Karstadt

Jetzt wird umstrukturiertDie Zitterpartie der Beschäftigten im Handel geht weiter. Der jetzige Karstadt-Eigentümer René Benko macht einen neuen Versuch sich den Kaufhof einzuverleiben. Der Österreicher Benko hatte dazu schon mehrmals Anlauf genommen. Doch im Oktober 2015 gab es den Zuschlag erst mal für den Kanadier Hudson’s Bay (HBC). Personal und einige Betriebsräte atmeten durch. Doch dies war, wie so oft, ein Trugschluss. Schon kurz nach dem Kauf zeigte HBC, worauf es beim schnellen Geld machen ankommt. Kahlschlag beim Personal, Fremdvermietung von Verkaufsflächen, Lohnverzicht durch erzwungene Teilzeit, waren auch bei HBC die Spielregeln der Personalleiter in den Filialen. Damit machte der Kanadier von Anfang an eine ähnliche Geschäftspolitik, wie sie auch Benko praktizierte…“ Artikel von Herbert Schedlbauer vom 06.07.2018, Erstveröffentlichung am 06.07.2018 in der uz – wir danken! (weiterlesen »)

Wochen ohne Ende? Schluss jetzt!“Die Warenhäuser Karstadt und Kaufhof wollen mit einer neuen Kampagne den arbeitsfreien Sonntag im Handel abschaffen. Wir bitten deshalb Beschäftigte des Einzelhandels, mittelständische Händler, Kirchengemeinden, Familienverbände, Sportvereine und alle anderen Freundinnen und Freunde des freien Sonntags, diese Petition bundesweit zu unterstützen…” Petition an Dr. Stephan Fanderl, Karstadt, und an Dr. Wolfgang Link, Galeria Kaufhof, bei change.org vom 27. Juli 2017 externer Link mit der Bitte gegen den Flexibilisierungswahn zu unterschreiben. Siehe dazu auch den Trailer “Der Sonntag muss frei bleiben!” externer Link von change.org bei Youtube

Karstadt: Hände weg von unserem Tarifvertrag (ver.di)“Nach mehr als dreieinhalb Jahren Tariflosigkeit ist es heute am späten Nachmittag in Frankfurt am Main gelungen, nach 20-stündigen Tarifverhandlungen ein Ergebnis in Form eines Eckpunktepapiers für die Beschäftigten von Karstadt Warenhaus zu vereinbaren. Der endgültige Text des Tarifvertrags wird in den nächsten Wochen ausformuliert. Die wesentlichen Punkte der Einigung sind: Eine Standort- und Beschäftigungsgarantie für alle 78 Filialen bis Frühjahr 2021 und damit für mehr als 15.000 Beschäftigte; sofortige Rückkehr in die Tarifbindung durch Abschluss eines Anerkennungstarifvertrags für sämtliche Tarifverträge und schrittweise Tarifsteigerungen für die Laufzeit des Tarifvertrags mit dem Ziel der vollständigen Flächenankopplung im Jahr 2021; Modalitäten für die Gewährung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld; sowie eine ver.di-Vorteilsregelung in Form eines erhöhten Urlaubs- und Weihnachtsgeldes…” ver.di-Pressemitteilung vom 2. Dezember 2016 externer Link. Siehe zur Vorgeschichte das Dossier:  Ein Investor geht, der nächste kommt

Karstadt: Hände weg von unserem Tarifvertrag (ver.di)Milliardenschwere Geschäftemacher, die mit Karstadt-Immobilien Gewinne machen, während Tausende Angestellte auf Lohn verzichten und um ihren Job bangen müssen: Neue Dokumente belegen jetzt, dass das Kerngeschäft von Karstadt Warenhaus weiter verkleinert werden könnte. Bis zu einem Drittel der Verkaufsflächen des krisengeschüttelten Traditionsunternehmens könnten an fremde Firmen vergeben werden. Das letzte Kapitel der Karstadt-Story?...” Video des Beitrags in der Monitor-Sendung vom 14.04.2016 externer Link (06:39 Min., verfügbar bis 14.04.2017) beim WDR

