Hamburg

Belegschaftszeitung

Betriebsgruppe „Alternative“ im Hamburger Mercedes-Benz Werk

Zeitung der deutsch-ausländischen Metallerinnen und Metaller bei Daimler Chrysler, Werk Hamburg

Deutsch Ausländische Metallerinnen und Metaller, “alternative, kreative Betriebsräte für die Kolleginnen und Kollegen des DaimlerChrysler Werkes Harburg” geben eine Zeitung heraus, die bei ihnen im Netz verfügbar ist. Zur Homepage externer Link (hier finden sich im Archiv  externer Link die älteren Ausgaben)

Die 03.2018-Ausgabe der Betriebsgruppe Alternative im hamburger Mercedes-Benz Werk: Wer zahlt die Zeche?Nach den Gesprächen vom Montag, den 11.06.2018, zwischen Daimler-Chef Dieter Zetsche und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ruft der Konzern 238.000 Fahrzeuge für ein Software-Update in die Werkstätten zurück. Von der kriminellen Abschaltvorrichtung sind nach aktuellem Erkenntnisstand europaweit sogar 774.000 Fahrzeuge des Konzerns betroffen. Gleichzeitig verzichtete Scheuer, warum auch immer, auf die angekündigte Strafzahlung von 5.000 Euro pro manipuliertem Fahrzeug. Dies ist ein Geschenk der Bundesregierung an den Konzern von knapp 2 Milliarden Euro. Daimler macht einen Rekordgewinn nach dem anderen trotz des seit über 2 Jahren schon andauernden Dieselskandals. Wer zahlt nun die Zeche? Die Verursacher/Verantwortlichen im Namen der geschäftsführende Vorstand mit seinem Vorsitzenden Dieter Zetsche und deren private Haftpflichtversicherungen? Oder sind wir es? Die ehrlichen, redlichen die tagtäglich durch ihren Einsatz diese Milliardengewinne möglich machen!...” Siehe diesen und weitere Beiträge in Alternative 03.2018 vom Juli 2018 externer Link 

Betriebsgruppe Alternative Hamburg bei Daimler zum Tarifabschluss Metall 2018: Ausstieg aus der 35-StundenwocheIn der Nacht zu Dienstag, den 6.2, einigten sich Vertreter der Arbeitgeber und die IG Metall in Baden-Württemberg auf den Abschluss eines Tarifvertrags. Gemessen an den Forderungen sind die Ergebnisse (wie erwartet) ernüchternd! Statt 1 Jahr über 2 Jahre Laufzeit. Statt 6% Lohnerhöhung 4,3% für 2 Jahre und neben Einmalzahlungen ein 27,5%iges Monatseinkommen zusätzlich. Bezieht sich das auf den Grundlohn? Statt die Arbeitszeitverkürzung auszubauen werden die 35-Stundenwoche einer möglichen individuellen Arbeitszeitverkürzung auf 28 Stunden geopfert. Schon die Tarifauseinandersetzung hat gezeigt, dass es sich mehr um ein Ritual handelt, anstatt um eine wirkliche Auseinandersetzung und um das Erkämpfen besserer Voraussetzung unserer Arbeit beim Umsetzen der digitalen Arbeitswelt. (…)  So haben auch in der Tarifrunde einmal mehr die Kollegen in den unteren Lohngruppen draufzahlen müssen. Angefangen beim Aufstellen der Lohnforderung in Prozent anstatt wie die alternative es fordert in Festgeld, aber auch bei der  Auseinandersetzung. Diese Kollegen sind es, die auch diesmal die Verlässlichsten bei den Aktionen waren und damit am meisten eingebracht haben. Unsere Aufpasser erhalten jetzt eben wieder ein Vielfaches dessen was wir bekommen. Es ist also nicht verwunderlich, wenn immer mehr die Gewerkschaft verlassen, es ist doch ein einfaches Rechenbeispiel. (…) Das Negativbeispiel in dieser Tarifrunde waren jedoch die Sonderschichten, die jede Streikaktion zur Albernheit verkommen lassen haben. Die Vereinbarungen dafür worden von der IG Metallvertretung gemacht. Das ist kein gewerkschaftliches Handeln!!!…” Siehe die Alternative 02.2018 vom Februar 2018 externer Link – Bei den BR-Wahlen konnte die Alternative wieder 4 Sitze erreichen – wir gratulieren!

