Banken und Versicherungen

express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit“… Gewerkschaften (ver.di und DBV) spielen im Bankensektor kaum eine Rolle. Angesichts einer Mitgliederzahl im einstelligen Prozentbereich im Verhältnis zur Beschäftigtenzahl ist dies auch nachvollziehbar. Sicherlich gibt es die ein oder andere »Hochburg« (bspw. die Postbank), aber das genügt nicht, um daraus eine Politik für alle abzuleiten. Es fehlt ver.di bei Banken an einer Zukunftsstrategie und an Personal, sowohl in quantitativer wie qualitativer Hinsicht. Waren in den 1980er Jahren (bei hbv) noch Warnstreiks und Streiks mit hoher Beteiligung möglich, so begnügt man sich heute mit sog. »flash mobs« mit 350 Beschäftigten in der Mittagspause an einem Banken­standort wie Frankfurt, der immerhin 70.000 Bank-Beschäftigte hat. Die Organisation zieht daraus jetzt Konsequenzen und verschmilzt den Fachbereich aus Kostengründen mit anderen Fachbereichen. Daraus ergibt sich aber keine zusätzliche Schlagkraft. Zu vermuten ist, dass der Fachbereich in der Versenkung verschwinden wird. Fazit: In den kommenden 20 Jahren wird die uns bekannte Bankfiliale mit ihren Beschäftigten ›vor Ort‹ Zug um Zug verschwinden, nicht aber die technisch optimierte Bank mit ihren jeweiligen Geschäftsfeldern, mit einer deutlich ausgeweiteten Bilanzsumme und einer gesteigerten Ertragskraft. Die entsprechende Zahl an Beschäftigten wird es nicht mehr geben, aber das ist dann unter »Kollateralschaden« zu verbuchen.” Artikel von Peter Balluff, erschienen in express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit 5/2018: (weiterlesen »)

Überflüssige auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank in FrankfurtKunden der Bank liefern Waffen für Jemen-Kriegsallianz / Betroffene des Dammbruchs in Brasilien fordern Konsequenzen / Selbstverpflichtungen der Bank noch immer mangelhaft
Anlässlich der morgigen Hauptversammlung der Deutschen Bank kritisieren die deutschen Nichtregierungsorganisationen Facing Finance, urgewald und MISEREOR grobe Defizite der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in der Unternehmenspraxis der Bank. (…) Auf der Hauptversammlung werden sich auch Betroffene des Dammbruchs in einem Bergwerk in der brasilianischen Stadt Mariana zu Wort melden..
.” Gemeinsame Pressemitteilung vom 23. Mai 2018 externer Link samt Gegenanträgebn des Dachverbands zur Hauptversammlung 2018

Dossier

HUK-Coburg Hamburg: Kündigungsverfahren gegen Betriebsrat | Betroffen ist einer - gemeint sind alle (ver.di HH)Im Kündigungsverfahren gegen den stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Maik Studier hat die HUK-Coburg in der ersten Instanz erfreulicherweise verloren und geht in die zweite Instanz. Die HUK-Coburg hat bereits angekündigt, dass sie bei einer eventuellen Niederlage das Verfahren auch bis vor das BAG bringen will. Wir möchten mit einer breit organisierten Solidarität den Kollegen Maik Studier unterstützen damit möglichst am Montag, den 23. November 2015 um 10:30 Uhr im Landesarbeitsgericht Hamburg, Osterbekstraße 98  im Saal 419 sämtliche Stuhlreihen mit Kolleginnen und Kollegen besetzt sind. Unterstützt deshalb den Kollegen in der Auseinandersetzung und setzt mit eurer Anwesenheit ein Zeichen der Solidarität!Soli-Aufruf bei ver.di-Landesbezirk Hamburg externer Link, dort auch Solidaritätserklärungen und Hintergründe, für Informationen zur Kündigung von Maik Studier v.a. den Brief von verdi Hamburg an HUK-Coburg vom 23.9.2015 externer Link . Siehe dazu nun Berichte:

  • Eilmeldung: LAG-Termin am 23.5. – schon wieder abgesagt! New
    Das für den 23. Mai angesetzte LAG- Berufungsverfahren zu einer der sieben Kündigungen fällt kurzfristig aus, da die Huk gegenüber dem Richter einen Befangenheitsantrag gestellt hat…

