Wachdienste und Sicherheitsgewerbe

#PovertyDoesntFly - Damit Fliegen sicher bleibt: 2. Oktober - Protestaktionen von Flughafenbeschäftigten an deutschen und internationalen FlughäfenDie Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft im Rahmen eines internationalen Aktionstages für existenzsichernde und gesundheitserhaltende Arbeitsbedingungen an den Flughäfen weltweit zu einem bundesweiten Aktionstag am Dienstag, dem 2. Oktober 2018, auf. Der Aktionstag wird gemeinsam mit dem Dachverband International Transport Workers’ Federation (ITF) durchgeführt. Bundesweit beteiligen sich Bodendienstbeschäftigte der Flughäfen Berlin, Hanno-ver, Köln, Düsseldorf, Frankfurt, München und Stuttgart. Gemeinsam mit Flughäfen aus zwölf Ländern, an denen fast 38 Prozent des weltweiten Luftreiseverkehrs erfolgt, fordert ver.di die Luftverkehrsbranche dazu auf, deutlich mehr Personal zu beschäftigen, bessere Qualifikationen zu ermögli-chen und gute Löhne für die Bodendienstbeschäftigten zu zahlen. Hier seien sowohl die Anbieter der Dienstleistungen als auch die Luftfahrtgesellschaften in der Pflicht (…) Durch die von der Europäischen Union forcierte Marktöffnung würden die Anbieter von Bodenverkehrsdiensten um Abfertigungsverträge mit den Fluggesellschaften konkurrieren. Dadurch sei ein zunehmend erbarmungsloser Absenkungswettbewerb um die niedrigsten Lohnkosten und den knappsten Personaleinsatz in Gang gesetzt worden. Immer weniger Personal, das immer unzureichender ausgebildet sei, müsse immer mehr sicherheitsrelevante Aufgaben übernehmen. Beschäftigte in ausgegliederten Tochterunternehmen der Flughäfen oder bei privaten Anbietern hätten zudem bis zu 30 Prozent weniger Einkommen als andere Bodendienstbeschäftigte…” ver.di-Meldung vom 01.10.2018 externer Link, siehe auch den internationalen Aufruf von und bei ITF externer Link

 „Seit August patrouillieren junge Männer in Schwarz in der Gladbacher Innenstadt: Ein privater Wachdienst im Auftrag der Stadt. Er soll Präsenz zeigen und das Gefühl der Sicherheit verbessern, was viele Bürger begrüßen. Ein Stadtrat spricht jedoch von Amtsanmaßung und Willkür. Tomas M. Santillan, Vertreter der Linken im Stadtrat, nennt eine Reihe von harten Kritikpunkten am Verhalten des Sicherheitsdienstes. Die Männer, in ihren schwarzen Hosen und schwarzen T-Shirts mit der Aufschrift „B.Q Security” leicht auszumachen, würden Platzverweise aussprechen, Radfahrer zum Absteigen zwingen, sich als Mitarbeiter des Ordnungsamtes ausgeben und sich weigern, Dienstausweise vorzuzeigen. Damit, so Santillan, begingen die Sicherheitsleute eine Amtsanmaßung. Der Stadtverwaltung, vor allem der Ordnungsbehörde, aber auch Bürgermeister Lutz Urbach, wirft der Linke vor, den Stadtrat getäuscht zu haben – weil nach seiner Auffassung nur gemeinsame Streifengänge der privaten mit städtischen Stadtwächtern beschlossen worden seien. Und weil die Stadt die Rechtsverstöße und Willkür der „Sheriffs” dulde. Im Ergebnis werde die Stadt nicht sicherer, sondern die Bürger verunsichert. (…) Entscheidend sei, dass der Sicherheitsdienst keinerlei Amtshandlungen ausführen darf, betont Widdenhöfer. Die Männer dürften zwar Randalierer oder Betrunkene ansprechen und bitten, einen bestimmten Ort zu verlassen – aber sie dürften die Leute weder dazu zwingen noch einen Platzverweis erteilen. Sollten sie ein Eingreifen für nötig halten, müssten sie die Polizei oder die Ordnungsbehörde zur Hilfe rufen….“ Artikel von G. Watzlawek vom 17.9.2018 im Bürgerportal Bergisch Gladbach externer Link, siehe dazu die Darstellung von und bei Tomas M. Santillan externer Link

