General Motors – Werke international

„Weil die Gewerkschaft die Einführung von flexiblen Arbeitszeiten blockiert habe, hat GM mehr als 1000 Arbeiter entlassen. Die Arbeitnehmer-Vertreter kündigten an, vor Gericht gegen die Entlassungen zu klagen. (…) Der US-Autohersteller begründete die Maßnahme im Fabriken-Komplex São José dos Campos mit den Kosten der ältesten der sechs GM-Produktionsstätten in Brasilien, wie die Zeitung „Folha de São Paulo“ am Freitag berichtete. Die Gewerkschaft habe die Einführung von flexiblen Arbeitszeiten in São José blockiertMeldung in der Wirtschaftswoche vom 04.01.2013 externer Link

Am 24. Januar hatte die Belegschaft der GM auf mehreren Versammlungen nahezu einstimmig beschlossen, dass im Falle des Nichtzustandekommens eines Abkommens zur Sicherung der Arbeitsplätze am darauf folgenden Samstag ein unbegrenzter Vollstreik organisiert werden solle. Darufhin ergaben die Verhandlungen der Metallgewerkschaft mit der Unternehmensleitung am 26. Januar ein Ergebnis, das am 28. Januar von 7.000 teilnehmenden KollegInnen angenommen wurde.

Die wesentlichen Punkte für die Belegschaft waren der Verzicht des Unternehmens auf geplante 1.800 Entlassungen und Verzicht auf die Schliessung eines Werkteils. Obwohl in dem Abkommen, das einen Kompromiss darstellt, auch negative Punkte enthalten sind, hat die große Mehrheit der Belegschaft die Meinung vertreten, die Absicherung – die nur bis Ende 2013 gilt – sei Ergebnis der Auseinandersetzung, die seit dem Streik vom Juli 2012 stattgefunden hat und immer wieder eine breite aktive Mobilisierung bewies, wird in dem Kommuniqué “Trabalhadores da GM aprovam acordo em defesa do empregoexterner Link der Metallgewerkschaft am 28. Januar 2013 bei Conlutas hervorgehoben.

Liebe Freunde,  anbei schicke ich einen Solidaritätsbrief für die öffentliche Aktion, die heute bei der Detroit Autoshow organisiert wird zur Unterstützung des Kampfes der Arbeiter von GM Kolumbien und ihrer Gewerkschaft ASOTRECOL. GM hat in Bogota, Kolumbien, kranke und verletzte Arbeiter entlassen und die Gewerkschaft ASOTRECOL kämpft seit langem für deren Wiedereinstellung. Zugleich soll die Aktion auf die Angriffe von GM auf die Arbeiter weltweit aufmerksam machen. Der Brief ruft zu einem weltweiten Kampf- und Aktionstag bei GM am 23. Januar auf. Bitte, verbreitet diesen Brief und überlegt, welche Aktivitäten ihr am 23. Januar in euren Werken organisieren könnt.  Der Brief ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit im Rahmen des Internationalen Automobilarbeiterratschlags, eines internationalen GM-Treffens im November in Brasilien sowie einer Telefonkonferenz in der vergangenen Woche mit Kollegen aus mehreren Ländern.  Mit solidarischen Grüßen
Im Namen der internationalen Koordinierung bei GM”
Fritz Hofmann, in einer Email an die Redaktion des LabourNet Germany vom 14.01.2013. Siehe dazu den Solidaritätsbrief auf Deutsch und Englisch (weiterlesen »)

Exklusiv

Artikel von Emilio Astuto, São Paulo, vom 31.07.2012 – CSP-Conlutas / Brasilien (Sozial- und Gewerkschaftsdachverband – Koordinierung der Kämpfe von Brasilien)

General Motors, der größte Autokonzern der Welt, beabsichtigt, ca. 2.000 Arbeiterinnen und Arbeiter in São José dos Campos, im Bundesstaat São Paulo, zu entlassen und einen ganzen Betriebssektor (MVA: Manufaktur von Autos) zu schließen. Die Metallarbeitergewerkschaft von São José dos Campos, Mitglied von CSP-Conlutas (Sozial- und Gewerkschaftsdachverband von Brasilien) startet jetzt eine breite Kampagne mit dem Ziel, ein Desaster zu vermeiden. (weiterlesen »)

Quelle: Zusammenfassende Übersetzung der Meldung „Proposta entre GM e Sindicato suspende 1.840 demissões“  vom 5.8.2012 auf der Seite von CSP-Conlutas – Central Sindical e Popular

Am 4. August haben sich die Metallgewerkschaft von Sao Jose dos Campos und die Werksleitung GM auf einen Vorschlag geeinigt, über den am 7. August die Belegschaft entscheiden wird. Statt der geplanten 1840 Entlassungen wurde vereinbart, die Produktion des “Classic” im Werk zu behalten, was 900 Arbeitsplätze sichert. Die anderen 940 Kollegen werden bis November diesen Jahres zunächst zwei Wochen in Urlaub gehen und danach eine Weiterbildungsphase durchlaufen – bei vollen Bezügen im gesamten Zeitraum. Ab November will die Werksleitung eine Periode freiwilliger Kündigung einführen: Die Gewerkschaft verteidigt weiterhin die Position, dass alle Jobs gesichert werden können und fordert dazu auch Maßnahmen der Regierung.