Ryanair

Dossier

rynair lowest wagesDeutsche Piloten haben Ryanairchef Micheal O’Leary zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die Ryanair Piloten in der EU weisen schon seit zwei Monaten daraufhin, dass sie Verhandlungen mit dem Unternehmen aufnehmen möchten, um auf direktem Weg die Probleme anzugehen, vor denen das fliegende Personal und die Passagiere von Ryanair derzeit stehen. Bisher stoßen sie bei Ryanair jedoch nur auf eine vollständige Blockadehaltung. Deutsche Ryanair-Piloten haben nun mit Unterstützung der Vereinigung Cockpit (VC) eine Tarifkommission gegründet, die Verhandlungen mit Ryanair über Einzelheiten eines Tarifvertrags aufnehmen möchte. Es liegt auf der Hand, dass die derzeitigen Vereinbarungen, die auf den Basen in Deutschland gelten, nicht dieselbe Rechtsstellung haben wie ein gemeinsames Arbeitsabkommen, und dass Ryanair nationale Gewerkschaftsverträge verhandeln muss, um die Einhaltung sowohl europäischer als auch nationaler Regelungen in Deutschland sicherzustellen…” Cockpit-Meldung vom 17 November 2017 externer Link, UFO ebenso, siehe dazu auch:

  • Auf Konfrontationskurs: Ryanair-Beschäftigte wollen im Streit um bessere Arbeitsbedingungen nicht nachgeben New (weiterlesen »)

rynair lowest wagesÜber den Wolken wird bei Ryanair jeder gleich behandelt. Nicht einmal zwischen Passagier und Pilot existieren Klassenunterschiede. “Auch wir müssen dafür bezahlen, wenn wir aus dem Bordservice nur ein Wasser trinken möchten”, sagt ein junger Co-Pilot der Fluggesellschaft. Und das sei lediglich eine von vielen Spesen, für die das fliegende Personal der Billigairline selbst aufkommen müsse. Sogar Hotels und Transfers zahlen die Piloten demnach aus der eigenen Tasche. (…) Tatsächlich müssen Phillips zufolge die Piloten nicht nur ihr Wasser im Jet bezahlen, sondern auch ihre Uniform, regelmäßige Übungsstunden im Flugsimulator, Gesundheitschecks, sogar Ausweise für die Flughäfen. Einen Teil der Ausgaben bekämen die Piloten zwar als Pauschale wieder, doch die Gewerkschaft argumentiert, dass “solche Betriebskosten nicht Teil des Gehalts der Arbeitnehmer” sein könnten. Neben diesen Spesen geht es VC aber um wesentlich wichtigere Dinge. Ryanair wirbt beispielsweise damit, dass Piloten bei ihnen fünf Tage in Folge fliegen und dann vier Tage frei haben. Viele Piloten bemängeln aber, dass das häufig nicht eingehalten werde. (…) Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit schätzt, dass von den 380 in Deutschland stationierten Ryanair-Piloten ein Drittel einen Status als Contractor hat, also im Prinzip als Subunternehmer. (…) “Es ist in ganz Europa unter den Mitarbeitern eine Aufbruchstimmung spürbar”, sagt der junge Pilot. Das habe im Herbst vergangenen Jahres angefangen und in internationalen Whatsapp-Gruppen unter den Beschäftigten sehr schnell um sich gegriffen. Im Mittelpunkt stehe “Unity”, also die Einigkeit unter den Beschäftigten…” Artikel von Zacharias Zacharakis vom 17. Januar 2018 externer Link