„Das Fordern gerechter Löhne gehört nach landläufiger Meinung einfach zur Grundtugenden sozialdemokratischer Politik, und auch die CDU will da nicht zurückstehen. Zumindest in ihrem 2017 postulierten Programm schreibt sie: »Wir wollen, dass es für alle Menschen in Niedersachsen gerecht und fair zugeht – guter Lohn für gute Arbeit«. Und sinngemäß ertönt das auch in Hannovers Plenarsaal, wenn sich Unternehmen um eine angemessene Bezahlung ihrer Beschäftigten herumdrücken wollen. Doch offenbar knausern Parlamentarier höchstselbst bei der Entlohnung von Teilen des Personals im Landtagsgebäude. Die Frauen und Männer, die dort Sicherheitsdienst verrichten, sind nicht beim Land angestellt. Sie gehören nicht – wie früher einmal – zum öffentlichen Dienst, sondern zu einer Privatfirma. Diese berechnet der Landtagsverwaltung die eingesetzten Kräfte, zahlt denen aber laut Gewerkschaft ver.di weniger Geld als ihnen das Land Niedersachsen laut Landestarif monatlich überweisen müsste. Dazu kommt: Durch den Wechsel der Verwaltung zu einer anderen Bewachungsfirma bekommen die Sicherheitsleute laut Gewerkschaft nun nur noch elf Euro pro Stunde, vorher habe der Stundensatz bei 13 Euro gelegen. Diese Entwicklung sei darauf zurückzuführen, dass »mit dem neuen Dienstleister zahlreiche Zulagen wegfallen«, erklärte ver.di-Sprecher Matthias Büschking auf Anfrage. (…) Wie viel die Sicherheitskräfte als Angestellte des Landes verdienen würden, sei »aufgrund der verschiedenen Qualifikationen« unterschiedlich. Im Schnitt würde es etwa 30 Prozent mehr Geld sein als beim privaten Arbeitgeber. Darüber hinaus würden den Beschäftigten die gleichen Vorteile zuteil wie allen anderen Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes, vor allem durch einen sicheren Job und gute Sozialleistungen. Die Landeskasse, das habe ver.di errechnet, würde durch den Wechsel jener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ein öffentliches Dienstverhältnis um rund 750 000 Euro jährlich mehr belastet. »Das halten wir in einer Zeit, in der Festtagsstimmung in der Wirtschaft ist und die Steuern sprudeln, für absolut angemessen«, hebt Matthias Büschking hervor. Doch das Landtagspräsidium habe zum Bedauern der Gewerkschaft mit den Stimmen der Großen Koalition auf Empfehlung der Landtagsverwaltung beschlossen: Die Sicherheitsleute werden zurzeit nicht in den öffentlichen Dienst zurückgeholt…“ Artikel von Hagen Jung in neues Deutschland online vom 10.09.2018 externer Link

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European Homecare: "Schlagkräftiges Team" für die FlüchtlingsbetreuungSicherheitsleute in einem nordrhein-westfälischen Flüchtlingsheim sollen dort Menschen misshandelt haben. Ein Handyfoto zeigt ein Opfer gefesselt am Boden, den Fuß eines Wachmanns im Nacken. Die Landesregierung ist alarmiert, der Sumpf könnte tief sein…” Meldung vom 28. September 2014 bei N-TV externer Link. Aus dem Text: “… Es gebe Hinweise auf mehrere Körperverletzungsdelikte, sagte Richter weiter. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Freitag Ermittlungen aufgenommen, nachdem sie ein Video erhalten hatten, das einen anderen Übergriff auf Flüchtlinge in der Einrichtung zeigt. Die Aufnahmen zeigen nach Angaben der Polizei eine Person neben einer Matratze mit Erbrochenem. Bei Durchsuchungen fanden die Ermittler auf dem Handy eines der Verdächtigen das Foto. Auch in einem Flüchtlingsheim in Essen soll es nach einem Bericht des WDR Attacken des Wachdienstes auf Asylbewerber gegeben haben…”  Siehe dazu das Dosser: Die “Systemschmarotzer” – nun der Flüchtlingsarbeit und hier weitere Infos und Hintergründe:

