Maredo in Frankfurt

„Seit einem Jahr und vier Monaten stehen die KollegInnen der Soli-Gruppe jeden Samstag ab 13 Uhr vor der Maredo-Filiale in der Frankfurter Fressgasse und informieren die Passanten über Ausbeutung im allgemeinen, und über die Machenschaften Maredos im besonderen. Ein Jahr und vier Monate, das sind 16 Monate, in denen viel passiert ist. Im Dezember 2011 wurden nahezu die gesamte Belegschaft dieser Steakhaus-Filiale geschasst („Zusammen“ berichtete). Nach einer kommandomäßigen Aktion von Vorgesetzten (hauptsächlich aus der Düsseldorfer Hauptverwaltung), von willigen und einsatzfreudigen Juristen und von einigen Sicherheitskräften (am 26.11.11) hatte etwa ein Drittel der Belegschaft „freiwillig“ selbst gekündigt, die meisten anderen wurden in den darauf folgenden Tagen gekündigt…Beitrag auf Solidarität mit den Arbeiter_innen von Maredo in Frankfurt am Main! Vom 26.04.2013 externer Link

Steakbrater für Big Brother Award 2013 nominiert. Mit Buse Heberer Fromm gegen gewerkschaftlich aktive Belegschaft und Betriebsräte. Aktueller Beitrag vom Solidaritätskomitee für die Maredo-Mitarbeiter auf Arbeitsunrecht.de vom 20.03.2013 externer Link. Weitere Info: Die Arbeitsgerichtsprozesse Mitarbeiter gegen Maredo (Frankfurt Fressgass) gehen im Juni 2013 in die zweite Instanz vor das Landesarbeitsgericht Hessen: am 6. Juni die KollegInnen gegen ihre Kündigungen, am 19. Juni werden die Zustimmungsersetzungsverfahren der Betriebsratsmitglieder verhandelt.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) – Region Rhein-Main hat einen Sonderseite zum Maredo-Konflikt freigeschaltet externer Link

Quelle:  Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom 28.11.2012 externer Link

Entlassene Beschäftigte der Steakhauskette in Frankfurt am Main setzen ihren Widerstand fort. Große Solidarität und langer Atem. Aus dem Text:

(…) Prominente Unterstützung erhielten die entlassenen Maredo-Angestellten von dem renommierten Arbeitsrechtler Wolfgang Däubler. Die in erster Instanz größtenteils gegen die Beschäftigten gefällten Entscheidungen des Frankfurter Arbeitsgerichts nannte der Bremer Professor »höchst unbefriedigend«. Die Richter hätten der Tatsache, daß verdeckte Ermittler und versteckte Kameras ohne Zustimmung des Betriebsrats in der Maredo-Filiale im Einsatz waren, keinerlei Bedeutung zugemessen. »Dabei wäre so etwas nach der Strafprozeßordnung, die solche Maßnahmen nur in besonderen Fällen mit richterlicher Genehmigung ermöglicht, von vornherein ausgeschlossen.« Däubler kritisierte zudem, das Gericht habe die Bagatelldelikte – also das angeblich nicht bonierte Verzehren von Speisen und Getränken – als besonders schwere Pflichtverletzung eingestuft. »Was wäre es denn dann, wenn jemand zehn Millionen Euro unterschlägt?« fragte er rhetorisch…“

Aus Anlass des traurigen „Jahrestages“ der Festsetzung der Belegschaft mit dem Ziel der Entlassung der Selbigen in der MAREDO-Filiale in der Frankfurter Fressgass’ machten am Samstag, den 24.11., solidarische Kolleginnen und Kollegen sowie Aktivistinnen und Aktivisten auf die Situation bei MAREDO in Berlin aufmerksam.  Beitrag von „Klassenkämpferischer Block Berlin“ auf Linksunten vom 24.11.2012 externer Link

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, am 26. November 2011 kündigten auf einen Schlag 13 Beschäftigte des Maredo Restaurants 404, auf der Fressgass im Herzen Frankfurts, selbst. In der Folge wurden 16 weitere Maredo-KollegInnen gekündigt. Der Vorwurf: Diebstahl.

