Zara

ver.di Zara Infoblog: ZARA führt interne Schwarze Listen über seine Mitarbeiter*innen!“… Es liegen Dokumente vor, die selbst uns – die mit der zweifelhaften Arbeitsweise des spanischen Großkonzerns bestens vertraut sind – regelrecht sprachlos machen! Mitarbeiter*innen stehen unter Beobachtung und werden selektioniert – für die anstehende Streikphase werden eigens Kollegen*innen ohne weitere Perspektive eingestellt, Betriebsratsmitglieder und Mütter werden gebrandmarkt! Aus den uns vorliegenden Dokumenten geht mehr als deutlich hervor, welche Ziele der Modefilialist mit einzelnen Personen verfolgt, und wie die weitere Vorgehensweise ist. Menschlichkeit und fairer Umgang hat in der Zara-Welt keinen Platz – anders lassen sich Formulierungen wie „will nicht“ und „Aufhebung in Vorbereitung“ nicht erklären. Wir gehen stark davon aus, dass Zara deutschlandweit derartige Listen über uns führt. Aus Gründen des Datenschutzes haben wir einige Informationen unkenntlich gemacht – es liegen die Dokumente mit allen Namen und Personalnummern vor. (…) Die gezeigten Beispiele machen auf erschreckende Art deutlich, dass die Zeiten einer „großen Familie“ bei Zara schon lange vorbei sind! Mitarbeiter*innen werden als Menschenmaterial gesehen, was lediglich nur noch Mittel zum Zweck ist – nach Erreichen bestimmter Ziele entledigt man sich mit zwielichtigen Methoden von den Kollegen*innen! Wir finden diese perfide Personalpolitik menschenverachtend, und werden derartige Unverschämtheiten unserer Belegschaft gegenüber nicht weiter hinnehmen! Die Münchner Betriebsräte freuen sich auf den Dialog mit Personalreferenten und Geschäftsleitung!” Mitteilung vom 11. Mai 2019 beim ver.di-Zara infoblog externer Link und dazu:

  • Die Liste, die Angst macht. Schwarze Liste in Münchener Filiale: Mütter für künftige Kündigungen gelistet New (weiterlesen »)

Inditex Careers – Wie dreist Zara uns belügt!Seit kurzem gibt es die deutsche Seite „Inditex Careers“. Zu dem Konzern Inditex gehört bekannterweise auch Zara. Durch unzählige Skandale in der Vergangenheit wird der spanische Großkonzern immer unattraktiver als Arbeitgeber – zumindest, wenn man sich über die angewendete unmenschliche Personalpolitik informiert. Um diesen Negativtrend entgegenzuwirken hat Inditex zur Korrektur des stark angekrazten Images offenbar nun einen Versuch gestartet, dieses wieder aufzupolieren: Inditex Careers auf Facebook. Eine auf dem ersten Blick seriöse Seite, auf der glückliche und zufriedene Mitarbeiter zu Wort kommen (…) Die Seite fällt mit merkwürdigen Eigenarten auf, welche nur eine Schlussfolgerung zulassen: Inditex bleibt sich treu, und meint es mit uns nicht ehrlich – diese Seite ist dermaßen schlecht gefaked, dass es jedem auf den ersten Blick auffällt. Die Seite existiert seit dem 30. Mai 2019. Bereits am ersten Tag hatte diese Seite Gefällt mir- Angaben von über 350.000 (!) Ernsthaft jetzt? (…) Tatsächlich sind die einzigen Aktiven auf der Seite aber wir – die Münchner Betriebsräte – die hin und wieder einen kritischen Kommentar gepostet haben. Ohne uns wäre praktisch null Aktivität auf der Seite! (…) Hierbei sollte einem klar sein, dass diese Klicks von realen Menschen zu einem Hungerlohn getätigt werden. Aber Leute in Südostasien für Hungerlöhne schuften zu lassen – damit hat Zara leider bekannterweise mehr als genug Erfahrung! Wir haben ein paar Fragen zu dieser ganzen Angelegenheit an die deutsche Zara, bzw. Inditex-Geschäftsleitung:  Wer soll euch dieses Lügenkonstrukt abnehmen? Wollt ihr unsere Kollegen*innen und die Öffentlichkeit tatsächlich für dumm verkaufen? Kleiner Tipp von uns: Gutes Image kann man sich nicht plump mit Geld erkaufen. Ein gutes Image bekommt man automatisch, wenn man seine Mitarbeiter vernünftig behandelt, und vor allem fair mit den Menschen ist!Beitrag vom 24. Juni 2019 beim ver.di Zara Infoblog externer Link