  • Organisierte Kriminalität: Warum die Security-Gewalt in bayerischen Abschiebelagern weitergeht New (weiterlesen »)

Charite Kampagne „Berlin für mehr Krankenhauspersonal!“Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert, dass die Anbieter von Bodenverkehrsdienstleistungen viel zu wenig Personal beschäftigen und zu schlecht bezahlen. Flugausfälle, Verspätungen oder Gepäckverluste seien aufgrund von Personalmangel und niedrigen Löhnen hausgemacht. „Mehr Personal, bessere Qualifikationen und gute Löhne für die Bodendienstbeschäftigten sind dringend notwendig“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. „Um die Branche zu stabilisieren, brauchen wir einen bundesweit einheitlichen Branchentarifvertrag, mit dem zugleich eine hohe Qualität der Dienstleistungen, existenzsichernde Gehälter, gemeinsame Qualifikationsstandards und gesundheitserhaltende Arbeitsbedingungen sichergestellt werden.“ Nur so könnte die Branche dem Preisdruck der Fluggesellschaften entzogen werden und Sicherheitsstandards für Passagiere und Beschäftigte eingehalten werden. Geschehe dieses nicht, befürchtet ver.di Verwerfungen bei der Flugsicherheit und Probleme bei der Gesundheit der Beschäftigten. Auch vor dem Hintergrund des starken Anstiegs von Passagierzahlen seien Maßnahmen dringend erforderlich. Durch die von der Europäischen Union forcierte Marktöffnung würden die Anbieter von Bodenverkehrsdiensten um Abfertigungsverträge mit den Fluggesellschaften konkurrieren. Dadurch sei ein zunehmend erbarmungsloser Absenkungswettbewerb um die niedrigsten Lohnkosten und den knappsten Personaleinsatz in Gang gesetzt worden. Immer weniger Personal, das immer unzureichender ausgebildet sei, müsse immer mehr sicherheitsrelevante Aufgaben übernehmen. Beschäftigte in ausgegliederten Tochterunternehmen der Flughäfen oder bei privaten Anbietern hätten zudem bis zu 30 Prozent weniger Einkommen als andere Bodendienstbeschäftigte. Im Durchschnitt werde in dieser Branche mit einer Personalunterdeckung von 15 bis 20 Prozent gearbeitet, so Behle. Um einen reibungslosen Arbeitsablauf zu gewährleisten und den hohen Sicherheitsstandards zu entsprechen, wäre es außerdem erforderlich, dass Sprachbarrieren ausgeräumt würden. Dazu müssten ausländische Beschäftigte, die vermehrt rekrutiert würden, die Möglichkeit erhalten, während der Arbeitszeit vom Arbeitgeber finanzierte Sprachkurse zu belegen, fordert die Gewerkschafterin. Auch die Luftfahrtbehörden seien in der Verantwortung, ihrer Überwachungspflicht in Bezug auf die Sicherheitsvorschriften nachzukommen.“ Pressemitteilung von ver.di vom 20.08.2018 externer Link

Gewerkschaftsfeinde und Betriebsratsfresser störenDer Gütetermin am Montag (09.07.2018) vor dem Arbeitsgericht Rheine endete ohne Einigung, so dass es jetzt zum Verfahren kommt. Die beiden Wachmänner waren nur wenige Wochen für die Sicherheitsfirma Dogsec im Einsatz, dann wurden sie gekündigt. Ein Mitarbeiter klagte auf Weiterbeschäftigung. Doch darauf wollte sich die Firma nicht einlassen. Der Wachmann berichtete dem WDR, es herrsche ein sehr rauer Ton bei der Firma Dogsec, Mitarbeiter würden schikaniert und wegen Nichtigkeiten fristlos entlassen. Er habe deshalb zusammen mit zwei Kollegen beschlossen, einen Betriebsrat ins Leben zu rufen. Doch die Initiative sei von der Geschäftsleitung unterbunden worden. Man habe die Kündigung erhalten…” Bericht vom 09.07.2018 beim WDR externer Link