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[DGB-Kampagne] Stop Union BustingKurz vor Beginn der Tarifverhandlungen hat der internationale Wechselstubenbetreiber Travelex seinen Betriebsratsvorsitzenden und dessen Stellvertreterin in Frankfurt fristlos gekündigt. Darüber hinaus wurde auch einem Mitglied der ver.di-Tarifkommission gekündigt. Aus Sicht der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) stehen die Kündigungen im Zusammenhang mit den anstehenden Tarifverhandlungen bei Travelex und sollen die Beschäftigten gezielt einschüchtern. ver.di unterstützt und berät die betroffenen Kollegen in Frankfurt und bekämpft die Unterdrückung von Betriebsratsarbeit durch Arbeitgeber mit ihren Beratungs- und Rechtsabteilungen. (…) Travelex werde von der Rechtsanwaltskanzlei Naujoks vertreten, die immer wieder im Verdacht stünde, für ihre Mandanten mit konstruierten und in Teilen kriminellen Vorwürfen gegen vermeintlich unliebsame Betriebsratsmitglieder vorzugehenver.di-Pressemitteilung vom 30.11.2017 externer Link. Siehe dazu:

  • Travelex kündigt die vierte Mitarbeiterin. Union Busting geht weiter – Kommt zu den Gerichtsverhandlungen! New (weiterlesen »)

Leiharbeit abschaffen: FAU-Aktionswoche 18. bis 25. September 2009“… Carlos Bowles, 44, Betriebsratsvorsitzender der Europäischen Zentralbank (EZB) (…) arbeitet seit 2004 bei der EZB, seit 2008 ist er Betriebsrat. Bowles hat vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die EZB geklagt. Der Vorwurf: Man wird als Betriebsrat nicht befördert, obwohl es einem zusteht. Das Gericht habe ihm jetzt recht gegeben. Doch die EZB habe den Fehler bislang nicht korrigiert. (…) Dabei gilt die EZB als guter Arbeitgeber. Die Gehälter sind in Ordnung, es gibt viele Zuschüsse und Vergünstigungen. Doch die Stimmung in der Truppe ist vielerorts schlecht. Es gibt wenig Aufstiegschancen für die vielen ehrgeizigen und gut ausgebildeten Fachleute. Der Vorwurf der Vetternwirtschaft grassiert schon lange. (…) Die Europäische Zentralbank beschäftigt etwa 260 Leiharbeiter. Eigentlich sollte Leiharbeit in eine feste Anstellung münden. Doch das passiere viel zu selten, meint die Gewerkschaft. Die EZB-Zeitarbeiter verdienen weniger Geld als festangestellten Kollegen, obwohl sie häufig die gleiche Aufgabe erledigen. Die EZB spart nicht einmal Geld, so ist zu hören, weil die Lohndifferenz von der Zeitarbeitsfirma eingesteckt wird. Die Leiharbeiter müssen sich um ihre Jobs immer wieder neu bewerben – gegen andere Kandidaten…” Artikel von Markus Zydra vom 11. November 2016 bei der Süddeutschen Zeitung online externer Link. Siehe dazu:

Wochen ohne Ende? Schluss jetzt!Künftig ist bei der Deutschen Bank Samstagsarbeit möglich, probeweise und nur unter bestimmten Voraussetzungen: ver.di hat sich mit der Deutschen Bank auf Regelungen zur Arbeit am Samstag in den regionalen Beratungscentern geeinigt. Für die Beschäftigten gibt es zum Ausgleich eine Verkürzung der Arbeitszeit und Schutzregelungen. Die Vereinbarung sieht eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 36 Stunden für Beschäftigte vor, die an Samstagen arbeiten. Darüber hinaus können sich Beschäftigte aus wichtigen privaten Gründen, wie etwa der Betreuung von Kindern, beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen oder des ehrenamtlichen Engagements, von der Arbeit am Samstag befreien lassen. „Der Tarifabschluss macht deutlich, freie Wochenenden haben für uns einen hohen Stellenwert und die Arbeit an Samstagen hat einen hohen Preis“, betont ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck…” ver.di-Pressemitteilung vom 13. April 2017 externer Link – Genau diesen Eindruck (die Arbeit an Samstagen habe einen hohen Preis) haben wir nicht! Welche gesellschaftsnotwendigen und -förderlichen Produkte erfordern in diesem Falle (Beratungscenter der Deutschen Bank) die Abkehr vom Kampf um das freie Wochenende???

