Siemens streicht 2000 Jobs wegen Wirtschaftskrise
"Siemens verschärft seinen Sparkurs: Knapp 2000 Arbeitsplätze sollen in Deutschland gestrichen werden, vor allem in der Industriesparte. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll verzichtet werden - Betriebsräte bekamen die Pläne jetzt präsentiert, Gewerkschafter protestierten umgehend...“ Agenturmeldung auf Spiegel-Online vom 28.01.2010 
Mobbing-Prozess gegen Siemens: "Du läufst rum wie ein Walross"
Sedika Weingärtner wurde jahrelang von ihren Chefs gemobbt. Jetzt verklagt sie ihren ehemaligen Arbeitgeber Siemens auf 2 Millionen Euro Entschädigung. Artikel von Simone Schmollack in der Taz vom 20.01.2010 
»Dafür kämpfen wir in den nächsten Wochen«
Die Werften in Wolgast und Stralsund entlassen möglicherweise 600 Arbeitskräfte. Alternative der IG Metall: Kurzarbeit. Interview von Mirko Knoche mit Daniel Friedrich , Tarifsekretär der IG Metall Küste, in der jungen Welt vom 16.12.2009
Schmiergeld-Skandal: Rekordstrafe für Siemens
„Wegen Bildung schwarzer Kassen und Bestechung von Amtspersonen rund um den Globus muss der Münchner Siemens-Konzern nun allein in den USA rund 800 Millionen Dollar (600 Millionen Euro) Strafe bezahlen. Das sieht ein Vergleich vor, den der Konzern, das US-Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC zwei Jahre nach Aufdeckung des größten Schmiergeldskandals der deutschen Wirtschaftsgeschichte vorbereitet haben...“ Artikel von Thomas Magenheim in der Frankfurter Rundschau vom 16.12.2008 
Fujitsu Siemens: Siemens baut keine Computer mehr
„Die Tage von Siemens als Computerhersteller sind gezählt. Der Technologiekonzern steigt aus dem deutsch-japanischen Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu Siemens Computers aus. Nach mehrmonatigen Verhandlungen ist der langjährige Partner Fujitsu nun bereit, Siemens dessen Hälfte an dem Gemeinschaftsunternehmen abzukaufen - für 450 Millionen Euro, wie der Münchner Konzern mitteilt…“ Artikel von Thomas Magenheim in der Frankfurter Rundschau vom 04.11.2008 
Betriebsratschef von Siemens fällt weich
„Siemens-Betriebsratschef Ralf Heckmann hat für seinen Ruhestand eine großzügige Entgeltregelung ausgehandelt. Der 59-Jährige scheidet "aus persönlichen Gründen" aus dem Amt - und wegen der "aufreibenden Arbeit". Der Vertrag sieht nach FTD-Informationen vor, dass Heckmann dem Konzern vom 1. Juli 2010 bis 31. Juli 2012 unter Fortzahlung seiner Bezüge für "Sonderprojekte" zur Verfügung steht. Für diese - nicht spezifizierten - Projekte stünden ihm 90 Prozent seines Nettoentgelts und ein Firmenwagen zu, erfuhr die FTD von Personen, die die Ermittlungsakten der Nürnberger Justiz in der Affäre um verdeckte Zahlungen an die Betriebsräteorganisation AUB kennen…“ Artikel von Angela Maier in der FTD vom 05.11.2008 
Stellenstreichungsprogramm 2008
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Siemens-Betriebsrat stimmt Sozialplan zu: Erklärung des Gesamtbetriebsrats
„Der Gesamtbetriebsrat der Siemens AG äußert sich in einer Erklärung zur Annahme des Interessenausgleichs/Sozialplans zum offiziell als "Restrukturierungsmaßnahmen aufgrund des Projekts zur Senkung der Vertriebs- und Verwaltungsgemeinkosten („S G&A“) sowie sonstiger Themen („Non-S G&A“)" bezeichneten Konzernumbau. Wie berichtet stimmte der Gesamtbetriebsrat dem zuvor mit der Konzernführung verhandelten Interessenausgleich/Sozialplan in seiner außerordentlichen Sitzung am Dienstag zu...“ Weitere Informationen dazu im Siemens-Dialog der IG-Metall vom 27.08.2008 
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Jobabbau ohne Kündigung
„5250 Stellen will der Siemens-Konzern alleine in Deutschland streichen - und inzwischen steht wohl auch fest, wie der Arbeitsplatzabbau erfolgen soll. Denn offenbar hat sich das Unternehmen mit Arbeitnehmervertretern über die Details verständigt. Das verlautete am Donnerstag aus Verhandlungskreisen. Danach gilt es als sicher, dass eine Transfergesellschaft für bis zu zwei Jahre aufgesetzt werde. Zudem seien umfangreiche Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen vereinbart worden, hieß es aus Verhandlungskreisen. Dazu kommen den Angaben zufolge auch Altersteilzeitmodelle, konzerninterne Bewerbungen und Aufhebungsverträge…“ Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 14.08.2008 
