Branchen

Bis heute waren für die Krüger-family Verhandlungen mit der IG BCE ausgeschlossen, verhandeln wollte sie nur mit dem Betriebsrat – nun doch die Mitteilung an die Hauptverwaltung, daß sie zu Verhandlungen bereit sind.

Weitere Infos gibt es dazu noch nicht. Die Streikenden sind skeptisch nach ihren jahrelangen Erfahrungen mit der Geschäftsleitung. Sie reagieren ironisch: Streiken ist schöner. Hoffentlich dauern die Verhandlungen recht lange.

Der Weg geht sich inzwischen fast von selbst: S-Bahn Stellingen, Randstraße, direkt unter der Autobahn links ab den kleinen Gang mit dem verschmierten Schild Roscherweg, nach sechs Minuten bin ich da, am Streikzelt im Doerriesweg 15. Auch hier hört man noch das Rauschen der Autobahn, auch den Lärm der Flugzeuge aus der Anflugschneise für Fuhlsbüttel – und samstags, wenn früher die Beschäftigten Überstunden machten, hörten sie auch alle 14 Tage den Lärm von der HSV-Arena. Die S-Bahn Stellingen habe ich früher nie benutzt, ich bin kein HSV-Fan. Auf der Autobahn bin ich oft die Abfahrt Stellingen abgefahren, die die Hamburger liebevoll St. Ellingen nennen.

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  • »Berliner Zeitung« soll Stellen abbauen
    „Die Insolvenz der Frankfurter Rundschau (FR) war nicht die letzte Hiobsbotschaft aus dem Verlagshaus M. DuMont Schauberg (MDS). Gestern wurde bekannt, dass der zu MDS gehörende Berliner Verlag (»Berliner Zeitung« und »Berliner Kurier«) seinen Mitarbeitern ein »freiwilliges Abfindungsmodell« unterbreitet hat. Konzernsprecher Wolfgang Brüser bestätigte gegenüber »nd« den geplanten Stellenabbau bei den Berliner Zeitungen…Meldung im Neues Deutschland vom 22.11.2012 externer Link
  • Redaktion des “Berliner Abendblattes” droht Entlassung: Inhaltliche Gestaltung soll voraussichtlich von Dienstleister übernommen werden
    Die Befürchtungen der Gewerkschaft ver.di zum Verlust von Arbeitsplätzen beim Berliner Verlag scheinen sich zu bewahrheiten: Bei der Anzeigenzeitung “Berliner Abendblatt” droht die Entlassung aller 14 Redakteure. Betriebsrat und Mitarbeiter seien am Donnerstag über die Pläne informiert worden, sagte der Geschäftsführer der Zeitung, Hagen Königseder, am Donnerstag auf dapd-Anfrage und bestätigte damit einen Bericht des Mediendienstes “Kress”. (…)In Zukunft soll voraussichtlich der Dienstleister “mdsCreative” mit der inhaltlichen Gestaltung der Zeitung betraut werden, sagte Königseder. Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochter des Kölner Zeitungshauses M. DuMont Schauberg, zu dem auch der Berliner Verlag über die BV Deutsche Zeitungsholding gehört…Meldung auf Die Welt-Online vom 20.09.2012 externer Link

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, am 26. November 2011 kündigten auf einen Schlag 13 Beschäftigte des Maredo Restaurants 404, auf der Fressgass im Herzen Frankfurts, selbst. In der Folge wurden 16 weitere Maredo-KollegInnen gekündigt. Der Vorwurf: Diebstahl.

Was geschah zuvor: Zwei Undercover-Detektive bespitzelten die Belegschaft über Wochen. Drei Kameras wurden heimlich installiert, um zu bespitzeln und zu überwachen. Geht das? Ist dies in Deutschland erlaubt? Ist dies ein Rechtsstaat? Noch immer kämpfen zwölf Kolleginnen und Kollegen für die Wiedereinstellung. Über 3.000 Menschen in Deutschland haben sich mit ihnen solidarisiert.

