Gastronomie und Hotelgewerbe

FAU-Broschüre: "Ich will mein Geld!" - Tipps und Tricks, um Honorare einzutreibenErneut fordert die FAU Berlin von einem Berliner Gastronomiebetrieb Löhne und vorenthaltenen Urlaub in vierstelliger Höhe – das Restaurant „Barist“ will die Probleme aussitzen.  Am kommenden Wochenende organisiert die Basisgewerkschaft FAU Berlin eine Protestkundgebung vor der „Barist Restauration“ am Hackeschen Markt. Ähnlich wie in dem jüngsten Fall des Restaurants „Cancún“ am Alexanderplatz (PM vom 19.10.2015), setzen sich die Geldansprüche des Gewerkschaftsmitglieds größtenteils aus der absolut unstrittigen, jedoch nicht erfolgten Urlaubsabgeltung zusammen. Die Gewerkschaft verlangt zudem Lohnabrechnungen, da dem Mitarbeiter überhaupt nur eine einzige ausgehändigt worden ist…” Pressemitteilung der FAU Berlin vom 13. Januar 2016 externer Link zur Kundgebung am 16. Januar 2016. Siehe dazu neu:

  • Fall Barist erfolgreich beendet
    Ein Mitglied der FAU Berlin hat seine Lohnklage gegen den Betreiber des Restaurants „Barist“ mit einem Vergleich erfolgreich beendet. Der Betreiber hat seine Widerklage zurückgezogen, in der er Schadenersatzansprüche gegenüber dem FAU-Mitglied geltend machen wollte – wegen angeblich „rechtswidrigen“ Aktionen, zu denen der ehemalige Mitarbeiter seine Gewerkschaft angezettelt haben soll. (…) DEVI Gastro hat nun einem Vergleich zugestimmt beim zweiten Gerichtstermin. Von der Leitung unterzeichnete Stundenzettel unterstützten die Forderungen des Gewerkschaftsmitglieds. Der Richter konnte nur beipflichten, dass Angestellte Beweise über ihre Arbeitszeit sammeln sollten. Der Richter hat auch die Forderungen des Gewerkschaftsmitglieds bezüglich des Urlaubsgeldes unterstützt, da dies klar vertraglich geregelt war. (…) Die Forderungen des Gewerkschaftsmitglieds wurden durch den Vergleich erfüllt. So ist der Fall für die FAU fast abgeschlossen. Was übrig bleibt, ist die einstweilige Verfügung, die etwa besagt, dass die FAU Berlin gegen das Restaurant nicht protestieren und es im Internet nicht kritisieren darf. Die FAU Berlin hat DEVI Gastro bereits aufgefordert, die einstweilige Verfügung zurückzuziehen.” Meldung der FAU Berlin vom 22.07.2016 externer Link

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Landesregierung und Zoll haben 146 Gastronomie-Betriebe in NRW überprüft. Ein Ergebnis der Kontrollen: 80 Prozent der Firmen lassen ihre Mitarbeiter zu lange arbeiten. Auch der gesetzliche Mindestlohn wird in einigen Fällen nicht gezahlt…” Beitrag von Martin Teigeler vom 13. Mai 2016 bei den WRD Nachrichten externer Link

Klagewelle überrollt McDonaldsEine Delegation von amerikanischen McDonald’s Mitarbeitern reist heute nach Deutschland, um auf die Arbeitsbedingungen im Fast-Food-Sektor und anderen Dienstleistungsbranchen weltweit aufmerksam zu machen. Auch in Großbritannien, Dänemark, Frankreich und den Niederlanden finden heute Treffen zwischen politischen Entscheidungsträgern, Vertretern der Service Employees International Union (SEIU) und der Bewegung „Fight for $15” statt, um sich zu diesen Themen auszutauschen. In Berlin treffen sich amerikanische Mitarbeiter von Fast-Food-Restaurants und die deutsche Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit Beschäftigten aus der Fastfoodbranche und Abgeordneten, um die rechtliche Situation von Arbeitnehmern in den USA und Deutschland zu vergleichen und diskutieren. NGG hat einen Tarifvertrag mit dem Bundesverband der Systemgastronomie BDS in Deutschland abgeschlossen – eine große Errungenschaft für Deutschlands Fast-Food-Beschäftigte…” Pressemitteilung von SEIU vom 13. Januar 2016 bei der NGG externer Link (weiterlesen »)

