Telekom-Konzern

Armut@Home - Der Spartarif von T-ServiceBei der Deutschen Telekom stehen Tausende Beschäftigte vor einer ungewissen Zukunft. Von Mitte September an werden sich etwa 3000 Mitarbeiter der Konzerntochter T-Systems neu bei ihrem Arbeitgeber bewerben müssen. Diese erste Ausschreibung betreffe vor allem Beschäftigte in der Verwaltung in Deutschland, bestätigt ein Konzernsprecher. Die 3000 Bewerber konkurrieren um nur etwa 1200 verbleibende Stellen. T-Systems hatte bereits im Juni bekanntgegeben, in den nächsten drei Jahren 10 000 Arbeitsplätze streichen oder verlagern zu wollen, davon 6000 in Deutschland. “Dabei wollen wir sozialverträglich vorgehen”, sagte T-Systems-Chef Adel Al-Saleh. Der US-Amerikaner, der als knallharter Sanierer gilt, ist Anfang des Jahres zur Telekom gewechselt. Wer in der nun geplanten Ausschreibung keinen neuen Job bekommt, kann in eine Servicegesellschaft der Telekom wechseln. Dort sollen die Beschäftigten weitergebildet werden, sodass sie sich schließlich auf andere Stellen innerhalb oder außerhalb des Konzerns bewerben könnten. Zudem hat die Telekom ein Abfindungsprogramm aufgelegt. Ältere T-Systems-Beschäftigte könnten auch in Altersteilzeit wechseln, sagt der Sprecher. An der privatisierten Telekom ist der Staat noch zu knapp 32 Prozent beteiligt. (…) Die Gewerkschaft Verdi kritisiert den geplanten Kahlschlag. “Wir vermissen weiterhin eine langfristige Strategie für T-Systems”, sagt Bundesfachgruppenleiter Michael Jäkel. Verdi verhandelt seit Monaten mit dem Management über einen neuen Tarifvertrag für 11 000 Beschäftigte in Deutschland – bislang ohne Kompromiss. Der derzeitige Tarifvertrag schützt die Mitarbeiter nur bis Jahresende vor betriebsbedingten Kündigungen.“…“ Artikel von Benedikt Müller in der Süddeutschen Zeitung online vom 07.09.2018 externer Link – siehe zum Hintergrund bei ver.di die Mitgliederinfo T-Systems vom 21.06.2018 externer Link: T-Systems: JETZT ist die Katze aus dem Sack – Massiver Personalabbau und Standortschließungen

Armut@Home - Der Spartarif von T-Service“Als die privatisierte Deutsche Telekom im Jahr 1996 an die Börse ging, fiel unter dem Eindruck einer Werbekampagne die Idee der Volksaktie bei vielen Menschen auf fruchtbaren Boden. »Einige unserer Kollegen nahmen sogar Kredite auf, um Belegschaftsaktien zu kaufen«, sagte ein hessischer Telekom-Betriebsrat gegenüber »nd«. Auf den Höhenflug der T-Aktie mit einem Aktienwert von über 100 Euro folgte dann der jähe Absturz, der Kleinaktionären zusetzte. Euphorie und die Illusion, durch »Kouponschneiden« und »Däumchendrehen« ein erkleckliches und stetig steigendes Einkommen erzielen zu können, sind längst verflogen. Doch Erinnerungen verblassen. So rühmte Telekom-Konzernchef Timotheus Höttges bei der Hauptversammlung des Konzerns am Mittwoch in der Kölner Lanxess-Arena vor Groß- und Kleinaktionären, dass der Aktienkurs mit rund 18 Euro »so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr« sei und verkündete einen »Dividendendreisprung, der sich sehen lassen kann«. Schließlich habe sich die Dividende pro Aktie von 50 beziehungsweise 55 Cent in den Vorjahren auf nunmehr 60 Cent gesteigert. Längst ist der Konzern zur europäischen Nummer Eins in der Branche und zum »Global Player« expandiert…” Artikel von Hans-Gerd Öfinger vom 2. Juni 2017 bei neues Deutschland online externer Link