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Warnstreik bei Siemens Schienenfahrzeugen in Prag beschlossen
„Wie die betriebliche Organisation der tschechischen Gewerkschaft OS KOVO am 14.08. beschlossen hat, werden die Mitarbeiter der Siemens Schienenfahrzeuge in Prag am Mittwoch, den 20.August, in einen zweistündigen Warnstreik treten. Die Entscheidung fiel am Donnerstag, nachdem auch die dritte Runde der Tarifverhandlungen ohne zufriedenstellendes Angebot der Siemens AG beendet wurde. Die Metall-Gewerkschaft OS KOVO lehnte auch das neuerliche Angebot ab und lies verlautbaren, dass sich Siemens offensichtlich dem Ernst der Lage nicht bewusst sei. Nun werden die tschechischen Beschäftigten zunächst am 20.August von 12:00 bis 14:00 Uhr ihre Arbeit niederlegen, um ihrem Standpunkt Nachdruck zu verleihen. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten ist es bereits im August zu einer einstündigen Arbeitsniederlegung gekommen. Der Warnstreik sei eine direkte Folge der erfolglosen Verhandlungen und der unzulänglichen Angebote von Siemens, die nach Aussage der OS KOVO den Qualifikationen der Mitarbeiter nicht entspricht und die Situation weiter verschärft. „Dies schadet letztlich vor allem dem Firmen-Image von Siemens. Die Gewerkschaft OS KOVO ist bereit weiter zu verhandeln, aber nur über seriöse Vorschläge.“, kommentiert der Präsident der tschechischen Metall-Gewerkschaft OS KOVO, Josef Stredula, die mögliche zukünftige Entwicklung.“ Meldung im Siemens Dialog vom 18.08.2008 
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Tschechische Siemens-Werker zu Streik bereit
„Siemens gab jüngst erste Details des geplanten Stellenabbaus im Konzern bekannt. Die von der Führung angeordneten Massenentlassungen und Betriebsveräußerungen werden nicht zuletzt auch Tschechien hart treffen, da sich Siemens dort von seinem Bahnwerk trennen will. »Wir haben in Prag sehr gut ausgebildete Fachkräfte und können uns auch vorstellen, das Werk an ein solides Unternehmen zu verkaufen«, verkündete der Chef der Siemens-Sparte Mobility, Hans-Jörg Grundmann, jüngst gegenüber der Presse. Angeblich gebe es bereits »Interessenten« für das Werk in der tschechischen Hauptstadt, hieß es weiter aus der Konzernzentrale. Notfalls würde man den Standort auch stillegen, stellten Konzernsprecher klar. Der Betrieb in Prag-Zlicin beschäftigt derzeit noch nahezu 1000 Menschen…“ Artikel von Tomasz Konicz, zuerst erschienen in der jungen Welt vom 29.07.2008, auf der Webseite des Autors 
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Deutsche froh, Tschechen bereit für Streiks
„…"Siemens hat uns bisher nicht informiert. Das ist inakzeptabel", sagt dazu Josef Stredula vom größten tschechischen Gewerkschaftsverband Kovo im Gespräch mit dem WirtschaftsBlatt. Die Belegschaft sei streikbereit. Bereits am Montag wurde die Arbeit für eineinhalb Stunden niedergelegt. Eine Schließung des Werkes wäre eine politische Entscheidung, denn die Situation des Werks in Prag sei gut, so Stredula…“Artikel von Sissi Eigruber, Manfred Mader im österreichischen Wirtschaftsblatt vom 22.07.2008 
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Siemens-Aktionstag: "Stinksauer und schockiert über die Absage"