Betriebsgruppe Alternative im hamburger Mercedes-Benz Werk: "Feste statt Prekäre - Leiharbeiter fest einstellen"Darin u.a.: “Die Logistik wird fremdvergeben! Was schon letztes Jahr klar war wird im Ersatzteillager der Instandhaltung schon Anfang des Jahres umgesetzt. Dieses Lager wird(bald) nicht mehr von uns betrieben! Dasselbe passiert mit der gesamten Logistik Ende 2019 auch. Wie immer werden unsere Kollegen gebraucht, bis zur Übergabe der Tätigkeiten, oft auch noch danach. Die Produktion muss ja reibungslos weiterlaufen und darf nicht unterbrochen werden. (…) Doch mit dieser Beschäftigungsgarantie handelt das Unternehmen auch ein, dass immer mehr Arbeitsplätze in unsichere (prekäre) Arbeitsplätze gewandelt werden. Das ganze ohne, dass es mit Widerstand der Gewerkschaft rechnen muss. Parallel dazu hat er die Bereitschaft der Betriebsräte, über eine Erhöhung der Flexiquote zu verhandeln. Also auch hier eine Ausweitung der prekären Beschäftigung!” Weiteres Thema: Hier stellen wir Euch unsere Kandidaten zur Betriebsratswahl 2018 vor… Siehe die Alternative 01.2018 vom Januar 2018 externer Link

Betriebsgruppe „Alternative“ im Hamburger Mercedes-Benz WerkDarin u.a.: “Umgestaltung der Daimler AG. Der Vorstand hat beschlossen die Daimler AG in Holdings aufzuteilen. Es sollen eine Dachholding – heute Daim-ler AG – und die 3 Sparten, Cars und Vans, LKW und Busse und Financial in Holdings unter der Daimler Holding entstehen. Zweck ist es, dass jede Holding dank eines eigenen Vorstandes schneller in seiner Branche reagieren kann. Das sieht der jetzige Vorstand als notwendig an, um (ins Besondere in der Autobranche) auf die Unsicher-heiten der Umgestaltung zur E-Mobilität und Industrie 4.0, die extrem auf die Arbeitsplätze wirkt, umgehend reagieren kann. Was passiert mit uns? (…) Wir sollten uns auf uns und unsere Rechte konzentrieren, die es zu verteidigen und auszubauen gilt. Wenn wir uns in der neuen Ära der E-Mobilität und der Digitalisierung nicht unsere Plätze erkämpfen, werden wir ganz alt aus-sehen. Dazu müssten wir uns erst einmal neu entdecken und erkennen warum uns nur Solidarität weiter hilft und nicht eine weitere Aufspaltung der Interessen, wie durch Wunscharbeitszeiten, mobiles Arbeiten und natürlich der Kampf gegen Leih- und Fremdarbeit!!!…” Siehe die Alternative 05.2017 vom November 2017 externer Link . Weitere Themen: Der Dieselskandal; Umweltbilanz Elektromobilität; Tarifrunde 2018: “… Die alternative meint, dass sich die Gewerkschaft immer unglaubwürdiger macht. In der Diskussion und in Sonntagsreden verurteilen sie, dass in unserem Land die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird. Anstatt dem mit einer Festgeldforderung entgegen zu wirken wird durch eine Prozentforderung diese Entwicklung weiter vorangetrieben….”

