XXXL

Dossier

Protestpostkarte an den Eigentümer und die Geschäftsleitung von Mann Mobilia XXXL in MannheimLiebe KollegInnen, im Zuge der Übernahme von Rück durch die XXXLutz-Gruppe zu Beginn des Jahres 2014 wurde allen Beschäftigten des Möbelhauses in Oberhausen gekündigt. Dem größeren Teil von ihnen, ausgenommen die Betriebsräte, die Schwerbehindertenvertretung, tariflich geschützte MitarbeiterInnen und Schwerbehinderte, wurden neue Arbeitsverträge unter Vortäuschung falscher Tatsachen (fingierte Schließung: das Möbelhaus hatte nicht einmal für eine Minute geschlossen) zu deutlich schlechteren Bedingungen angeboten. Eingestellt wurden sie über bereits an anderen Standorten ansässige Gesellschaften. In 2016 entschied das Arbeitsgericht Oberhausen, dass die Kündigungen der Altbeschäftigten unzulässig waren und ein Betriebsübergang nach BetrVG § 613 stattgefunden hat. Gegen dieses Urteil legte XXXL Berufung ein. Die Verhandlungen sollen ab August vor dem Landesarbeitsgericht Düsseldorf stattfinden. Inzwischen zeichnet sich ab, dass XXXL am Centro in Oberhausen ein großes Möbelhaus bauen wird. Über die Einleitung des nötigen vorhabenenbezogenen Bebauungsplanverfahrens hat der Rat der Stadt am 4. Juli 2016 entschieden…” Aufruf vom Aktionskreis gegen Unternehmerwillkür (AKUWILL)  zur Verhandlung am Dienstag, 19. Juli 2016 vor dem Arbeitsgericht Oberhausen. Siehe dazu Hintergründe und neu:

  • Rück-Betriebsräte geben Kampf gegen Möbelkette XXXL auf
    Der frühere Betriebsrat von Möbel Rück hat den Prozess vor dem Arbeitsgericht Oberhausen auf Herausgabe seines Büros (wir berichteten) verloren. Damit ist sein Widerstand gegen die Art und Weise, wie die Übernahme durch den österreichischen XXXL-Konzern gelaufen ist, vor Gericht gescheitert. Durch zwei gegensätzliche Gerichtsurteile sehen sich die Arbeitnehmer-Vertreter ausgehebelt – ohne eine Chance, dies zu korrigieren. Auch fast alle Betriebsräte, die ja ebenfalls gekündigt waren, haben mittlerweile vor dem drohenden Auslaufen ihres Arbeitslosengeldes I die angebotenen Abfindungen angenommen. Damit aber haben sie sich zum Stillschweigen verpflichtet. Aus der gleichen Notlage heraus haben auch die übrigen Gekündigten verzichtet, in zweiter Instanz vor dem Landesarbeitsgericht in ihren Kündigungsschutzklagen Recht zu bekommen. Sie haben ebenfalls Abfindungen angenommen…” Artikel von Martin Kleinwächter vom 13.12.2016 bei der WAZ Oberhausen externer Link (weiterlesen »)

Protestpostkarte an den Eigentümer und die Geschäftsleitung von Mann Mobilia XXXL in MannheimDurch den Druck der vergangenen Monate gegen den Möbelhändler XXXLutz hat sich die Geschäftsführung von XXXL Pallen und dem Yesss-Möbel-Mitnahme-Store offenbar dazu entschlossen, von seinen Wild-West-Methoden der frühkapitalistischen Art abzurücken. Das geht aus einer Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di hervor [nicht auffindbar]. Anfang Oktober war der gemeinsame Betriebsrat des Möbelhauses XXXL Pallen und dem Yesss-Möbel-Mitnahme-Store in Würselen zurückgetreten und hatte einen Wahlvorstand für die Neuwahl eines Betriebsrates bestellt. (…) Die Neuwahl wurde für den 22.11.2016 angesetzt. Streitpunkt zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat war bereits zum Zeitpunkt der Übernahme des Möbelhauses und den Verhandlungen zu Interessenausgleich und Sozialplan der eigentliche Betriebsbegriff. (…) Verhandlungen zu Betriebsvereinbarungen mit dem Betriebsrat wurden abgebrochen und dem Betriebsrat mitgeteilt, dass der Wahlvorstand gern in die gerichtliche Auseinandersetzung gehen könne, aber dann würde kein Stein mehr auf dem anderen bleiben. Umso überraschender ist nun die erste Wendung, die intern bekannt wurde. Die Geschäftsführung hatte am vergangenen Freitag in einem Gespräch mit dem Betriebsrat mitgeteilt, dass sie die anstehende Wahl nicht behindern oder anfechten werde. Das heißt, sie werde die Wahl eines Betriebsrates am Standort in Würselen akzeptieren…” Artikel vom 7. November 2016 bei der Aachener Zeitung online externer Link