Dossier

Charite Kampagne „Berlin für mehr Krankenhauspersonal!“Die Sicherheitsfirma Kötter hat sich zum Osteransturm am Airport wegen Personalmangel Fremdhilfe geholt. Das kritisiert die Gewerkschaft Verdi. Gerade noch rechtzeitig, könnte man meinen: Kurz vor Ferienstart kann das befürchtete Chaos am Flughafen Düsseldorf vielleicht ausbleiben. Zuletzt war bekannt geworden, dass es bei der Essener Sicherheitsfirma Kötter zu den Osterferien erheblichen Personalmangel geben könnte. Das Unternehmen wollte eigentlich Personal „nachqualifizieren“, aber das hat wohl nicht so gut geklappt. (…) Am Freitag teilte Kötter trotzdem mit, man sei „für den Osterferienstart gewappnet“. Man habe das Ziel sogar überschritten: 130 zusätzliche Kräfte seien demnach an den Kontrollstrecken im Einsatz. Aber: De facto sind es nur 81 zusätzliche Luftsicherheitsassistenten, die das Unternehmen selbst im Einsatz hat. Der Rest kommt von „befreundeten Unternehmen“ und vom Flughafen Köln/Bonn, wie es weiter heißt. (…) „Das Unternehmen hat einen Vertrag bis 2020 mit dem Bundesinnenministerium, aus eigener Kraft die Sicherheitskontrollen durchzuführen. Das erfüllt Kötter nicht, was zutiefst unseriös ist“, ärgert sich Tarim [ver.di]...” Artikel von Peter Sieben vom 23.03.2018 bei Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung online externer Link: “Verdi wirft Kötter “Flickschusterei” am Flughafen Düsseldorf vor”. Siehe zu den Hintergründen den Pressespiegel zum Unternehmen  sowie “Die Firma Kötter: Ein kritikwürdiges Unternehmen”, Kommentar von Thomas Brunst vom 25.3.201 – wir danken! (weiterlesen »)

“… CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach steht wegen einer Tätigkeit bei einem privaten Sicherheitsunternehmen in der Kritik. Die SPD verweist darauf, dass Bosbach gleichzeitig auch Berater der Landesregierung ist und die nach ihm benannte Sicherheitskommission leitet. “Das ist ein Skandal, der Interessenkonflikt liegt auf der Hand”, sagte der innenpolitische Sprecher Hartmut Ganzke am Donnerstag (19.04.2018). (…) Das Essener Unternehmen Kötter Security hatte mitgeteilt, dass Bosbach Mitglied eines “Sicherheitsbeirates” wird. Das Gremium soll “Impulse für die Weiterentwicklung der Sicherheitswirtschaft geben” und auch den Kontakt zur Politik suchen. In der sogenannten Bosbach-Kommission sollen unter der Führung des CDU-Mannes Defizite der inneren Sicherheit in NRW aufgedeckt werden… “ Meldung von Christian Wolf vom 19. April 2018 beim WDR mit kurzem Audio-Kommentar externer Link, siehe zum Hintergrund: Personalpolitik der Sicherheitsfirma Kötter am Flughafen Düsseldorf in der Kritik

Agenda 2010: "Wir schaffen Arbeitsplätze für Sicherheitsdienste"Während das Internet z. Zt. über das neue Bayerische Polizeiaufgabengesetz (PAG) diskutiert, flirtet Innenminister, Joachim Herrmann, heftig mit der Sicherheitswirtschaft: Private Sicherheitsdienste, die kostengünstig Polizeiaufgaben – über den Objektschutz hinaus – übernehmen; da leuchten die Augen des amtierenden Bayerischen Innenministers. Blöd nur, dass es da so “überflüssige Sachen“ wie das Gewaltmonopol, den Artikel 33 (4) Grundgesetz (GG) und den Datenschutz zu beachten gilt. Diese stehen einem “Verschmelzungsprozess“ zwischen der Bayerischen Polizei und der Sicherheitswirtschaft im Wege…” Artikel von Thomas Brunst vom 27.3.2018 – wir danken! (weiterlesen »)

