Amazon

„Während Mitarbeiter von Amazon in Deutschland für mehr Lohn streiken, kündigt der Onlinehändler an, nach Polen und Tschechien zu expandieren. Gewerkschafter suchen vorbeugend den Schulterschluss…Artikel von Hendrik Lasch, Dresden, im Neues Deutschland vom 03.12.2013 externer Link (weiterlesen »)

„Arbeitskampf bei Amazon zur Weihnachtszeit. Beim weltweit größten Internetversandhändler Amazon wird es wohl auch in der für das Geschäft wichtigsten Zeit, in den Wochen vor Weihnachten zu Arbeitsniederlegungen kommen. Die Gewerkschaft ver.di will einen Tarifvertrag nach Konditionen des Versand- und Einzelhandels durchsetzen. Amazon will beim Tarifvertrag der Logistikbranche, der deutlich schlechtere Konditionen für die ArbeiterInnen beinhaltet, bleiben. Der Versandhändler fühlt sich nun sogar aufgrund der ankekündigten Proteste in der Weihnachtszeit von ver.di erpresst und vergleicht ver.di mit dem Grinch, der den Kindern Weihnachten stielt. Darüber und über die Perspektive des Arbeitskampfes sprachen wir mit Heiner Reimann von der Gewerkschaft ver.di, aktiv am Logistzentrum im Bad Hersfeld.Die Sendung beim Radio Dreyeckland vom 29.11.2013 externer Link Audio Datei

Im Konflikt um einen Tarifvertrag bestreikt Ver.di heute Amazon-Versandzentren. Dave Clark leitet die Logistik-Expansion des Versandriesen. Er lehnt formelle Gespräche mit der Gewerkschaft ab. Das Interview von Benedikt Fuest auf Welt-Online vom 24.11.2013 externer Link

„Mit Beginn der Frühschicht am Montag, den 25. November, ruft ver.di die Amazon-Beschäftigten in den Standorten Leipzig und Bad Hersfeld wieder zum Streik auf. In Bad Hersfeld wird in beiden Verteilzentren von Amazon gestreikt. Die Beschäftigten wollen bei dem Internet-Versandhändler einen Tarifvertrag auf dem Niveau des hessischen Einzel- und Versandhandels durchsetzen…Meldung bei ver.di vom 25.11.2013 externer Link

Kostenloser schneller Versand, billige Artikel – der Kunde erwartet es. Ohne günstige und effiziente Logistik unmöglich, deshalb ersetzen bei Amazon jetzt Roboter den teuren Mitarbeiter. Ein Kommentar über eine eigentlich begrüßenswerte Entwicklung.
Eine schon etwas abgedroschene Befürchtung schießt den meisten Menschen durch den Kopf, wenn es um Roboter und Jobs geht: Roboter stehlen den menschlichen Mitarbeitern Jobs. Besonders wenn der große, böse Konzern Amazon diese Roboter einsetzt um seine unterbezahlten Mitarbeiter zu ersetzen – wie wir gerade im Artikel „Amazon ersetzt Mitarbeiter durch Roboter“ vermeldet haben. Sicher, Amazon meldet gleichzeitig 70.000 neue (Teilzeit-) Arbeitsplätze – betreibt damit aber nur geschickte Beschwichtigung. Ein Roboter, der das zwei- bis dreifache Pensum eines Menschens erledigt, lässt den Umkehrschluss zu, dass mindestens zwei Stellen pro Roboter eingespart werden können. Eigentlich ein Grund um auf die Barrikaden zu gehen –klingt ja fast menschenverachtend. In Wirklichkeit jedoch ist die Automatisierung eine unvermeidbare Entwicklung, mehr noch: eine wünschenswerte Entwicklung
…” Artikel von Jochen G. Fuchs vom 26.10.2013 bei t3n externer Link (weiterlesen »)

“Wenn ver.di mit einem Arbeitskampf in der Vorweihnachtszeit droht, ist es mit der Besinnlichkeit in der Amazon-Konzernspitze vorbei. Der Konflikt um einen Tarifvertrag erreicht eine neue Eskalationsstufe. »Ich würde mich an Amazons Stelle nicht darauf verlassen, vor Weihnachten alle Kundenversprechen einhalten zu können«, erklärte ver.di-Sekretär Heiner Reimann in der aktuellen Ausgabe des Spiegel. Die Reaktion von Amazon ließ nicht lange auf sich warten: Drei neue große Logistikzentren kündigte der Internetkonzern einen Tag nach Veröffentlichung des Zitats an. Diese sollen in Polen eröffnet werden...” Artikel von Michael Merz in der jungen Welt vom 08.10.2013 externer Link (weiterlesen »)

