Coca-Cola Tarifrunde 2017: Bei Coca-Cola stehen die Zeichen auf Streik

Rote Karte für Coca-Cola. Europäischer Aktionstag bei Coca-Cola am 5. Mai 2014Nach nur wenigen Stunden sind die Tarifverhandlungen für die rund 8.000 Beschäftigten bei Coca-Cola in Deutschland ohne Ergebnis abgebrochen worden. (…) Die Gewerkschaft NGG fordert in der laufenden Tarifrunde eine Erhöhung aller Entgelte um 160€ sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100€. Durch die europaweite Umstrukturierung bei Coca-Cola und dem damit verbundenen Arbeitsplatzabbau in Deutschland ist die Arbeitsbelastung für die verbleibenden Beschäftigten stark angestiegen, da der Volumenausstoß weiterhin stetig steigt…” NGG-Pressemitteilung vom 25.01.2017 externer Link, siehe für aktuelle Informationen zur Tarifrunde die NGG-Sonderseite externer Link und hier neu dazu:

  • »Es gibt andere Möglichkeiten für Arbeitskämpfe«
    Coca Cola hat in der BRD Jobs ­vernichtet. Verbliebene Beschäftigte sollen mit geringen Lohnerhöhungen abgespeist werden. Gespräch mit Freddy Adjan, Verhandlungsführer der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) für die Tarifgespräche bei Coca Cola:
    In Deutschland beschäftigt das Unternehmen fast 8.000 Mitarbeiter. In der vergangenen Woche hatten wir zweitägige Gespräche in Berlin eingeplant. Am ersten Tag haben wir gegen 11 Uhr begonnen. Zwischen 14 und 15 Uhr lag uns das erste Angebot vor: 1,3 Prozent mehr Lohn, ein Leermonat im Januar, Laufzeit 12 Monate. Alle Beschäftigten in der Ecklohngruppe und darunter sollten eine Einmalzahlung von 50 Euro erhalten, die Auszubildenden 30 Euro mehr pro Monat. Coca Cola hat uns vorgerechnet, dass dies dann nicht 1,3 Prozent seien, sondern sogar 2,5 Prozent. (…) Unsere große Tarifkommission war darüber so verärgert, dass sie beschlossen hat, unverzüglich die Gespräche abzubrechen, also auch den zweiten Tag nicht mehr weiter zu verhandeln. Bereits vereinbarte Treffen am 9. und 10 Februar haben wir gecancelt. (…) Die Lager von Coca Cola sind voll, da die Kunden sich vor einer kürzlich erfolgten Preiserhöhung bevorratet hatten. Der Konzern müsste bald anfangen, Ware zu vernichten, weil er nicht weiß, wohin damit. Deswegen ist es nicht sinnvoll, die Leute jetzt auf die Straße zu holen. Im Gegenteil würden wir dem Unternehmen einen Gefallen tun…” Interview von Claudia Wrobel in junge Welt vom 30.01.2017 externer Link