Dossier

Protest gegen die Untätigkeit der Justiz in Sachen Behinderung der Betriebsratsarbeit durch I-SEC am 07.03.2018 in Frankfurt/M, Foto von Guido Jurock, ver.diAm Frankfurter Flughafen hat die Bundespolizei die Sicherheitskontrollen an den Security-Dienstleister I-SEC Deutsche Luftsicherheit GmbH ausgelagert. Die über 1.400 Beschäftigten der I-SEC haben – nach allem was man hört – einen sehr engagierten Betriebsrat (BR), der mit Nachdruck auf Verbesserungen der Arbeitsverhältnisse drängt. Gegen Untätigkeit und Verzögerungen auf Seite des Unternehmens setzt sich der BR regelmäßig mit Fristsetzungen und Einigungsstellen zur Wehr. Die Belegschaft der Security-Firma beklagt zigtausende Überstunden im Monat und einen Personalmangel von etwa 150 Personen, zudem bedenkliche Qualitätsmängel bei den Sicherheitskontrollen durch Übermüdung und unzureichende Pausenregelungen. Die I-SEC Geschäftsführung unter Glenn Murphy und Ran Langer setzte den berüchtigten Betriebsratsfresser Helmut Naujoks auf den konflikterprobten Betriebsratsvorsitzenden Mario S. und seine Kolleginnen und Kollegen an (wir berichteten am 15.9.2017). (…) Der Betriebsrat der I-SEC hat am 25.9.2017 Strafanzeige wegen Betriebsratsbehinderung (§119 BetrVG) gestellt (WaSI, 6.10.2017 [nicht mehr verfügbar]). (…) Der I-SEC Betriebsratsvorsitzende Mario S. kann derzeit wegen eines Hausverbot nicht in den Betrieb – eine Standardmaßnahme aus dem Naujoksschen Werkzeugkoffer. Auch sein Stellvertreter ist inzwischen unter Beschuss. Mario kämpft außerdem per einstweiliger Verfügung gegen die Anfechtung seines Arbeitsvertrags. (…) Aktuell ist im Betrieb ein Aushang aufgetaucht, der den I-SEC-Mitarbeiter*innen Angst machen soll. Angeblich könnte aufgrund der intensiven Betriebsratstätigkeit der Verlust des Auftrags am Frankfurter Flughafen bevorstehen….” Beitrag vom 23. November 2017 von und bei der Aktion Arbeitsunrecht externer Link. Siehe dazu neu:

  • I-SEC Deutsche Luftsicherheit: Bezahlung bei Dienstabbruch. Wann erhalten die Betroffenen ihr Geld? New (weiterlesen »)

Fuck RassismusDer antisemitische Vorfall am Israel-Stand auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in der Berliner Messe hat erneut Missstände und Probleme in der Sicherheitsbranche offenbart. Drei Männer einer externen Wachfirma, die von der Messe mit dem Sicherheitsdienst beauftragt ist, waren am Donnerstag lautstark zum Stand der israelischen Tourismusagentur gezogen, schwenkten Schals mit dem Symbol der palästinensischen Fahne und riefen „Free Palestine!“, also „Freiheit für Palästina“. Daraufhin gab es an dem Stand ein Wortgefecht zwischen den drei Wachleuten und den Mitarbeitern des israelischen Tourismusministeriums. ” (…) In der Vergangenheit hatten Experten mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass in Berliner Sicherheitsfirmen junge Männer arbeiten, die Kontakte zu einschlägig bekannten Clans und radikalen Moscheen haben. Die Sicherheitsbranche stand regelmäßig in der Kritik – in etwa, weil sich Mitarbeiter von Wachdiensten in Flüchtlingsheimen skandalös verhalten haben. Es gab Berichte über gewalttätige Wachleute, darunter Neonazis, aber auch darüber, dass Asylbewerberinnen von Wachschützern in die Prostitution vermittelt würden. (…) Seit Langem kritisiert der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) nun schon die geringe Qualifizierung, ebenso Manfred Buhl. Er ist Chef von Securitas, dem Marktführer und mit 6000 Mitarbeitern in Berlin-Brandenburg auch einer der größten Arbeitgeber der Region. (…) Selbst die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat sich am Freitagmorgen verhoben: In einem Tweet sprach die GdP von „offenbar politisch aufgewühlten“ Männern, was eine breite Debatte bei Twitter ausgelöst hat. Die israelische Botschaft hielt dagegen: „Müssen wir wirklich erklären, was das Hauptproblem ist?“ Gemeint ist Antisemitismus…” Artikel von Alexander Fröhlich Hannes Heine Marie Rövekamp vom 10.03.2018 beim Tagesspiegel online externer Link

