Amazon

“Nach dem zweitägigen Streik beim Online-Versandhändler Amazon haben die Beschäftigten in Bad Hersfeld und in Leipzig am Mittwoch wieder den “normalen Arbeitsbetrieb” aufgenommen. Die Gewerkschaft werde nun den bisherigen Verlauf des Arbeitskampfs bewerten und über die weiteren Schritte beraten, sagte Mechthild Middeke von Verdi Hessen am Morgen der dpa. “Wir wollen weiter Druck aufbauen und sehen, wie wir noch mehr Mitarbeiter zum Streik bewegen.” Nach dem Ausstand am Montag und Dienstag seien bei Verdi “noch keine Signale von Amazon angekommen”, es gebe derzeit auch keine Gespräche. Amazon war am Morgen zunächst nicht zu erreichen…Meldung im Heise Newsletter vom 19.06.2013 externer Link

Der US-Konzern Amazon meint, er könne die Gewerkschaft an der Nase herumführen. Ein Interview von Gitta Düperthal mit Mechthild Middeke externer Link , Gewerkschaftssekretärin, Fachbereich Handel, der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Hessen, in der jungen Welt vom 19.06.2013

“In der Auseinandersetzung um einen Tarifvertrag beim Internet-Versandhändler Amazon will die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) weiter Druck machen. Nach mehreren Warnstreiks und ganztägigen Streiks ruft ver.di nun in den Standorten Leipzig und Bad Hersfeld beginnend mit der Frühschicht am Montag zu einem zweitägigen Streik auf…” Meldung bei ver.di vom 17.06.2013 externer Link

Die Gewerkschaft Ver.di verschärft den Druck auf Amazon: Sollte das Unternehmen sich nicht bewegen, werde man die Mitarbeiter auffordern, die Arbeit unbefristet niederzulegen. Schon in den kommenden Tagen soll es Streiks geben…“ Meldung auf Spiegel-Online vom 11.06.2013 externer Link

„Bei Amazon wird in Bad Hersfeld und Leipzig schon wieder gestreikt. Die Beschäftigten des Versandhändlers legen zum dritten Mal die Arbeit nieder. Sie wollen einen Tarifvertrag. Das Unternehmen bleibt hart und vermittelt den Eindruck: Der Protest hat keine Auswirkungen…“ Agenturmeldung in der Frankfurter Rundschau vom 04.06.2013 externer Link

Aufstand bei AmazonHeute wird bei Amazon in Bad Hersfeld gestreikt und zugleich mit Politikern geredet. ver.di will für die Beschäftigten Tariflohn auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels erreichen. Doch Amazon sperrt sich bislang. Die Aktion „Outdoor-Meeting 2.0/Politiker kommen – wir auch“ findet ab 14:30 Uhr auf dem Parkplatz „FRA3“ in der Amazonstraße in Bad Hersfeld statt. Am Nachmittag, ab 16 Uhr, hat die Amazon-Geschäftsführung Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker/innen eingeladen. ver.di will die Gelegenheit nutzen, um die Politiker auch über die Arbeitsbedingungen bei Amazon und den Stand der Tarifauseinandersetzung zu informieren…” ver.di-Meldung vom 29. Mai 2013 externer Link

Aufstand bei AmazonAb 6:30 Uhr wird heute bei Amazon in Leipzig erneut gestreikt, für den Nachmittag hat die Amazon-Geschäftsführung Kommunalpolitiker in Leipzig zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. „Wir wollen zeigen, dass bei Amazon keine heile Welt herrscht, sondern eine große Unzufriedenheit über die Arbeitsbedingungen. Ich hoffe, dass die eingeladenen Politikerinnen und Politiker die Gelegenheit nutzen, mit den Streikenden zu sprechen und unsere Forderung nach tariflichen Regelungen bei Amazon sichtbar unterstützen“, so ver.di-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago…” ver.di-Meldung vom 27. Mai 2013 externer Link

Aufstand bei AmazonAn vier von acht Standorten in Deutschland haben die Amazon-Beschäftigten Betriebsräte gewählt. In Bad Hersfeld und Leipzig haben sie bereits gestreikt. Das hat es weltweit noch nicht gegeben bei dem Marktführer im Versandhandel. Die Beschäftigten stehen auf und fordern einen Tarifvertrag. Siehe dazu die Sonderseite bei ver.di und einen Film vom Streik in Leipzig externer Link

„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat, nachdem bereits in den vergangenen Tagen mehrere tausend Beschäftigte die Arbeit niedergelegt haben, heute abermals mehrere tausend Beschäftigte in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen zu Warnstreiks aufgerufen. In zahlreichen Städten unter anderem in München, Nürnberg, Stuttgart, Mannheim, Darmstadt, Essen und Düsseldorf unterstrichen die Beschäftigten in Demonstration und Streikversammlungen ihre Forderungen für eine spürbare Entgelterhöhung in der anstehenden Tarifrunde. Gleichzeitig kämpfen die Beschäftigten von Amazon in Bad Hersfeld und Leipzig für eine tarifliche Absicherung…Pressemitteilung von ver.di vom 14.05.2013 externer Link (weiterlesen »)