Protest gegen T-Mobile in den USADer National Labor Relations Board hat geurteilt: T-Mobile USA muss seine, gegen gewerkschaftliche Bestrebungen im Unternehmen 2015  gegründete „eigene Gewerkschaft“ mit dem wohlklingenden Namen T-Voice  „sofort“ auflösen! Keineswegs das erste Mal, dass die „deutsche Heuschrecke“ des bewussten Verstoßes gegen US-Arbeitsgesetze und Gewerkschaftsfreiheit überführt wurde – die ganze Geschichte dieses Unternehmens ist eine Geschichte von Verstößen, Vergehen und antigewerkschaftlichem Totaleinsatz. (Im Normalfall hat nach jeder neuen Schlappe bisher der Konzern hierzulande mitteilen lassen, man werde sich bei Gelegenheit darum kümmern). Der Oberboss der US-Sparte will Berufung einlegen, so teuer ist ihm seine servile Truppe. In dem Artikel „NLRB judge tells T-Mobile to end company-controlled worker group“ von Josh Eidelson am 04. April 2017 externer Link (hier in der Seattle Times) wird darauf verwiesen, dass die CWA (Kommunikationsgewerkschaft im AFL-CIO) im Februar 2016 Klage eingereicht hatte und nunmehr Recht bekommen hat. T-Voice, so die Gewerkschaft, sei nicht die Stimme der Belegschaft (auch wenn das Unternehmen neuen Mitglieder „Wellness-Tage“ spendiert…). Die hemmungslose Unternehmensleitung will sich „von ihrem Kurs nicht abbringen“ lassen. Siehe dazu auch die (englische) Email der T Mobile Workers United (CWA) vom 05. April 2017 zum Urteil des NLRB: (weiterlesen »)

Dossier

Tarifrunde Telekom 2016 ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde unter anderem eine tabellenwirksame Entgelterhöhung um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie eine Komponente zur überproportionalen Anhebung der unteren Einkommen. Darüber hinaus soll der Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen verlängert werden. Die Höhe der Ausbildungsvergütungen und der Vergütungen für duale Studenten soll um 60 Euro angehoben werden. Siehe die ver.di-Sonderseite externer Link sowie diejenige für Bayern externer Link und hier neu:

  • Tarifabschluss T-Systems: Drei Prozent und Kündigungsschutz bis Ende 2018
    Als “Abschluss mit Licht und Schatten” hat ver.di-Vorstandsmitglied Lothar Schröder die Tarifeinigung für die 17.000 Beschäftigten der T-Systems in Deutschland bezeichnet. “Die vereinbarte Beschäftigungssicherung für alle Beschäftigten des Unternehmens bis Ende 2018 zeichnet den Tarifvertrag aus. Damit hat die Androhung von Kündigungen endlich ein Ende”, sagte Schröder. (…) Bei den unteren Einkommen ist eine Lohnerhöhung von drei Prozent in zwei Schritten vereinbart. Für die höheren Einkommen wurde eine Steigerung von 2,5 Prozent abgeschlossen. (…) Persönliche Perspektiven für ältere Arbeitnehmer bietet die verbindliche Verabredung, in den nächsten zwei Jahren 680 Altersteilzeitverträge abzuschließen. Die Laufzeit des Einkommens-Tarifvertrages beträgt 24 Monate bis zum 31. März 2018.ver.di-Pressemitteilung vom 16.06.2016 externer Link

(weiterlesen »)

Telekom-Solidarität mit t-Mobile Beschäftigten in den USA im Mai 2015Beschäftigten, die sich beim Unternehmen T-Mobile USA für Arbeitnehmerrechte  einsetzen, droht häufig Mobbing oder gar die Kündigung. Schikanen und Demütigungen für diejenigen, die sich offen für Gewerkschaften engagieren, sind bei der US-Telekom-Tochter an der Tagesordnung.  Das höchste US-Gericht für Arbeitsrechtsfragen verurteilte T-Mobile USA im März 2015 in elf von 13 Fällen wegen Verstößen gegen Arbeitnehmerrechte” – so beginnt die Pressemitteilung “ver.di fordert Bundesregierung per Petition auf, Gewerkschafts- und Arbeitnehmerrechte bei Telekom-Tochter T-Mobile USA durchzusetzen” vom 16. Juli 2015 externer Link, die mit der Erinnerung endet “Die Beschäftigten bei T-Mobile USA streiten für ihr Recht, sich in der Gewerkschaft Communications Workers of America (CWA) zu organisieren. Der Kampf der CWA und der Beschäftigten wird seit vielen Jahren von ver.di unterstützt“. Siehe dazu weitere Hintergründe und Informationen (weiterlesen »)

