Bauindustrie

„Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat für die rund 115 000 Beschäftigten im Maler- und Lackiererhandwerk höhere Mindestlöhne durchgesetzt. Pünktlich zum Tag der Arbeit steigt im Westen die unterste Lohngrenze für Gesellen von 12 Euro auf 12,15 Euro. Ungelernte Arbeitnehmer erhalten im gesamten Bundesgebiet statt zuvor 9,75 Euro jetzt 9,90 Euro. (…)  Der neue Mindestlohntarifvertrag hat eine Laufzeit von einem Jahr bis zum 30. April 2014. Bereits in diesem Sommer beginnen die kommenden Lohnverhandlungen in der Branche. Die IG BAU strebt wiederum eine Verhandlung über einen Anschlusstarifvertrag an.Pressemitteilung der IG BAU vom 01.05.2013 externer Link

Die rund 750 000 Beschäftigten am Bau erhalten ab 1. Mai 2013 deutlich mehr Geld. Nach fast 24 Stunden intensiver Verhandlungen einigte sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) auf ein Tarifergebnis. (…) Im Einzelnen sieht das Tarifergebnis ein Plus von 3,2 Prozent im Westen ab dem 1. Mai 2013 vor. Die Verhandlungspartner beabsichtigen, die Ost-West-Tarifschere am Bau innerhalb der kommenden neun Jahre zu schließen. In einem ersten Angleichungsschritt dazu erhöhen sich die Löhne im Osten um zusätzlich 0,8 Prozent. Der Mindestlohn I der Branche wird noch schneller ein gemeinsames Niveau erreichen. Die Vereinbarung sieht für diese Lohnuntergrenze einen verbindlichen Stufenplan vor, nach dem zum 1. Januar 2017 Lohngleichheit herrscht (siehe Tabelle). Der nur im Westen gezahlte Mindestlohn II steigt bis 2017 jährlich um 25 Cent…Pressemitteilung der IG BAU vom 05.04.2013 externer Link

Arbeit ohne Lohn und Geld am Bostalsee

Auf der Ferienanlage am Bostalsee im Saarland arbeiten Dutzende Bauarbeiter aus Rumänien – nur bekommen sie offenbar seit Monaten kein Geld dafür. Inzwischen hat sich auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Viele Bürger haben sich aber entschieden, sofort zu helfen. Video der SWR-Sendung von 26.3.2013 externer Link

Politik und Gesellschaft haben empört auf die Behandlung von rumänischen Arbeitern auf der Ferienanlage Bostalsee reagiert. Wochenlang bekamen sie keinen Lohn und müssen in Notunterkünften hausen. Nun schaltet sich die Landesregierung ein. Artikel von Matthias Zimmermann in der Saarbrücker Zeitung vom 26.03.2013 externer Link (weiterlesen »)

„Der Knoten in der Tarifrunde Gartenbau 2013 ist nun endgültig gerissen. Nach Bayern, können sich auch die gewerkschaftlich Organisierten in Nordrhein-Westfalen im Gartenbau auf deutliche Lohnerhöhungen freuen. Ebenso im Niedriglohnbereich setzte die IG BAU Tarifkommission die geforderte Lohnniveauangleichung sehr erfolgreich um. Das Ergebnis im Einzelnen: Ab 1. April: Erhöhung die Löhne und Gehälter um 3,9 Prozent, ab 1. April 2014 um weitere 2,9 Prozent. Die Auszubildendenvergütungen erhöhen sich im Volumen im ersten Ausbildungsjahr um 100 Euro, im zweiten um 120 Euro und im dritten um 140 Euro. Der Lohn- und Gehaltstarifvertrag für den erwerbmäßigen Gartenbau in Nordrhein-Westfalen hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2015. Zukünftig wird es keinen gesonderten Tarifvertrag mehr für die Saisonarbeitskräfte geben. Vereinbart wurden die Einführung eines Stufenplanes und die Einordnung in den regulären Tarifvertrag, beginnend mit dem Jahr 2013/2014. Die Stufenerhöhung gewährleistet, dass ab dem 1. Dezember 2017 eine Lohnniveauangleichung mit der Lohnuntergrenze von 8,50 Euro pro Stunde erreicht wird, was einer Erhöhung von 34 Prozent gleichkommt. Niedriglohn- und Gehaltsgruppen, die sich zwischen 7,76 Euro und 8,11 Euro befanden, werden in der zweiten Stufe auf 8,50 Euro und 8,67 Euro angehoben.Meldung bei der IG BAU vom 26.03.2013 externer Link