rynair lowest wagesEs wäre ja fast eine Weihnachtsgeschichte geworden: Zum Fest – und für seinen reibungslosen Ablauf im Reise-Sinne des Unternehmens – hatte sich Mr. O’Leary erstmals herab lassen müssen, mit Gewerkschaften zu verhandeln, zumindest: Sich an einen Tisch mit ihnen zu setzen. Aber kein Charles Dickens schrieb über seine Wandlung, sondern die Aktionäre stoßen seine Papiere ab. Klar: Gewerkschaften gehen ans Geld. Beschäftigte, die unverschämter Weise auch noch von ihrer Arbeit leben wollen – sowieso. Ryanair ist gezwungen, zu verhandeln – oder, zumindest, so tun, als ob. Weil in Portugal, Spanien, Italien, Großbritannien und Irland Piloten und Kabinencrews rebellierten, auch in der BRD Unmut massiv wurde und nun hierzulande zum ersten Streik der Unternehmensgeschichte führt… (Wie sich das seit einiger Zeit anbahnte, kann in der LabourNet Rubrik zu Ryanair ausführlich nachgelesen werden…) Während die irische Gewerkschaft Impact den beschlossenen Streik nach Erfüllung ihrer Forderung nach schriftlicher Anerkennung erst einmal „vorübergehend“ aussetzte, hat VC in der Bundesrepublik für heute zum Warnstreik aufgerufen Zur jüngsten Entwicklung der Unternehmenshaltung unsere kommentierte Materialsammlung „Erzwungene Verhandlungen bei Ryanair“ vom 21. Dezember 2017, in der auch die verschiedenen Faktoren der letzten Monate nochmals berücksichtigt werden, von den massenhaften Kündigungen der Piloten bis zu mindestens teilweise erfolgreichen Klagen von Kabinenbesatzungen: (weiterlesen »)

Dossier

rynair lowest wages“Niedriglöhne und Knebelverträge für das fliegende Personal bringen die Billig-Airline aus Dublin in Erklärungsnot. Der Druck, die Probleme zu lösen, ist größer denn je. Das fliegende Personal von Ryanair verstärkt seinen Widerstand gegen die Arbeitsbedingungen in der Fluglinie. Nachdem unlängst die Piloten des Billigfluganbieters gegen Niedriglöhne und Knebelverträge rebellierten und bessere Arbeitsverträge forderten, zieht das Kabinenpersonal nach: Zumindest für die bis zu 1000 in Deutschland tätigen Flugbegleiter der irischen Gesellschaft sollten nationale Tarifverträge gelten, heißt es. Die Branchengewerkschaft Ufo forderte Ryanair daher zu Verhandlungen über ein solches Regelwerk auf. (…) Ufo-Vertreter sind überzeugt, dass Ryanair in Deutschland auf „schlicht illegale“ Arbeits- und Vergütungs-Bedingungen setzt. „Mit Bruttolöhnen von rund 1200 Euro im Monat und bei ständiger Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit ist es ohnehin schwer, in Deutschland finanziell über die Runden zu kommen“, sagte Ufo-Chef Alexander Behrens am Dienstag. Was die aktuelle Misere des fliegenden Personals verschärft: Viele Kabinen-Mitarbeiter würden in jedem Winter für mehrere Wochen unbezahlt freigestellt, um so Personalkosten zu sparen. (…) Damit nicht genug. Nach Angaben der Vereinigung Cockpit (VC) sind in der von Dublin aus gesteuerten Gesellschaft auch vertragliche Zusatzvereinbarungen üblich, wonach die Teilnahme an Arbeitskämpfen mit dem Wegfall von Bonuszahlungen und schlechteren Arbeitszeiten „bestraft“ wird…” Beitrag von Ulrich Friese vom 24. Oktober 2017 bei der FAZ online externer Link, siehe dazu:

Acciona soll eine Tochter für die Ryanair-Abfertigung in Frankfurt gegründet haben: Diese halte sich nicht an den geltenden Tarifvertrag und zahle nur Mindestlohn. Das Konstrukt könnte auch nach dem Lizenzverlust des Abfertigers aufrecht gehalten werden. Der spanische Bodendienstleister Acciona hat für die Abfertigung der Ryanair-Flüge am Flughafen Frankfurt ein Tochterunternehmen gegründet. Wie airliners.de aus Mitarbeiterkreisen erfuhr, entlohne die Tochter des Mischkonzerns, Acciona GSD, lediglich nach Mindestlohn – der geltende Tarifvertrag werde umgangen. Der Mindestlohn liegt im Mittel rund 40 Prozent unter der Bezahlung des Mindestlohns für lizenzierte Abfertiger am Frankfurter Flughafen. Wie viele der in Frankfurt 1000 bei Acciona Beschäftigten betroffen sind, ist nicht bekannt. (…) Unklar ist aktuell allerdings, wie lange Acciona noch an Deutschlands größtem Flughafen tätig sein wird. Die Spanier hatten im Frühjahr die erst 2014 in Kraft getretene Lizenz für die Rampen-Abfertigung am Airport an Wisag verloren. Dagegen legte Acciona Klage ein. Das hessische Verwaltungsgericht legte fest, dass der Übergang von Acciona auf Wisag im Februar kommenden Jahres stattfinden soll…” Meldung vom 9.11.2017 bei airliners.de externer Link