Protest gegen T-Mobile in den USAVolkswagen: Will keine Debatten im Betrieb, Gewerkschaft schon gar nicht. T-Mobile auch nicht. Andere sparen wir uns jetzt hier. BRD-Unternehmen als Vorhut der Antigewerkschaftlichen Politik der US-Südstaaten ist inzwischen fast schon üblich – Heuschrecken eben, wie der Genosse Müntefering bestimmt nicht sagen würde. Normal ist es ja heutezutage, dass BRD-Unternehmen etwa in Ländern wie der Türkei an vorderster Stelle demokratische Rechte mit Füßen treten. In den USA auch. Da regt sich selbst die konservativ-neoliberale New York Times auf. Der Artikel “T-Mobile Policy Violated Labor Law, Judge Rules” von Noam Scheiber am 19. März 2015 in der New York Times externer Link jedenfalls, sagt genau das: T-Mobile ist Gesetzesbrecher. Siehe dazu auch weitere Nachrichten und Hintergrund: (weiterlesen »)

„Um ihren Unmut über die Pläne des Konzerns kundzutun, haben sich am Freitagvormittag Beschäftigte der Telekom-Tochter VCS am Offenburger Standort in der Okenstraße versammelt. Die Telekom plant die Verlagerung von 150 Stellen nach Mannheim. Während bei den Betroffenen die Hoffnung schwindet, gab sich die Gewerkschaft kämpferisch. […] Am Freitag hat ein Teil der 150 VCS-Beschäftigten im Telekom-Gebäude in der Offenburger Okenstraße im Rahmen einer Aktion zur Mittagspause seinen Unmut über das Vorhaben kundgetan. Eingeladen hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, deren Vertreter sich zu diesem Anlass kämpferisch gaben…“ Artikel von Florian Pflüger auf Baden online vom 10.10.2014 externer Link. Siehe auch aktuelle Berichte von anderen Standorten: Faurndau und Rendsburg…: (weiterlesen »)

Wenn deutsche Konzerne im Ausland Mitarbeiterrechte mit Füßen treten. Eine Gewerkschaftskonferenz in Berlin diskutierte Gegenstrategien…” Artikel von Alexander Schmidt in junge Welt vom 07.07.2014 externer Link

DossierTarifrunde Telekom 2014

  • ver.di und T-Systems verständigen sich auf Gesamtpaket – mehr Geld und Schutz für Beschäftigte
    „Der Tarifkonflikt bei der Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems ist beigelegt. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Arbeitgeber haben sich in der Nacht zum Mittwoch in der vierten Verhandlungsrunde auf ein Gesamtpaket verständigt, das Entgeltssteigerungen im Gesamtvolumen von 3,5 Prozent sowie Schutzregelungen für Beschäftigte im Rahmen des vorgesehenen Umbaus von T-Systems vorsieht. Die Entgelttarifvereinbarung läuft bis zum 31. März 2016. (…) Im Einzelnen sieht das Tarifergebnis zwei Entgeltanhebungen vor: zum 1. Juni 2014 um 1,5 Prozent sowie zum 1. April 2015 um 2,0 Prozent. Darüber hinaus sind die Beschäftigten ab 1. Januar 2016 für zwei Jahre vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen geschützt – unter bestimmten Bedingungen sogar früher –, sofern definierte Ziele während des sozialverträglichen Konzernumbaus planmäßig erreicht werden. Dazu sind auf Grundlage der parallel zwischen Arbeitgeber und Gesamtbetriebsrat verhandelten Vereinbarung „Transformation T-Systems 2015+“ beispielsweise Angebote für Altersteilzeitregelungen und Vorruhestand, Übernahmen durch den Bund, Reduzierung des Einsatzes von Fremddienstleistern, konzerninterne oder –externe Wechsel sowie Abfindungsprogramme vorgesehen. Auf diese Weise soll der geplante Stellenabbau ohne Kündigungen realisiert werden. Die sozialverträgliche Umsetzung wird dabei von den Vertragsparteien regelmäßig überprüft…Mitteilung von ver.di vom 30.04.2014 externer Link (weiterlesen »)

