Karstadt

„Der Kampf um Karstadt eskaliert. Gewerkschafter und Betriebsräte gehen auf die Straße, weil sie endlich wissen wollen, wie es mit dem Konzern weitergeht. Das Management mauert. Das nährt die Befürchtungen, dass eine Zerschlagung bevorsteht…“ Artikel von Frank-Thomas Wenzel in der Frankfurter Rundschau vom 25.10.2013 externer Link (weiterlesen »)

Bundesweit streiken heute und teilweise auch morgen die Beschäftigten in den Karstadt-Filialen, denn bislang weigert sich die Geschäftsführung, die im Mai aufgekündigte Tarifbindung zu erneuern und darüber hinaus einen Tarifvertrag zur Sicherung der Standorte und Beschäftigung zu vereinbaren. Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen feiert den Verkauf der Premium- und Sporthäuser an die österreichische SIGNA-Gruppe als seinen Beitrag zur Gesundung des Unternehmens  anstatt – wie anfänglich versprochen – in die Modernisierung zu investieren…” ver.di-Meldung vom 25. Oktober 2013 externer Link mit Übersicht der Streikorte

Dossier

„Die Bauhauskette Praktiker hat einen Insolvenzantrag gestellt, vor einem Jahr wurde Schlecker abgewickelt. Und was wird aus Karstadt? Geschäftspartner und Mitarbeiter rätseln, was Eigentümer Nicolas Berggruen will. Drei Szenarien gibt es – von der Insolvenz bis zur Fusion mit dem Rivalen Kaufhof…“ Artikel von Christoph Giesen, Max Hägler und Stefan Weber in der Süddeutschen Zeitung vom 13. Juli 2013 externer Link

„Karstadt-Eigentümer Berggruen investiert kaum in die angeschlagene Kaufhauskette, zieht aber Millionen aus ihr ab. Das Geld landet offenbar in einem Trust in einer Steueroase, dem Karstadt auch gehören soll. Berggruen weist den Verdacht der Steuervermeidung zurück…“ Meldung im Manager Magazin vom 09.06.2013 externer Link

Die Gewerkschaft ver.di kämpft bei Karstadt um den Erhalt der Tariflöhne. Das Management will einen anderen Weg beschreiten. Artikel von Hans-Gerd Öfinger im Neues Deutschland vom 04.06.2013 externer Link (weiterlesen »)

Beschäftigte protestieren gegen Ausstieg aus der Tarifbindung. Haus in Bergedorf geschlossen. Eklat in Wandsbek. Artikel von Bob Geisler auf Die Welt Online vom 04.06.2013 externer Link (weiterlesen »)

Artikel von Helmut Born vom 17.5.13

Am 13. Mai ließen die Karstadt Bosse die Katze aus dem Sack. Aufgrund der weiter erforderlichen Sanierung des Unternehmens, sei es leider nicht möglich, die Tariferhöhungen dieser Tarifrunde zu übernehmen. Es blieben aber alle Bestandteile der gekündigten Tarifverträge in Kraft. Man wolle lediglich eine „Tarifpause“ bis 2015 machen, um das Unternehmen weiter erfolgreich zu sanieren.

Die Erklärung des Karstadt Vorstandes erfolgte mitten in den Beginn der Einzelhandelstarifrunde, zu einem Zeitpunkt, wo noch gar nicht abzusehen war, welches Ergebnis diese Tarifrunde hervorbringen würde. (weiterlesen »)

„Heute hat die Geschäftsführung von Karstadt die Katze aus dem Sack gelassen und verkündet, dass sie bundesweit die Tarifbindung aufgekündigt haben. Damit würden alle Tariferhöhungen, die ver.di gerade aushandelt, bei Karstadt nicht ausgezahlt werden. Das ist ein weiterer Affront gegen alle Kolleginnen und Kollegen, die in den vergangenen Jahren bereits viele hundert Millionen Euro in das Unternehmen Karstadt investiert haben. Es sind die Beschäftigten, die trotz steigender Arbeitsbelastung und trotz jahrelangem Verzicht jetzt nach dem Ende des Sanierungstarifvertrages wieder mit Einkommensverzicht zahlen sollen. Es reicht!...“ Flugblatt von ver.di vom 14.05.2013 externer Link (weiterlesen »)

Quelle: Artikel von von Christoph Schlautmann und Oliver Stock im Handelsblatt vom 27.11.2012 externer Link

Die Bochumer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Karstadts obersten Arbeitnehmervertreter. Besonders die Bonuszahlungen an den Ex-Chef Middelhoff bereiten Probleme. Die Ermittlungen treffen den Verdi-Mann zur Unzeit.

Dossier

Karstadt: Hände weg von unserem Tarifvertrag (ver.di)Drei Jahre haben die MitarbeiterInnen nun auf Geld verzichtet, sich in den Geschäften den Arsch aufgerissen um ihre Arbeitsplätze zu retten und werden nun als Dank dafür entlassen. „Wir sind uns der finanziellen Opfer vollumfänglich bewusst, die die Karstadt Mitarbeiter in den letzten Jahren – hauptsächlich aufgrund des Fortführungstarifvertrags – bringen mussten. Dafür danken wir ihnen sehr“, sagte Karstadt CEO Andrew Jennings in seiner Presseerklärung vom 17.07.2012 und weiter „…und wir sind gegenwärtig auf dem richtigen Weg mit der Implementierung unserer strategischen Plans, um Karstadt zu einem führenden, fokussierten und modernen Einzelhandelsunternehmen zu formen. Das Management und der Eigentümer sind dem Unternehmen langfristig fest verbunden.“ Letzteres gilt leider nicht für die 2.000 MitarbeiterInnen, die nun in zwei Wellen bis Ende 2014 rausgeworfen werden und die sich nun ebenfalls um eine „ berufliche Anschlußverwendung“ kümmern dürfen. Siehe dazu: (weiterlesen »)