Karstadt: Hände weg von unserem Tarifvertrag (ver.di)Erneut müssen tausende Karstadt-Beschäftigte um ihre Arbeitsplätze bangen. Fast 40 Prozent der knapp 16.000 verbliebenen Arbeitsplätze sind gefährdet. Sowohl die klassischen Warenhäuser, die Karstadt-Sporthäuser, die Gastro-Tochter Le-Buffet und die Feinkostsparte Perfetto sind betroffen. Bereits im Februar dieses Jahres hatten Verdi und der Betriebsrat der Entlassung von 1400 Beschäftigten zugestimmt. Nun legt die Karstadt-Geschäftsführung nach. Bei den letzten Tarifverhandlungen am 10. April habe der Konzern deutlich gemacht, dass sowohl bei den 81 Warenhäusern als auch bei den 28 Karstadt-Sporthäusern die Schließung von Filialen und zusätzlicher Personalabbau geplant seien. (…) Zu den jetzt verlangten neuen Angriffen zählt auch die Verschiebung der vollständigen Rückkehr in die Tarifbindung. Sie soll durch eine stufenweise Angleichung über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren erfolgen. Verdi hatte in der Vergangenheit mehrmals hohen Lohnsenkungen zugestimmt. Zuletzt hatte sie im Mai 2013 eine „Lohnpause“ vereinbart. Laut Verdi will Karstadt nach der bereits erfolgten Kürzung der Personalkosten in Höhe von 92 Millionen Euro weitere 240 Millionen Euro bei den Beschäftigten einsparen. Die Reaktion von Verdi auf diese Ankündigungen ist zynisch…“ Artikel von Jan Peters auf World Socialist Website vom 24.04.2015 externer Link. Siehe dazu:

  • ver.di und der Karstadt-Gesamtbetriebsrat üben scharfe Kritik an der Schließung weiterer Karstadt-Häuser
    „Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Gesamtbetriebsrat (GBR) von Karstadt üben scharfe Kritik an den heute auf der Karstadt-Aufsichtsratssitzung gefassten Beschlüssen, fünf weitere Karstadt-Filialen (Recklinghausen, Mönchengladbach-Rheydt, Bottrop, Dessau und Neumünster) zu schließen. Von der Entscheidung sind rund 540 Beschäftigte betroffen…“ Ver.di Mitteilung vom 12.05.2015 externer Link. Siehe dazu: (weiterlesen »)

Karstadt: Hände weg von unserem Tarifvertrag (ver.di)ver.di hat mit Karstadt einen Tarifsozialplan vereinbart. Dieser sieht unter anderem die Einrichtung eines Fonds in Höhe von insgesamt 2,5 Millionen Euro vor. Hieraus erhalten Beschäftigte, die im Rahmen der derzeit laufenden Kündigungen in den nächsten Monaten in eine Transfergesellschaft wechseln, einen Betrag in Höhe von 2.300 Euro um soziale Härten abzufedern. Die Beschäftigten der sechs Schließhäuser (die Warenhäuser in Hamburg-Billstedt und Stuttgart, die K-Town-Filialen in Köln und Göttingen sowie die Schnäppchenmärkte in Paderborn und Frankfurt/Oder) bekommen wie bereits zuvor vereinbart rückwirkend für ein Jahr die Folgen aus dem Ausstieg aus der Tarifbindung finanziell kompensiert…” ver.di-Meldung vom 2. April 2015 externer Link. Siehe dazu:

  • Sozial unverträglich. Minimalabfindung für entlassene Karstadt-Beschäftigte. Verhandlungen über Standortsicherung und Rückkehr in die Tarifbindung gehen weiter
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Umstrukturierung_14_03_18Der weltweit größte Onlinehändler Amazon dient vielen Firmen als Vorbild, daher schaut die Konkurrenz genau hin wie das Unternehmen agiert. An welcher Stelle lässt sich sparen und was für eine Wirkung hat man auf andere Unternehmen, sind dabei die Fragen, die es zu beantworten gilt…“ Artikel von Crissi auf dem Blog der Amazon Verdi KollegInnen vom 12.03.2015 externer Link  (weiterlesen »)

DossierKarstadt: Hände weg von unserem Tarifvertrag (ver.di)

Artikel von Herbert Schedlbauer vom 12.2.2015Karstadt: Hände weg von unserem Tarifvertrag (ver.di)

Der Stellenabbau geht weiter. Der neue Eigner und Immobilienunternehmer René Benko fährt erneut Angriffe auf die Beschäftigten und bedroht deren Existenz. Sechs Monate, nachdem der Österreicher und seine Signa Holding Eigentümer des Warenhauskonzerns wurde, sollen die Personalkosten um weitere 65 Millionen Euro sinken.

Die Manager des Handelskonzerns drohen den Betriebsräten und der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), weitere Filialen zu schließen oder zu verkaufen, wenn den Konzernplänen nicht zugestimmt wird. Leitfaden ist dabei ein 32-seitiges Papier. (weiterlesen »)

Karstadt: Hände weg von unserem Tarifvertrag (ver.di)Karstadt war einmal ein Stück gefühlter sozialer Marktwirtschaft – mit Menschen, die einkauften, und Menschen, die verkauften. Heute ist die Warenhauskette oder das, was von ihr übrig ist, nur noch Verfügungsmasse von Zockern. Und mit dem »Menscheln« haben die es bekanntlich nicht so. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wurden im Rahmen der wiederholten Sanierungskonzepte seit 2004 schon weit über 700 Millionen Euro aus den Beschäftigten gequetscht. Allein 50 Millionen Euro seien es seit Mai 2013 gewesen, als der Konzern aus der Tarifbindung ausstieg. Die Unternehmensführung nannte das damals »schmerzhafte, aber notwendige Einschnitte«. Bald zwei Jahre später tut es immer noch weh, und trotzdem soll die Restbelegschaft weiter bluten. Wie am Wochenende bekannt wurde, sieht der neueste Vorstoß der Geschäftsleitung vor, 1.100 Verkaufsberater zu Regaleinräumern zu degradieren, für rund 300 Euro weniger Lohn pro Monat. Am gestrigen Montag wurden die Betroffenen in Betriebsversammlungen über die Pläne des Managements informiert…“ Artikel von Ralf Wurzbacher in der jungen Welt am 27.01.2015 externer Link

Viel Zeit zum Trauern haben die Karstadt-Angestellten in Hamburg-Billstedt nicht. Nur wenige Tage, nachdem sie erfahren hatten, dass ihr Kaufhaus Mitte nächsten Jahres geschlossen wird, rückten auch schon die potenziellen Nachmieter an. (…) Die irische Billigtextilkette Primark hat offenbar Interesse, nächstes Jahr in einen Teil der Karstadt-Filiale in Hamburg-Billstedt einzuziehen…Artikel von Kirsten Bialdiga am 08.12.2014 in der Süddeutschen Zeitung online externer Link. Aus dem Text: (weiterlesen »)

Artikel von Herbert Schedlbauer vom 07.12.2014Karstadt: Hände weg von unserem Tarifvertrag (ver.di)

Wieder neue Hiobsbotschaften bei Karstadt. Kaum wurde der Warenhauskonzern an den neuen Eigner René Benko im August verscherbelt, plant dieser offenbar mehr, als er bisher verkündete. Offiziell werden sechs Filialen geschlossen. Weitere 3000 der jetzt 16000 Beschäftigten entlassen. Doch in einem Papier, wonach intern in Essen gehandelt wird, ist die Anfang September genannte Schließung von 20 Filialschließungen weiter aktuell. (weiterlesen »)

„Angesichts tiefroter Zahlen bereitet der Warenhauskonzern Karstadt die Mitarbeiter auf eine harte Sparrunde vor. „Dabei können wir uns keine Tabus mehr in der Hauptverwaltung, der Logistik oder den Filialen leisten“, sagte Karstadt-Chef Miguel Müllenbach dem Handelsblatt. „Unsere Betriebskosten waren und sind nach wie vor zu hoch für unser Geschäftsmodell“, sagte Müllenbach, der seit dem Abgang seiner Vorgängerin Eva-Lotta Sjöstedt Anfang Juli das Unternehmen führt…“ Meldung in der TAZ vom 31.07.2014 externer Link

Arno Peukes, Handelsexperte bei der Gewerkschaft Verdi, spricht über die Abbaupläne bei Karstadt und eine mögliche Rettung des angeschlagenen Warenhauskonzerns. Das Interview von Frank-Thomas Wenzel in der Frankfurter Rundschau vom 28.07.2014 externer Link

Artikel von Daniel Behruzi, zuerst erschienen in der jungen Welt vom 19.07.2014Karstadt: Hände weg von unserem Tarifvertrag (ver.di)

Die Abwicklung von Karstadt setzt sich fort. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Stephan Fanderl, hat angekündigt, jede vierte der 83 verbliebenen Filialen schließen zu wollen. Und das nur zwei Wochen nachdem Eva-Lotta Sjöstedt als Chefin des Warenhauskonzerns das Handtuch geworfen hat – nach einem halben Jahr. Belegschaftsvertreter kritisieren die Aufgabe von Standtorten als »das falsche Signal« und betonen: »Es gibt keine Schließungsliste.« Diese dürfte jedoch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die Zukunft der rund 17000 Beschäftigten ist mehr als ungewiß. Eine Zerschlagung des Unternehmens – inklusive Standortschließungen und Massenentlassungen – ist wohl die wahrscheinlichste Perspektive. (weiterlesen »)