rynair lowest wages“… Und schließlich sah sich die – vermeintlich streikfreie – Ryanair mit einem Arbeitskampf ihrer Piloten konfrontiert: Diese wollen den aktuellen Personalmangel des Konzerns, aufgrund dessen Ryanair über 2000 Flüge streichen musste, nutzen, um bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen: reguläre Arbeitsverträge für alle Mitarbeiter und Verhandlungen über Gehälter, die sich an denen konkurrierender Airlines orientieren. Dadurch aber geriete Ryanairs auf günstigen Preisen und minimalen Kosten basierendes Geschäftsmodell ins Wanken. (…) Um Arbeitskosten einzusparen, betreiben Billigairlines wie Ryanair ein regelrechtes Sozialdumping: Sie nutzen die unterschiedlichen Steuer-, Sozial- und Arbeitsgesetze der EU-Mitgliedstaaten gezielt zu ihren Gunsten aus. Durch komplizierte Vertragskonstruktionen umgeht Ryanair so nicht nur den Arbeitgeberanteil für die Sozialabgaben seiner Mitarbeiter, sondern auch das Arbeitsrecht der Länder, in denen die Crews eingesetzt sind. So beschäftigt das Unternehmen einen Großteil seiner 3500 Piloten nicht selbst, sondern über eine irische Leiharbeitsfirma. Doch auch diese stellt die Piloten nicht an, sondern unterstützt sie mit Steuerberatern bei der Gründung ihrer eigenen Briefkastenfirmen in Irland. Diese wiederum gründen eine Filiale im Einsatzland der Piloten. Am Ende arbeiten diese hier als Angestellte ihrer selbst, vermittelt über die Leiharbeitsfirma – die Dienstpläne, Arbeitsanweisungen und Uniformen stammen jedoch von Ryanair. Durch dieses Modell spart sich das Unternehmen nicht nur Arbeitgeberkosten – als formell Selbstständige müssen die Piloten Sozialabgaben selbst entrichten. Es kann auch flexibel auf Auftragsschwankungen – etwa im Winter – reagieren. So sehen die Verträge mit der Leiharbeitsfirma vor, dass die Piloten bei geringem Bedarf in unbezahlten Urlaub geschickt werden können. Bei Krankheit müssen sie dagegen nacharbeiten und bei häufigem Ausfall darum bangen, überhaupt wieder für Flüge eingeteilt zu werden. Auf diese Weise wälzt Ryanair einen Teil seines unternehmerischen Risikos knallhart auf seine Mitarbeiter ab…” Artikel von Anne Britt Arps in Blätter für deutsche und internationale Politik 10/2017 externer Link