Am 26. November 2012, also am Jahrestag des brutalen Vorgehens gegen die KollegInnen und den Betriebsrat, veranstaltet die NGG-Region Rhein-Main eine Informations- und Solidaritätsveranstaltung. Es sprechen: Professor Wolfgang Däubler, BR-Bossing – ein neuer Weg betriebsratsfreie Zonen zu schaffen? Rechtsanwalt Armin Franzmann, der unsere Kolleginnen und Kollegen vor dem Landesarbeitsgericht vertritt. Mimoun Bouhout, Betriebsratsvorsitzender von Maredo 404. Rechtsanwalt Matthias J. Seipel, der die Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt für die Betroffenen wegen Freiheitsberaubung und Nötigung gestellt hat. Er wird über den Stand der Ermittlungen berichten. Jürgen Ehlers wird für das Solidaritätskomitee sprechen. Peter-Martin Cox, Geschäftsführer der NGG-Region Rhein-Main. Kommt alle am 26. November 2012 um 18 Uhr zur Solidaritätsveranstaltung ins Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, 60329 Frankfurt. Zeigt Solidarität mit den Entlassenen von Maredo!

Mail an die Redaktion des LabourNet Germany vom 20.11.2012

Quelle:  Artikel von André Eisenstein in Direkte Aktion November/Dezember 2012 externer Link

Liberalisierungsbedarf findet die EU-Kommission auch nach 20 Jahren Binnenmarkt noch, während sich die Gewerkschaften noch immer schwertun mit der Europäisierung.
Am handgreiflichsten wird der europäische Binnenmarkt mit seinen Vorzügen und Nachteilen wohl im Supermarktregal: Auch im Winter, um nur ein Beispiel zu nennen, Tomaten und Paprika – gereift auf spanischen Feldern, die unter einem Meer von Plastikplanen verschwinden, angebaut von eingewanderten und überausgebeuteten Arbeiterinnen und Arbeitern. Weniger sichtbar ist – ein Aspekt, den zu betonen insbesondere die EU selbst nicht müde wird –, dass im Zuge dessen auch 150.000 nationalstaatliche Normen eingeschmolzen wurden auf 13.000 EU-Normen. Kurz: Heute kann sich wohl kaum mehr wer vorstellen, wie das Leben vor der europaweiten Verwirklichung der „vier Grundfreiheiten“ war, als die Regulierung noch vorwiegend im nationalen Rahmen vonstattenging
…“ (weiterlesen »)

Was schon die IG BCE auf einer Pressekonferenz mitteilte, “daß Betriebsrat und Gewerkschaft auch auf die Solidarität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Neupack-Kunden aus der Lebensmittelindustrie” setzen, konkretisierte der Gewerkschaftssekretär Rajko Pientka am Montag im Streikzelt, dass sich noch in dieser Woche Betriebsräte von verschiedenen Neupack-Kunden aus Norddeutschland im Gewerkschaftshaus treffen. Dieses Treffen geschieht in Zusammenarbeit mit der NGG, denn die KollegInnen in den Kundenbetrieben sollen um die Arbeitsverhältnisse bei Neupack in Hamburg und Rotenburg erfahren, um diese Infos bei sich in den Betrieben zu verbreiten.

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Please hold the line - Call Center FantasienDas Theaterprojekt: “Das Call Center der Zukunft ist längst schon heute Realität. Eine alles durchdringende Dienstleistungswelt, die höchste Flexibilität und Anpassungsbereitschaft von ihren Agenten fordert. Drei Bewerber haben es geschafft und blicken hoffnungsvoll auf ihre neue Arbeit. Doch zwischen digitalisierter Kommunikation und universeller Standardisierung ist kein Platz für Befindlichkeiten. Im Schnellverfahren werden sie auf Service getrimmt. Die Anforderungen werden größer, der Druck steigt. Doch wer kollabiert am Ende zuerst, das System oder der Mensch? Für die Recherche haben sich drei Schauspieler – als Call Center Agenten getarnt – auf die Suche nach den Abgründen im Kosmos der Kommunikation gemacht.  Jeden Abend entscheiden der Zuschauer, der Zufall und das Geschick des Agenten den Ablauf der Vorstellung. Denn am Ende gilt: nur die Quote zählt.“ (weiterlesen »)