NGGFür die Tarifrunde 2016 hat der Hauptvorstand der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine tarifpolitische Empfehlung beschlossen, nach der die Entgelte und Ausbildungsvergütungen in der Lebensmittelindustrie, im Lebensmittelhandwerk sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe um 4,5 bis 5,5 Prozent im Jahr 2016 steigen sollen, bei einer Laufzeit der Tarifverträge von zwölf Monaten. Darüber hinaus soll der demografische Wandel in den NGG-Branchen auch tarifvertraglich gestaltet werden. (…) In weiteren Schritten wolle die NGG Vereinbarungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Gesundheit abschließen, damit die Beschäftigten gesund die Regelaltersrente erreichen, gleitende Übergänge in die Rente vor allem für besonders belastete Beschäftigte tarifvertraglich regeln und für junge Menschen eine sichere Perspektive durch eine qualifizierte Berufsausbildung sichern. „Darüber hinaus wollen wir die Übernahme nach der Ausbildung in Tarifverträgen festzurren“, so Güster.NGG-Pressemitteilung vom 18. November 2015 externer Link

Gegen Lohnbetrug an migrantischen Arbeitern: FAU Berlin fordert von dem Restaurant „Cancún“ Lohnnachzahlung und Urlaubsabgeltung. Daher: Am Mittwoch den 21. Oktober findet die Veranstaltung „Arbeit und Gegenwehr in der Gastronomie“ um 19:00 Uhr im Gewerkschaftslokal der FAU Berlin, Lottumstr. 11 (U-Bahn Rosenthaler Platz bzw. Rosa-Luxemburg-Platz) statt. Unterstützt anschließend die Gewerkschaft am Samstag, den 24. Oktober und kommt zur Kundgebung! (…) Der Kollege hatte im „Cancún“ seit Oktober 2014 als Barmann gearbeitet, bevor er im Juli 2015 wegen andauernder Unregelmäßigkeiten bei den Lohnzahlungen und Arbeitsstunden – und wegen mangelnder Fairness im Umgang mit den Beschäftigten kündigte. Die Forderungen belaufen sich auf einen niedrigen vierstelligen Betrag – keine „Peanuts“ für prekär Beschäftigte – und setzen sich zum Großteil aus der absolut unstrittigen Urlaubsabgeltung zusammen…” Meldung der FAU Berlin vom 17.10.2015 externer Link. Siehe dazu: (weiterlesen »)

Flüchtlingsindustrie - Grafik von TS fürs LabourNet Germany“… Wie am Fließband werden die Asylsuchenden abgefertigt, für irgendwelche Nachfragen oder Sonstiges bleibt keine Zeit. Essen auf die Theke, weitergehen, wer nicht aufpasst oder zu langsam ist, wird unsanft weitergescheucht. „Verpiss dich, geh weiter!”, heißt es dann nicht selten. So kommt es nicht selten zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen dem Personal und den Flüchtlingen, obwohl und gerade weil sie sich kaum miteinander verständigen können. Fremdsprachenkenntnisse können nämlich nur die wenigsten Mitarbeiter vorweisen, und einen Dolmetscher sucht man hier vergeblich. Nicht einmal Zettel in verschiedenen Sprachen hängen aus, die die Regeln der Essensausgabe erklären würden. Konflikte sind hier vorprogrammiert. Die Firma „Medirest”, die vom Deutschen Staat für die Verpflegung der Flüchtlinge bezahlt wird, gehört zu einem der größten Catering-Unternehmen der Welt. Auf ihrer Website externer Link heißt es unter anderem: „Jeden Tag aufs Neue leisten wir einen positiven Beitrag zur Gesundheit und zum Wohlergehen unserer Kunden, Mitarbeiter und der Gesellschaft allgemein.” Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Die in der Erstaufnahmeeinrichtung tätigen Angestellten der Firma sind hauptsächlich Menschen mit sehr geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Alkoholprobleme sind keine Seltenheit, am Wochenende steht manchmal schon morgens eine Wodka-Flasche in der Umkleidekabine. Auch die politische Gesinnung spielt keine Rolle bei der Jobvergabe, viele der Angestellte haben eindeutig eine rechte Einstellung, mehr als die Hälfte kann man zumindest als „Pegida-Sympathisanten” bezeichnen. (…) Die Arbeitsbedingungen sind absolut miserabel, es ist ein Knochenjob mit einer Bezahlung knapp über dem Mindestlohn. Auf die benötigte Arbeitskleidung, die nicht nur für die Hygiene und Sicherheit der Mitarbeiter unabdingbar wäre, müssen diese nach Jobantritt oft wochenlang warten. Ich habe meine in meiner gesamten Zeit dort nie bekommen…” Anonymisierter Bericht vom 10.08.2015 in der Huffington Post externer Link