Betriebsgruppe „Alternative“ im Hamburger Mercedes-Benz WerkDarin u.a.: “Gewaltige Veränderungen in der Autoherstellung und der Industrie. In der Autobranche ist das elektrisch angetriebene Auto, aber auch das hybrid angetriebene Auto, schon Realität. Wird das Antriebssystem ganz auf elektrisch und weg von den Verbrennungsmotoren umgestellt, ist mit einen massiven Personalabbau zu rechnen. Es entfallen viele Arbeitsinhalte die bei einem  Elektromotor nicht mehr nötig sind. So entfällt der ganze Teil Abgastechnik, der  gerade im Werk Hamburg eine große Rolle in der Fertigung darstellt. Es werden beim Personalabbau Verhältnisse von 6:1, aber auch 8:1 genannt. (…) Was machen die Gewerkschaften? Zurzeit sind sie, zu mindestens bei Daimler, vollkommen in der Sozialpartnerschaft gefangen. Sie folgen den Unternehmen und geben weiter  richtige Elemente der Mitbestimmung hilflos preis. Strategien wie Arbeitszeitverkürzung, erweiterte Mitbestimmung und Beteiligungsrechte werden seit den Schlappen bei der Einführung von NC-Maschinen und Robotern in die Fabriken nicht einmal mehr in Erwägung gezogen. Doch das sind unserer Meinung, der Meinung der alternative in Hamburg, die Mittel die nötig wären, um die Arbeitswelt von Morgen mitzugestalten. Doch in der Gewerkschaft und im Betriebsrat werden Sicherungen für Arbeit von gestern abgeschlossen. Zugestimmt von allen Fraktionen, außer der alternative. Nur wir stehen für den Ausbau unserer Rechte, um uns Arbeitern und Angestellten einen Weg in die Zukunft zu ermöglichen…” Siehe die Alternative 04.2017 vom August 2017 externer Link

“… In Hamburg wird nur 12,5 Prozent Nachtschichtzuschlag gezahlt. So schrieb ein Daimler-Kollege aus Hamburg an die Rote Fahne: „ … dass es in Hamburg als einziges Werk nur 12,5 Prozent Nachtschichtzuschlag gibt.“ Nach Rückfrage berichtet eine Daimler-Kollegin aus Sindelfingen: „Wir bekommen in der Spätschicht von 14 bis 19 Uhr 20 Prozent Schichtzuschläge und ab 20 Uhr zahlt Daimler 30 Prozent Zuschläge.“ Der Hamburger Kollege beschwert sich, dass Betriebsrat und die IG Metall wenig getan haben, das zu ändern. „Über das Thema wird nicht mal gesprochen, es wird verschwiegen. Die Hamburger Kollegen sind darüber sehr aufgebracht. Von Seiten des Betriebsrates kommt dann: ‘Das wird bei der nächsten Tarifrunde angesprochen.’ Das finde ich eine bodenlose Frechheit. Es gibt ein Gerichtsurteil dafür, dass das, was Daimler in Hamburg macht, verfassungswidrig ist – und keiner redet darüber? … Wir fühlen uns verarscht!“…” Beitrag von Gerd Pfisterer vom 12. Juli 2017 bei den Rote Fahne News externer Link

Betriebsgruppe „Alternative“ im Hamburger Mercedes-Benz WerkDarin u.a.: “Recht auf leidensgerechte Arbeitsplätze. Immer mehr Kollegen haben gesundheitliche Probleme und sind dadurch in der Ausführung von Arbeiten eingeschränkt. In ganz schlimmen Fällen wird diesen Kollegen eine Schwerbehinderung attestiert, die ihnen rechtliche Möglichkeiten ebnet Unterstützung vom Arbeitgeber bei der Gestaltung ihrer Arbeitsplätze zu erhalten. Doch auch Menschen mit nicht so schwerwiegenden Einschränkungen und ältere Menschen haben ein Recht auf Arbeit, die ihre Gesundheit nicht weiter verschlechtert! Ein Unternehmen wie Daimler hat auf jeden Fall diese Verpflichtung!!!...” Siehe die Alternative 03.2017 vom Juni 2017 externer Link . Darin auch “Leiharbeit – Klagen gegen das neue Leiharbeitsgesetz”, eine umfangreiche Vorstellung unserer Klage-Kampagne samt Spendenaufruf – wir danken und bitten die Belegschaftsgruppen und -zeitungen um Nachahmung!