Quelle:  Pressemitteilung von ver.di vom 15.11.2012 externer Link

Unter dem Motto „Bei Anruf… Mindestlohn“ startet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) vom heutigen 15. November an eine bundesweite Unterschriftenaktion unter den Beschäftigten von Call-Center-Dienstleistern. Seit Jahren werde über einen branchenbezogenen Mindestlohn und tarifliche Strukturen in Call-Centern geredet, getan habe sich bis heute gar nichts. „Jetzt ist es an der Zeit, dass die Beschäftigten Druck machen. ver.di wird sie dabei unterstützen“, sagte ver.di-Call-Center-Experte Ulrich Beiderwieden. Die Initiative war zuvor im Rahmen einer Tagung von Betriebsräten aus Call-Centern in Berlin vorgestellt worden…“  externer Link.    Siehe dazu:

Unterschriftenformular Mindestlohn Call-CenterDas Unterschriftenformular bei ver.di externer Link 

Quelle:  Artikel von Konrad Fischer in der Wirtschaftswoche vom 20.11.2012 externer Link

Ob Kita-Ausbau, Ganztagsschule oder Altenpflege – in den Wachstumsfeldern des Sozialstaats spielen die kirchlichen Wohlfahrtsträger Caritas und Diakonie die entscheidenden Rollen. Unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit haben sie ein expansives Perpetuum mobile konstruiert: Sie erfinden sich selbst immer neue Aufgaben, der Staat gibt das Geld…“

Siehe dazu auch unsere Rubrik „Erwerbslosenindustrie

„Im Juli trafen sich in Hamburg einige sehr wenige Medianaktivisten (Berlin, Hamburg und Nürnberg) zu einem bundesweiten de.indymedia.org-Treffen. Es ging ausschließlich darum, wie und ob der Betrieb der Seite weiter gewährleistet werden kann. Nach einer Bestandsaufnahme kamen sie zu dem Entschluss, dem Projekt de.indymedia.org und sich eine Frist bis zum Frühjahr 2013 zu geben. Bis dahin sollen wieder mehr Aktive gefunden werden und auf ein neues CMS umgestellt (oder zumindest damit begonnen) werden. Werden diese beide Ziele nicht erreicht, so wird de.indymedia.org deaktiviert und archiviert.Meldung von imc-de auf Indymedia vom 10.10.2012 externer Link

  • Deadline für Indymedia-Deutschland
    Die Probleme der aktivistischen Internetplattform sind auch die Krise einer Bewegung, die unter der Parole “Reclaim the Media” angetreten war. Artikel von Peter Nowak auf Telepolis vom 16.11.2012 externer Link. Aus dem Text: „(…) In den Anfangsjahren von Indymedia war häufig die Parole Reclaim the Media zu hören. Mittlerweile haben finanzkräftige Anbieter wie Twitter und Facebook diesen Spruch gekapert. Ihre Seiten funktionieren natürlich störungsfreier und erreichen viel mehr Menschen als Indymedia. Allerdings akzeptieren die Nutzer dann deren Bedingungen und verzichten auf eine Internetplattform ohne Chefs und Kommerz. So steckt hinter der Frage, ob Indymedia Deutschland noch eine Zukunft hat, mehr als das An- und Abschalten einer Plattform. Hat der Medienaktivismus der späten 90er Jahre nur Twitter und Co. den Weg bereitet oder gibt es noch ein Milieu, das die Ansprüche einer selbstorganisierten Plattform ernst nimmt?“

Nach zweieinhalb Wochen Streik und den Aufregungen der ersten Tage beginnen die Mühen der Ebenen. Der Streik ist Alltag geworden. Ein ganz anderer Alltag als als Packer oder Drucker. Es kommen jeden Tag BesucherInnen, Gruppen von KollegInnen oder von Initiativen, es kommen einzelne KollegInnen, die vom Streik gehört haben und es kommt “Prominenz”, Abgeordnete des Bundestages, der Bürgerschaft oder sogar vom Europaparlament. Meistens mit Presse und mit Photos. Ein Kollege kommentierte die Prominenz: Wenns denn nützlich ist.

Weiterhin gehört Kraft dazu, den Streik, dieses ganz andere Leben, durchzuhalten. Viele von ihnen sind so engagiert, daß sie länger da sind als im Arbeitstag, erledigen ihre Aufgaben, können sich von dem Zusammensein nicht trennen. Einzelne übernachten sogar im Wohnwagen.