“Der Umbruch in der Bank- und Versicherungsbranche höhlt die Tarifverträge nach Ansicht der Gewerkschaft Verdi immer mehr aus. Nur noch 49 Prozent der Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken fielen unter den Flächentarif, räumte der Bundesfachgruppenleiter Banken, Jan Duscheck, am Mittwoch in Frankfurt ein. “Die Banken sind noch drin – die Mitarbeiter immer weniger.” Die Gewerkschaft will deshalb das Tarifwerk in den nächsten zwei Jahren reformieren. Die Tätigkeits-Profile, die den Gehaltsstufen zugrundeliegen, stammten zumeist aus den 1970er und 1980er Jahren und passten nicht mehr zur Realität in vielen Häusern, sagte Duscheck. Viele Banken zahlten deshalb Gehälter außerhalb des Tarifs – und verlangten dafür längere Arbeitszeiten. Für die Gewerkschaft ist die Reform ein Balanceakt. Denn die zunehmende Automatisierung macht viele manuelle Tätigkeiten in den Banken und Versicherungen überflüssig. Verdi wehrt sich aber gegen Bestrebungen der Banken, den Mitarbeitern deshalb weniger Geld zu zahlen. “Die Anforderungen an die Beschäftigten steigen reell”, sagte Duscheck…” Agenturmeldung vom 8. Februar 2017 bei Reuters externer Link

Tarifrunde 2016: ver.di fordert für Beschäftigte bei Banken 4,9 Prozent mehr GehaltDie Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 230.000 Beschäftigten bei den privaten und öffentlichen Banken 4,9 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütungen um 80 Euro…” ver.di-Pressemitteilung vom 08.03.2016 externer Link. Siehe dazu die Kampagnenseite zur Tarifrunde externer Link und hier:

  • Tarifeinigung im Bankgewerbe erzielt
    ver.di und die Arbeitgeber des privaten und öffentlichen Bankgewerbes haben sich in der vierten Runde der Tarifverhandlungen am Dienstagabend, den 12. Juli 2016, auf höhere Gehälter für die rund 230.000 Beschäftigten geeinigt. Danach werden die Gehälter in drei Stufen um zunächst 1,5 Prozent zum 1. Oktober 2016, um weitere 1,1 Prozent ab 1. Januar 2018 sowie abermals um 1,1 Prozent ab 1. November 2018 angehoben. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 33 Monaten. Für Auszubildende wurde eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 50 Euro ab dem 1. Oktober 2016 vereinbart. (…) Positiv zu bewerten ist die vereinbarte Aufnahme von Verhandlungen mit dem Ziel, bis zum Beginn der nächsten Gehaltstarifrunde eine Reform des Tarif-Entgeltsystems zu erarbeiten. Beschäftigte mit außertariflicher Bezahlung sollen in den Tarifvertrag integriert werden...” ver.di-Pressemeldung vom  13. Juli 2016 externer Link

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BigBrotherAwardsDie Generali-Versicherung erhält den BigBrotherAward 2016 in der Kategorie Verbraucherschutz, weil sie ihren Versicherten Vorteile verspricht, wenn diese ihre Fitnessdaten und ihr Einkaufsverhalten per App oder Sportkleidung an die Versicherung weiter melden, die sie wiederum an ein Bonuspunkte-System nach Südafrika übermittelt: “Wir sollen also unsere höchst sensiblen Gesundheitsdaten an ein Unternehmen ausliefern, um danach bei weiteren, befreundeten Unternehmen einzukaufen. Und an wen gehen diese Daten dann genau? (…) Für ihr “Vitality-Programm” hat sich die Generali mit einem südafrikanischen Finanzunternehmen zusammengetan, die sich ein Programm namens “Discovery” ausgedacht haben. Hier laufen die Daten aus den Fitnesszentren hin, in denen Menschen trainieren, um ein paar Punkte zu bekommen. Über südafrikanische Datenschutz- und -sicherheitsgesetze ist uns hier recht wenig bekannt. Zumindest wissen wir, dass es kein Datenschutzabkommen von Europa oder Deutschland mit Südafrika gibt. Ob damit der Datenaustausch legal ist? Also ich bezweifle das…Laudatio von padeluun für Digitalcourage externer Link

