Zulieferindustrie

Dossier

Just-in-Time-Produktion: Stramme Ketten können brechen... Fotomontage: LabourNet Germany“… „Ein Lieferant von Volkswagen hat die vertraglich vereinbarte Belieferung mit Bauteilen ausgesetzt. Dies führt zu einem Engpass in der Produktion. In der vergangenen Woche wurde daraufhin gerichtlich eine einstweilige Verfügung erlassen, die den Lieferanten zur Wiederaufnahme der Belieferung verpflichtet. Dieser Verpflichtung ist er bisher nicht nachgekommen. Da die weitere Entwicklung derzeit nicht absehbar ist, prüfen wir für Teilbereiche der Produktion am Standort Wolfsburg Flexibilisierungen der Arbeitszeit.“  Vom Betriebsrat kommt folgende Stellungnahme: Betriebsrat Guido Mehlhop: „Der Engpass beim Material ist mehr als ärgerlich. Vor allem, wenn man weiß, dass das Landgericht Braunschweig den Zulieferer bereits in der vergangenen Woche mit einer einstweiligen Verfügung dazu verpflichtet hat, die Teile vertragsgemäß zu liefern. Aus Sicht des Betriebsrates ist es völlig unverständlich, dass sich ein Unternehmen dem einfach widersetzt. Offenbar wird so versucht, auf dem Rücken der Belegschaft einen Wirtschaftskrimi zu inszenieren. Unsere Kolleginnen und Kollegen hoffen, dass es doch noch schnellstmöglich zu einer Lösung kommt. Das wäre übrigens auch im Interesse der Beschäftigten des Zulieferers. Die sind letztlich ebenso von dem fragwürdigen Geschäftsgebaren der Firma betroffen wie die Kolleginnen und Kollegen bei Volkswagen. Unsere klare Forderung: Am Ende dürfen die Belegschaften nicht im Regen stehen.“” Meldung vom 17.8.2016 bei der IG Metall bei Volkswagen externer Link. Es handelt sich um die sächsischen Zulieferer Car Trim (Plauen) und ES Automobil Guss (Schönheide). Siehe dazu weitere Beiträge zu den Hintergründen, aber auch den Tücken von Just-in-Time-Lieferungen, auf die wir schon vor vielen Jahren so grosse Hoffnungen setzten…

Just-in-Time-Produktion: Stramme Ketten können brechen... Fotomontage: LabourNet GermanyDie olympischen Spiele sind zu Ende, aber der Blick nach Brasilien lohnt sich weiterhin: Die Unternehmensgruppe, die VW in Deutschland unter Druck setzt, tanzt offensichtlich den selben Samba in den Werken Taubate und San Bernardo. Mehrmals schon musste die Produktion dort gestoppt werden. Bisher kamen so schon fast zwei Monate Stillstand zusammen, wie aus dem VW-Umfeld in Wolfsburg bestätigt wird. Hintergrund ist ein Streit um Vertragsangelegenheiten mit der Autositz-Firma Keiper, die über ein in den Niederlanden notiertes Unternehmen mit dem Namen Eastern Horizon der Prevent-Firmengruppe zuzuordnen ist…” Artikel von Peter Kunz vom 22.08.2016 bei heute.de externer Link. Siehe zum Hintergrund: VW Deutschland » Dossier: VW-Werk Wolfsburg [u.a.]: Materialengpass hat Auswirkungen auf die Produktion

Just-in-Time-Produktion: Stramme Ketten können brechen... Fotomontage: LabourNet GermanyVolkswagen ist nicht der einzige deutsche Autokonzern, der mit der Zulieferer-Gruppe Prevent Ärger hat. Beim Landgericht Braunschweig, wo die beiden Unternehmen streiten, ist nach Informationen der Süddeutschen Zeitung (Montagsausgabe) auch eine Millionen-Klage von Prevent gegen Daimler anhängig. Der Grund für die Klage: Daimler hatte 2013 Aufträge für Prevent gekündigt. Die Zulieferer-Gruppe fordert nun finanziellen Ausgleich. Es dürfte um mehrere zehn Millionen Euro gehen…” Artikel von Max Hägler und Klaus Ott vom 22. August 2016 bei der Süddeutschen Zeitung online externer Link. Siehe für die Hintergründe, v.a. Informationen zum Zulieferer Prevent, unser Dossier VW-Werk Wolfsburg [u.a.]: Materialengpass hat Auswirkungen auf die Produktion

