Kultur und/vs Freizeitwirtschaft

Darf das Legoland Betriebsratschef Nikolaus Lauter auf die Straße setzen? Das Arbeitsgericht hat die Entscheidung verschoben. Artikel in der Südwestpresse vom 10.04.2013 externer Link  Aus dem Text: „(…) Das Gericht möchte vor einer Entscheidung weitere Beweise sammeln und dazu am Donnerstag, 2. Mai, den stellvertretenden Betriebsratschef Michael Konold als Zeugen hören. Es geht darum, ob sich Lauter über Weihnachten und Neujahr ohne Urlaubsschein in die Ferien verabschiedet hatte. Nach weniger als fünf Minuten war der Gerichtstermin schon wieder vorüber. Lauter sieht die neue Entwicklung positiv. Vor allem deshalb, weil für das Gericht zwei der drei von Legoland ins Feld geführten Kündigungsgründe für das Arbeitsgericht offenbar keine Rolle mehr spielen. So soll Lauter sich in einem Zeitungsinterview geschäftsschädigend über den Freizeitpark geäußert und Mitarbeiter mit Drohungen zu einem Warnstreik genötigt haben. Diese Punkte scheinen vom Tisch. Auch Tim Lubecki, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), nahm das mit Genugtuung zur Kenntnis. Er sieht der Beweisaufnahme gelassen entgegen…“ Siehe dazu: (weiterlesen »)

Das Maxim-Gorki-Theater lud Jungschauspieler zu einem Festival mit dem Motto „Aufstand proben“ – doch dann besetzen die kurzerhand die Bühne. Artikel von Konrad Litschko in der TAZ vom 01.04.2013 externer Link (weiterlesen »)

„Die Beschäftigten des Sea Life Aquariums in Hannover sind heute in den Warnstreik getreten. Seit Monaten fordern sie einen Haustarifvertrag. Doch statt mit der IG BAU zu verhandeln, hält die Geschäftsleitung die Mitarbeiter hin. Die Taktik: Lohnerhöhungen werden höchstens freiwillig gewährt. Eine verbindliche Regelung in einem Tarifvertrag will die Sea Life Deutschland offensichtlich unter allen Umständen vermeiden. „Den Beschäftigten geht die Geduld aus. Irgendwann läuft auch das größte Aquarium einmal über. Während das Unternehmen im Geld schwimmt, steht den Mitarbeitern das Wasser bis zum Hals“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Harald Schaum. „Lachs und Kaviar für die Chefs – Gräten für die Beschäftigten ist mit uns nicht zu machen.“ Die britische Sea Life-Muttergesellschaft, Merlin Entertainments, erzielt nach eigenen Angaben hervorragende Erlöse. Zwischen 2008 und 2011 steigerte der Konzern seine Gewinne laut Geschäftsbericht um knapp 50 Prozent. Die Beschäftigten hierzulande sehen davon aber nicht viel. Sea Life zahlt seinen Mitarbeitern in Hannover Niedriglöhne. Derzeit liegen sie bei rund acht Euro pro Stunde. Ohne Tarifvertrag wird sich daran auch nichts ändern, wie die Erfahrung zeigt…“ Pressemitteilung der IG BAU vom 01.04.2013 externer Link

Quelle: Artikel von von Tobias Lill auf Spiegel-Online vom 03.01.2013 externer Link

Ob Legoland oder Gruselkabinett – die Mitarbeiter von Deutschlands Freizeitattraktionen verdienen so mies wie in kaum einer anderen Branche. Und das trotz saftiger Eintrittspreise. (weiterlesen »)

Quelle: Artikel von Edgar S. Hasse und Janina Harder in Die Welt Online vom 26.10.2012 externer Link

„Die Belegschaft des bekannten Horrorkabinetts Hamburg Dungeon streikt, weil sie sich für unterbezahlt hält. Im Hamburg Dungeon arbeiten voll ausgebildete Schauspieler für 7,50 Euro pro Stunde. (…) Das Hamburg Dungeon (englisch für Verlies) ist eine Ausstellung in der historischen Speicherstadt von Hamburg. In einer Kombination von Gruselkabinett, Show und Fahrgeschäften wird die Geschichte Hamburgs von Schauspielern dargestellt. Das Hamburg Dungeon wurde am 3. Mai 2000 am Kehrwieder 2 eröffnet und gehört der Merlin Entertainments Group…“