“Eine Bank tritt in den Streik. Der Chef der Ethikbank, Norbert Euler, und seine Mitarbeiter, wollen so am 16. März gegen die “überbordende Kontrollbürokratie” der EU und die “repressive Niedrigzinspolitik” der Europäischen Zentralbank protestieren. (…) Kleine Banken würden dadurch gezwungen, Filialen zu schließen und ins Spekulationsgeschäft einzusteigen. (…) Einige Kunden der Ethikbank hätten angekündigt, sich dem Streik anzuschließen. Die Ethikbank ist eine von wenigen kleinen Banken in Deutschland, die Kredite streng nach ökologischen und ethischen Kriterien vergeben…” Artikel vom 10. März 2016 bei donaukurier.de externer Link

“… Im Rahmen des Projekts „Betriebliche Mitbestimmung als Promotor beruflicher Weiterbildung“ (ProMit) wurden die technologischen Trends und ihre Auswirkungen auf die Arbeit in den Branchen Finanzdienstleistungen, Logistik und Handel analysiert. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand unter anderem die Frage, welche Technologien in den ausgewählten Branchen aktuell Einzug halten und wie sie sich konkret auf die Arbeitsorganisation und die Arbeitsinhalte der Beschäftigten auswirken. Der vorliegende Artikel beinhaltet eine Zusammenfassung der Ergebnisse für die Finanzdienstleistungsbranche…” Artikel von Ines Roth in spw 212 externer Link mit dem Schwerpunkt “Digitales Arbeiten und Wirtschaften”

Neue Assekuranz Gewerkschaft (NAG)Das Hessische Landesarbeitsgericht hat am 9. April 2015 entschieden, dass die Ende 2010 gegründete NAG (Neue Assekuranz Gewerkschaft) keine tariffähige Gewerkschaft ist. Sie verfüge nicht über die erforderliche Mächtigkeit und Durchsetzungsfähigkeit, so das Landesarbeitsgericht. Die NAG hatte trotz mehrfacher Aufforderungen keinerlei Fakten zu ihrer Mitgliederzahl in dem Verfahren angegeben. Das Gericht konnte daher keine positive Prognose über die Durchsetzungsfähigkeit der NAG, die nach eigenen Angaben nur im Bereich des Versicherungswesens tätig ist, treffen…” ver.di-Meldung vom 10. April 2015 externer Link. Siehe dazu:

  • Keine Gewerkschaftsfreiheit in Deutschland? Bundesverfassungsgericht vor Grundsatzentscheidung. Zweifelhafte Rolle der Gewerkschaft ver.di
    Auf Veranlassung der Gewerkschaft ver.di war der neugegründeten „Neuen Assekuranz Gewerkschaft“ durch einen Beschluß des Landesarbeitsgerichts Hessen vom April 2015 die Tariffähigkeit aberkannt worden (9 TaBV 225/14). Der unliebsamen Konkurrenz in der Versicherungsbranche fehle die für die Gewerkschaftseigenschaft erforderliche „soziale Mächtigkeit“. So habe die junge Organisation, die von ver.di-Mitgliedern gegründet worden war und in zahlreichen Betriebsräten der Branche vertreten ist, noch keine Tarifverträge abgeschlossen. Nur wer den sozialen Gegenspieler zum Abschluß von Tarifverträgen zwinge, könne als „tariffähig“ und damit als Gewerkschaft gelten.
    Da der Gesetzgeber kurz zuvor das sog. Statusverfahren über die Tariffähigkeit von Gewerkschaften auf eine Instanz verkürzt hatte, entschied das LAG nach nur einstündiger Verhandlung: Die NAG ist keine Gewerkschaft. Die gegen die Nichtzulassung der Revision eingelegte Beschwerde wies das Bundesarbeitsgericht als unbegründet ab (1 ABN 39/15). Nunmehr ist das Bundesverfassungsgericht mit dem Vorgang befaßt (AR 8614/15). In der von uns eingereichten Verfassungsbeschwerde geht es letztlich um die Frage, ob in Deutschland überhaupt das Grundrecht auf freie Gründung und Betätigung von (Branchen-)Gewerkschaften gewährleistet ist. Folgende Frage liegt auf der Hand:Wie kann man von einer jungen Gewerkschaft verlangen, daß sie in einem Bereich, in dem selbst die „größte Dienstleistungsgewerkschaft der Welt“ nur über einen Organisationsgrad von großzügig geschätzten 7% verfügt und noch nie einen Streik organisiert hat, in kürzester Zeit nach ihrer Gründung Tarifverträge abschließt?...” Pressemitteilung von und bei RA Rolf Geffken vom 7.1.2016 externer Link. Siehe dazu auch: (weiterlesen »)

