IBM

BigBrotherAwardsDie Firma IBM erhält den BigBrotherAward 2016 in der Kategorie Arbeitswelt für ihre Software „Social Dashboard”, mit der Firmen das Sozialverhalten von Angestellten kontrollieren und auswerten können: “Der “Social Score” setzt falsche Anreize: Belanglose “Likes” erhöhen den Punktwert, sinnlose Weiterleitungen verstopfen Email-Postfächer, die sowieso schon zu voll sind, und beliebte Links lenken ab von der eigentlichen Aufgabe. Und wer verhindert, dass sich meine Kollegen verabreden, mir ausdrücklich keine Likes zu geben? “Social Scores” öffnen die Tür zu neuen Mobbing-Formen und zu einem neuen Stressfaktor in der Arbeitswelt: Zusätzlich zur Erledigung der Aufgaben muss man jetzt auch noch darauf achten, nicht plötzlich im Sozialen Ranking abzurutschen. Wir möchten mit diesem Preis daran erinnern, dass eine Auswertung von Kommunikationsstrukturen und sozialen Graphen arbeitsrechtlich absolut heikel und bedenklich ist…Laudatio von Frank Rosengart für den Chaos Computer Club externer Link

ver.di-Tarifkommission und ver.di-Betriebsgruppenvorsitzende im IBM-Konzern protestieren gegen Stellenabbau: “Nach der Ankündigung der IBM vom 30. März 2016, fast 1000 Stellen bei der IBM D B&TS GmbH, IBM D GBS GmbH und IBM D MBS GmbH abbauen zu wollen, protestieren die ver.di-Tarifkommission und die ver.di-Betriebsgruppenvorsitzenden im IBM-Konzern gegen diese Maßnahme. In einem offenen Brief an die deutsche Geschäftsführung werfen sie der IBM vor, die massiven Managementfehler der vergangenen Jahre nun auf dem Rücken der Belegschaft auszutragen. Der Stellenabbau ist eine falsche Entscheidung. Sie schafft in der IBM eine verstärkte Atmosphäre der Angst…” ver.di-Newsletter von “Ich bin mehr wert”im Fachbereich 9 vom 30. März 2016 externer Link

Was es heißt, wenn ein Unternehmen gezielt neue Arbeitsformen wie Cloudworking einsetzt, zeigt eine neue Studie über die Unternehmensstrategie von IBM. Vor 5 Jahren erregte die Ankündigung eines globalen IBM-Managers Aufsehen: Die Anzahl der Festangestellten bei IBM soll von 400.000 auf zirka 100.000 reduziert werden. Die Kernbelegschaft soll nur mehr zur Aufrechterhaltung der Kundenbeziehungen und für Steuerung und Management des Unternehmens zuständig sein, die Mitarbeiterinnen nur mehr für Projekte über Plattformen im Internet weltweit angeheuert werden. Eine neue Studie beleuchtet die Strategie, mit der sich IBM dieser „Vision“ annähert und zeigt welche Fragen sie für die Zukunft der Arbeit aufwirft…” Artikel von Eva Angerler vom 24. Juni 2015 im blog.arbeit-wirtschaft.at externer Link

Nur wenige Mitarbeiter von IT-Firmen suchen den Weg in eine Gewerkschaft. Auch Betriebsräte finden sich selten. Flexibilität ist Trumpf. Doch neuerdings gibt es in großen IT-Unternehmen auch Proteste. Nieselregen und trübes Novemberwetter halten die IBM-Mitarbeiter nicht ab. Etwa 1200 – zählt die Gewerkschaft Verdi – haben sich vor der IBM-Zentrale in Ehningen bei Stuttgart versammelt. Mit Rasseln und Klappern lärmen sie am vergangenen Montag für höhere Löhne. Demonstrationen für mehr Geld? Solche Proteste haben in der IT-Branche immer noch Seltenheitswert. In großen Konzernen wie IBM, der Deutschen Telekom oder Hewlett-Packard haben die Gewerkschaften zwar Einfluss. Bei IBM und der Telekom haben sie sogenannte Haustarifverträge für die Unternehmen ausgehandelt. Doch das Bild trügt. “Der Organisationsgrad im IT-Bereich ist im Vergleich zu anderen Branchen gering. Er steigt verhalten”, sagt Bert Stach vom Fachbereich Informationstechnologie bei der Gewerkschaft Verdi…“ Artikel von Annika Graf auf heise online am 13.11.2014 externer Link