IG Metall-Protest gegen Fabrikverkauf von MahleErst Mitte April hatten die IG Metall und der Autozulieferer Mahle die »erfolgreiche Zukunftssicherung« der 30 deutschen Werke verkündet. Doch nur wenige Wochen später entpuppt sich das Versprechen des Managements als sehr kurzlebig. Am Freitag machten Gewerkschaft und Betriebsräte öffentlich, dass der Konzern zwei weitere Werke verkaufen will – zusätzlich zum bereits angekündigten Arbeitsplatzabbau. Laut IG Metall will das Unternehmen seine Standorte in Plettenberg (Sauerland) und Roßwein (Mittelsachsen) veräußern. Die insgesamt 620 Beschäftigten, die Pleuelstangen für Kfz-Motoren herstellen, blicken in eine unsichere Zukunft…” Artikel von Daniel Behruzi in junge Welt vom 06.06.2016 externer Link und dazu:

  • Mahle-Konzern: Volle Kapitulation
    “„Keiner verlässt bis 2020 gegen seinen Willen diesen Konzern!“ hatte noch im März der Stuttgarter IG Metall-Chef Meinhardt verkündet. Zwei Monate später werden 650 Beschäftigte der Fabriken in Plettenberg/Sauerland und Roßwein/Sachsen nicht gefragt, was sie wollen. Sie sollen verkauft werden. Damit sind nicht nur die Versprechungen von Meinhardt als hohl entlarvt, sondern auch die Beschäftigungssicherung zwischen IG Metall, Gesamtbetriebsrat und Management, deren Abschluss der Anlass für die starken Worte war. (…) Mit einem einzigen Aktionstag kann dieses brutale Management mitnichten gestoppt werden. Erst recht nicht nach der Niederlage, die die Beschäftigungssicherung darstellt, die ihrem Namen Hohn spricht. Deshalb haben wir unsere Unterstützung für einen Aktionstag damit verknüpft, dass wir vorgeschlagen haben, dass alle, die aktiv werden und kämpfen wollen, schon vorher in ihren Werken und erst recht am Aktionstag selbst darüber reden und entscheiden, wie der Kampf dann fortgesetzt werden kann. Wie nötig es ist, dass die Belegschaften die Kontrolle über die Aktionen bekommen, zeigt die Tatsache, dass die IG Metall diesen Aktionstag nicht durchgeführt hat, sondern es bei ein paar Ankündigungen blieb…”  Arbeitermacht-Infomail 890 von Alfred Zenau vom 29. Juni 2016 externer Link

(weiterlesen »)

logo-csp-conlutasMahle hat in Brasilien 8 Fabriken, Mahle Metal Leve in Itajubá hat nicht ganz 2.000 Beschäftigte. Aktuell aber zwei weniger: Gewerkschafter, die, im Vorfeld der offensichtlich erwarteten Auseinandersetzungen um einen neuen Betriebstarif, ohne Angabe von Gründen entlassen wurden. In der Meldung „Antissindical: MAHLE demite dois dirigentes sindicais da planta de Itajubá (MG)“ am 18. Mai 2016 bei der CSP Conlutas externer Link wird vermeldet, dass die beiden am Vortag entlassenen Gewerkschafter gewählte Vertreter der Belegschaft im Gewerkschaftsvorstand der Sindicato dos Metalúrgicos de Itajubá sind, weswegen diese Willkürmaßnahme besondere Empörung hervorruft. Der Gewerkschaftsbund Conlutas stellt in der Meldung den Zusammenhang zu einigen weiteren Entlassungen in anderen Branchen her und unterstreicht, dass eine nationale Solidaritätskampagne beschlossen worden sei

In Plettenberg haben am Dienstag (12.04.2016) die Mitarbeiter des Autozulieferers Dura demonstriert. Sie zogen mit Plakaten und Trillerpfeifen durch die Innenstadt. Der US-amerikanische Eigentümer hatte den Mitarbeitern angeboten, zwei Werke in Plettenberg und Kirchhundem-Selbecke für einen Euro zu kaufen. Sollten die Beschäftigten auf das Angebot nicht eingehen, würden Stellen gestrichen und Werke geschlossen. Um das zu verhindern, will die IG Metall einen neuen Tarifvertrag…” Meldung von Heiko Dolle und Heinz Krischer vom 13.04.2016 beim WDR externer Link (weiterlesen »)