Tarifkampf EinzelhandelIm Rahmen der Tarifverhandlungen für den Einzel- und Versandhandel findet am 15.6.2019 ab 11:30 Uhr ein Streik im ZARA Store Frankfurt Zeil statt. Die Streikaktivitäten werden vom Frankfurter prekär-lab, einem Zusammenschluss von prekär Beschäftigten und Nicht-Beschäftigten (u.a. Erwerbsloseninitiativen, Amazon-Beschäftigte, Frankfurter Sozialarbeiter*innen) durch Aktionen begleitet und unterstützt. Neben der Forderung nach einer Entgelterhöhung von 1 Euro mehr pro Stunde im Rahmen der Tarifauseinandersetzung, werden durch Theatereinlagen und Aktionen verschiedene weitere Facetten der Arbeitsverhältnisse im Store wie beispielsweise großer Personalmangel, Umgang mit Müttern, Arbeitsklima und Umgang mit den Mitarbeiter*innen, sichtbar gemacht. Dabei sollen auch die Konsequenzen prekärer Arbeitsbedingungen auf das Leben der Mitarbeiter*innen beleuchtet und ein Bogen zu Formen prekärer Beschäftigung in anderen Bereichen des Handels geschlagen werden.” Pressemitteilung vom 14.06.2019 bei ver.di Hessen externer Link, siehe dazu:

  • Streik bei »Zara« in Frankfurt/Main: »Es soll keine Einzelkämpfer mehr geben« New (weiterlesen »)

Act now Campagne ZaraImmer wieder kritisiert die Gewerkschaft den Umgang von Zara mit Betriebsräten. Doch mit einem Vorfall in Erlangen erreichen die Schikanen laut ver.di eine “neue Dimension”. Als Arbeitnehmervertreter des Textilunternehmens Zara hat Anton M. (Name von der Redaktion geändert) bei Gesprächen mit der Geschäftsleitung schon so einiges mitgemacht. Doch was ein Betriebsrats-Kollege und er in der Erlanger Filiale nach M.’s Angaben erlebt haben, “schockiert” ihn noch immer aufs Äußerste. “Rein privat” seien die beiden am 9. Februar in der Hugenottenstadt unterwegs gewesen. Auf der Suche nach einer neuen Jacke besuchten die beiden Zara-Betriebsräte das hiesige (betriebsratslose) Modehaus, doch aus dem Kauf wurde nichts. “Der Filialleiter hat uns erkannt und uns aus dem Store geworfen”, berichtet Anton M., der aus Angst vor möglichen Repressionen anonym bleiben möchte. Auch als die zwei mehrfach betonten, eben nicht in ihrer Funktion als Betriebsrat unterwegs zu sein, hätten Manager und Personalreferentin ihnen unter Verweis auf das Hausrecht nahegelegt, sofort die Filiale zu verlassen: “Sie drohten uns sogar mit der Polizei”, sagt Anton M. Für den Betriebsratsvorsitzenden steckt hinter dem Verhalten (“das war eine sehr unangenehme Szene”) nur ein Grund: “Die Manager nahmen an, dass wir in der Erlanger Filiale Betriebsratsarbeit machen und wollten das auf jeden Fall verhindern.”…” Beitrag von Sharon Chaffin vom 22.02.2019 bei  Nordbayern.de externer Link

Dossier

Bei Zara gekauft? Einen solchen Protestzettel der um ihren Lohn betrogenen Arbeiter in der Türkei gefunden? Haben, im Oktober und November 2017, Tausende andere auch...Bezeichnenderweise hieß das Unternehmen Bravo. Eines  der zahlreichen Zuliefer-Unternehmen der Zara-Kette rund um die Welt, ist die Türkei doch immer noch eines der Billiglohn-Länder der internationalen Textilindustrie. (Bravo arbeitete auch für Next und Mango). Dessen Besitzer sich aus dem Staub machte und seiner Belegschaft, rund 150 Beschäftigte, drei Monate Lohn schuldig blieb. Diese reagierten zunächst mit Demonstrationen, Petitionen und Kundgebungen und dann, als darauf keine Reaktionen kamen, verbreiteten sie und UnterstützerInnen in Zara-Filialen Zettel mit der Aufschrift „Sie kaufen dieses Teil – ich habe es produziert und dafür keinen Lohn bekommen“. Diese Aktion, samt dem massiven internationalen Medienecho, führte jetzt dazu, dass Zara eine Erklärung verbreitete, in der mitgeteilt wurde, dass das Unternehmen – in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft DISK Tekstil – daran arbeite, einen Härtefonds für die Betroffenen zu organisieren. Bisher hatte das Unternehmen darauf bestanden, maximal 25% der Forderungen zu erfüllen. Wie weit dieses “Angebot” gehen soll und ob damit auch die bestehenden Ansprüche auf Abfindungen erfüllt werden sollen, wurde nicht mitgeteilt. (Laut der Clean Clothes Campaign – siehe weiter unten – betragen die gestellten Ansprüche etwa 650.000 Euro). Dass nach wie vor Wachsamkeit geboten ist, zeigen sowohl die Erfahrungen mit Zara in der Türkei – wo das Unternehmen zu jenen gehörte, in deren Subunternehmen auch Flüchtlingskinder aus Syrien arbeiten mussten – als auch in anderen Ländern, etwa in Indien. Wie das gesamte „Geschäftsmodell“ der Kette im Besitz der (nicht so ganz) spanischen Inditex ganz konkret auf Profitmaiximierung aller Art zugeschnitten ist. Siehe dazu drei aktuelle Beiträge, die Verweise auf Twitter und eine Solidaritätspetition sowie drei Hintergrundbeiträge und neu dazu:

  • Die um ihren Lohn betrogenen ArbeiterInnen des Zara-Subunternehmens in der Türkei haben mit ihrer „Zettel-Aktion“ viel mediale Aufmerksamkeit erregt: Aber bisher soll die Hälfte von ihnen kein Geld bekommen… New (weiterlesen »)

Bekleidung: Made in Hell“… Wieder dokumentiert eine Untersuchung, dass H&M und Zara für verheerende Umweltverschmutzungen verantwortlich sind. Die Kleidung, die viele von uns in Europa kaufen, wird aus Stoffen genäht, die in Fabriken in Asien gefertigt werden. Dabei wird giftiges Abwasser direkt und unbehandelt in Flüsse und Bäche geleitet. Auf Nachfrage zeigen sich die Modeketten betroffen. Ihre Sorge ist jedoch nur ein Lippenbekenntnis. Sie haben sich noch nicht dazu verpflichtet, keine Stoffe mehr von den tödlichen Fabriken zu beziehen. Es ist jetzt an uns, von ihnen Konsequenzen zu verlangen…” Appell an die Geschäftsleitungen von H&M und Zara vom 27. Juni 2017 bei WeMove.EU zum mitzeichnen externer Link

Leiharbeit abschaffen: FAU-Aktionswoche 18. bis 25. September 2009“Zara betreibt in Deutschland 77 Filialen in 54 Städten. Das Unternehmen gehört zum spanischen Inditex-Konzern, einer der fünf größten Modehändler der Welt. RTL-Reporter Alexander Römer ist nach München zu einer der Filialen gefahren. Mitarbeiter des Bekleidungshändlers Zara haben ihm nämlich erzählt, dass sich die Arbeitsbedingungen in dieser Filiale dramatisch verschlechtert haben sollen. Langjährige Mitarbeiter werden dort angeblich systematisch rausgeschmissen – und durch billige, ungelernte Arbeitskräfte ersetzt, die kaum ein Wort Deutsch sprechen. (…)Extra-Reporter Alexander Römer hat bis Ladenschluss gewartet und ist den Leiharbeitern bis zu ihrer Wohnung gefolgt. So konnte er aufdecken, unter welch beschämenden Bedingungen die Zara-Leiharbeiter leben und arbeiten müssen. In einer kleinen Drei-Zimmer-Wohnung leben neun Menschen. Alles Leiharbeiter bei Zara. Die Firma ‘additionstime GmbH’, die diese Mitarbeiter an Zara verleiht, erklärt dazu: “Die Wohnungen sind für 10 Personen ausgerichtet und werden in der Regel von neun Personen bewohnt.“ Und für solche Wohnungen wird manchen Mitarbeitern sogar noch Geld abgezogen. Von einem Lohn, der an sich schon kaum zum Leben reicht.” Video-Reportage vom 13. Juni 2017 bei RTL Next externer Link (Dauer: ca. 9 Min.)

