Zulieferindustrie

johnson controls„Der Betriebsrat von Johnson Controls Bochum erklärt: »Betriebsrat und Belegschaft von Johnson Controls Bochum führen zurzeit einen Kampf um ihre Arbeitsplätze. Ca. 30 % der Belegschaft sollen auf Straße gesetzt werden. Der Betriebsrat will Kündigungen verhindern und mit dem Hereinholen neuer Aufträge den Standort Bochum längerfristig sichern. Kein noch so gutes Abfindungsprogramm kann den Verlust von Arbeitsplätzen ersetzten. Dennoch ist der Betriebsrat verpflichtet über ein Abfindungsprogramm zu verhandeln. Der Kampf um Arbeitsplätze und der Kampf um hohe Abfindungen sind in dieser Situation kein Widerspruch. In der ersten Juniwoche fanden verschiedene Protestaktionen statt. Unter anderem ein Protestfrühstück der IG-Metall und mehrere selbständige Aktionen. Wegen einer spontanen Aktion während der Arbeitszeit am Freitag, den 6. Juni, hagelte es ca. 70 Abmahnungen! Diese Abmahnungen wurden persönlich vom Wachdienst zugestellt, stellenweise wurden Mitarbeiter der Nachtschicht aus dem Bett geklingelt. (weiterlesen »)

„Sie montieren für den Automobilhersteller Ford Fahrzeugkomponenten – im Industriepark Köln. Beschäftigt sind sie in typischen metallindustriellen Montagefirmen, die sich selbst als “Dienstleister” für Ford bezeichnen. So wollen diese sich juristisch um die Branchenzuschläge drücken – trotz geltender Tarifverträge. Die IG Metall hat dagegen geklagt und Recht bekommen…“ Meldung auf der Seite der IG Metall vom 11.10.2013 externer Link

“Die Krise erfasst die Autoindustrie erneut mit aller Heftigkeit. Im ersten Quartal sind die Zulassungen in Deutschland um 13% niedriger als im letzten Jahr, in Europa liegen sie um 9,7% tiefer. Auch die Profite fallen und so starten die Autokonzerne eine neue Angriffswelle auf die Arbeiter und Angestellten. Daimler will Milliarden einsparen, Bosch restrukturiert und auch General Motors greift an. Die IG Metall wäre gefordert, den Widerstand in der ganzen Branche zur Verteidigung der Arbeitsplätze zu organisieren, in Deutschland, aber auch in Europa gemeinsam mit den jeweiligen Gewerkschaften…” Netzwerk-Info Gewerkschaftslinke extra zu Opel Bochum und Behr Neustadt vom Mai 2013

Der Osten ruft

Autozulieferer Fehrer will Produktionsstätten in Sachsen und Bayern schließen. Verlagerung der Sitzpolsterfertigung nach Tschechien und Ungarn. Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom 02.04.2013 externer Link (weiterlesen »)

Artikel von Serdar Derventli.  Widerstand bei ISE Duisburg

Der Beitrag wird in der nächsten Ausgabe von “Yeni Hayat/Neues Leben” (http://www.yenihayat.de/ externer Link ) in zwei Sprachen veröffentlicht – wir danken für den Vorabdruck!

Es ist nicht das erste Mal, dass die Kolleginnen und Kollegen der Firma ISE vor dem Aus stehen. Denn sie haben schon drei Insolvenzverfahren und fünf Eigentümerwechsel über sich ergehen lassen – das letzte Mal Anfang 2007. Über ein Jahr ging es hin und her. Im März 2008 wurde die ISE von Nordwind Capital, einem Private Equity Fonds, also einer „Heuschrecke“, übernommen. (weiterlesen »)

Quelle: Mail an die Redaktion des LabourNet Germany vom 01.02.2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Belegschaft des Scheuerfelder Werkes des französischen Automobilzulieferkonzern Faurecia kämpft seit Wochen für Beschäftigungssicherung und Erhalt des Standortes. Die IG Metall fordert einen Sozialtarifvertrag. Die ersten Warnstreiks hatten im Dezember 2012 stattgefunden. Nach einer Verhandlungsphase lief die Friedenspflicht am 1.2.2013 um 0 Uhr ab. Obwohl die Belegschaft sich kompromissbereit zeigte und auch zu Zugeständnissen bereit gewesen wäre drohte der Konzern nur mit der sofortigen Stilllegung des Betriebes, wenn die Beschäftigten nicht eine 35 bis 40 % Senkung des Jahresentgeltes (im Schnitt 1000 € brutto im Monat – in Worten Tausend – ) akzeptieren würden. Dann könnte das Werk noch bis 2016 auf bleiben, aber es fliegend trotzdem dieses  die Hälfte der  450 köpfigen Belegschaft aus. Die Tarifkommission die die 94 % der Belegschaft vertritt, die Mitglied der IG Metall sind, lehnte diese Erpressung ab. Gleichzeitig bot der französische Konzern eine Billigabfindung ab. Auch hier wollte sich die Belegschaft nicht zum billigen Jacob machen lassen. Am 1.2.2013 wurde um 0 Uhr nach Aufruf der IG Metall zum Warnstreik die Arbeit geschlossen niedergelegt. Der Betrieb stand 100 % still. Alle Schichten (auch Tag und Spätschicht) versammelten sich in der Nacht zur Kundgebung geschlossen vor dem Betrieb. (weiterlesen »)