„Auch wenn der Online-Händler Amazon nicht einmal 20 Jahre existiert, hat er die Einkaufsgewohnheiten der Menschen bereits revolutioniert. Allein in der Vorweihnachtszeit des vergangenen Jahres nutzten hierzulande über 30 Millionen Besucher das Portal.[1] Die Kunden schätzen Amazons preiswerte und nahezu lückenlose Warenpalette, die unabhängigen Produktbewertungen der anderen Kunden sowie die unkomplizierten Umtauschoptionen. Und da das Unternehmen zumeist sogar eine Lieferung innerhalb eines Werktages verspricht, ziehen viele den bequemen Mausklick dem stressigen Einkauf vor…“ Artikel von Daniel Leisegang in Blätter für deutsche und internationale Politik April 2013 externer Link

97,6 Prozent der ver.di-Mitglieder an den amazon-Standorten (FRA 1 und FRA 3) in Bad Hersfeld haben bei der in der vergangenen Woche durchgeführten Urabstimmung für Streik gestimmt. An der Urabstimmung haben sich 78 Prozent der ver.di-Mitglieder beteiligt. (…)  In Bad Hersfeld verdient ein Kommissionierer zu Beginn der Tätigkeit € 9,83 und nach 24 Monaten € 11,48 pro Stunde. Nach Tarifvertrag müssten mit Aufnahme der Tätigkeit € 12,18 pro Stunde gezahlt werden. amazon zahlt für die Beschäftigten auch kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld; der Jahresurlaub beträgt nach Tarifvertrag 36 Werktage (6-Tage-Woche). amazon gewährt 28 Arbeitstage pro Jahr.
Die Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie für Überstunden sind bei amazon deutlich niedriger als nach den Regelungen im Tarifvertrag der Branche Einzel- und Versandhandel. Im Ergebnis bedeutet dies für einen neu bei amazon eingestellten Arbeitnehmer, dass er – je nach Schichtarbeitszeiten – ohne Tarifvertrag bis zu € 9.000,00 brutto weniger pro Jahr verdient. In Bad Hersfeld arbeiten an den beiden Standorten derzeit circa 3.300 Beschäftigte. Bisher gibt es an keinem deutschen amazon-Standort eine Tarifbindung. In Leipzig wurde Ende März / Anfang April 2013 ebenfalls eine Urabstimmung durchgeführt. Bei dieser Urabstimmung sprachen sich 97 Prozent der ver.di-Mitglieder für Streiks zur Durchsetzung ihrer Forderungen nach Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages an den Einzel- und Versandhandel aus
.“ Pressemitteilung von ver.di vom 28.04.2013

Die Verhandlungen über einen Tarifvertrag sind gescheitert. Nun droht dem Online-Versandhändler Amazon in Deutschland zum ersten Mal ein Streik. Artikel von Peter Nowak in der Jungle World vom 18. April 2013 externer Link (weiterlesen »)

“Zu wenige Gemeinsamkeiten für Verhandlungen”: Mit diesen Worten lehnte Amazon die Forderung der Gewerkschaft Verdi ab. Diese will den Online-Händler dazu bringen, die Mitarbeiter nach dem Tarifvertrag für den Einzelhandel zu bezahlen. Jetzt werden im größten Logistikstandort Bad Hersfeld Streiks vorbereitet…“ Artikel von Sibylle Haas in der Süddeutschen Zeitung vom 09.04.2013externer Link (weiterlesen »)

„Die Beschäftigten des Versandhändlers Amazon in Leipzig sind bereit, für mehr Lohn zu streiken. Dies ist das Ergebnis einer Urabstimmung, zu der ver.di aufgerufen hatte. Bereits vor Ostern hätte die Wahlbeteiligung an der Urabstimmung für einen Streik genügt. ver.di hatte die Abstimmung jedoch aufgrund der Feiertage verlängert. In den letzten Tagen gingen nochmals 150 Stimmbotschaften mit der Post ein. Insgesamt haben sich nun 92 Prozent der ver.di-Mitglieder an der Abstimmung beteiligt. 97 Prozent stimmten für Streik bei Amazon. (…) Das Amazon Logistiknetzwerk in Deutschland besteht aus insgesamt acht Logistikzentren in Graben bei Augsburg, Leipzig, Rheinberg, Werne, Pforzheim und Koblenz sowie zwei Zentren in Bad Hersfeld. Rund 9.000 fest angestellte Vollzeitmitarbeiter beschäftigt Amazon dort nach eigenen Angaben. In allen deutschen Amazon-Standorten gibt es noch keine Tarifbindung…“ Meldung bei ver.di vom 05.04.2013 externer Link Siehe dazu: (weiterlesen »)

„Die Entscheidung über mögliche Streiks im Amazon-Logistikzentrum in Leipzig ist vertagt worden. Die Gewerkschaft Ver.di hat die Frist für ihre Urabstimmung bis Donnerstag kommender Woche verlängert. Der ver.di-Bereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago sagte: “An der Urabstimmung haben sich heute gut 300 Mitglieder beteiligt”. Aber etwa 150 Gewerkschaftsmitglieder seien krank oder hätten frei. Die Tarifkommission habe entschieden, diese Mitglieder extra anzuschreiben. “150 fehlende Leute sind uns einfach zu viel”, sagte Lauenroth-Mago. Die Gewerkschaft ver.di hat ihre Mitglieder im Streit um Tariflöhne um Unterstützung aufgerufen. Man wolle den Druck erhöhen, nachdem in sämtlichen Sondierungsgesprächen die Aufnahme von Tarifverhandlungen abgelehnt worden sei…“ Meldung beim MDR Sachsen vom 26.03.2013 externer Link