Act now Campagne Zara„Zara: Modekette will unbequeme Betriebsräte und Beschäftigte loswerden“ heißt der Beitrag bei ver.di (Recht und Datenschutz) vom 24. März 2016 externer Link, worin es eingangs heißt: „Die Textilmodekette Zara will ihr offensichtlich unbequeme Betriebsräte und Beschäftigte loswerden. Erneut versucht das Unternehmen, dem Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats, Festim Lezi, sowie dem Sprecher des Wirtschaftsausschusses, Marco Grüneschild, zu kündigen. Dieses Mal dient als Vorwand eine – bislang nicht ausgeübte – Referententätigkeit der beiden ehrenamtlichen Gewerkschafter für ein Seminar zur Weiterbildung von Betriebsräten. Bereits in der Vergangenheit wollte Zara Lezi und Grüneschild kündigen, war damit aber vor Gericht gescheitert

Act now Campagne ZaraBeschäftigte verunsichern und keine adäquaten Ersatzarbeitsplätze anbieten, um langjährige Mitarbeiter loszuwerden und so Kosten zu sparen – das scheint aktuell das Motto bei der Textilmodekette Zara zu sein. Bundesweit plant Zara derzeit fünf Filialschließungen (2x Köln, 1x Berlin, 1x Hamburg sowie 1x Chemnitz). Betroffen davon sind insgesamt rund 180 Beschäftigte…” ver.di-Pressemitteilung vom 15.02.2016 externer Link. Insgesamt gilt: Bei Zara ist gerade der Teufel los: Kündigungsbegehren gegen den Vorsitzenden des GBR, Kündigungsbegehren gegen den Sprecher des Wirtschaftsausschusses, Kündigung einer potentiellen Wahlbewerberin in Ludwigsburg und massive Behinderung der Betriebsratswahlen in Kassel… Siehe dazu die Sonderseite zu Zara bei exChains-Nachrichten externer Link und hier:

  • Solidarität gegen Kündigungen bei Zara
    “Zara will durch Filialschließungen Mitarbeiterinnen und aktive Betriebsräte loswerden! Insgesamt fünf Filialen in Hamburg, Berlin, Chemnitz und Köln werden geschlossen. Vor allem langjährigen und für das Unternehmen unbequemen Beschäftigten und Betriebsrät_innen wird keine Weiterbeschäftigung in bleibenden oder neuen Filialen angeboten — was für ein Zufall! Gegen das Vorgehen von Zara macht sich Protest breit…” exChains-Nachrichten (02/2016) vom 04.03.2016 externer Link mit Links zu Videos

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ExChains-NetzwerkDie Arbeitsbedingungen in den Bekleidungsfabriken des globalen Südens sind oft katastrophal. 19-stündige Arbeitstage, Lebensgefahr durch Fabrikeinstürze und Löhne, die nicht zum Leben reichen, sind nur die Spitze alltäglicher Ausbeutung. Die Verantwortung für solche Zustände tragen auch multinationale Bekleidungsunternehmen…” ver.di-Mitteilung vom 4. November 2015 externer Link. Siehe dazu: (weiterlesen »)

Act now Campagne ZaraInditex genießt einen weltweiten Ruf genießt als sozialverantwortliches Unternehmen. Der Konzern hat u.a. ein globales Abkommen mit UNI Global Union unterzeichnet sich dazu verpflichtet, die Rechte seiner Beschäftigten weltweit zu respektieren. Und in vielen Ländern können die Beschäftigten von Zara und anderen Inditex-Marken die Rechte, die ihnen in diesem globalen Abkommen garantiert werden, tatsächlich nutzen. Wir waren deshalb sehr überrascht, von der Haltung des Unternehmens in den USA zu erfahren. Zara-Mitarbeiter in den USA berichten von schlechten Dienstplänen mit zu wenig Stunden, von mangelnden Aufstiegsmöglichkeiten für Schwarze, von Armutslöhnen. Die Geschäftsleitung in New York City habe de facto die Zahl ihrer Arbeitsstunden auf 25 pro Woche gedeckelt, um sie nicht krankenversichern zu müssen. Im Unterschied zu anderen Ländern weigert sich Inditex in den USA, das globale Abkommen in die Praxis umzusetzen. Die Beschäftigten von Inditex und Zara haben dort nicht dieselben Rechte auf Anhörung und Tarifverhandlungen, wie in anderen Ländern. In den USA gesteht Inditex den Beschäftigten nicht – wie in anderen Ländern – das Recht auf freie Wahl einer Gewerkschaft zu, falls sie das wünschen…” Act now Campagne von LabourStart externer Link in Zusammenarbeit mit UNI Global Union und der Gewerkschaft Retail, Wholesale and Department Store Union (RWDSU-UFCW).

In konstruktiven Verhandlungen zwischen dem Junge-Mode-Unternehmen Zara und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wurde für die 4.000 Beschäftigten jetzt bundesweit die Tarifbindung ausgehandelt…” Pressemitteilung von ver.di vom 04.04.2014 externer Link (weiterlesen »)

Siehe auch im LabourNet

Siehe im www

Ganz besonders interessant im LabourNet Archiv (1997-2012)