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In der Callcenter-Branche fehlen überbetriebliche Mindeststandards. Nur jedes achte Callcenter ist noch durch einen Flächentarifvertrag erfasst. Durch tariflose Konkurrenz geraten auch Entlohnung und Arbeitsbedingungen von Telefonisten unter Druck, die früher zu den vergleichsweise guten Konditionen großer Konzerne arbeiteten. So charakterisiert Dr. Hajo Holst von der Universität Jena die Entwicklung in der Branche, die längst zu den größeren im Dienstleistungssektor gehört…“ Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung vom 15.11.2011 beim idw externer Link. Siehe dazu:

  • Tarifliche Strukturen in der Call-Center-Branche überfällig
    „Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt den Beschluss des Call Center Verbands Deutschland (CCV), einen tariffähigen Zweckverband zu gründen. „Tarifliche Strukturen sind in dieser Wachstumsbranche überfällig. Damit steigen die Chancen, mittelfristig einen branchenweiten Mindestlohn auszuhandeln“, sagte ver.di-Call-Center-Experte Ulrich Beiderwieden…“ Pressemitteilung vom 17.11.2011 externer Link

Am Donnerstag, 15.11. war das siebte Treffen des Soli-Kreises, wieder in der Jurte, wieder mit vielen Streikenden. Zuerst hörten wir einen Bericht über die vier Verhandlungen vor dem Hamburger Arbeitsgericht.

Der wichtigste Termin war wohl die Verhandlung zur Verfügung, die Richter Waskow ohne Anhörung zu Beginn es Streiks ausgesprochen hatte: Den Streikenden hatte er untersagt, die Streikbrecher anzuhalten, um mit ihnen über ihr Verhalten zu diskutieren und vom Streikbruch abzuhalten. Auch bei der Verhandlung am 14.11. kam nicht wesentlich anderes dabei heraus: Die Streikenden dürfen nicht blockieren, dürfen aber Menschentrauben bilden, um mit den Streikbrechern zu diskutieren. Gerade das Verhalten der Streikenden in den ersten Streiktagen hatte der Auseinandersetzung Dynamik verschafft und sie ermutigt, weil sie bei mehreren Kollegen, die noch rein wollten, nach längerer Diskussion Erfolg hatten und diese sich ihnen anschlossen oder sogar in die Gewerkschaft eintraten. Der Geschäftsführer Häfner von Neupack hätte es am liebsten, wenn sich die Streikenden wie Pförtner verhielten und die Streikbrecher durchwinkten, Richter Waskow jongliert mit den Begriffen Betriebsblockaden und Menschentrauben. Jetzt geht es in die 2. Instanz, zum Landesarbeitsgericht.

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„Das Prostitutionsgesetz ist seit 10 Jahren in Kraft. Die Diskussion um dieses Gesetz ist gerade im Jubiläumsjahr von Prostitutionsgegnerschaft und dem Ruf nach verschärfter Kontrolle geprägt. In den Medien wird dem Gesetz jede positive Wirkung abgesprochen. Es wird für Phänomene verantwortlichgemacht, die sich aus den Erweiterungen der Europäischen Union 2004 und 2007 und damit einhergehenden Konvergenzproblemen ergeben. Unter dem Thema „SexarbeiterInnen willkommen in Europa?!“ will die diesjährige Jahresfachtagung bufaS – Forum Sexarbeit in diese Debatte eingreifen. Wir wollen die rechtlichen Regelungen inDeutschland und einigen Nachbarländern und die europäische Prostitutionspolitik thematisieren sowie die zunehmende Ablehnung der sichtbaren Prostitution und des Straßenstrichs in fast allen Ländern. Es geht darum, Perspektiven zu entwickeln, Impulse für eine europäische Zusammenarbeit zu setzen und um die Frage, ob es ein Europa geben kann, das SexarbeiterInnen willkommen heißt...”

Die Einladung Jahresfachtagung 2012, das Tagungsprogramm, das Anmeldeformular usw findet sich auf der Seite von Madonna e.V. externer Link Der Fachtagung vorangestellt ist am 12. November der Sexworker Only Day (SWOD). Er richtet sich ausschließlich an Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter und wird vom Beirat des bufaS organisiert.