wir erwarten besseres telekom„Bereits seit mehreren Jahren stehen Tochterunternehmen oder Beteiligungen der Deutschen Telekom AG in der Kritik, im Ausland mit zum Teil rüden Methoden unter anderem gewerkschaftliche Aktivitäten zu be- oder gar zu verhindern, gegen internationale Arbeitsrechtsnormen und sogar gegen eigene Zusagen und Verpflichtungen zu verstoßen. Eine gewerkschaftliche Allianz unter maßgeblicher Beteiligung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat nun eine Befragung unter den Beschäftigten mehrerer Auslandstöchter der Deutschen Telekom durchgeführt, um Ausmaß und Folgen dieser Verstöße in einem „Schwarzbuch“ zu dokumentieren und Gegenmaßnahmen einzufordern. Hier stellen wir Ihnen die Befragungsergebnisse vor.“ Siehe dazu die Pressemappe bei verdi externer Link (weiterlesen »)

„Keine guten Nachrichten für die Telekom-Tochter T-Systems: Ihr steht offenbar ein radikaler Umbau bevor. Die Gewerkschaften fürchten erstmals in der Geschichte des Konzerns auch betriebsbedingte Kündigungen…“ Meldung im Handelsblatt vom 02.12.2013 externer Link

Pläne von Union und SPD zur Begrenzung der Zeitarbeit könnten sich anders als geplant auswirken
Die nächste Bundesregierung wird wahrscheinlich die Dauer von Zeitarbeitsverhältnissen begrenzen. Weil sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch führende SPD-Politiker entsprechende Willensbekundungen abgaben, geht es in den Koalitionsverhandlungen nur noch darum, ob die Maximaldauer 12 oder 24 Monate betragen soll. Dahinter steckt dass Ziel, dass Zeitarbeiter von Unternehmen fest angestellt werden sollen. Dass die Begrenzung auch andere Auswirkungen haben kann, zeigen aktuelle Medien- und Leserberichte zu Plänen der Telekom
…” Artikel von Peter Mühlbauer in telepolis vom 26.11.2013 externer Link (weiterlesen »)

wir erwarten besseres telekom„Mit einem bundesweiten Aktionstag am 29. August 2013 kämpfen die Beschäftigten der Deutschen Telekom gegen Entlassungen und Arbeitgeberwillkür bei T-Mobile USA. „Gewerkschaft und Beschäftigte in den Vereinigten Staaten müssen mit Respekt, Anstand und Fairness behandelt werden. Willkür, Drohungen und Entlassungen sind ‚Führungsinstrumente‘ aus der Mottenkiste des Frühkapitalismus und eines modernen, in mehr als 50 Ländern der Welt agierenden deutschen Dax-Unternehmens unwürdig“, betonte Lothar Schröder, Mitglied im Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)…“ Pressemitteilung von ver.di vom 28.08.2013 externer Link (weiterlesen »)

„Eine Gruppe von Beschäftigten von T-Mobile USA und Gewerkschafter der amerikanischen Gewerkschaft Communications Workers of America (CWA) besuchen vom 12. bis 18.Mai 2013 Deutschland, um in Gesprächen mit deutschen Beschäftigten der Telekom, mit Politikern, Vertretern des DGB und der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) auf die Situation bei T-Mobile USA aufmerksam zu machen und um Unterstützung für die Kampagne „We expect better“ zu werben…“  Meldung bei ver.di vom 12.05.2013 externer Link

Kampagne "Wir Erwarten Besseres"Was Amazon kann, kann die Deutsche Telekom auch: US-Gewerkschaften und Verdi schlagen Alarm über zum Teil abenteuerliche Arbeitsbedingungen. Die Arbeitnehmer hätten kaum Rechte und würden systematisch gedemütigt. „Die Deutschen wären entsetzt“, sagt ein US-Gewerkschafter.
Während sich die deutschen Politiker über die Praktiken des US-Konzerns Amazon in Deutschland aufregen, ist in den USA die Deutsche Telekom – immerhin ein Staatsbetrieb – ins Gerede gekommen. Die Angestellten in Call Centern für T-Mobile USA, das der Deutschen Telekom gehört, sind über die Arbeitsbedingungen aufgebracht. Dies berichtet die US-Gewerkschaft Communications Workers of America (CWA). Die Arbeitsbedingungen in den US-Call Centern seien deutlich schlechter als in Deutschland, sagten Mitarbeiter von T-Mobile USA
…” Artikel in Deutsche Wirtschafts Nachrichten  vom  18.02.13 externer Link (weiterlesen »)

Siehe auch im www

Ganz besonders interessant im LabourNet Archiv (1997-2012)