (Theodor W. Adorno)…

„Der Rüstungskonzern Rheinmetall hatte angekündigt, seine Panzerproduktion (Rheinmetall Landsysteme, „Partner für die Sicherheit von heute und morgen“) von Kiel nach Unterlüß zu verlagern, mindestens aber die Belegschaft um 130 Personen zu verkleinern. Durch Tarifverhandlungen mit der IG Metall wurde dieses Konzept jetzt „deutlich geändert“ (IG Metall Küste, 26.10.2012): Es werden „nur“ 90 Beschäftigte entlassen, die übrigen leisten einen „Solidarbeitrag zur Sanierung des Unternehmens“ in Form von längerer wöchentlicher Arbeitszeit (1,2 Stunden) und Lohnkürzungen (zusammen 7,5%). „Dies ist eine deutliche Verbesserung und als Erfolg für den Standort Kiel zu werten“, so die IG Metall in einer Erklärung externer Link. Wieso Beschäftigte einen „Solidarbeitrag zur Sanierung“ leisten müssen bzw. wieso die IG Metall solch eine Vereinbarung trifft, ist gänzlich unverständlich angesichts von 350 Millionen € Gewinn im Jahr 2011 und erwarteten Umsatz- und Gewinnsteigerungen im Jahr 2012.“ Kommentar von Stephan Krull vom 28.10.2012

Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!Quelle: die Homepage der Aktion  externer Link  

Ab dem 27.08.2012 gibt es eine Vielzahl von Aktionen gegen Rüstungsexporte. Viele konzentrieren sich auf die Verhinderung des Panzerexports nach Saudi-Arabien und der Waffenlieferungen des Gewehrherstellers Heckler & Koch. Auch bei den Aktivitäten zum Antikriegstag am 1. September wird häufig ein Verbot von Rüstungsexporten gefordert. Informieren Sie sich unter Veranstaltungstermine, wo Sie mitmachen können, oder machen Sie mit anderen eine eigene Aktion!  Siehe dazu: (weiterlesen »)

Quelle: Interview von Claas Tatje auf Die Zeit Online vom 18.08.2012 externer Link

Stefan Zoller, Chef der EADS-Rüstungssparte Cassidian, spricht über Cyberkriege, den Bau von Drohnen und das plötzliche Abwürgen von Anrufern

Quelle: Artikel von Gerhard Hegmann und Thomas Steinmann Berlin in der FTZD vom 15.08.2012 externer Link

Es war ein milliardenschweres Musterprojekt: Für Wartung und Reparatur der Fahrzeugflotte des Heeres gründete die Bundeswehr ein Joint-Venture mit mehreren Rüstungskonzernen. Nun will die Truppe vorzeitig aussteigen.