  • Willkommen in Europa: Eine Fachtagung in Bochum warf einen Blick auf die Situation von SexarbeiterInnen in den europäischen Ländern
    „Ende der 1990er Jahre schlossen sich in Deutschland Sexarbeiterinnen und Beratungsstellen für Prostituierte zusammen, um sich gemeinsam über die rechtliche Situation in der Sexarbeit auszutauschen. Aus diesen regelmäßig stattfindenden “Hurenkongressen” ist vor drei Jahren die Organisation Bufas (Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter) hervorgegangen…Artikel auf dieStandard vom 26.11.2012 externer Link
  • Willkommen in Europa?
    Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Prostitutionsgesetzes: In Bochum erörterten Expertinnen und Betroffene drei Tage lang die Lage von Sexarbeiterinnen in Deutschland. Artikel von Mareen Heying in der jungen Welt vom 16.11.2012 externer Link. Aus dem Text: „(…) Eine juristische Einschätzung der Gesetzeslage in Deutschland lieferte Margarete Gräfin von Galen, Fachanwältin für Strafrecht. »Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander«, so die Juristin. Zwar sei es als positiv zu bewerten, daß durch die Einführung des »ungeheuer kleinen Gesetzes« die Prostitution nicht mehr als sittenwidrig gilt. »Doch was folgt daraus? Nicht viel«, so von Galens ernüchternde Antwort. Lilian kritisierte, daß das Gesetz beim Gesundheitsministerium falsch angesiedelt sei. Schließlich handele es sich bei Prostitution um ein Gewerbe, darum müsse das Arbeitsministerium zuständig für die Rechtslage sein. Dies war nur eine ihrer gut durchdachten Forderungen, die sie im Namen des Berliner Prostituiertenvereins »Hydra« verlas…“

Quelle: Artikel von Susan Bonath in der jungen Welt vom 16.11.2012 externer Link

Deutscher Journalistenverband und ver.di kritisieren Gehaltskürzungen und miese Honorare bei der Magdeburger Zeitung. Gewerkschafter wurde Zutritt verweigert.  Aus dem Text: „(…) Hintergrund des Konflikts sind Gehaltskürzungen, niedrige Honorare für freie Mitarbeiter und die Gründung von immer neuen Redaktionsgesellschaften. »Die Zeitung wird derzeit von 22 verschiedenen Unternehmen produziert, ständig kommen weitere hinzu«, sagt Gajowski. »Die Angestellten, die dahin ausgelagert werden, können nicht mehr mitbestimmen und werden weit untertariflich entlohnt.« Seiner Einschätzung nach spielt das Bauer-Blatt mit der Angst der Beschäftigten. »Mitarbeitern wird oft spontan gekündigt. Jüngst betraf das mehrere Redaktionsassistentinnen.« Zwar biete die Volksstimme ihnen neue Arbeitsverträge an, jedoch zu weitaus schlechteren Konditionen. Nach Gajowskis Informationen plant die Geschäftsführung, die Einkommen in den nächsten zwei, drei Jahren um 50 Prozent abzuschmelzen. Schon jetzt würden neue Redakteure zu schlechteren Bedingungen eingestellt…

Quelle: Pressemitteilung von ver.di vom 13.11.2012 externer Link

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) konnte am späten Montagabend in der achten Verhandlungsrunde ein Tarifergebnis für die rund 1.700Beschäftigten der Kino-Kette CinemaxX erzielen. „Die Beschäftigten können sich im Schnitt über eine Tariferhöhung von 9,74 Prozent in der Laufzeit des Tarifvertrages freuen“, fasste ver.di-Verhandlungsführer Frank Schreckenberg das Ergebnis zusammen. Konkret bedeute das etwa für Servicekräfte, dass sie im Jahr 2013 abhängig von der Berufserfahrung zwischen 8 und 9,15 Euro Stundenlohn erhalten. „Weiterhin wird die Jahressonderzahlung bereits ab dem Jahr 2012 auf 635 Euro für Altbeschäftigte und 335 Euro für Neubeschäftigte erhöht“, so Schreckenberg. „Außerdem gibt es für die Beschäftigten im Jahr 2013 einen Mindesturlaub von 27 Tagen und ab dem Jahr 2014 von 28 Tagen.“…“