Agenda 2010: "Wir schaffen Arbeitsplätze für Sicherheitsdienste"Im Jahr 1945, noch im Zuge der militärischen Eroberung, konnten die nazistischen Werkschutzkader nur knapp von den US-Truppen vor der Rache der freigelassenen Zwangsarbeiter gerettet werden. Nicht nur das, sie wurden von den US-Kommandeuren gleich wieder als Polizeischutztruppe gegen die Arbeiter zur Unterdrückung von Aneignungsaktionen eingesetzt. (…) Gemeinsam bemühten sich DGB und Arbeitgeber in den 1970er Jahren um eine neues Image des Werkschutzes. Nach den heftigen Übergriffen des Werkschutzes z.B. bei den Ford-Streiks und wegen nachgewiesener Spitzelkarteien in Werkschutzbüros rheinischer Großbetriebe waren Gewerkschaften und Unternehmer darum bemüht, dem Eindruck entgegen zu treten, dass es sich beim Werkschutz um eine Art Privatarmee der Unternehmer, womöglich gar um Zuträger für den Verfassungsschutz handelt. Auch die hinter vorgehaltener Hand geäußerte Absicht der Regierung, Werkschützer zu „einer Art Polizeireserve“ umzuschulen, ließ viele Kritiker dieser Institution aufhorchen. Die Gewerkschaften gaben für ihr Engagement bei der Imageverbesserung auch den Grund an, dass rund 80 Prozent der 70.000 westdeutschen Werkschutz-Männer in den 1970er Jahren gewerkschaftlich organisiert waren. (…) Dem DGB ist die Vergangenheitsbewältigung allerdings nicht geglückt, wie die RWE-Übergriffe in diesem Jahr zeigen. Sie sind erst das vorläufige Ende einer Kette von Übergriffen in der Zusammenarbeit bei der Erledigung hoheitlicher Aufgaben von Werkschutz und staatlichen Institutionen in Deutschland.” Artikel vom 13. Oktober 2017 von und bei Gewerkschaftsforum Dortmund externer Link (weiterlesen »)

“An den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn müssen Passagiere warten. Grund offenbar: massive Personalprobleme bei der Sicherheitsfirma. In „Bild“ erheben Mitarbeiter Vorwürfe gegen deren Betriebsrat. Er soll zu Krankmeldungen aufgefordert haben. Absurd, so Gewerkschaft ver.di. (…) Zunächst hatte „Bild“ über die langen Wartezeiten in Köln berichtet. Das Blatt spekulierte, Kötter-Mitarbeiter könnten sich zum Ausstand verabredet haben. Daraufhin hatten sich mehrere Düsseldorfer Kötter-Mitarbeiter gemeldet. Deren schwerwiegender Vorwurf, geäußert in einem Brief an „Bild“ sowie mündlich gegenüber Kötter: Der Betriebsrat habe die Mitarbeiter eigens dazu angehalten, sich krank zu melden, um zu zeigen, wie überlastet die Sicherheitskontrollen seien. (…) Özay Tarim, Gewerkschaftssekretär von ver.di, weist diese Vorwürfe „in aller Schärfe“ zurück. Das sei „völlig absurd“, so Tarim. Er vermute dahinter eine Inszenierung, um von der Tatsache abzulenken, dass die Arbeitsbelastungen des Sicherheitspersonals zu groß seien und dies die Mitarbeiter krank mache. (…) Tarim verlangte vorige Woche auf der Betriebsversammlung von Kötter eine Klarstellung. Sie solle die Belegschaft vom Geruch reinwaschen, man verabrede sich zum Krankfeiern. Laut Hüser ist der Krankenstand in Köln mittlerweile auf 15 Prozent gesunken. Zudem wurde die Bundespolizei als Auftraggeber über die Vorwürfe informiert…” Beitrag von Oehlerking vom 6. Oktober 2017 bei WEKA online externer Link