Dossier

Protestpostkarte an den Eigentümer und die Geschäftsleitung von Mann Mobilia XXXL in MannheimMann Mobilia, zugehörig zur XXXL Unternehmensgruppe Deutschland, hat 99 Beschäftigte aus der Verwaltung des Zentrallagers ohne jegliche Begründung vor die Tür gesetzt. Die Beschäftigten wurden von der Arbeit „freigestellt“ und mit Sicherheitskräften am Aufsuchen ihrer Arbeitsplätze gehindert. (…) ver.di will nun eine einstweilige Verfügung erwirken, damit die Freistellung zurückgenommen wird. Eine Kündigung ist aus ver.di-Sicht zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, denn es gibt eine Standortsicherungsbetriebsvereinbarung, die noch bis zum 31. November 2016 läuft. (…) Eine ganz ähnliche Vorgehensweise wie in Mannheim wendete das Unternehmen XXXLutz bereits im Oktober 2013 bei der Schließung einer Filiale in München, Theresienhöhe, an: 160 Mitarbeitern wurde ohne Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung der Zugang zu ihrem Arbeitsplatz verweigert…” Pressemitteilung und Aufruf zu Protesten von ver.di vom 3. Februar 2016 externer Link und XXXL-Dossier bei ver.di Rhein-Neckar externer Link. Hier dazu:

  • Möbelgangster XXXL – Betriebsräte im Visier: Großer Stuhl, große Klappe
    “Die XXXLutz-Unternehmensgruppe ist einer der größten Möbelhändler der Welt. Das profitable Geschäftsmodell gründet auf einem tariflosen Zustand, einer ausgetüftelten Steuervermeidungspolitik und einer Konzernstruktur, die Beschäftigte zu einer Art Leiharbeiter degradiert. Es ist ein Konzern der Superlative. Allein der Eigenname, die Über-Übergröße XXXL, in die er seine Geschäfte einkleidet. Dann der riesige rote Stuhl, der vor jeder Filiale protzt, eingetragen ins Guinnessbuch der Rekorde. Und die Verdreifachung des Umsatzes in den vergangenen 15 Jahren auf vier Milliarden Euro, genauso wie die der Mitarbeiter auf 20 000 und der Filialen auf über 200. Nichts zu wünschen übrig lassen auch die Visionen: »Die XXXLutz-Unternehmensgruppe ist heute einer der größten Möbelhändler der Welt. Doch das Ziel lautet klar: Wir wollen in Europa an die Poleposition.« Nach Auffassung von Gewerkschaften lässt allerdings der Umgang des Möbelkonzerns mit den Beschäftigten zu wünschen übrig…” Beitrag vom 24. Mai 2016 bei work-watch.de externer Link samt der Dokumentation des Artikels “Großer Stuhl, große Klappe” von Albrecht Kieser, Gerhard Klas und Martin Rapp vom 21. Mai 2016 bei Neues Deutschland (nur im Abo)

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Der Möbelhändler XXXLutz lagert Hunderte Mitarbeiter in Service-Gesellschaften aus – und zieht sich durch ein kompliziertes Konstrukt aus der Verantwortung. Ein Münchner Gewerkschafter kämpft dagegen. Artikel von Katja Riedel in der Süddeutschen Zeitung vom 25. August 2014 externer Link (weiterlesen »)