Bei der Semcon Deutschland, einem Ingenieurdienstleister in der Automobilbranche, stehen einige Veränderungen an. In diesem Zusammenhang hat die Geschäftsführung vor ca. zwei Wochen den IG Metall Haustarifvertrag der Semcon Wolfsburg GmbH gekündigt. Die Semcon Wolfsburg GmbH ist einer der wenigen Ingenieurdienstleister mit einem IGM-Tarifvertrag und bisher auch der einzige Semcon-Standort mit einem Tarifvertrag“ so beginnt der Solidaritätsaufruf „TARIFFLUCHT NUN AUCH BEI SEMCON DEUTSCHLAND“ am 11. März 2016 im ZeitarbeiterInnen Forum der IGM externer Link, in dem auch zu Protestunterschriften verlinkt ist

Dossier

Johnson Controls„Johnson Controls hat am Montagnachmittag (3. Februar) angekündigt, Teile des Bochumer Betriebes zum Ende des Jahres schließen zu wollen. Damit reagiert der Zulieferer auf das Aus der Fahrzeugproduktion bei Opel. Betroffen von diesen Plänen sind laut Pressemitteilung rund 220 Mitarbeiter. Ab sofort soll mit dem Betriebsrat verhandelt werden…Artikel von Thomas Aschwer in den Ruhrnachrichten vom 03.02.2014 externer Link. Siehe dazu:

  • Neueste Meldung: Bei Johnson Controls in Bochum wird wieder gearbeitet
    Nach 30-stündiger Unterbrechung wird wieder gearbeitet beim Autozulieferer Johnson Controls an der Hüttenstraße – allerdings unter Vorbehalt. (…) „Wir haben unsere Betriebsversammlung vorerst nur unterbrochen“, sagte Betriebsratsvorsitzender Michael Munsch gegenüber der WAZ. Vom Ausgang der am Donnerstag aufgenommenen Gespräche des Arbeitnehmervertretung mit einem Vorstandsmitglied von Johnson Controls aus der Europazentrale in Burscheid werde abhängen, ob die Belegschaft ohne Einschränkung zur Arbeit zurückkehre…” Artikel von Andreas Rorowski vom 17. März 2016 (20:49 Uhr) bei der WAZ online externer Link

(weiterlesen »)

Für “herausragendes soziales Engagement” war der Chef einer Langenfelder Firma in der Kategorie “Sozialer Unternehmer” 2008 von Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher ausgezeichnet worden. Seit gestern stehen dieser Firmen-Chef (60) und sechs weitere Manager, teilweise aus dem Kreis Mettmann, vor dem Landgericht unter dem Vorwurf, der Betrieb habe zwischen 2004 und 2009 keineswegs beispielhaft für seine Mitarbeiter gesorgt, sondern durch vorgetäuschte Selbstständigkeiten in 258 Fällen Sozialleistungen in Millionenhöhe hinterzogen. (…) Demnach war von den 1500 Beschäftigten nur ein Bruchteil ordnungsgemäß bei der Sozialversicherung gemeldet. Die Ermittler glauben, dass hier massenweise Scheinselbstständige beschäftigt wurden, die nur formell als nicht abgängig beschäftigte Mitarbeiter ausgegeben worden seien…” Artikel von Wulf Kannegiesser vom 4. März 2016 bei der Rheinischen Post online externer Link

Solidarität mit den Entlassenen bei Conti DortmundSeit Juni 2009 hat die Continental- Geschäftsführung mit der Umsetzung der Massenentlassungen beginnend zum Januar 2010 begonnen. Über 100 Arbeitsplätze werden nach Tschechien, Ungarn und China verlagert und der Sensorik- Bereich in Dortmund aufgelöst. Die 200 Conti-VDO Kollegen der Sensorik in Dortmund hatten in ihrem 2 1/2 -tägigen selbständigen Streik im Juli 2008 gegen die Verlagerung einen Teilerfolg erzielen können und gezeigt, dass man gegen einen Weltkonzern wie Conti kämpfen kann. Die Empörung unter den Kollegen ist groß, dass jetzt zwei der drei Streiksprecher und einige aktive Kolleginnen und Kollegen von der Vernichtung der Arbeitsplätze betroffen sind. Es ist sicherlich kein Zufall, dass angesichts weiterer geplanter Arbeitsplatzvernichtung im Continental- Konzern gerade diese Kollegen aus dem Betrieb entfernt werden sollen…” Der Solidaritätskreis Conti- Kolleginnen und Kollegen externer Link kämpft – nicht nur gerichtlich – gegen die Kündigungen. Siehe dazu:

  • „Solidarität mit den Kolleginnen, die vor dem LAG Hamm um ihren Arbeitsplatz bei Continental Automotive in Dortmund kämpfen!“
    Conti will weiterhin in Dortmund Arbeitsplätze vernichten und nach Brasov in Rumänien verlagern. Gleichzeitig wollen sie in Dortmund aus weniger Arbeitskräften immer mehr raus holen. Kollegen berichten von einem immensen Produktionsrückstand in vielen Bereichen. 2014 hat die Geschäftsleitung von Conti in Dortmund gegenüber 65 Kolleginnen und Kollegen die Arbeitsplatzvernichtung eingeleitet. 5 Kolleginnen und Kollegen haben jedoch den Aufhebungsvertrag nicht unterschrieben und Kündigungsschutzklage eingereicht. Alle haben am Arbeitsgericht Dortmund gewonnen und sind bis heute bei Conti beschäftigt. (…) Weitere Kolleginnen und Kollegen klagten vor dem Arbeitsgericht in Dortmund gegen ihre Aufhebungsverträge. Alle Klagen wurden erstinstanzlich verloren. 2 Kolleginnen sind in Berufung gegangen und klagen vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm. Der DGB übernimmt dafür den Rechtsschutz. (…) Der Solidaritätskreis ruft auf, sich mit den klagenden Kolleginnen solidarisch zu erklären und sie zahlreich bei den Prozessen zu unterstützen. Die Termine sind: Mittwoch, den 18.11. um 9.00 Uhr (Änderung) am Landesarbeitsgericht Hamm, Marker Allee 94, 59071 Hamm sowie am Mittwoch, den 9.12. um 12 Uhr am Landesarbeitsgericht Hamm (siehe oben). Treffpunkt vor dem Gericht jeweils 45 Minuten vor Prozessbeginn.“ Pressemitteilung vom 1.11.2015 von und bei Solidaritätskreis Conti- Kolleginnen und Kollegen externer Link

(weiterlesen »)

Neuerliche Standortverhandlungen - und Protestaktionen - bei Faurecia in ScheuerfeldNoch zu Beginn dieses Jahres schien die Standortsicherung einmütig und abgeschlossen. Im Sommer sollten die verhandelten Eckpunkte in einem gemeinsamen Vertrag vorliegen. Zwischenzeitlich kristallisierte sich jedoch heraus, dass die Vorstellung über die Vertragsinhalte zur Standortsicherung zwischen der Geschäftsführung und der Belegschaft, dem Betriebsrat und der IG Metall weit auseinander liegen. Zentraler Streitpunkt die die Entscheidung darüber, wie viele Arbeitsplätze in Scheuerfeld bleiben und wie groß das Entgegenkommen der Belegschaft bei Einsparungen sein kann. Momentan stocken die Verhandlungen. Die IG Metall Betzdorf hatte die Beschäftigten am Standort Scheuerfeld zu Beginn der Woche zu einer Protestaktion vor dem Werkstor aufgerufen. Die Betriebsversammlung wird morgen und in der kommenden Woche fortgesetzt.” Meldung der IG Metall Bezirksleitung Mitte vom 05.11.2015. Siehe dazu Hintegründe und Solidaritätsadressen:

  • Zukunfts- und Sozialtarifvertrag Faurecia Scheuerfeld
    Nach mehrfachen massiven Protestdemonstrationen, Mitgliederversammlungen sowie Betriebsratsinformationen und einer Betriebsversammlungen, die als Vollversammmlung aller vom 5.11.2015 bis 9.11.2015 im Betrieb geschlossen durchgeführt wurde, konnte am 9.11.2015 zur Beendigung des Konfliktes und Wiederherstellung des Betriebfriedens ein Ergebnis über Eckpunkte für Zukunfts- und Sozialtarifvertrag auf der Basis und in Fortshreibung des Sozialtarifvertrages vom 01.07.2013 und dem Zukunftstarifvertrag über Standort- und Beschäftigungsicherung erzielt werden…” Aus dem Stimmzettel über Annahme oder Ablehnung des Verhandlungsergebnisses am 10.11.2015  – 95,07 % JA für Annahme des Verhandlungsergebnisses, 4, 93 % stimmten mit Nein, die Arbeit wurde wieder aufgenommen ab 10.11.2015 0 Uhr. Siehe dazu Verhandlungsergebnis und weitere Infos: (weiterlesen »)

Der Coburger Automobilzulieferer Brose hat einer Betriebsrätin und Schwerbehindertenbeauftragten den Zugang auf das Betriebsgelände verweigert. Und das, obwohl es einen richterlichen Beschluss gibt, dass sie das Gelände betreten darf. Meldung beim Bayerischen Rundfunk online vom 24.10.2015 externer Link. Aus dem Text: (weiterlesen »)