Fuck RassismusSchuld daran sind zwei Security-Männer der Deutschen Bahn. Sie knöpften sich an diesem Dienstagmittag gegen 12 Uhr einen Schwarzfahrer vor – und das auf äußerst brutale Weise. Sie stiegen gegen 12 Uhr mittags in eine S-Bahn, die vom Flughafen München in die Innenstadt fuhr. Die beiden ließen sich von jedem Passagier das Ticket zeigen und gingen weiter. Bei einem Mann, der in meiner Nähe saß, blieben sie länger stehen. Er hatte kein gültiges Ticket. Also gingen die Sicherheitsleute ihrem Job nach, von Anfang an rabiater als gewöhnlich. Der Mann dagegen blieb ganz ruhig. Die Bahn-Beamten fragten ihn nach seinem Ausweis. Und stellten ihm noch eine Menge weiterer Fragen. Dinge, die sie nichts angingen, wie: “Von wo bist du angereist?” Oder: “Wohin soll die Reise gehen?”“ – aus dem Beitrag „”Ich habe noch nie so etwas Brutales gesehen”: Wie eine Fahrkartenkontrolle in München völlig eskalierte“externer Link von Natilija Miletic am 27. Juni 2017 bei der Huffington Post, in dem die Erlebnisse einer Passagierin aufgezeichnet werden, die die Deutsche Bahn natürlich ganz anders – zwar nicht erlebt, aber denn doch interpretiert hat, denn bei bundesdeutschen Kontrolleuren ist es, wie bei US-Polizisten: Keinesfalls, niemals nicht nie sind sie irgendwie rassistisch. Sie duzen bloß gerne…

Abmarsch! Polizei räumt Calais am 24.10-2016 - ab in den sonnigen Sudan...Calais ist nur eine von vielen zentralen Stellen der Profitabilisierung von Grenzsicherheit in der EU und an ihren externen Rändern – nicht nur in Libyen, der Türkei, Marokko und anderen angrenzenden Ländern, sondern auch z.B. im Sudan oder in Niger. In Calais verdichten sich die Elemente dieser allgemeinen Entwicklungen jedoch wie unter einem Brennglas: Die Verteidigungsindustrie möchte ihre ‚Lösungen‘ als entscheidend im Kampf gegen die ‚Bedrohung‘ durch Migration darstellen. Viele dieser Unternehmen haben schon Profite durch die Konflikte erzielt, die selbst Migration erzwingen und profitieren nun doppelt dadurch, dass sie wiederum am Aufbau von ‚Sicherheit‘ um und quer durch Europa verdienen. Mittlerweile ist eine blühende Industrie in Calais entstanden, bestehend aus der Privatisierung von Grenzkontrollen bis hin zur Herstellung von Tränengas und Drohnen; von der Konstruktion von Abschiebegefängnissen und der ‚Begleitung‘ von Häftlingen bis zu den stetig wachsenden Zäunen und Mauern entlang der Autobahn“ –  aus dem (extrem lesenswerten) Beitrag „Calais und die Grenzindustrie“ von: Keigh Bee am 31. März 2017 bei IMI, publiziert als IMI-Analyse 2017/05 externer Link. In dieser Arbeit des Aktivisten des Calais Research Network wird die exakte Rolle der Privatunternehmen sehr konkret dargestellt, wie auch die „Aufgabenteilung“. Siehe dazu auch einen weiteren Beitrag über besondere Geschäftemacher: (weiterlesen »)

Siehe im www

  • wasi-nrw externer Link - Netzwerk für Sicherheitsbeschäftigte in NRW - eine Sonderseite von ver.di Landesbezirk NRW
  • wasi-hessen externer Link

Ganz besonders interessant im LabourNet Archiv (1997-2012)