Erfolg in der Tarifrunde Beton Mitte-Ost

Die konfliktreiche Tarifrunde für die Beton- und Fertigteileindustrie in der Region Mitte-Ost ist erfolgreich beendet worden. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat sich nach langen Verhandlungen am Donnerstagabend (für die Red.: 7. März 2013) mit den Arbeitgebern auf ein Ergebnis für die rund 3500 Beschäftigten der Branche in Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg geeinigt. (…) Danach sollen die Löhne in zwei Stufen steigen. Rückwirkend zum 1. März 2013 gibt es ein Plus von 60 Cent die Stunde. Ab 1. September 2013 steigen sie um weitere 48 Cent. Die Gehälter werden zum 1. März 2013 um 70 Euro im Monat angehoben und zum 1. September 2013 um weitere 60 Euro. Zudem gibt es Einmalzahlungen von insgesamt 250 Euro. Auszubildende erhalten ab dem 1. März und ab dem 1. September 2013 in allen Lehrjahren 20 Euro mehr pro Monat. Die Erklärungsfrist läuft bis zum 15. März 2013…“ Pressemitteilung der IG BAU vom 08.03.2013 externer Link

Handwerk im KapitalismusWir haben Lust eine Broschüre zum Thema „Ausbildung im Bau aus einer linksradikalen Perspektive“ zu erstellen und suchen dafür Mitstreiter*Innen. Die Broschüre soll gesellschaftskritische Themen (Handwerk im Kapitalismus, Lohnarbeit, Sexismus…) behandeln, aber vor allem einen Ratgeber für junge Auszubildende im Bau darstellen, der ihnen parteiisch bei Konflikten und Problemen zur Seite steht. Wir suchen nach Mitstreiter*Innen, die inhaltlich mitarbeiten wollen, Anregungen oder Literaturvorschläge, Ideen zur Verteilung und Finanzierung haben oder ähnliches. (…) Wer selbst gerade eine Ausbildung im Bau absolviert, kürzlich seinen Abschluss gemacht hat, Leute kennt, die kürzlich eine Bauausbildung gemacht haben, Erfahrungen weiter geben möchte oder einfach so Interesse hat, kann sich unter: handwerk@riseup.net melden…” Aufruf vom 08.02.2013 bei linksunten externer Link

Quelle:  Pressemitteilung der IG BAU vom 03.12.2012 externer Link

„Die enge Zusammenarbeit von Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (Deutschland) und Gewerkschaft Bau-Holz (Österreich) mit Betriebsräten der Firmen, die auf Baustellen des Projektes Stuttgart 21 tätig sind oder tätig sein werden, nimmt konkrete Formen an. Bei einem Zusammentreffen am 3. Dezember 2012 in Stuttgart wurde ein entsprechendes Agreement beschlossen. Die Arbeitnehmervertretungen wollen, ungeachtet des vehementen politischen Streits, der in Stuttgart, in der Region und weit darüber hinaus nach wie vor geführt wird, dazu beitragen, dass während der gesamten Bauzeit für die eingesetzten Beschäftigten Schutz und Sicherheit gewährleistet werden. Bei Stuttgart 21 hätten illegale Beschäftigung, Schwarzarbeit, Verstöße gegen Arbeitsschutzbestimmungen und untertarifliche Bezahlung keinen Platz. Stuttgart 21 soll die sauberste Baustelle Deutschlands werden…

