Der „Fall Emmely“ bei Kaiser’s Tengelmann

Emmely ProtestDie erste Meldung in unserem Archiv zum “Fall Emmely” stammt vom 14.06.2008. Seitdem haben wir vom LabourNet Germany, zusammen mit den Mitgliedern des Solidaritätskomitees Emmely auf ihrem Weg durch die Institutionen begleitet. Unzählige Artikel haben wir auf unserer Sonderseite im Archiv dokumentiert. Auf dieser Seite nun Neues ab Dezember 2012:

Wir trauern um Barbara Emme (“Emmely”)Solidarität mit dem Emmelys dieser Welt. Collage von A.B. (Jour Fixe Hamburg)Unsere Mitkämpferin und Freundin Emmely ist am 23. März 2015 gestorben – ihr großes Herz hat versagt. Zur Erinnerung siehe unsere Sonderseite zu ihrem Kampf bei Kaisers und hier der Nachruf des Komitees “Solidarität mit Emmely” vom 26.3.2015 und weitere:

  • Mitteilung der Kinder von Emmely
    Grabstätte von Emmely auf dem Friedhof "Fried-Wald" (Berlin)Hiermit geben wir bekannt, dass Barbara Emme, ” Emmely” am 17. April 2015 ihre letzte Ruhe gefunden hat.
    Unsere Mutter wurde auf dem Friedhof “Fried-Wald” im Märchenwald beerdigt unter 2 großen Tannen.
    Der Friedhof ist in der Giersstraße 19/21 in 13088 Berlin.
    Gleichzeitig möchten wir uns bei allen bedanken, die unsere Mutter immer solidarisch unterstüzt haben und an der öffentlichen Gedenkfeier am 19.04.2015 mit teilgenommen haben.
    Judith, Jana und Katharina
    ” (Siehe ein Foto der Grabstätte) (weiterlesen »)

Von der Berliner Verkäuferin zur Jeanne d’Arc aller Lohnknechte: Ihre Kündigung wegen zweier Pfandbons veränderte das Leben von Barbara “Emmely” Emme. Was brachte ihr Kampf vor Gericht für andere Arbeitnehmer? Artikel von Alexander Demling auf Spiegel-Online vom 28.08.2014 externer Link (weiterlesen »)

Man hatte ihr gekündigt – wegen eines Pfandbons von 1,30 Euro und wegen eines Verdachts. Zu Unrecht. Und wie geht es „Emmely“ jetzt? Artikel von Jasmin Kalarickal in der TAZ vom 08.02.2013 externer Link

»Emmely« und die Folgen – Über kleine »Siege« dank großer SolidaritätDer »Fall Emmely« machte bundesweit Schlagzeilen: Barbara Emme – genannt »Emmely« – wurde wegen der Einlösung von zwei Flaschenpfandbons im Wert von 130 Cent und damit der »rechtswidrigen« Schädigung des Vermögens der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann GmbH fristlos gekündigt. Gemeinsam mit ver.di und ihrem Anwalt Benedikt Hopmann konnte sie vor Gericht die Rücknahme der Kündigung erstreiten. Der juristische Erfolg zeigt: Das Arbeitsrecht als in weiten Teilen erkämpftes Recht der Arbeiter und Angestellten kann als »Klassenjustiz« im umgekehrten Sinne, also gegen die Unternehmen gerichtetes Recht wirksam sein. Der Fall »Emmely« lehrt zweierlei: wie Unternehmen ihr Eigentums- und Vermögensrecht bis zum Äußersten verteidigen, aber auch: Rechtspositionen des Kapitals sind nicht unumstößlich und öffentliche Empörung kann Rechtsprechung im Sinne der ArbeitnehmerInnen verändern.  Die Autor_innen Barbara Emme arbeitet seit 1977 im Einzelhandel, zuletzt als Kassiererin. Benedikt Hopmann und Reinhold Niemerg sind Rechtsanwälte in Berlin. Siehe dazu die Verlagshomepage zum Buch externer Link. Dort auch eine Leseprobe als pdf-Datei (weiterlesen »)