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Updated: 09.02.2012 13:02

Verpackungsindustrie

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Mit Subventionen in die Arbeitslosigkeit new

Interview von Karl-Helmut Lechner, Norderstedt, mit Rudi Arendt, Betriebsrat der Panther Wellpappen Service GmbH & Co. KG pdf-Datei. Aus dem Text: „Nördlich von Hamburg, im Schleswig-Holsteinischen Kreis Pinneberg, produziert die „Panther Packaging“ seit über einhundertzehn Jahren Verpackungen. Sie ist ein „familiengeführtes Unternehmen“. Hauptprodukt ist der Transportkarton. Er wird verwendet für den Transport von Verbrauchsgütern und Lebensmitteln. Von der eigenen Papierproduktion bis zum Abpack-Service beliefert die Panther-Gruppe den europäischen Markt von elf bundesweiten Standorten aus mit Papier, Wellpappe und bedruckt die Kartons mit hochwertigen Bildern und Fotos. (...) Zum 31. Januar 2012 wurde in Tornesch der Betrieb, der die Oberbahn der Wellpappe bedruckt, die später zur Kartonherstellung benutzt wird, geschlossen. 33 KollegInnen sind arbeitslos geworden. Plattgemacht wurde der Betrieb nicht deshalb, weil es der Panther-Gruppe wirtschaftlich schlecht geht oder der Druckbetrieb in Tornesch rote Zahlen geschrieben hätte. Im Jahr 2011 wurde sogar das profitabelste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens erzielt. Auf die Straße gesetzt wurden die Arbeiter, weil die Panther-Gruppe am Rande Berlins, in Wustermark in Brandenburg, für ca. 17 Millionen Euro ein völlig neues Werk errichtet hat. Hier können 33 Leute mit modernster Drucktechnik mehr als das Doppelte produzieren. Aber als größter Skandal in dieser für die Kollegen und ihre Familien sozialen Katastrophe wurde im Betrieb und in dem Städtchen Tornesch empfunden, dass das Platt-Machen hier und die Errichtung des neuen Werks in Wustermark mit über 3 Millionen Euro vom Bundesland Brandenburg subventioniert wurde. Für die POLITISCHEN BERICHTE Anlass genug, mit Rudi Arendt, dem Betriebsrat von „Panther Wellpappen Service GmbH & Co. KG“, ein Gespräch zu führen...“ Anmerkung: Eine Kurzfassung dieses Interviews erschien am 08.02.2012 in der jungen Welt; die vorliegende Fassung erschien ebenfalls in den "Politischen Berichten" Nr. 2 vom 9.2.2012 (S. 18) pdf-Datei oder auf „Politische Berichte – Zeitschrift für linke Politikexterner Link. Siehe dazu auch:

  • Wellpappewerk entlässt Beschäftigte
    Ende Januar erhalten die rund 30 Beschäftigten der Panther Wellpappen Service GmbH in Tornesch (Schleswig-Holstein) die Kündigung. Das Werk wird geschlossen. Pleite ist das Unternehmen jedoch nicht. Vielmehr haben hohe öffentliche Mittel den Betrieb an einen anderen Standort gelockt: Erst im vergangenen Jahr wurde in Wustermark (Brandenburg) ein neues Werk eröffnet – mit drei Millionen Euro Subventionen. Die Aufträge aus Schleswig-Holstein zog der Arbeitgeber nach Brandenburg ab. „Das ist Raubtierkapitalismus“, stellt der Drucker Peter Tiedemann fest. Die Beschäftigten in Tornesch wurden bisher nach Tarif bezahlt, der Betrieb in Brandenburg ist nicht tarifgebunden. (...) Bei Panther Wellpappen werden Kartons bedruckt, unter anderem die Weinkartons, die später beim Discounter im Regal stehen. Zu den Kunden zählten aber auch der Bierproduzent Heinecken oder Mercedes Benz.Meldung bei ver.di inklusive des Videos von Streik.tv externer Link
siehe auch

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