rynair lowest wagesDer irische Billigflieger Ryanair braucht dringend Piloten. Das Unternehmen will die Flugzeugführer deshalb deutlich besser bezahlen. (…) Bis Ende März müssen die Iren rund 20.000 Flüge streichen. Konzernchef Michael O’Leary behauptet hartnäckig, dass man sich bei der Urlaubsplanung für die Piloten verkalkuliert habe. Analysten bezweifeln diese Darstellung. So sollen in den vergangenen Monaten rund 140 Flugzeugführer zum Konkurrenten Norwegian gewechselt sein, da ihnen dort bessere Arbeitsbedingungen geboten werden – vor allem unbefristete Anstellungsverträge und eine bessere Bezahlung. (…) Ryanair-Chef Michael O’Leary hat Medienberichten zufolge seine Piloten mit einem eindringlichen Appell zum Bleiben aufgefordert. In einem Brief, der an alle Ryanair-Piloten gegangen sein soll, heißt es, sie könnten an verschiedenen Standorten mit Gehaltserhöhungen von 10.000 Euro für Flugkapitäne und 5000 Euro für Co-Piloten rechnen. Zusätzlich stellte O’Leary auch einen Loyalitätsbonus von bis zu 12.000 Euro, günstigere Vertragsbedingungen und bessere Aufstiegschancen in Aussicht…” Beitrag von Frank-Thomas Wenzel vom 7. Oktober 2017 bei der Berliner Zeitung externer Link

“… „Mit der EuGH-Entscheidung gelten die Regeln der Länder, in denen die Beschäftigten stationiert sind. Das begrüßen wir ganz außerordentlich“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Damit könne in Zukunft auch das deutsche Arbeitsrecht nicht länger unterlaufen werden. ver.di erwarte, dass sich insbesondere Ryanair zukünftig an das deutsche Recht halte und fordert die zuständigen Behörden auf, dieses dementsprechend zu kontrollieren. Hintergrund ist, dass im Jahr 2011 sechs Arbeitnehmer die Gerichte anriefen, weil sie der Ansicht waren, dass Crewlink und Ryanair das belgische Recht beachten und anwenden müssten. Das EuGH stimmte dieser Ansicht zu. (…) Dass Ryanair heute die größte Fluglinie Europas sei, basiere unter anderem auf der Scheinselbstständigkeit von Piloten sowie auf schlechten Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter…” ver.di-Pressemitteilung vom 14. September 2017

rynair lowest wagesEin Schreiben an die Belegschaft von Ryanair zeigt, wie der Billigflieger seine Flugbegleiter unter Druck setzt. Wer auf Dauer nicht liefere, „müsse mit Maßnahmen rechnen“. Es ist wohl nicht die einzige fragwürdige Masche. Wer Flugbegleiter bei Ryanair ist, muss sich nicht nur mit den Sicherheitsregeln an Bord gut auskennen. Nicht minder wichtig ist Verkaufstalent. Denn die irische Billig-Airline verlangt von ihrem Bordpersonal offenbar strikte Mindestumsätze: Wie aus einem Brief hervorgeht, den Ryanair seinen Mitarbeitern am Standort London-Stansted im März geschickt hat und der der WELT AM SONNTAG vorliegt, sollen diese den Passagieren an Bord möglichst viele Sandwiches, Getränke, Parfum und Ähnliches verkaufen. Wer nicht liefert, bekommt Ärger. (…) Der zuständige Ansprechpartner für die Fluggesellschaft bei Ufo, Steffen Frey, sagt: „Ich habe das Schreiben auch schon gesehen und ähnliche Briefe, die Ryanair-Mitarbeiter an anderen Standorten von ihren Vorgesetzten erhalten haben.“ (…)Druck auf die Mitarbeiter gehöre zum Geschäftsstil, sagt Frey. Bei anderen Airlines habe er Derartiges bislang nicht erlebt. Generell sei das irische Unternehmen dafür bekannt, seine Flugbegleiter zu schlechteren Konditionen als die Konkurrenz zu beschäftigen…” Beitrag von Anette Dowideit bei N24 vom 9. Juli 2017 externer Link

rynair lowest wages“… Vom stolzen Kapitän der Lüfte ist wenig geblieben. Die Reportage “Profit. Auf Kosten aller? – Der gnadenlose Preiskampf der Billigairlines” zeigt am Beispiel Ryanair, dass inzwischen ein Prekariat der Lüfte hinter dem Steuerknüppel der Billig-Jets sitzt. Denn der Preisdruck auf dem Markt für Flugtickets ist gnadenlos. In nur wenigen Jahren ist die irische Firma Europas größte Airline geworden. Denn billig kann keine besser als die Iren. Neu sind die Enthüllungen nicht, spätestens seit 2009 wird immer wieder gegen Firmen im Ryanair-Umfeld wegen Steuer- und Sozialversicherungsbetrug ermittelt. (…) Andreas Adrian ist Fliegerarzt, und prüft ob Piloten fit genug sind, um ein Flugzeug zu bedienen: “Ich habe in der letzten Woche ein Gespräch mit einem Piloten geführt. Er berichtete über zahlreiche Piloten und Kollegen von ihm, die in jeder möglichen Verfassung versuchen, ins Cockpit zu kommen, damit das Leben halt irgendwie weitergeht. (…) Die Airline setze – wie viele andere Fluglinien auch – eine Mischung aus fest angestellten Mitarbeitern und Vertragspiloten ein. Dass Piloten von Ryanair unter Druck gesetzt würden, streitet das Unternehmen ab. Darüber hinaus sei Ryanair auch nicht Gegenstand der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Koblenz. “Keine von Ryanairs Beschäftigungspraktiken sind ‘falsch’ und diese sind alle vollständig legal”, so die Airline.” Kommentar von Gernot Kramper vom 21. März 2017 zur ARD-Reportage “Profit. Auf Kosten aller? – Der gnadenlose Preiskampf der Billigairlines” bei Stern online externer Link
(weiterlesen »)

rynair lowest wagesAm heutigen Montag gründen die deutschen Piloten der Fluggesellschaft Ryanair unter dem Dach der Vereinigung Cockpit eine Tarifkommission. Erstmalig organisieren sich damit Ryanair-Piloten in Deutschland, um sich den fragwürdigen Umgang der Fluggesellschaft mit ihren Angestellten nicht länger gefallen zu lassen. Ziel wird es sein, die Arbeitsbedingungen bei Ryanair positiv zu beeinflussen. „Was für andere Arbeitnehmer in Deutschland selbstverständlich ist, müssen wir jetzt endlich auch bei Ryanair erreichen“, sagt ein Mitglied der Tarifkommission. „Angemessene Arbeitsverträge anstatt atypischer Beschäftigung ist hierfür die Grundlage.“ Gegründet von Piloten für Piloten setzt sich die Tarifkommission aus aktiven Ryanair-Piloten zusammen. Sie besteht aus Kapitänen und Kopiloten, zum Teil mit Festanstellung, zum Teil im so genannten „Contractor-Modell“. Zum Schutz vor zu erwartenden Repressalien seitens Ryanair bleiben die Mitglieder der Kommission vorerst anonym. Die aktuelle Situation bei Ryanair sorgt innerhalb der Pilotenschaft für Unsicherheit und setzt die Beschäftigten unter Druck. Laufende Gerichts- und Ermittlungsverfahren einschließlich vieler Hausdurchsuchungen in Deutschland zeigen, wie dramatisch die Situation für die Ryanairbeschäftigten derzeit ist…” Cockpit-Pressemitteilung vom 19 Dezember 2016 externer Link und weitere Informationen: (weiterlesen »)

Aufkleber "Leiharbeit verbieten" von Kollegen der Daimler-Werke Wörth und Bremen“Dass Ryanair einen großen Teil seiner Piloten als Selbstständige über Personalvermittler anheuern lässt, hat deutsche Staatsanwälte auf den Plan gerufen. Nach Informationen von WDR, NDR und SZ setzt der irische Billigflieger jetzt auf Leiharbeit – und stößt damit auf Widerstand. (…) Eine größere Rolle soll dabei offenbar eine neue Firma mit Sitz in Dublin spielen: die Firma “BlueSky Resources Ltd.”, die laut Handelsregister erst am 24. August dieses Jahres gegründet wurde. In einem BlueSky-Mustervertrag für Ryanair-Piloten, der WDR, NDR und “SZ” vorliegt, werden die Details genannt. Die Festanstellung für Piloten ist darin erstmal auf fünf Jahre befristet – mit Verlängerungsoption. Der Vertrag kann aber gekündigt werden, wenn Ryanair bei BlueSky wieder abspringt. Die fünf Jahre Laufzeit sind bemerkenswert, denn nach deutschem Recht wäre eine sogenannte Arbeitnehmerüberlassung an Ryanair eigentlich nur für maximal 18 Monate zulässig. Der Anstellungsvertrag soll laut Vertragstext aber irischem Recht unterliegen – möglicherweise eine Hintertür. (…) Das neue Beschäftigungsmodell alarmiert die Pilotenvereinigung Cockpit (VC). In einem internen Schreiben warnte sie inzwischen Piloten davor, die neuen Verträge ohne vorherige rechtliche Prüfung zu unterschreiben; sie stünden womöglich nicht in Einklang mit europäischem Recht. Das lasse man gerade prüfen…” Bericht von Thomas Kramer und Georg Wellmann vom 15. September 2016 bei der Tagesschau externer Link, siehe dazu die Stellungsnahme der Vereinigung Cockpit: (weiterlesen »)

rynair lowest wages“Grenzenlose Freiheit über den Wolken – der Beruf des Piloten erscheint noch immer begehrenswert. Doch selbst in der Luft und in einem Beruf, der große Verantwortung für das Leben anderer Menschen mit sich bringt, nimmt die sogenannte atypische Beschäftigung zu. Ausbaden müssen das bei Problemen nicht die Airlines, sondern die Beschäftigten. Dieses Vorgehen kritisierte die Pilotengewerkschaft »Vereinigung Cockpit« (VC) am Montag, nachdem in der vergangenen Woche die »Finanzkontrolle Schwarzarbeit« (FSK) die Wohnungen von Piloten der Fluggesellschaft Ryanair durchsucht hatte. (…) Dabei bekommen die Piloten oft nur dann einen Job, wenn sie bereit sind, sich auf Vertragskonstrukte einzulassen, die stark nach Scheinselbständigkeit aussehen…” Bericht von Claudia Wrobel in der jungen Welt vom 12. Juli 2016 externer Link. Siehe dazu: (weiterlesen »)

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Firmen, die mit dem Billigflieger zusammenarbeiten. Für Piloten wird es immer schwieriger, Arbeit zu finden. Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen mehrere Firmen, die mit Ryanair zusammenarbeiten. Man gehe dem Verdacht des „Nichtabführens von Sozialversicherungsbeiträgen und der Steuerhinterziehung“ nach, sagte ein Sprecher der Behörde der FR. Der Billigflieger beschäftigt nicht nur festangestellte Piloten. Viele Flugzeugführer haben Firmen gegründet, in denen sie ihre eigenen Chefs sind. Die Briefkastenbetriebe, die in Irland beheimatet sind, bieten über Personaldienstleister die Arbeitskraft der Piloten an…” Artikel von Frank-Thomas Wenzel vom 27.5.2015 in der FR online externer Link

rynair lowest wagesDie Fluglinie Ryanair muss in Frankreich an Beihilfen zurückzahlen. Nach Meinung der EU-Kommission waren die Vergünstigungen von Provinzflughäfen eine extreme Wettbewerbsverzerrung. Artikel von Ralf Klingsieck, Paris, im Neues Deutschland vom 01.08.2014 externer Link Aus dem Text: „(…) Tatsächlich ist es bei Ryanair seit Jahren Praxis, bei den Industrie- und Handelskammern, die in Frankreich zumeist die Betreiber der Provinzflughäfen sind, ermäßigte Abfertigungsgebühren sowie Beihilfen in Millionenhöhe einzufordern und zu drohen, andernfalls werden man den entsprechenden Airport nicht mehr anfliegen. Da solche Subventionen gesetzlich verboten sind, werden sie als »Beitrag zum Werbe- und Marketingaufwand« kaschiert und die so erpressten Flughafenbetreiber »zahlen freiwillig«, wie man bei Ryanair unverfroren versichert. Dagegen urteilte die EU-Kommission, die Fluggesellschaft habe sich »zu Unrecht bessere wirtschaftliche Bedingungen und somit Wettbewerbsvorteile auf dem gemeinsamen Markt verschafft«…