Was geschah zuvor: Zwei Undercover-Detektive bespitzelten die Belegschaft über Wochen. Drei Kameras wurden heimlich installiert, um zu bespitzeln und zu überwachen. Geht das? Ist dies in Deutschland erlaubt? Ist dies ein Rechtsstaat? Noch immer kämpfen zwölf Kolleginnen und Kollegen für die Wiedereinstellung. Über 3.000 Menschen in Deutschland haben sich mit ihnen solidarisiert.

Am 26. November 2012, also am Jahrestag des brutalen Vorgehens gegen die KollegInnen und den Betriebsrat, veranstaltet die NGG-Region Rhein-Main eine Informations- und Solidaritätsveranstaltung. Es sprechen: Professor Wolfgang Däubler, BR-Bossing – ein neuer Weg betriebsratsfreie Zonen zu schaffen? Rechtsanwalt Armin Franzmann, der unsere Kolleginnen und Kollegen vor dem Landesarbeitsgericht vertritt. Mimoun Bouhout, Betriebsratsvorsitzender von Maredo 404. Rechtsanwalt Matthias J. Seipel, der die Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt für die Betroffenen wegen Freiheitsberaubung und Nötigung gestellt hat. Er wird über den Stand der Ermittlungen berichten. Jürgen Ehlers wird für das Solidaritätskomitee sprechen. Peter-Martin Cox, Geschäftsführer der NGG-Region Rhein-Main. Kommt alle am 26. November 2012 um 18 Uhr zur Solidaritätsveranstaltung ins Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, 60329 Frankfurt. Zeigt Solidarität mit den Entlassenen von Maredo!

Mail an die Redaktion des LabourNet Germany vom 20.11.2012

Quelle:  Mail an die Redaktion des LabourNet Germany vom 19.09.2012

„Am kommenden Samstag, den 22.09.12 ab 13 Uhr wird vor Maredo in der Freßgass ein Kundgebung durchgeführt. Es gibt außerdem 3 neue Gerichtstermine vor dem Frankfurter Arbeitsgericht: 25.09.12 um 13.30 Uhr; 06.11.12 gleiche Zeit; 13.11.12 gleiche Zeit

Quelle: Mail an die Redaktion vom 31.07.2012

„…Ihre Fragen kann ich wie folgt beantworten: Es hat eine Durchsuchung am 11.7.2012 stattgefunden. Dem lag ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Frankfurt/M zugrunde, der sich auf die von den Anzeigern behaupteten Vorfälle im Zusammenhang mit fristlosen Kündigungen bezog. Der Vorwurf lautet Freiheitsberaubung und Nötigung. Weitere Einzelheiten kann ich derzeit nicht mitteilen, die Ermittlungen dauern an…“

Quelle:  Artikel von Felix Helbig in der Frankfurter Rundschau vom 31.08.2012 externer Link

Die Staatsanwaltschaft durchsucht nach Mitarbeiter-Vorwürfen das Restaurant in der Freßgass. Eine zunehmende Rolle in den strafrechtlichen Verfahren könnten auch die Eigentumsverhältnisse bei Maredo spielen. (weiterlesen »)

Exklusiv Der gestrige 31.Juli ist bereits der dritte Verhandlungstag der ersten Instanz in der Prozeßsache Maredo gegen den Betriebsrat der Filiale in der Frankfurter Freßgass. Bereits in Mai und Juni gab es vielstündige Verhandlungen. Diesmal sieht es so aus, daß der Richter Professor Becker und die beiden ehrenamtlichen Richter zu einem Ende kommen könnten. Jeder der Prozesse gegen die drei BR-Mitglieder hat einen eigenständigen Charakter. (weiterlesen »)