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die anstehende Tarifrunde der rund 174.000 Versicherungsangestellten 5,5 Prozent mehr Gehalt. Das hat die ver.di-Tarifkommission gestern am späten Nachmittag in Hannover beschlossen. Der Gehaltstarifvertrag wird fristgerecht zum 31. März 2015 gekündigt. Die Gehälter sollen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten um 5,5 %, mindestens 160 Euro angehoben werden, die Vergütungen für die Auszubildenden sollen um 60 Euro je Ausbildungsjahr erhöht werden. Desweiteren sollen Regelungen zur unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung vereinbart werden…” ver.di-Meldung vom 05.02.2015 externer Link. Siehe dazu:

  • Mehr Gehalt für Versicherungsangestellte
    „Die Gehälter für die rund 174.000 Versicherungsangestellten des Innendienstes steigen in zwei Stufen: ab dem 1. September 2015 um 2,4 Prozent sowie ab dem 1. Oktober 2016 um 2,1 Prozent. Auf dieses Tarifergebnis haben sich ver.di und der Arbeitgeberverband Versicherungen in der dritten Verhandlungsrunde in Hamburg in der Nacht auf den 23. Mai geeinigt. (…) Zusätzlich zur Tariferhöhung erhalten Beschäftigte der unteren Tarifgruppen zum 1. September 2015 und zum 1. Oktober 2016 jeweils eine Einmalzahlung von 100 Euro. Die Auszubildenden erhalten zu den gleichen Terminen Vergütungserhöhungen in Höhe von 25 Euro je Ausbildungsjahr. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate bis Ende März 2017. Zu Übernahmeregelungen Auszubildender wurde eine gemeinsame Erklärung der Tarifvertragsparteien abgeschlossen…“ Ver.di-Mitteilung vom 26.05.2015 externer Link

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Dossier

PostbankDas irritierende Schweigen der Deutschen Bank. “Mit dem Postbank-Kauf wollte die Deutsche Bank in großem Stil Privatkunden erreichen. Doch der Konzern schweigt zur Zukunft. Wird die Tochter auf Kosten der Arbeitnehmer “hübsch gemacht” für Käufer?...” Meldung vom 03.03.15 bei der Welt online externer Link. Darin: “… Im Unterschied zu anderen Geldhäusern bietet die Postbank in ihren Anlaufstellen nicht nur Bankgeschäft an. Die Kunden kommen auch, um Pakete aufzugeben und Briefmarken zu kaufen. So sieht es der Dienstleistungsvertrag vor, den die Bank bei der Übernahme der Filialen mit der Deutschen Post geschlossen hatte. Bei dem einstigen Mutterkonzern heißt es auf Anfrage: “Wir schätzen ein engmaschiges Filialnetz.” Doch der Vertrag stehe Filialschließungen nicht im Weg, so ein Sprecher. Und weiter: “Bei Bedarf sind Anpassungen erlaubt.” So gesehen lohnt es sich für die Postbank-Mitarbeiter wohl, für ihren Kündigungsschutz zu streiken. Egal, was an den Verkaufsgerüchten dran ist.” Siehe dazu unser Dossier “Postbank: Tarifverhandlungen um Kündigungsschutz” und hier:

  • Zukunft der Postbank: Übrig bleibt ein Rabenkind
    Die Fusion von Postbank und Deutscher Bank war für beide Seiten enttäuschend. Daher hat sich jetzt getrennt, was nicht zusammengehört. (…) Dabei dürfte es für die Beschäftigten egal sein, ob die Postbank am Ende ganz oder „nur“ teilweise verkauft oder vollständig an die Börse geführt wird…” Kommentar von Hermannus Pfeiffer in der taz online vom 27.04.2015 externer Link

    • Wir sehen dies allerdings anders, denn nicht nur an der Bahn kann wunderbar verfolgt werden, mit welchen “Schrumpfkuren” ein Börsengang vorbereitet wird. “Die Mitarbeiter der Postbank sind zum Spekulationsobjekt geworden”, klagte ver.di im Rahmen der Verhandlungen um verlängerten Kündigungsschutz – nun hilft die Gewerkschaft tatkräftig mit – siehe die ver.di-Erklärung zur Strategieentscheidung der Deutschen Bank: “Der Vorstand der Deutschen Bank hat sich für das Modell einer im Rahmen eines Börsengangs erfolgenden Abspaltung der Postbank entschieden. (…) Im Aufsichtsrat und für ver.di waren das ausschlaggebende Gesichtspunkte, die Vorstandsentscheidung zu unterstützen…” Ver.di- Pressemitteilung vom 25.04.2015 externer Link
    • Für uns heisst es: Auch wenn der Verkauf der Postbank ihre Trennung von der “bösen Politik” der Deutschen Bank bedeutet, bleibt es richtig und überfällig, dass wir nun zur GLS wechseln – s.o. bzw. die Meldung unter ” Fördern“: LabourNet Germany auf Krötenwanderung! (weiterlesen »)

Dossier

Postbank: Tarifverhandlungen um Kündigungsschutz“… Die Beschäftigten sind durch immer neue Spekulationen über den Verbleib der Postbank und/oder des gesamten Privatkundengeschäfts aufs Äußerste verunsichert. Der Kündigungsschutz, der seit mehr als 20 Jahren elementarer Bestandteil der Tarifverträge ist, wird von der Arbeitgeberseite jetzt verweigert. ver.di fordert für die rund 9.500 Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG fünf Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, die Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2020, eine Angleichung der Ausbildungsvergütung auf das Postbankniveau und die Weiterführung der Postbankzulage. Für die rund 2.700 Beschäftigten der Postbank AG, Firmenkunden AG und BHW Bausparkasse-Gruppe fordert ver.di einen Vorruhestand mit Rechtsanspruch sowie den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2020…” (ver.di)  Siehe dazu die ver.di-Sonderseite externer Link, zum Hintergrund das LabourNet-Dossier Deutsche Bank: nach dem Postbank-Kauf ist vor dem Postbank-Verkauf? und hier:

  • Streiks zeigen Wirkung: Verhandlungsergebnis bei der Postbank erzielt
    In den Tarifverhandlungen zwischen der Postbank und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist am späten Sonntagabend (26. April 2015) ein Verhandlungsergebnis für die rund 9.500 Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb und die rund 2.700 Beschäftigten der Postbank AG, Firmenkunden AG und BHW-Gruppe erzielt worden. Danach soll der Kündigungsschutz für alle Beschäftigten bis zum 30. Juni 2017 verlängert werden. Für die Beschäftigten des Postbankfilialvertriebs soll eine Erhöhung der Gehälter um 4,1 Prozent in zwei Schritten, zum 1. April 2015 um 2,1 Prozent und zum 1. April 2016 um 2,0 Prozent, bei einer Laufzeit von 27 Monaten erfolgen. Für Auszubildende wurde eine Anhebung der Vergütung ab 1. April 2015 um 50 Euro monatlich vereinbart. ver.di wird sich am bevorstehenden Veränderungsprozess der Postbank konstruktiv beteiligen. Ein wichtiges Element dafür ist der nunmehr verlängerte Kündigungsschutz…” ver.di-Meldung vom 27.04.2015 externer Link (weiterlesen »)