Mit einer Mahnwache haben 13 Wanderarbeiter aus Rumänien heute auf ihre Notlage aufmerksam gemacht. Unterstützt von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), dem DGB-Projekt Faire Mobilität sowie dem Projekt Mobifair demonstrierten sie vor ihrer Baustelle im Europaviertel in Frankfurt am Main für die Auszahlung ihrer Löhne. Bisher haben die Bauarbeiter lediglich einen Stundenlohn von 1,09 Euro erhalten. Ihre Lage ist inzwischen so angespannt, dass sie sich nicht einmal mehr etwas zu Essen kaufen können. Mit einer Nothilfeaktion hat die IG BAU für die Betroffenen Lebensmittel eingekauft, um sie wenigstens für die kommenden Tage zu versorgen…“  Beitrag auf der Seite der IG BAU vom 26.10.2012 externer Link

  • Geschafft: 13 rumänische Wanderarbeiter haben ihren Lohn erhalten
    Eine harte Woche liegt hinter den Männern, die sich heute Vormittag im Frankfurter Gewerkschaftshaus zum Gruppenbild aufgestellt haben. Letzten Freitag machten sie mit einer Mahnwache im Frankfurter Europaviertel ihre Notlage öffentlich. Sie hatten für einen Stundenlohn von 1,09 Euro geschuftet, konnten sich nichts mehr zu Essen kaufen. Heute das glückliche Ende: sie haben ihr Geld erhalten…Meldung von Johannes Schader auf der Seite der IG BAU vom 02.11.2012 externer Link

Quelle:  Artikel von Sebastian Puschner in der TAZ vom 30.08.2012 externer Link

Der Flughafen Berlin Brandenburg wird zum Hort prekärer Arbeitsverhältnisse, sagen Gewerkschafter. Das liege auch an der geplatzten Eröffnung, erwidert ein Unternehmer.

Quelle:   Artikel auf DerWesten vom 13.08.2012 externer Link

Es war ein zäher Verhandlungsmarathon, doch er hat ein glückliches Ende: Die polnischen Bauarbeiter, die mittellos in Essen gestrandet waren, haben ihren Lohn jetzt in der Tasche. Am Montag bekamen sie das Geld ausgezahlt. Bar auf den Tisch.  Aus dem Text:: (weiterlesen »)

Durchbruch im Verhandlungs-Poker – Die polnischen Bauarbeiter in Essen halten endlich ihr Geld in Händen

Quelle: Artikel auf DerWesten vom 13.08.2012 externer Link

Es war ein zäher Verhandlungsmarathon, doch er hat ein glückliches Ende: Die polnischen Bauarbeiter, die mittellos in Essen gestrandet waren, haben ihren Lohn jetzt in der Tasche. Am Montag bekamen sie das Geld ausgezahlt. Bar auf den Tisch.. Aus dem Text: „(…) Am späten Freitagabend dann doch der Durchbruch. Endlich, sagt die LVR-Sprecherin. Endlich, sagt auch der Gewerkschaftssekretär. Das Unternehmen trat die Ansprüche für die Lohnzahlungen gegenüber dem Auftraggeber an die Gewerkschaft ab. Damit war der Weg für die Auszahlung frei. „Der LVR hat hat per Blitzüberweisung die ausgehandelte Summe von 73 000 Euro auf ein treuhänderisches Gewerkschaftskonto überwiesen“, meldete Katharina Landorff am Montagvormittag. Die Gewerkschafter Claudia Schmidt und Holger Vermeer hatten einen unterhaltsamen Arbeitstag, diese Überweisung zu Bargeld zu machen. Um 16.45 Uhr können sie den Wartenden verkünden: „Es hat sich vielleicht rumgesprochen, dass wir das Geld bekommen haben.“ Während Claudia Schmidt den Bauarbeitern aus der Geldkassette Bargeld auf den Tisch zählt, löst sich die Spannung bei Arbeitern und Gewerkschaften. Vermeer denkt noch kurz an die Arbeiter, die aufgegeben haben und nach Polen zurück gekehrt sind: „Die Kollegen bekommen das Geld überwiesen.“ Die Bauarbeiter planen schon die Heimfahrt. Ob sie noch einmal zurück kommen? „Jaz nie“, sagt einer. Bestimmt nicht.(weiterlesen »)

Siehe auch im LabourNet Germany

Siehe auch im www

Ganz besonders interessant im LabourNet Archiv (1997-2012)