  • Erfolgreicher zentraler Aktionstag zur Tarifrunde 2014 in Ehningen
    1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten am 10. November 2014 ein starkes Signal, um die IBM in der Tarifrunde 2014 unter Druck zu setzen. Mit ohrenbetäubendem Lärm machten die IBMerinnen und IBMer deutlich, dass sie endlich ein angemessenes Angebot von der IBM erwarten. Bereits um 11.30 trafen die ersten Busse mit den Kolleginnen und Kollegen aus den IBM-Lokationen Böblingen und Herrenberg ein. Trotz Bahnstreik hatten einige sogar lange Anfahrten in Kauf genommen. Es waren Delegationen der ver.di-Betriebsgruppen Bonn, Erfurt, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Mainz vor Ort. […] Die ver.di-Verhandlungskommission im IBM-Konzern bewertete den Aktionstag als klaren Erfolg. […] Nun ist die IBM am Zug. Die Tarifverhandlungen werden am 11. November 2014 in Ehningen fortgesetzt.“ Aus dem verdi Newsletter „Ich bin mehr wert“ vom 10.11.2014 externer Link (weiterlesen »)

Dossier

  • streik-ibm-lenovo-shenzhenIBM entlässt Streikende
    Seit über einer Woche streiken mehr als 1000 ArbeiterInnen von IBM in Shenzen gegen die Bedingungen, die ihnen IBM beim Verkauf seiner chinesischen Serverproduktion an Lenovo diktiert. 19 von ihnen haben jetzt eine Lehrstunde in Demokratie bekommen: Sofortige Entlassung, sofortiges Verlassen des Werksgeländes – wie sich eben Herren Manager zu Diktatoren berufen fühlen. Einer der angeführten Entlassungsgründe ist „versammeln während der Arbeitszeit“ – wird in dem Bericht IBM sacks staff on strike against severance following Lenovo deal externer Link von He Huifeng am 12. März 2014 in der South China Morning Post unterstrichen (weiterlesen »)

„Ohne Gegenstimme hat nach der zuständigen Tarifkommission auch der ver.di-Bundesfachgruppenvorstand Informationstechnologie und Datenverarbeitung (IT/DV) am 11. November für eine Tarifeinigung beim IT-Unternehmen IBM votiert. Rund 70 Prozent der 20.000 von IBM in Deutschland Beschäftigten werden von dem Tarifabschluss profitieren. Rückwirkend zum 1. Oktober werden die Tarifgehälter und die Ausbildungsvergütungen mit einer Laufzeit von zwölf Monaten um 2,3 Prozent erhöht. Außerdem werden 200 Plätze für Dual Studierende und für Studierende, die den Masterabschluss mit dem Programm Master@IBM anstreben, im neuen Ausbildungsjahr geschaffen. Mit der Arbeitgeberseite wurde zudem vereinbart, dass für die Leiharbeitnehmer/innen beim IBM-Tochterunternehmen Customer Support Services GmbH (CSS) die Verhandlungen unmittelbar fortgeführt werden sollen…“ Nachricht bei ver.di vom 13.11.2013 externer Link

Artikel von Herbert Rehm, erschienen in express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 04/2013

In express 1-2/2013 berichtete Betriebsrat Ralf Kronig von den krankmachenden Arbeitsbedingungen beim Softwareriesen SAP. Die faszinierenden Technologien einer weltweiten digitalen Kommunikation schaffen auch ungeahnte Möglichkeiten der Arbeitsverdichtung und -intensivierung. Rund um die Uhr kann an »Projekten« gefeilt werden, alle MitarbeiterInnen konkurrieren miteinander. Weiter auf die Spitze getrieben wird diese Ausbeutungsstrategie mit dem Konzept des »Crowdsourcing« – so heißt die Auslagerung von Projektaufgaben in eine globale Programmierer-Menge, die mit ihren Arbeitsergebnissen um den Zuschlag bei Internetausschreibungen konkurriert. Bezahlt wird nur, wer gleichzeitig am besten, schnellsten und billigsten liefert. Wir dokumentieren ein Papier von ver.di zum Thema,  und IBM-Betriebsrat Herbert Rehm* stellt dar, wie die schaurige Innova­tion in seinem Unternehmen funktioniert. (weiterlesen »)

Quelle: Pressemitteilung von ver.di vom 05.10.2012 externer Link

„Die knapp 20.000 Beschäftigten des IBM-Konzerns erhalten rückwirkend vom 1. Juli 2012 an zwei Prozent mehr Gehalt. Gleichzeitig wird die Aufnahme von Verhandlungen über einen Tarifvertrag Gesundheitsschutz verbindlich vereinbart. Das sieht die Schlichtungsempfehlung im Tarifkonflikt bei IBM vor. Die zuständige ver.di-Tarifkommission hat der Empfehlung bereits zugestimmt. Die Entscheidung des Bundesfachgruppenvorstands steht noch aus…“   (weiterlesen »)