Schichtleiter der Restaurantkette Vapiano sollen die Stundenzettel ihrer Mitarbeiter zugunsten des Unternehmens manipuliert haben. Auszubildende arbeiteten offenbar viel mehr als vertraglich erlaubt. Artikel von Anette Dowideit und Michael Ginsbur bei der Welt online vom 5. Juli 2015 externer Link.  Siehe dazu: (weiterlesen »)

Neue Lohnspiegelkampagne der Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie in DresdenDie BNG-FAU erstellt mit der Kampagne „Lohn oder Hohn?“ einen neuen Lohnspiegel, bei der Beschäftigte Lohnniveau, aber auch Arbeitsrechtsverstöße und andere Widrigkeiten melden können. Die Aktion dient sowohl der Orientierung von Kolleg_innen als auch von Kund_innen die Wert auf faire Bezahlung legen. Gleichzeitig zieht die Gewerkschaft schon jetzt ein Fazit aus den ersten Beobachtungen. Bereits am Donnerstag letzte Woche wurde im Rahmen des monatlichen „Soli-Tresen“ der FAU mit einem Vortrag zum Thema „Lage und Gewerkschaftsarbeit in der Dresdner Gastronomie“ auch die neue Kampagne vorgestellt. Mit Fragebögen im Postkartenformat und einem Online-Formular sollen sich Kolleg_innen schnell und anonym melden können…“ Pressemitteilung der Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie in Dresden vom 24.04.2015  externer Link und der Lohnspiegel selbst externer Link

Warbucks150.000 Menschen arbeiten in Deutschland in der Systemgastronomie. Auseinandersetzungen verlaufen in dieser Branche meist nach dem bekannten Muster: Warnstreik, Schlichtung, Einigung. Dass es auch anders geht, zeigt dieser Bericht aus einer Starbucksfiliale in den USA. Ohne Unterstützung einer mächtigen Gewerkschaft haben sich die Beschäftigten organisiert, gemeinsam einen Plan ausgeheckt und ihn durchgezogen. Sie zeigen, dass wir nicht auf große Organisationen oder Bewegungen warten müssen. Der Kampf gegen prekäre Arbeit kann hier und jetzt beginnen…“ Artikel von Sarah, Starbucks Workers Union auf dem Blog „zweiter Mai“ vom 12.03.2015 externer Link

Burger Verlust“Probleme in Asien und die harte Konkurrenz auf dem US-Heimatmarkt machen McDonald’s weiter zu schaffen. Für das abgelaufene Quartal wies die weltgrößte Schnellrestaurant-Kette deutliche Einbußen aus. Der Umsatz sackte um mehr als sieben Prozent ab auf 6,57 Milliarden Dollar. Der Gewinn brach um gut ein Fünftel ein auf 1,1 Milliarden. In den USA jagen dem Konzern kleinere Rivalen wie Chipotle Mexican Grill und Shake Shack Kunden ab. In China hatte der Konzern 2014 mit einem Fleischskandal bei einem örtlichen Zulieferer zu kämpfen. In Japan drückten Lieferengpässe bei Pommes Frites wegen eines Arbeitskampfes von Hafenarbeitern die Geschäfte. Außerdem sah sich McDonald’s zu einer Entschuldigung bei Kunden gezwungen, nachdem in Speisen Plastikteile und ein Zahn gefunden worden waren…” Artikel von n-tv am 23.01.2015 externer Link

