Rheinmetall verdient gut. Und: Will unbedingt mehr Tod verkaufen

Aktionspostkarte: Ausgeliefert - Munitionsexporte der Rheinmetall AG stoppenDer deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall vermeldet einen deutlichen Umsatzanstieg und bemüht sich mit einem Joint Venture in Großbritannien und Übernahmeplänen in Frankreich um den Zusammenschluss europäischer Hersteller gepanzerter Landfahrzeuge unter deutscher Führung. Wie Rheinmetall berichtet, ist der Umsatz der Rüstungssparte 2018 um 6,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gestiegen; der Auftragsbestand hat einen Rekordstand von 8,58 Milliarden Euro erreicht. Dies verschafft der Konzernführung günstige Chancen, ihre Expansionspläne zu realisieren. Insbesondere bemüht sie sich um einen Einstieg beim deutsch-französischen Panzerbauer KNDS, der damit faktisch unter deutsche Führung geriete. In einem Joint Venture mit der Landfahrzeugsparte des britischen Traditionskonzerns BAE Systems hat Rheinmetall bereits mit 55 Prozent die Mehrheit. Mit weiteren Erfolgen auf europäischer Ebene sei allerdings nur zu rechnen, wenn die Rüstungsexporte erleichtert würden, heißt es bei deutschen Rüstungskonzernen…“ – aus dem Beitrag „Rheinmetall im Aufwind“ am 04. März 2019 bei German Foreign Policy externer Link, worin der politische Druck, den der Konzern zur möglichst unbeschränkten Geschäftstätigkeit entfaltet, ausführlich und konkret nachgezeichnet wird. Siehe dazu:

  • Mit Mordsgeschäften zum Monopol. Rüstungskonzern Rheinmetall steigert Gewinn und will Panzerfabrikant KMW übernehmen New
    Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat am Mittwoch in Düsseldorf Jahreszahlen vorgelegt. Das Geschäft boomt: In der Waffensparte konnte der Konzern den Umsatz 2018 um 6,1 Prozent auf 3,22 Milliarden Euro steigern. 2019 soll das Plus sogar bei neun bis elf Prozent liegen. Rheinmetall stellt unter anderem Panzer, Munition und Flugabwehrsysteme her. Mit den sprudelnden Gewinnen will die Waffenschmiede weitere Konkurrenten übernehmen. Es geht um den 50-Prozent-Anteil von KMW an der deutsch-französischen Rüstungsholding KNDS, die zur anderen Hälfte dem französischen Staatsunternehmen Nexter gehört. »Wir haben gesprochen und es gibt eine Bereitschaft, dass man Anteile bekommen kann«, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Die beiden Konzerne hatten ihre Geschäfte in diese Holding eingebracht – kauft Rheinmetall den KMW-Anteil komplett, würde es den Konzern übernehmen. (…) Von der Bundesregierung habe man aber vor zwei Wochen die Nachricht bekommen, Rheinmetall solle »eine entscheidende Rolle« spielen. Sollte es bei dem von der Bundesregierung vorübergehend erlassenen Exportstopp für Waffen nach Saudi-Arabien bleiben, behalte sich Rheinmetall ein Klagerecht vor…“ – aus der Meldung vom 14. März 2019 in der jungen Welt externer Link unter anderem über die Beziehungen zwischen den Waffenhändlern und der Bundesregierung. Siehe dazu: