Lufthansa und Eurowings

Dresden: Gewerkschaft FAU gegen systematischen Lohnbetrug am Bau“Das Geld reichte gerade für ein bisschen Essen: Rumänische Bauarbeiter warten seit Herbst auf ihren Lohn. Arbeitsfeld und Nachtquartier war eine Lufthansa-Baustelle am Frankfurter Flughafen. Wände stellen, Decken montieren – Bürogebäude 327 am Frankfurter Flughafen ist eine Baustelle. Und ein Schlafsaal. Denn rumänische Arbeiter waren bis vor wenigen Tagen an diesem Ort nicht nur mit dem Trockenbau beschäftigt. Sie lebten dort auch. Und das unter armen Bedingungen. “Die Kollegen sind seit Monaten um ihren Lohn betrogen worden“, sagte Philipp Jacks, Regionalchef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am Mittwoch. Es gehe um 55.000 Euro seit September aufgelaufene Lohnrückstande für insgesamt 28 Mitarbeiter einer Firma aus Neu-Isenburg. Eine von mehrere Baustellen, auf denen sie in wechselnder Besetzung aktiv waren: das Flughafengebäude. Fünf Arbeiter wandten sich in ihrer Not an die Gewerkschaft. Mitarbeiter des DGB-Projekts “Faire Mobilität”, das für die Interessen von Wanderarbeitern eintritt, brachten die Männer in Pensionen unter. (…) Im Herbst gelang Zoll und Polizei bei einer Razzia mit Schwerpunkt Frankfurt ein Schlag gegen eine Bau-Mafia, die mit Subunternehmen Millionen mit der Beschäftigung von Schwarzarbeitern gemacht haben soll. Vor zwei Jahren hatte der Fall von 50 Rumänen Schlagzeilen gemacht, die für einen Subunternehmer auf einer Hotelbaustelle im Frankfurter Europaviertel arbeiteten und auf Lohn warteten. Kein Einzelfall, wie die aktuellen Vorkommnisse auf dem Flughafen zeigen. Selten sei aber, dass sich Betroffene überhaupt melden: “Wir bekommen nur das wenigste mit”, sagt DGB-Projektmitarbeiterin Türk…” Bericht von Wolfgang Türk vom 22. Februar 2017 bei der Hessenschau externer Link mit kurzem Video

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Stoppt die Profitgier„In einer Urabstimmung im März diesen Jahres hatten die Piloten bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings ein klares Signal gesetzt. Sie votierten mit 99,1 % dafür, nötigenfalls mittels Arbeitskampf, einen  neuen Tarifvertrag Übergangsversorgung durchzusetzen. Auch zukünftig soll es Piloten, die über Jahrzehnte den Belastungen des Berufes ausgesetzt sind, möglich sein, vorzeitig aus dem Berufsleben auszusteigen. Lufthansa und Vereinigung Cockpit (VC) hatten in den letzten Monaten mittels eines Moderators eine Interessenabwägung begonnen, die bedauerlicherweise scheiterte. (…) Die Vereinigung Cockpit hat weitere Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen, mit denen ab sofort gerechnet werden muss. Die genauen Termine werden der Öffentlichkeit jeweils vorab bekannt gegeben. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für die Kunden der Lufthansa. Das Lufthansa-Management kann mit den entsprechenden Signalen an die VC diese jederzeit noch abwenden.“ Pressemitteilung der Vereinigung Cockpit vom 22.08.2014 externer Link und ebd. FAQ’s zur Tarifauseinandersetzung mit der Deutschen Lufthansa externer Link. Siehe dazu hier:

  • Vereinigung Cockpit: VC-Tarifkommission stimmt Schlichterspruch zu
    “… Im Tarifkonflikt zwischen der Vereinigung Cockpit und der Lufthansa zum Thema Vergütung nimmt die Verhandlungskommission der VC am heutigen Mittwoch die Schlichtungsschlussempfehlung des Schlichters Dr. Gunter Pleuger an. Die Empfehlung sieht eine Gehaltserhöhung von durchschnittlich knapp 1,2% pro Jahr für einen Zeitraum von 7 Jahren und 8 Monaten und eine Einmalzahlung ungefähr in Höhe eines halben Monatsgehaltes vor. Der neue Vergütungstarifvertrag für Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings läuft bis Ende 2019. „Die Bewertung des Schlichterspruches war erwartungsgemäß sehr schwierig und verlangt von den Piloten maximale Kompromissbereitschaft. Die Schlichtungsschlussempfehlung ist aus Sicht der VC gerade so akzeptabel“, so Markus Wahl, Sprecher der Vereinigung Cockpit. „Das letzte Wort liegt jetzt bei den Mitgliedern, die im Rahmen einer Urabstimmung über die endgültige Annahme des Schlichterspruches entscheiden werden. Die Verhandlungskommission empfehlt den Piloten eine Annahme“, so Wahl weiter. Die Urabstimmung wird zeitnah eingeleitet, mit einem Ergebnis ist Ende März zu rechnen.” VC-Tarifinfo vom 15. Februar 2017 externer Link. Wichtig dazu: (weiterlesen »)

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lufthansa verdi jugendDie aktuelle Situation im Lufthansa-Konzern und speziell bei der Billigtochter Eurowings erinnert in vielen Facetten an den Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn im vergangenen Jahr. Die Unternehmensleitung setzt auf Verwirrung, schlägt Schlichtungen vor, macht unannehmbare Angebote, rudert wieder zurück und provoziert damit immer wieder Arbeitsniederlegungen. Zugleich konkurrieren verschiedene Gewerkschaften im Betrieb darum, die Beschäftigten tarifpolitisch zu vertreten. Angeheizt werden die Konflikte durch das Gesetz zur »Tarifeinheit«, das die Existenz sogenannter Minderheitsgewerkschaften in Frage stellt. Alles wie bei der Bahn also – und doch alles anders. Unter den Gewerkschaften scheinen die Rollen vertauscht zu sein…” Artikel von Daniel Behruzi in junge Welt vom 25.11.2016 externer Link. Siehe dazu:

  • Zoff bei Eurowings. Bei der Lufthansa-Tochter eskaliert der Streit zwischen den Gewerkschaften UFO und ver.di. Gesetz zur »Tarifeinheit« verschärft Konflikte
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Dossier

» [Ufo] Kabine: Nach der Lufthansa-Schlichtung nun Eurowings-Verhandlungen“… Die Verhandlungen mit Eurowings liefen über mehrere Monate. Dass Eurowings als neues “Low-Cost-Standbein” des Lufthansa-Konzerns entsprechend tarifiert werden sollte, war Gegenstand einer Vorvereinbarung, die wir im Zusammenhang mit dem Schlichtungsprozess unter Matthias Platzeck erringen konnten. Dabei sollte nach unserer Auffassung unter anderem das Eurowings-Bestandspersonal in den Genuss der besseren Regelungen aus VTV und MTV der Germanwings-Kolleginnen und Kollegen kommen, sowie ein Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersversorgung oder ein Mitarbeiterfonds als höhere Ergebnisbeteiligung eingeführt werden. Allerdings sieht sich der Arbeitgeber auf Grund der angeblich schwierigen wirtschaftlichen Situation der Eurowings nicht mehr in der Lage, diesen Weg weiterzugehen. Das zwischenzeitlich von Eurowings unterbreitete “Angebot” ist weithin bekannt. Im Gegenzug zu einer indiskutabel geringen Vergütungserhöhung hat Eurowings darin die Streichung der 30minütigen Check-out-Zeit gefordert. Falls wir mehr als 1,3 (!) % Gehaltssteigerung wollten, sollten wir uns auf die Einführung von Arbeitszeitkonten einlassen. Erneut soll damit die Eurowings-Kabine Federn lassen. Dies ist für uns nicht verhandelbar! (…) Wir bereiten uns auf Arbeitskampfmaßnahmen vor…UFO am 30. September 2016 externer Link im Dossier: “Eurowings: Ihr fragt, wir antworten”. Siehe seitdem:

  • [UFO] Zur kalten Jahreszeit: Eurowings kuschelt mit ver.di
    “Am 02.12.2016 hatten wir Euch bereits informiert, dass ver.di und EW eine Tarifvereinbarung bei Eurowings-Düsseldorf abgeschlossen haben. Wir haben uns seither intensiv damit beschäftigt und kennen die Details des Abschlusses sehr gut. Genauso haben wir uns mit ver.di, dem LH-Konzernvorstand und der Eurowings-Geschäftsführung intensiv auseinandergesetzt. (…) Zwar ist in den verschiedenen Gesprächen klargeworden, dass es taktisch, faktisch und rechtlich ein großer Fehler der Eurowings-Geschäftsführung war, alleine mit ver.di eine Tarifvereinbarung zu unterzeichnen. Da für UFO der Inhalt für viel zu kurz gesprungen ist, wird es nun für alle Beteiligten noch schwerer, ein akzeptables Ergebnis zu erzielen. (…) Wir haben stets betont, dass es für uns keinen Grund gibt, nur aus Prinzip den Abschluss einer anderen Gewerkschaft schlecht zu reden. Allerdings haben wir uns den Abschluss genau angesehen. Zwar soll es demnach eine Tabellenerhöhung in den nächsten Jahren in mehreren Stufen geben, was für sich genommen erst einmal gut klingt. Allerdings ist der wirkliche Haken daran, dass diese Lohnerhöhung faktisch und politisch teuer erkauft ist: Nicht nur, dass die CdC-Zulage im Ergebnis verringert wird. Das weitaus größere Problem ist, dass die Flugbegleiter der EW als einzige im Konzern nach der ver.di-Vereinbarung weiterhin keine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung oder Gewinnbeteiligung haben, keine Sicherheiten für die vielen befristeten Kollegen geschaffen wurden und es keinen Bestandsschutz, Kündigungsschutz oder Stationierungsgarantien gibt. Ver.di hat all diese und weitere wichtige Punkte nicht einmal thematisiert…” UFO-Pressemitteilung vom 16. Dezember 2016 externer Link – siehe dazu: (weiterlesen »)

ver.di hat die Kabinenbeschäftigten von Eurowings zum Streik in Düsseldorf und Hamburg aufgerufen. An beiden Standorten wird es deshalb am Dienstag, dem 22. November 2016 zwischen fünf Uhr morgens und 20 Uhr zu einem ganztägigen Streik kommen. Trotz mehrmonatiger Tarifverhandlungen mit der Eurowings konnte auch am 11. November kein Ergebnis erzielt werden. (…) ver.di fordert für die rund 460 Kabinenmitarbeiter von Eurowings unter anderem eine Anhebung der Gehälter und eine Erhöhung der Funktionszulagen um jeweils sieben Prozent, 500 Euro Zulage für die Kabinenleitung („Chef de Cabin“; CdC) und die volle Bezahlung der Dienstzeit einschließlich der Bodentätigkeiten und Bodenzeiten. Darüber hinaus strebt ver.di eine Anhebung der Mehrflugstundenvergütung auf 30 Euro sowie eine zehnprozentige Provision beim Bordverkauf an. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. (…) Ein weiterer Verhandlungstermin wurde noch nicht vereinbart.” ver.di-Pressemitteilung vom 22.11.2016 externer Link. Siehe dazu:

  • [Ver.di] Tarifvertrag für Flugbegleiter mit Eurowings heute Nacht in Kraft gesetzt
    “Nach erneuten zweitägigen Gesprächen konnte der bereits am 2. Dezember 2016 zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Eurowings geschlossene Tarifvertrag für die Flugbegleiter bei Eurowings in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (15. zum 16. Dezember) in Kraft treten. Mit dem erzielten Tarifergebnis werden über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren Lohnerhöhungen zwischen 6,25 Prozent und über 9 Prozent gesichert. Der endgültige Abschluss war in Gefahr geraten, weil die UFO versuchte, die Lufthansa-Tochter unter Druck zu setzen, von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch zu machen. (…) Trotz dieser problematischen Situation sei es erfreulich, dass der Vergütungstarifvertrag jetzt in Kraft trete und die Beschäftigten von einer deutlichen Gehaltserhöhung profitieren würden. Am Montag, dem 12. Dezember 2016 hatten sich in einer Mitgliederbefragung mehr als 94 Prozent aller ver.di-Mitglieder bei Eurowings für die Annahme des Ergebnisses ausgesprochen.” ver.di-Pressemitteilung vom 16. Dezember 2016 externer Link – siehe dazu auch: Rollentausch bei Eurowings: Spartenorganisation UFO und Management fordern einheitliche Tarifregelungen. ver.di besteht auf ihrem Recht, eigene Verträge abzuschließen

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Cockpit an Lufthansa: Stoppt die ProfitgierIm Lufthansa-Konzern formiert sich Widerstand gegen die streikenden Piloten. Der Betriebsrat des Frankfurter Bodenpersonals hat für Mittwoch, 30. November, zu einer Gegendemonstration an der Unternehmenszentrale aufgerufen. (…) Der Boden-Betriebsrat fordert in seinem Aufruf ein schnelles Ende des “zerstörerischen Streits” und verlangt von der VC, in eine Schlichtung einzuwilligen. Die Durchsetzung von Partikularinteressen gehe auf Kosten aller anderen Kollegen. (…) Die Kabinengewerkschaft Ufo distanzierte sich ausdrücklich von der Demonstration gegen die Piloten. Der Aufruf sei ein “bitteres Armutszeugnis” für das Gremium, erklärte Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies. Verdi distanzierte sich ebenfalls. “Wir halten die Demonstration für falsch und haben unsere Mitglieder aufgefordert, daran nicht teilzunehmen”, sagte Bundesvorstandsmitglied Christine Behle der DPA. Die Verdi-Vertreter im Betriebsrat hätten sich ausdrücklich gegen die Aktion gewendet. Der Boden-Betriebsrat Frankfurt wird von vier Mitarbeitergruppen geführt. Neben der DGB-Gewerkschaft Verdi sind die Vereinigung Boden, die Unabhängigen Lufthanseaten sowie die Vereinigung Luftfahrt vertreten.” Meldung vom 29.11.2016 bei airliners.de externer Link – auch die verdi Jugend Technik verwahrt sich gegen diesen unsolidarischen Akt – siehe, leider nur bei twitter gefunden: “Stellungnahme zur BR-Info vom #Lufthansa Boden BR #Frankfurt” externer Link. Siehe dazu:

  • Lufthansa-Streik: Union Scabs und Lehre der Leere. Gelbe Lufthansa-Betriebsräte organisieren Anti-Streik Demo am Frankfurter Flughafen
    Scabs go home“Es gibt – ganz grundsätzlich gesprochen – zwei Arten, die Geschichte der Menschheit zu betrachten. Einerseits schreitet sie beständig voran. Durch technologischen Fortschritt: Selbst Flüchtlinge in Schlauchboten tragen heute Adidas-Rucksäcke und sind über Smartphones vernetzt. Andererseits dreht sich die Geschichte doch beständig im Kreise. Ein schönes Beispiel für die Auffassung, dass wir – seit unsere Vorfahren sich entschieden, von den Bäumen zu kommen und den aufrechten Gang zu üben – möglicherweise in einem Rad der ewigen Wiederkehr gefangen sind, lieferte am 30. November 2016 ein gewisser Rüdiger Fell. Fell sitzt im Betriebsrat des Frankfurter Flughafens und organisierte mit seiner Gruppierung Vereinigung Boden eine Anti-Streik-Demo von rund 200 empörten, braven Flughafen-Beschäftigten, die sich einer ungefähr ebenso großen Streikversammlung der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit entgegen stellten (…) Solche Ereignisse gibt es seit Bestehen der Arbeiterbewegung und sie gehören zu den demütigendsten Beispielen für Selbsthass und Verwirrung innerhalb der arbeitenden Bevölkerung. Im Englischen würden gelbe Betriebsratsmitglieder wie Rüdiger Fell, Andreas Scholz und ihresgleichen als „Union Scabs“ bezeichnet – was im deutschen mit „Streikbrecher“ nur unzureichend übersetzt ist…” Kommentar von Elmar Wigand vom 5. Dezember 2016 bei arbeitsunrecht in deutschland externer Link

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“Seit Jahresanfang fanden zwischen der Geschäftsleitung des Lufthansa-Konzerns und der Vereinigung Cockpit (VC) zahlreiche Gespräche statt. Deren Ziel war es, nachhaltige Arbeitsplatzperspektiven für das Cockpitpersonal bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings zu vereinbaren. Diese Gespräche sind trotz intensivster Bemühungen der VC nun ergebnislos beendet. Konsequenterweise hat sich die VC dazu entschlossen, die den Gesprächen zu Grunde liegende Vereinbarung zu kündigen. „Trotz aller anderslautender Bekundungen scheint der Lufthansa-Vorstand offensichtlich kein Interesse an einer Lösung mit seinen Konzerntarifvertrags-Piloten zu haben“, so Markus Wahl, VC-Pressesprecher…” VC-Pressemitteilung vom 16. September 2016 externer Link

lufthansa verdi jugendWir sind eine relativ junge Betriebsgruppe bei der Lufthansa Technik in Hamburg. Wir sind derzeit noch im Aufbau aber haben schon jetzt viele Baustellen von Leiharbeit über Übernahme. Auch unsere nächste Tarifrunde steht vor der Tür und wir möchten als Jugend auch da wieder stark intervenieren!  Dafür brauchen wir nicht nur innerbetrieblich Unterstützung sondern auch externe Solidarität. Dazu laden wir Euch ein unsere facebook-Seite zu liken und uns auf Twitter zu folgen um über zukünftige Kämpfe informiert zu sein und ggf. unterstützen zu können. Hier also unsere accounts: ver.di Jugend Lufthansa Technik HAM bei facebook externer Link und ver.di Jugend LHT HH bei Twitter externer Link” Email an die Redaktion des LabourNet Germany vom 06.10.2014 und hier dazu:

  • Stellungnahme der ver.di Jugend Lufthansa Technik zur Einigung der Sozialpartner zur Triebwerksüberholung
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Dossier

Lufthansa: UFO streikt weiter - wir danken Findus!Bei der Lufthansa ist der nächste Streik ein Stück näher gerückt. Am Samstag ging in Frankfurt die Schlichtung im Tarifkonflikt der Flugbegleiter ohne Ergebnis zu Ende, wie das Unternehmen und die Kabinengewerkschaft Ufo übereinstimmend mitteilten. Statt ein substantiellen Schlichterspruch abzugeben, appellierten die beiden Vermittler Herta Däubler-Gmelin und Friedrich Merz lediglich an die Tarifparteien, ihre Verhandlungen zur Reform der Versorgungssysteme für rund 19000 Flugbegleiter der Lufthansa unverzüglich wieder aufzunehmen. Dies lehnte die Gewerkschaft, die bereits einseitig das Ende der Schlichtung in Gang gesetzt hatte, scharf ab. „Der Versuch einer friedlichen Einigung zur Alters- und Übergangsversorgung der Kabinenmitarbeiter der Lufthansa ist damit gescheitert“, erklärte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies. Lufthansa halte frühere Vereinbarungen nicht ein „und sprengt mit Ansage den gesamten Prozess“. Lufthansa provoziere so einen weiteren Arbeitskampf…“ Artikel der dpa auf FAZ Online vom 20.06.2015 externer Link und der Hintergrund bei der Ufo externer Link. Siehe dazu:

  • Der gordische Knoten ist geplatzt
    Der Gesamtkonflikt im Lufthansa-Konzern ist im Bereich Kabine mit einer Einigung erfolgreich beendet worden. Unter der Leitung von Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D., konnten sich beide Seiten auf die umfassendste Reform im Lufthansa-Konzern verständigen. Die fast dreijährigen Verhandlungen zum Tarifwerk „Agenda-Kabine“ sind damit abgeschlossen. Die Annahme des Schlichtungspakets hängt nun von der Zustimmung der UFO-Mitglieder in der folgenden Urabstimmung bis zum 10.08.2016 ab…” UFO-Meldung vom 05. Juli 2016 externer Link. Siehe dazu: (weiterlesen »)

ver.di-Tarifrunde für den Lufthansa-Konzern 2015: Bodendienste u.a.Am 29. Januar hat die ver.di-Konzerntarifkommission den Weg für die anstehende Tarifrunde für den Lufthansa-Konzern freigemacht und die Kündigung der Vergütungstarifverträge zum 31. März 2015 beschlossen. In die Tarifrunde sind die Tarifbeschäftigten der LH AG – Boden und Kabine-, LHT, LSY, LSG und LCAG einbezogen. Siehe die Sonderseite zur Tarifrunde bei ver.di-Technik externer Link und dazu hier:

  • Kleiner Höhenflug
    Was lange währt wird jetzt ein guter Tarifabschluss zwischen ver.di und der Lufthansa. Danach erhalten die rund 33.000 Lufthansa-Beschäftigten der Bodendienste sowie bei Lufthansa-Systems, der Lufthansa-Service GmbH (LSG), der Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo für die Monate April bis Dezember 2015 eine Einmalzahlung in Höhe von 2.250 Euro, Teilzeitbeschäftigte anteilig. Auszubildende erhalten eine Einmalzahlung in Höhe von 600 Euro. Zusätzlich werden die Vergütungen jeweils zum 1. Januar 2016 und 1. Januar 2017 um je 2,2 Prozent angehoben. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 31. Dezember 2017. Auch bei der betrieblichen Altersversorgung konnte nach rund neun Monaten seit Beginn der Verhandlungen ein Durchbruch erzielt werden. Dabei wurde das bisherige Niveau der Betriebsrente für alle zurzeit Beschäftigten gesichert, einschließlich der ab 1. Januar 2014 neu eingestellten Beschäftigten, die bisher ohne betriebliche Altersversorgung waren. Für Mitarbeiter, die ab 1. Januar 2016 beschäftigt werden, konnte ebenfalls eine Betriebsrente vereinbart werden, die das bisherige Leistungsniveau sichert. (…) Als Kompromiss dafür sei für bisherige und neue Beschäftigte ein Eigenbeitrag für die betriebliche Altersversorgung in Höhe von 1 Prozent vereinbart worden…” ver.di-Pressemitteilung vom 30. November 2015 externer Link

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Dossierbodenhansa

  • Einigung für Eurowings-Piloten erzielt
    „Die Lufthansa-Tochter Eurowings soll zur Billigfluglinie werden, für ihre Piloten konnte die Gewerkschaft Cockpit nun neue Tarifverträge durchsetzen. Der Tarifstreit bei der Lufthansa selbst geht derweil aber weiter. Trotz des ungelösten Tarifkonflikts mit den Piloten einigt sich dieLufthansa mit der Cockpit-Gewerkschaft auf einen Abschluss für die umstrittene Billigtochter Eurowings. Die 300 Eurowings-Piloten erhalten in diesem Jahr 2,5 Prozent mehr Geld und in den Folgejahren mindestens zwei Prozent, wie die Lufthansa am Mittwoch mitteilte. Der Abschluss gilt fünf Jahre…“ Artikel von Reuters im Handelsblatt am 21.01.2015 externer Link (weiterlesen »)

  • Lufthansa lagert gesamte IT-Infrastruktur an IBM aus
    IBM und die Lufthansa haben einen siebenjährigen Outsourcing-Vertrag mit einem Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung wird IBM IT-Infrastrukturleistungen für die Fluggesellschaft und deren Tochterunternehmen erbringen. (…) Im Zuge des Outsourcing-Vertrags wird IBM zusätzlich zu individuellen Infrastrukturdiensten alle Rechenzentren, Help-Desk- und Druckservices von Lufthansa Systems managen. Rund 1400 Mitarbeiter von Lufthansas IT-Abteilung werden in diesem Rahmen zu IBM wechseln…Artikel von Björn Greif auf „ZDNet“ am 18.11.2014 externer Link (weiterlesen »)

Lufthansa Sturzflug„Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Lufthansa will die „Dezentralen Stationen“ an den Standorten Hamburg, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Hannover, Bremen und Nürnberg ausgründen. Sie sollen zukünftig „Common Ground (Standort) GmbH“ heißen und bei der Tochtergesellschaft „Commercial Holding“ angesiedelt sein. Von der geplanten Ausgliederung sind die Standorte Frankfurt und München nicht betroffen.
Die Beschäftigten aus den jeweiligen Standorten sollen ab dem 3. Quartal 2014 über die Entwicklung auf ihren Flughäfen informiert werden und später durch Betriebsübergang in die neu gegründeten GmbHs übergeleitet werden. Allerdings sind auch Schließungen von Standorten vom Management nicht mehr ausgeschlossen.
Die neu gegründeten „Common Ground GmbHs“ sollen sich dann um die Passagierabfertigung in Konkurrenz zu anderen Abfertigern bewerben. Selbst die eigenen 100%igen Töchter der Lufthansa Germanwings, die Swiss und die Austrian werden zurzeit schon nicht mehr vom Lufthansa Personal betreut, sondern von externen Anbietern. bitte unterstützt online die Forderungen gegen die Ausgliederung der dezentralen Stationen der Lufthansa“
Mail an die Redaktion des LabourNet Germany vom 07.10.2014. Siehe dazu die Seite bei ver.di-Verkehr externer Link

„Mit der Pilotengewerkschaft liegt die Lufthansa noch im Clinch – mit den Flugbegleitern erreicht die Airline dagegen eine Einigung über weniger Personal auf einer billigeren Langstrecke. Aber auch die Piloten sind nach der überraschenden Streikabsage verhandlungsbereit. (…)  Europas größte Fluggesellschaft entwickelt derzeit ein kostengünstigeres Fernreiseangebot. UFO hat sich einer Unternehmensmitteilung zufolge bereiterklärt, auf den ohne First Class vorgesehenen Flügen mit weniger Personal auszukommen. (…) Die Vereinbarung mit UFO führe bei den kostengünstigeren Langstreckenflügen unter der Marke Lufthansa zu einer Kostenreduzierung in der Kabine von 20 Prozent, teilte die Airline am Dienstag mit. Eingesetzt würden bis zu 14 ältere Jets von Typ Airbus A 340-300, die jeweils nur 18 Sitze in der Business Class erhalten und vor allem zu touristisch interessanten Zielen fliegen sollen. Auf diesen Strecken werden wenig Geschäftsreisende erwartet. Bei weiteren Tarifthemen habe man Diskussionsprozesse vereinbart, hieß es…Agenturmeldung in der Frankfurter Rundschau vom 16.09.2014 externer Link

Der Luftfahrtsektor wird neu gestaltet. Am Boden wie in der Luft. Noch ist die Lufthansa ein Global Player. Doch ohne durchzustarten wird sich der Kranich nicht mehr lange halten können. Artikel von René Heilig im Neues Deutschland vom 17.07.2014 externer Link. Aus dem Text: „(…)  Doch auch der Markt jenseits des noblen Netzwerk-Hubs soll nicht kampflos Billigfliegern wie Ryanair, Easyjet, Wizz Air, Vueling oder Norwegian überlassen werden. Und dazu will man kurz- wie langfristig an die vergleichsweise soliden Standards der Stammbelegschaft heran.  Mit einem auf Europa und später auf die Welt ausgeweiteten Billigkonzept »Wings« will Europas größter Luftverkehrskonzern wieder höhere Gewinne einfliegen. Bereits im Frühjahr sollen vom Schweizer Flughafen Basel die ersten Eurowings-Jets zu europäischen Zielen starten. Dafür soll die LH-Tochter 23 Airbus-Jets A320 erhalten. Germanwings bleibt für die Verkehre von und nach Deutschland außerhalb der Drehkreuze Frankfurt am Main und München verantwortlich. Auch ein Billigangebot für die Langstrecke will Lufthansa auf den Markt bringen. Die größte deutsche Airline plant, die verschiedenen Wings-Gesellschaften in einer Holding zusammenzufassen. Die wird ihren Sitz nicht in Deutschland haben, was Auswirkungen auf die Tarifverträge für die Besatzungen hat.“