Dossier

  • Tarifpaket geschnürt – NGG und der BdS beschließen Tarifpaket für Beschäftigte der SystemgastronomieTarifrunde Systemgastronomie 2014: Die Warnstreiks haben begonnen
    “Der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben für die über 100.000 Beschäftigten in den Betrieben der deutschen Systemgastronomie, insbesondere  McDonald’s, Burger King, Kentucky Fried Chicken, Pizza Hut, Starbucks und Vapiano ein neues Tarifpaket – bestehend aus Entgelt- und Manteltarifvertrag – abgeschlossen…“ Mitteilung der NGG am 17.12.2014 externer Link
    Die wesentlichen Punkte laut der Mitteilung: (weiterlesen »)

Dossierder strauss der grausamkeiten

  • Burger King: YiKo-Betriebsräte verabschieden Forderungen an Arbeitgeber und Franchisegeber
    Der Gesamtbetriebsrat der Burger King GmbH, Tochter der YiKo-Holding, hat heute einstimmig eine Resolution mit deutlichen Forderungen an ihren Arbeitgeber und den Franchisegeber Burger King Europe verabschiedet. Ziel der heutigen Sitzung des Gesamtbetriebsrates war insbesondere auch der gegenseitige Austausch über die aktuelle, sehr kritische Situation…“ Mitteilung der NGG am 27.11.2014 externer Link. Aus der Resolution externer Link :
    Alexander Kolobov und Burger King Europe werden aufgefordert, die Grundlage für eine schnelle und dauerhafte Wiedereröffnung aller 89 Burger King Restaurants zu schaffen.
    Die Burger King GmbH muss schnell ein glaubhaftes und tragfähiges Konzept, das von sozialer Verantwortung geprägt ist, für den Weiterbetrieb aller Betriebsstätten entwickeln und mit den Arbeitnehmervertretungen beraten. Erste Schritte müssen sein:

    1. Die Restaurants müssen mit ausreichend Personal ausgestattet werden, um den Systemstandards gerecht werden zu können,
    2. Wiederherstellen der tariflichen bzw. arbeitsvertraglichen korrekten Bezahlung,
    3. Ausgleich aller offenen finanziellen und sonstigen Forderungen der Beschäftigten und die unverzügliche Beendigung aller überflüssigen Gerichtsverfahren,
    4. Wiederherstellung der Tarifbindung, d.h. Wiedereintritt in den Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS),
    5. Aufnahme regelmäßiger Gespräche mit den Betriebsräten und dem Gesamtbetriebsrat. Nur im konstruktiven Dialog mit Betriebsräten und Gewerkschaft NGG können Lösungen im Interesse der gut 3.000 Beschäftigten gefunden werden.

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Dossier

Streik bei AutogrillNach fünf erfolglosen Verhandlungsrunden mit der Autogrill Deutschland GmbH – begleitet von zehn Warnstreiks – sieht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Tarifrunde für den erstmaligen Abschluss eines Lohn- und Manteltarifvertrages in Bayern und Thüringen als gescheitert an. In einer Urabstimmung sprachen sich mehr als 98 Prozent der beteiligten NGG-Mitglieder für einen unbefristeten Arbeitskampf aus. (…)  Für die zehn Niederlassungen in Bayern (Frankenhöhe Nord/Süd, Donautal Ost/West, Rhön Ost/West, Greding West/Ost, Illertal West und AGIP München Airport) und Thüringen (Eisenach und Hörselgau) führt die Gewerkschaft NGG erstmalig Verhandlungen über einen Lohn- und Manteltarifvertrag...“ Pressemitteilung der NGG vom 08.04.2014 externer Link. Siehe dazu:

  • Ein Abschluss vor der Tarifrunde
    Die Autogrill-Beschäftigten bereiten sich nach dem Ende ihres langen Streiks an Autobahnraststätten auf die nächste Auseinandersetzung vor. Artikel von Hans-Gerd Öfinger im Neues Deutschland vom 12.09.2014 externer Link Aus dem Text: „(…) Die Geschäftsführung hatte unter diesem Druck schon vor Wochen etwa am Rasthof Eisenach die Stundenlöhne auf 8,50 Euro angehoben. Dahinter kann sie nicht mehr zurück. Die Zuordnung der Beschäftigten zu den Lohngruppen im BdS-Tarifvertrag ist nun Aufgabe der Betriebsräte. Weil die Tariflöhne in der Systemgastronomie in den unteren Lohngruppen und im Osten unter 8,50 Euro liegen, strebt die NGG eine deutliche Tariferhöhung an. Sie hat die Tarifverträge mit dem BdS gekündigt. Ende September sollen dem Vernehmen nach die Verhandlungen beginnen. Es wird mit einer harten Tarifrunde gerechnet, da Anfang 2015 der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro kommt und die Arbeitgeberseite teilweise die Löhne erhöhen muss…
  • Der Willkür ein Ende gesetzt – Mit einem mutigen Arbeitskampf haben die Autogrill-Angestellten Tarifbindung erreicht
    „(…) Das bundesdeutsche Autogrill-Management hatte sich bis zuletzt gegen jegliche Form der Tarifbindung gesträubt und auf eine Ermattung und Demoraliserung der bislang relativ streikunerfahrenen Beschäftigten spekuliert. Es hatte weder Kosten noch Mühen gescheut, um Regionalmanager und andere Streikbrecher in den bestreikten Betrieben einzusetzen und den Betrieb wenigstens notdürftig aufrechtzuerhalten. Diese Kalkulation ging nicht auf. So legten die vielfach schlecht bezahlten Servicekräfte eine hohe Motivation und ein ungebrochenes Durchhaltevermögen an den Tag und sahen in dem Arbeitskampf ihre Chance zum Aufbegehren gegen Hungerlöhne, gegen schlechte Arbeitsbedingungen und für ein besseres Betriebsklima…“ Artikel von Johannes Birk in der jungen Welt vom 12.09.2014 externer Link (weiterlesen »)

“In den letzten Monaten haben wir zahlreiche Beschäftigte in der Hamburger Gastronomie nach ihren Löhnen und Arbeitsbedingungen gefragt. Das Ergebnis: Für viele gehören miese Bezahlung, fehlende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und unbezahlter Urlaub zum Alltag. Im Rahmen einer Releaseparty am 7. September wollen wir die Löhne und weitere Details veröffentlichen, die in den persönlichen Gesprächen und einer Onlinebefragung in über 30 Betrieben ermittelt wurden.
So viel kann aber schon jetzt verraten werden: In den meisten Kneipen, Cafés und Restaurants scheint der Rechtsbruch zum Geschäftsmodell zu gehören. Wer krank wird muss um die Existenz bangen und viele Beschäftigte verzichten aus Angst um ihren Job auf jeglichen Urlaub. Gewerkschaften und Arbeitsrechte kennen die allermeisten übrigens nur vom Hörensagen
…” Die Releaseparty findet statt am: 7. September, 19.00 Uhr, Buttclub, Hafenstraße 126. Mehr Infos auf der Seite von Gastro-Lohn externer Link
P.S.: Die Umfrage geht weiter. Wer uns Infos zukommen lassen möchte findet den Fragebogen hier externer Link

„Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich auf den Abschluss eines neuen Tarifvertrages für die Beschäftigten in der Systemgastronomie geeinigt. Der Tarifvertrag sieht zum 1. Dezember 2014 differenzierte Entgelterhöhungen in den verschiedenen Tarifgruppen vor und hat eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2016. Mit dem gemeinsamen Ziel, gute tarifliche Rahmenbedingungen zu erhalten und die Attraktivität der Branche weiter zu erhöhen, haben die Sozialpartner folgende Eckpunkte vereinbart: Ab dem 1. Dezember 2014 gilt ein unterster Tariflohn von 8,51 Euro pro Stunde. Die getroffenen Regelungen gelten für bundesweit tätige Unternehmen der Systemgastronomie – eine Unterscheidung nach „Ost“ und „West“ findet nicht statt. Die Entgelte der unteren Tarifgruppen steigen überdurchschnittlich stark. Die Vergütungen aller Auszubildenden steigen mit 90 Euro pro Monat überproportional…“ Pressemitteilung der NGG vom 30. Juli 2014 externer Link