Betriebsgruppe „Alternative“ im Hamburger Mercedes-Benz WerkDarin: “Kampagne der IG Metall zur Arbeitszeit und zur Rente. (…) Gerade beim Thema Arbeitszeiten haben Betriebsräte volle Mitbestimmung!!! Also sind auch Gewerkschafter nicht schuldlos am Umgang mit der Zeit. Es ist eigentlich an der Zeit das Verhalten in den Betriebsräten mit den Zielen der Gewerkschaft zusammen zu bringen! Nur durch „man sollte anders mit der Arbeitszeit umgehen“ kann nicht Zielführend sein. Vielmehr sollten wir die Unternehmer verklagen. Sie betrügen die Steuer und auch unsere Sozialkassen, in dem Stunden nicht registriert werden… ” Weitere Themen: Arbeitsanzüge – das Beste oder nichts; Herr Lenz geht?; Kantine – siehe die Alternative 02.2017 vom Mai 2017 externer Link

Betriebsgruppe „Alternative“ im Hamburger Mercedes-Benz Werk“… Zum Beispiel Leiharbeit. Die IG Metall ist gegen Leih- und Fremdarbeit! Genau wie die alternative. Doch während wir versuchen, diese Ziele auch in der betrieblichen Praxis umzusetzen mindern die betrieblichen Gewerkschaftsfraktionen dieses Ziel auf eine Begrenzung der Leiharbeit und verbalen  Missfallenskundgebungen an Fremdarbeit ab. Dies hat jetzt schon zerstörenden Einfluss auf unsere Sozialsysteme. Die Entwicklung zu Industrie 4.0 wird prekäre Beschäftigung zum Normalfall werden lassen, weil wir uns haben spalten lassen. Das wird der endgültige Bruch mit unserem heutigen Sozialsystem sein. Deshalb ist es jetzt wichtig, auf eine andere Finanzierung unserer Sozialsysteme hinzusteuern. (…) Die Arbeitswelt ist eng verwoben mit der gesellschaftlichen Welt. Unsicherheiten, seien sie auch nur gefühlt, können ein Rutschen in der Gesellschaft verursachen. Der Rechtspopulismus ist dafür das beste Beispiel. Wachsender Lohndruck nach unten durch weniger Jobs und eine sich dezimierende Mittelstandsgesellschaft entwickeln eine höllisch gefährliche Dynamik.” Die Rede von Ulf Wittkowski bei der Gruppe Alternative externer Link

Betriebsgruppe „Alternative“ im Hamburger Mercedes-Benz WerkWir wissen, dass unsere Interessen nicht die der Unternehmer sind!!! Um es platt zu sagen: die Unterschiede sind gravierend, man sagt auch, sie sind nicht zu vereinbaren. Doch durch die Entscheidungen der anderen Fraktionen im Betriebsrat stellen wir fest, dass es Gründe gibt, diesen Unterschied zu verdrängen. Besonders bemerkenswert dabei ist, dass alle die sich als weitere Alternative anboten eher ihre eigene Perspektivlosigkeit demonstrieren. Sie haben zu nichts weiteren beigetragen als zu einer weiteren Spaltung, weil sie diesen Unterschied, genau wie die IGM Fraktion, leugnen. (…) Immer wieder haben wir darauf hingewiesen, dass die gewerkschaftliche Politik nicht ehrlich ist. Sie nehmen in Veröffentlichungen dazu Stellung, dass sie gegen Leih- und Fremdarbeit sind, während die betriebliche Arbeit genau diese Arbeitsverhältnisse vorantreibt. (…) Doch mit dem Blick nur auf das eigene momentane Bedürfnis verspielen wir unsere Zukunft. Deshalb haben wir alternative immer wieder Überstunden abgelehnt, die die Kapazität erhöhen. Doch leider ist das nun durch Sonderschichten zum täglichen Geschäft geworden. Wir müssen uns Jahr für Jahr erpressen lassen, damit wir Arbeit in das Werk holen. Unsere Auffassung, dass wir einen Arbeitsvertrag haben und das Unternehmen uns deshalb schon bessere Beschäftigung geben sollte, um auch mit unserer Arbeitskraft Geld zu verdienen, langt nicht mehr aus. Leider ist das Denken auch auf diese Stufe zurückgedrängt worden. Wäre es nach uns gegangen hätte Flexibilisierung bezahlt werden müssen, so laufen wir nur durch Anpassung nach unten hinter eine Arbeitsplatzsicherheit her, die es in einer sich verändernden Welt nicht gibt. (…) Im Rennen um die Globalisierung haben die Politik und das Kapital in Deutschland sehr viel umgekrempelt und die Menschen dabei nicht oder nicht genügend mitgenommen. Siehe Agenda 2010, Hartz IV und Riesterrente. (…) Doch meint Ihr die Zukunft wird leichter werden? Nicht nur bei uns sollte man sich klar sein, dass man nicht noch einmal zulassen darf, was 1933 geschah – die Folgen sollten jedem klar sein!!!...” Die Rede von Ulf Wittkowski bei der Gruppe Alternative externer Link

Mainhard Schmidt, Mitglied der alternative, Betriebsgruppe im Mercedes Benz Werk HamburgAm Mittwochmorgen, den 08.März 2017, ist Mainhard nicht mehr aufgewacht. Als wir davon erfuhren, waren wir geschockt und fassungslos. Gerade hatten wir noch mit ihm gesprochen, gerade noch mit ihm diskutiert, gerade noch mal mit ihm gefeiert. Mainhard war erst 3 Monate in der Ruhephase der Alterszeit und er war sehr glücklich, dass er die Arbeit hinter sich lassen konnte.  Sein Kommentar: „Es ist so schön den ganzen Tag nichts zu tun und sich am Abend dann davon auszuruhen!“ (…) Über Jahrzehnte hat Mainhard sich für die Rechte der Kolleginnen und Kollegen eingesetzt. Er engagierte sich besonders für die Menschen aus Spanien, Italien, Portugal, Tunesien und der Türkei (unteranderen), die als sogenannte „Gastarbeiter“ zu uns gekommen sind. Es war ihm wichtig, dass hier Menschen zu uns kommen und dass sich Arbeiter nicht spalten lassen dürfen. Leider ist ihm und uns, dass bis heute, nicht gelungen (…) Nun ist er nicht wieder aufgewacht und findet nach all diesen Kämpfen nun seine Ruhe. Sein Auftrag an uns lautet, diese Arbeit für die Kolleginnen und Kollegen weiter zu führen! Tschüss Mainhard“. Nachruf der alternative vom 13.3.2017 , dem sich das LabourNet Germany trauernd anschließt

Betriebsgruppe „Alternative“ im Hamburger Mercedes-Benz WerkDarin: Mobiles Arbeiten – Arbeit freiwillig Outsourcen; Gewinnbeteiligung 5400 Euro; Proficard; Viele Kranke; Gesundheitsprämie. “In den 80gern erkämpften wir die 35 Stundenwoche. Uns war bewusst, dass die Belastungen steigen werden und die Unternehmen daraufhin arbeiten „olympiareife“ Belegschaften zu haben. Jahrelang versuchten sie immer wieder Gesundheit als Leistung zu definieren, die die Kollegen einzubringen haben. Angefangen bei Prämienausschüttungen, die man nur bei beständiger Anwesenheit erhält, bis hin zu Versuchen, Lohn einzubehalten. Dies konnte im Großen und Ganzen abgewendet werden! Doch nun haben sie es doch geschafft. Zwar gibt es eine Prämie „on top“, also obendrauf, doch Gesundheit ist nun ein Leistungsmerkmal, das mit Geld bezahlt wird!” – siehe die Alternative 01.2017 vom März 2017 externer Link auf der Homepage der Betriebsgruppe. Siehe zum Hintergrund des Hauptthemas die Meldung der Betriebsgruppe externer Link: Vereinbarung zum „Mobilen Arbeiten! Der Betriebsrat eine Vereinbarung zum Mobilen Arbeiten verabschiedet. Die alternative hat dem nicht zugestimmt…

Betriebsgruppe „Alternative“ im Hamburger Mercedes-Benz Werk“… Der Einsatz von uns alternative für gesunde Arbeitszeiten, auch bei der Betreuung sämtlicher Schichten durch die Instandhaltung, ist von der IGM und auch von der Perspektive bekämpft worden. Immerhin ist dadurch ein Bedarf von 5 Arbeitsplätzen weggefallen. Es bestätigt sich, dass es so ist wie wir es euch dargestellt haben: Die Beschäftigungssicherung setzt auf Verbilligung der Arbeit!!! Da treten alte gewerkschaftliche Ziele, wie die Arbeitszeitverkürzung, in den Hintergrund. Im Gegenteil die Arbeitszeiten werden noch durch Flexibilisierung und Sonderschichten erweitert. Angeblich sollen dadurch unsere Arbeitsplätze sicherer werden. Wie die IG Metall das jetzt mit ihrer Arbeitszeit-Kampagne ändern will bleibt uns bisher verschlossen. Doch schauen wir uns um, an allen Ecken und Kanten werden Arbeitsplätze durch Fremdvergabe und Leiharbeit abgebaut. Frage an die IG Metallfaktion und an die Perspektive, die dem immer wieder zustimmen, sieht so Beschäftigungssicherung aus? – Sicher nicht, aber das verkauft ihr den Kolleginnen und Kollegen hier!...” Rede bei der Betriebsversammlung am 29.11.2016 , darin auch umfangreiche Ausführungen zu “Was ist Industrie 4.0 und wie verändert sie unsere Arbeitswelt?”

Betriebsgruppe „Alternative“ im Hamburger Mercedes-Benz WerkDa die Verleihfirma Adecco keinen Vertrag mehr von Daimler bekommen hat sollen nun 48 Kollegen, die zur Zeit im Werk Hamburg tätig sind, abgemeldet werden. Dieses Schicksal der Leiharbeiter rührt sogar die IG Metallfraktion. Deshalb meint die alternative jetzt ist keine Zeit für Gefühlsduseleien, jetzt muss gehandelt werden: Schluss mit der Leiharbeit, Festeinstellungen aller Leiharbeiter sofort!!! Wir fordern die IG Metallfraktion auf, mit uns im Schulterschluss, die Leiharbeit bei Daimler in Hamburg zu beenden. Die Vereinbarung Zukunftssicherung stellt sicher, dass sich das Unternehmen 8% Menschen von anderen Firmen ausleihen und für sich arbeiten lassen kann. Diese Menschen können auch jederzeit entlassen, oder wie es so harmlos ausgedrückt wird, „abgemeldet“ werden und nicht nur weil, wie jetzt der Verleiher Adecco, keinen Vertrag mehr von Daimler erhält. Nein, dies ist ein ständiger Prozess der nun schon seit Jahren praktiziert wird. Viele Kollegen aus Leihfirmen werden aber auch jahrelang im Unternehmen beschäftigt. Das erspart Anlernzeiten und Unsicherheiten bei der Beschäftigung im Unternehmen. Dies ist von der IG Metall so gewollt. Nach dem Motto: „Wir schaffen Arbeitsplätze.“…” Flugblatt vom 21. November 2016 externer Link von alternative im Mercedes Benz Werk Hamburg der Daimler AG auf der Homepage der Betriebsgruppe, auf der Rückseite ist die Unterschriftenliste: Equal Pay für LeiharbeiterInnen, diskriminierende Tarifverträge ersatzlos kündigen!

Betriebsgruppe „Alternative“ im Hamburger Mercedes-Benz WerkDarin: Ist das Werk 68 zukunftsfähig?; Kampagne der IG Metall zu Arbeitszeit und Rente; Erklärung der alternative zum „Mobilen Arbeiten“; 25% Nachtschichtzuschlag; Rhenus: Die Klagen gegen zwei Betriebsräte sind abgewiesen! – siehe die Alternative 05.2016 vom Oktober 2016 externer Link auf der Homepage der Betriebsgruppe