Ikea

stop inhuman working conditions in road transportIkea sieht sich mit dem Vorwurf des Lohndumpings in seiner Lieferkette konfrontiert. Sie lebten wie “Gefangene”, sagt ein rumänischer Lkw-Fahrer, der für den schwedischen Möbelriesen fährt. – Die Devise von Ikea lautet: Schöne Möbel sollen für alle erschwinglich sein. Doch zu welchem Preis? Wie die BBC berichtet, verdienen Lkw-Fahrer aus ärmeren osteuropäischen Ländern, die Ikea-Waren durch West-Europa fahren, weniger als 3,40 Euro pro Stunde. Weil sie davon nicht leben können, müssen sie teils monatelang in ihren Trucks campieren“ – aus dem Beitrag „Ikea-Fahrer leben monatelang im Lkw“ von Diana Dittmer am 15. März 2017 bei n-tv externer Link – ein Beitrag, der sich auf eine ausführliche Recherche der BBC stützt. Siehe dazu auch den Beitrag bei der BBC: „Ikea drivers living in trucks for months“ von Zoe Conway am 15. März 2017 bei der BBC externer Link – neben vielen Fakten auch mit zahlreichen Bildern ausgestattet, wie Ikea-Fahrer am Rande der Autobahn campieren müssen…

express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und GewerkschaftsarbeitDas gelb-blaue Geschäft, das seit dem 17. Oktober 1974 in Deutschland ansässig ist und mittlerweile an 51 strategisch wichtigen Standorten im Land Einrichtungshäuser für die lieben KundInnen gebaut hat, verlangt auch seinen MitarbeiterInnen einiges ab. Wir dokumentieren den Beitrag eines Kollegen, der in seiner ursprünglichen Fassung als Rede auf einer Betriebsversammlung gehalten wurde. Er arbeitet als Küchenplaner und ist Vertrauensmann von ver.di…” Artikel erschienen in express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit Ausgabe 3/2017 (weiterlesen »)

Protest der Entlassenen bei Ikea Sevilla im Januar 2017Am 6. März 2017 wird vor dem Sozialgericht Sevilla verhandelt: Die Klage von 10 der 16 im Juli letzten Jahres entlassenen Beschäftigten. Nicht beschäftigt von Ikea, sagt man dort, sondern von CM Auxiliares, einem Subunternehmen. Das allerdings nur einen Kunden hatte: Ikea Iberica. Und dessen Beschäftigte alles gleich hatten, wie die Ikea-Beschäftigten: Arbeitszeiten, Arbeitskleidung, Vorgesetzte. Nur eben beispielsweise nicht gleich waren: Bezüge, Überstundenzuschläge und andere Kleinigkeiten mehr. Trotz zahlreichen Protesten hat sich die Geschäftsleitung von Ikea Sevilla stets rundweg geweigert, mit den Betroffenen auch nur zu reden. Obwohl natürlich auch Ikea alles hat, was „moderne Unternehmen“ heute so haben: Nachhaltigkeit für die nächsten 28 Milliarden Jahre, soziales Engagement ohne Grenzen, inklusive „Code of Conduct“ und was der kapitalistische Kosmetikladen noch so alles hergibt. Das müsse juristisch entschieden werden war das maximale an Aussage, zu der man im Unternehmen bereit war. In dem Artikel „El “código ético” de Ikea: A juicio en marzo por desentenderse de derechos laborales“ von La otra Andalucia am 31. Januar 2017 bei kaosenlared externer Link wird weiterhin berichtet, dass die Betriebsgewerkschaft der CCOO mehrfach versucht habe, intern auf eine Verhandlungsbereitschaft zu drängen, ohne Ergebnis. Während die alternative andalusische Gewerkschaft SAT betont, es habe nicht nur diese 16 Entlassungen am Ende von CM Auxiliares gegeben, sondern insgesamt rund 100. Nun ist Ikeas Wunsch in Erfüllung gegangen: Ein Gericht verhandelt, 10 der 16 haben geklagt. Nicht alle Wünsche, vermutlich, denn: Angeklagt in dem Fall ist eben Ikea und nicht etwa CM Auxiliares, die nach der Kündigung des Auftrages durch Ikea in Bankrott gegangen ist, sie hatte ja keine anderen Kunden…

ikea steueroase„Aufklärung beim Möbelkauf: Attac-Aktive haben an mehr als einem Dutzend Ikea-Standorten – von Hamburg bis Singen, von Düsseldorf bis Leipzig – täuschend echt nachgeahmte Flyer des Konzerns verteilt. Statt über Billy, Ivar und Co. informierte das Faltblatt über die Steuervermeidungstricks von Ikea. Die Aktivist_innen beklebten auch Ausstellungsstücke und Möbelpakete mit kleinen Aufklebern, auf denen steht “Steueroasen austrocknen!”. Vor manchen Möbelhäusern wiesen sie mit einem Hütchenspiel auf die Gewinnverschiebung von Ikea hin und trommeln für eine verbesserte Konzernbesteuerung.  Denn Ikea verschiebt Gewinne systematisch in Steueroasen und enthält der öffentlichen Hand so viele Millionen Euro an Steuern vor. Durch seine Steuertrickserei schadet der milliardenschwere Konzern der Allgemeinheit. Die Attac-Aktivist_innen trafen denn auch viele Kundinnen und Kunden, die wütend darüber sind. Um diesen Skandal zu beenden, fordert Attac eine Gesamtkonzernsteuer, die alle Konzernteile erfasst.”..“ Meldung bei attac-Deutschland vom 12.04.2014 externer Link – Siehe dazu:

  • Steuerdumping: Studie belegt milliardenschwere Steuervermeidung von IKEA in der EU
    Eine von der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament in Auftrag gegebene Studie belegt, wie das schwedische Möbelunternehmen IKEA seit Jahren in großem Stil Steuern in der Europäischen Union vermeidet. Das Unternehmen nutzt Steuervorteile innerhalb der Europäischen Union aus; vor allem in Luxemburg, den Niederlanden und Belgien. So konnte das Unternehmen in den vergangenen sechs Jahren rund mindestens eine Milliarde Euro an Steuern sparen; allein 2014 gingen dem deutschen Staat und seinen Kommunen 35 Millionen Euro durch die Lappen…” Pressemitteilung vom 12. Februar 2016 von und bei Sven Giegold externer Link und dazu: (weiterlesen »)

stop inhuman working conditions in road transportDie Transportgewerkschaften in Belgien und den Niederlanden sind sauer auf IKEA – sie werfen dem Unternehmen Sozialdumping vor. IKEA nutzt billige osteuropäische Arbeitskräfte um ihre Waren transportieren zu lassen. Diese Arbeiter haben kaum Rechte, werden weit schlechter bezahlt als die üblichen Tarife in Westeuropa, und sind oft gezwungen, in ihren Lkws zu übernachten. IKEA weigert sich, über dieses Thema mit den Gewerkschaften zu sprechen und lehnt die Übernahme von Verantwortung ab. Bitte unterstützt die Transportarbeiter_innen in Belgien und den Niederlanden mit einer starken Botschaft…” LabourStart-Kampagne in Zusammenarbeit mit BTB/ABVV (Belgien) und FNV Bondgenoten (Niederlande) externer Link

Dossier

All-out strike and clashes at Ikea plantAm 25.06.2014 haben sich Kolleg_innen in Berlin und Hamburg mit den streikenden Logistikarbeiter_innen in Italien solidarisiert. Seit 2011 kämpfen in Italien die meist migrantischen Arbeiter_innen, die in der Logistikbranche unter erniedrigenden, illegalen Bedingungen ausgebeutet werden, für geregelte Arbeitsverhältnisse, die mindestens dem nationalen Tarifvertrag entsprechen“ – so beginnt der Bericht über die Soliaktionen Solidarität mit den Entlassenen von IKEA externer Link von Peter Nowak am 27. Juni 2014 im Freitag, in dem auch nochmals Hintergründe und bisheriger Verlauf der Auseinandersetzung zusammengefasst werden. Siehe dazu: (weiterlesen »)

IKEA für Anfänger: Chaotische Situation bei den ersten Protesten in der Türkei: „Mit einer großen Demonstration vor dem IKEA Einkaufszentrum im asiatischen Teil Istanbuls hat am Samstag die Gewerkschaft KOOP Is gegen die systematische Behinderung gewerkschaftlicher Arbeit bei IKEA in der Türkei protestiert. Rund 800 Gewerkschafter/innen und Unterstützer/innen aus dem Umfeld von IKEA-Mitarbeitern marschierten am Samstagnachmittag vor die verkaufsoffene Filiale in Ümraniye. Dabei wurden sie von acht weiteren türkischen Gewerkschaften unterstützt, zahlreiche Solidaritätsadressen erhielten sie aus dem Ausland. (…) Da Gespräche nicht zu einem Erfolg führten, geht die Gewerkschaft jetzt mit ihrem Protest in die Öffentlichkeit. Nach der Versammlung vor den Toren von IKEA setzte eine Gruppe von rund 200 KOOP-Is-Sympathisanten die Aktion innerhalb der Filiale fort. Sie füllten ihre Einkaufwagen, um dann anschließend vor den Kassen festzustellen, dass sie doch nichts kaufen wollten. „Es kam zu einer chaotischen Situation“, freut sich Deniz Akdogan, „mindestens eine halbe Stunde lang war der ganze Laden lahmgelegt.“ Die Geschäftsführung scheute dann auch nicht davor zurück, die Polizei einzuschalten, doch die konnte kein kriminelles Handeln feststellen…Artikel von Jürgen Gottschlich bei ver.di vom September 2012 externer Link. Siehe dazu: (weiterlesen »)

Groß- und Einzelhandel im LabourNet Archiv (1997-2012)