Aufstand bei AmazonVer.di macht weiter Druck auf Amazon. An den Standorten Leipzig und Bad Hersfeld wird ab Donnerstag, 19. September 2013, wieder gestreikt, und diesmal sind gleich drei Tage angekündigt. Seit Beginn des Jahres übt ver.di mit unterschiedlichen Aktionen und Streiks verstärkt Druck auf Amazon aus, um einen Tarifvertrag durchzusetzen. Bisher gibt es beim Online-Versandhändler keine Tarifbindung. Das Unternehmen zahlt nach einem firmeneigenen Vergütungssystem, das deutlich unter den Tarifen des Einzel- und Versandhandels liegt. (…) Ver.di will sich standortübergreifend bei Amazon besser vernetzen. Ein Schritt in diese Richtung ist eine gemeinsame Demonstration der Streikenden von Bad Hersfeld und Leipzig am Freitag, 20. September 2013. Diese beginnt um 10:30 Uhr in der Amazonenstraße in Leipzig und endet um 12:30 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Augustusplatz in der Innenstadt.“ Pressemitteilung von ver.di vom 18.09.2013 externer Link

Auch bei unseren Nachbarn streiten die Beschäftigten und die Gewerkschaft für bessere Arbeitsbedingungen bei dem Versandhandel-Riesen. Ver.di hat 3 interessante Beiträge dazu gefunden: (weiterlesen »)

Die Nummer 1/2013 der ver.di-Information „an#packen“ externer Link für die Beschäftigten im Online- und Versandhandel informiert über den Stand der Streiks bei Amazon, die Forderungen der Beschäftigten und aktuelle Bewegungen im Online- und Versandhandel. No. 1/2013 ver.di an#packen in English externer Link

mini_expressInterview mit Mechthild Middeke, erschienen in express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 07-08/2013

»Make History«, diesen Slogan haben die Beschäftigten des weltgrößten Online-Versandhändlers Amazon sich zueigen gemacht und neu interpretiert. (weiterlesen »)

„Die Situation scheint festgefahren. Der erste Streik beim deutschen Ableger des US-Giganten Amazon ist bisher scheinbar ins Leere gelaufen. Der geforderte Tarifvertrag ist nicht in Sicht, obwohl seit Monaten am größten Standort in Bad Hersfeld und in Leipzig immer wieder gestreikt wird. Zuletzt in Bad Hersfeld sogar drei Tage am Stück. An den Streiktagen selbst zieht die Gewerkschaft Verdi eine Erfolgsbilanz und gibt Teilnehmerzahlen bekannt. Amazon kontert ungerührt, korrigiert die Zahlen nach unten und verkündet, dass durch den Ausstand keine Störungen entstanden sind…Meldung im Heise-Newsticker vom 12.08.2013 externer Link

amazon streik„Seit dem 18.07.2013 streiken die Kolleg/innen der Frühschicht und der sogenannten Elternschicht am Amazon-Standort in Leipzig (ver.di-Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen). Um 12 Uhr waren bereits mehr als 300 Streikende vor Ort, die Kolleg/innen der Spätschicht wurden erwartet. ver.di-Streikleiter Thomas Schneider rechnet wieder mit mehr als 500 Streikenden für den ganztägigen Arbeitskampf. Ihre Forderung haben die Beschäftigten mit fast zwei Meter großen Buchstaben vor dem Gebäude deutlich gemacht: „Tarifvertrag“. „Ruhe wird es erst geben, wenn es auch für die Amazon-Beschäftigten einen akzeptablen Tarifabschluss gibt“, hatte ver.di-Landesfachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago am Vortag erklärt. Nachdem sich im April mehr als 97 Prozent der ver.di-Mitglieder für Streik entschieden hatten, wird bei Amazon in unregelmäßigen Abständen immer wieder zum Streik aufgerufen.“ So ver.di in ihrer Presseerklärung vom 18.07.2013 externer Link (weiterlesen »)

Reden verboten, Pausen auf eigene Rechnung: Ein französischer Journalist berichtet über seine Erfahrungen als Angestelter beim Internet-Versandhändler Amazon. Artikel von Stefan Brändle in der Frankfurter Rundschau vom 20.06.2013 externer Link

“Nach dem zweitägigen Streik beim Online-Versandhändler Amazon haben die Beschäftigten in Bad Hersfeld und in Leipzig am Mittwoch wieder den “normalen Arbeitsbetrieb” aufgenommen. Die Gewerkschaft werde nun den bisherigen Verlauf des Arbeitskampfs bewerten und über die weiteren Schritte beraten, sagte Mechthild Middeke von Verdi Hessen am Morgen der dpa. “Wir wollen weiter Druck aufbauen und sehen, wie wir noch mehr Mitarbeiter zum Streik bewegen.” Nach dem Ausstand am Montag und Dienstag seien bei Verdi “noch keine Signale von Amazon angekommen”, es gebe derzeit auch keine Gespräche. Amazon war am Morgen zunächst nicht zu erreichen…Meldung im Heise Newsletter vom 19.06.2013 externer Link