Kaum eine Autofabrik setzt so stark auf Auslagerungen wie Porsche in Leipzig. Zu spüren bekommen das die Beschäftigten. Ein Gespräch mit Guido Machowski, Gesamtbetriebsratsvorsitzender beim Autozulieferer Schnellecke in Leipzig. Interview von Johannes Supe in junge Welt vom 26.09.2015 externer Link

Outsourcing von Logistiktätigkeiten im Mercedes-Benz-Werk Mannheim von Daimler – Logistikunternehmen Transco betreibt Sozialdumping auf Kosten der Beschäftigten – IG Metall prüft rechtliche Schritte gegen Transco -Forderung nach Abschluss eines Tarifvertrags bei Transco
“Große Investitionen am Standort Mannheim – das ist die Zusage der Daim-ler AG für das Mercedes-Benz-Werk im Stadtteil Waldhof. Gleichzeitig gibt es aktuell aber eine sehr kritische Entwicklung”, erklärt Reinhold Götz, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Mannheim. “Das Unternehmen hat entschieden, dass ein Teil der Logistiktätigkeiten, die bisher von Daimler-Beschäftigten und Leiharbeitnehmern gemacht wurden, mit einem Werkvertrag an das Unternehmen Transco übergeben wird.” In einem ersten Schritt werde Transco ab dem 1. August 2015 auf dem Werksgelände im Gebäude 109 von Daimler in Mannheim Teile der operativen Logistik (Lager und Sequenzierung) übernehmen und dabei etwa 120 bis 150 Beschäftigte einsetzen. Davon sind nach Informationen der IG Metall Mannheim ca. 100 Stammbeschäftigte betroffen. Der Rest bestehe aus Leiharbeitnehmern. In einem zweiten Schritt soll Transco im Frühjahr 2016 außerhalb des Werksgeländes weitere Teile der bisher von Daimler betriebenen Logistik übernehmen
…” Pressemitteilung der IG Metall Mannheim vom 22.07.2015 externer Link. Siehe dazu:

  • Chaos in Mannheim
    Anfang August kam es zu Schichtausfällen und -absagen in Wörth. Grund dafür waren Lieferprobleme des Werkes Mannheim. Auch wir in Kassel waren davon betroffen!! In Mannheim wurde im Zusammenhang mit der berühmt-berüchtigten SITE-Strategie die Fremdvergabe von Logistikaufgaben durchgeführt. Nachdem diese Aufgaben dann Anfang August von einer Firma Namens „Transco“ übernommen wurde, kam es zu Stillständen der Produktion in Mannheim. Transco konnte wohl nicht genügend qualifiziertes Personal zur Verfügung stellen bzw. finden. Sowohl Sprecher vom Daimler, als auch Transco wiesen diesen aufkommenden Vorwurf erstmal zurück. (…) Leider wird es aber wieder einmal so kommen, dass die Leidtragenden dieser Geschichte die Kolleginnen und Kollegen der Produktion in den betroffenen Standorten sind. Sie dürfen dann mal wieder „die Suppe auslöffeln“, die Andere Ihnen eingebrockt haben, d.h. die ausgefallenen Schichten werden Sie „nachholen“ müssen. Es bleibt damit wieder einmal festzustellen: Um die „Gewinnmargen“ zu „optimieren“ geht dieses Unternehmen jeden Weg, selbst wenn es in den Abgrund führt! Es interessiert niemand dieser Herrschaften dort oben, wie es den Kolleginnen und Kollegen auf dem Hallenboden dabei ergeht.” Beitrag von Klaus Cornelius aus: Nachrichten vom Mercedesplatz – Meldungen und Meinungen von Kollegen für Kollegen der DaimlerChrysler AG Werk 69 Kassel – vom September 2015

(weiterlesen »)

Die Explosion in Tianjin am 13. August 2015 hat auch über 1.000 neue Autos zerstört - der belieferten deustchen MarkenDie Zahl der Toten sei bei inzwischen 50 Opfern angekommen, wird in dem Bericht “Anzahl der Todesopfer bei der Explosion in Tianjin klettert auf 50″ am 13. August 2015 in den German China News externer Link vermeldet und hinzugefügt “Selbst aus einer weiten Entfernung konnte man gegen 3 Uhr morgens am Donnerstag immer noch kleinere Feuer und Explosionen wahrnehmen“. (In einer kurzen Eil-mail von LabourNet China vom 13. August 2015 wird darauf hingewiesen, dass das wichtigste Unternehmen in dem Hafen-Logistikbereich der Stadt Tianjin die Firmen CITIC Dicastal, Mercedes-Benz, Volkswagen, Audi, Mazda, Ford und Honda beliefert). Siehe dazu auch zwei weitere aktuelle Beiträge: (weiterlesen »)