„Nachdem der IG-Metall-Vorstand die für heute vorbereiteten landesweiten Protestkundgebungen in Nordrhein-Westfalen und Bayern gegen die Siemens-Kahlschlagpläne kurzfristig abgesagt hat, wurde mittlerweile bekannt, dass dazu auch europaweite Aktionen geplant waren. Dies war bereits am 17. Juli auf einer vom Europäischen Gewerkschaftsbund organisierten Koordinierungssitzung von Mitgliedern des Europäischen Betriebsrats und Gewerkschaftsvertretern zu Siemens beschlossen worden. Umso größer ist die Empörung in den Siemens-Belegschaften. Aus Erlangen wird berichtet: "Unserer Einschätzung nach wären viele zu der Kundgebung mitgegangen, die Absage ist ein Schlag ins Gesicht aller aktiven Gewerkschaftsmitglieder. Vor allem wurde eine riesige Chance vertan, neue Gewerkschaftsmitglieder zu gewinnen. Auch Betriebsräte und Mitglieder der Vertrauenskörperleitung bis hin zu Funktionären oberhalb der betrieblichen Ebene sind stinksauer und schockiert über die Absage der Aktionen."…“ Beitrag auf Rote-Fahne-News vom 23.07.08 
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Abbau abgesegnet: Deal über Jobvernichtung bei Siemens
„Siemens steht wirtschaftlich gut da, die Auftragsbücher sind voll. Der geplante Stellenabbau ist vor diesem Hintergrund weder nachvollziehbar noch akzeptabel, und in diesem Umfang völlig überzogen.« So tönte Bayerns IG-Metall-Bezirksleiter Werner Neugebauer erst vor wenigen Tagen. Doch noch vor den ersten Protestaktionen haben sich Gewerkschafts- und Betriebsratsspitzen mit dem Konzern darauf geeinigt, die geplante Vernichtung von mehr als 5000 Arbeitsplätzen »sozialverträglich« zu gestalten. Die für heute geplanten Kundgebungen in Krefeld und Erlangen hat die Metallergewerkschaft flugs abgesagt. »Wesentliche Forderungen« seien bereits erfüllt, begründete sie dies…“ Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom 23.07.2008 
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Ein Veto-Recht für die Arbeitnehmerbank
„Beim Siemens brennt es unterm Dach. Ein korruptes Management kostete den Konzern bisher 1,8 Milliarden Euro. Siemens-Chef Peter Löscher kam um zu löschen. Jetzt zündelt der Feuerwehrmann selbst. Wieder einmal kündigt ein hoch profitables Unternehmen Massenentlassungen an. Weltweit sollen bei Siemens 16 500 Stellen wegfallen. Allein in Deutschland soll es 5250 Mitarbeiter treffen. Eine Notoperation bei Verwaltung und Vertrieb, um 1,2 Milliarden Euro einzusparen. Der Technologiekonzern hat in den vergangenen drei Jahren einen operativen Gewinn von insgesamt rund 13 Milliarden Euro eingefahren. Siemens ist nicht das erste Unternehmen, das bei vollen Geldspeichern Mitarbeiter vor die Tür setzt. Die unrühmlichen Vorbilder heißen Deutsche Bank, Allianz oder Telekom. Dass diese schwarze Liste immer länger wird, hat einen einfachen Grund…“ Artikel von Claus Matecki (Bundesvorstand des DGB. Dort ist er u.a. zuständig für Tarifpolitik und Finanzen.) in der Frankfurter Rundschau vom 19.07.2008
- Bundesweiter Jobabbau: Löscher streicht in der Zentrale jede fünfte Stelle
"Siemens-Chef Peter Löscher macht ernst und legt sich mit dem engsten Führungszirkel seiner Topmanager an: Allein am Münchner Hauptsitz sollen nach Informationen der Süddeutschen Zeitung 20 Prozent der Stellen gestrichen werden…“ Artikel von Markus Balser und Uwe Ritzer in der Süddeutschen Zeitung vom 08.07.2008 mit einer Übersicht über die abzubauenden Stellen an den unterschiedlichen Standorten
- Siemens und die IG Metall: Informiert, aber hilflos
Wieder einmal steht eine Gewerkschaft vor der Situation, dass sie sich über das Vorgehen eines Unternehmens wundern muss - und wenig tun kann. Artikel von Detlef Esslinger in der Süddeutschen Zeitung vom 08.07.2008 . Aus dem Text: „…"Pauschalkürzungen per Rasenmäher sind mit uns nicht zu machen" und "Sollte es nötig werden, sind unterschiedliche Formen des Protests und des Widerstands möglich" - solche Erklärungen gab Neugebauer am Dienstag ab; was man halt so sagt, wenn man etwas sagen muss, in Wahrheit aber seine eigenen Optionen noch nicht kennt. Elf Stunden waren die Arbeitnehmervertreter allein am Montag informiert worden. Sie erhielten eine "Fülle von Daten", wie auch Neugebauer konzediert, aber im Grunde hatten sie danach mehr Fragen als zuvor: Warum baut ein Unternehmen Stellen ab, obwohl doch die Auftragsbücher voll sind? Warum strebt es mehr Kundennähe an, baut dann aber seinen Service ab?...“
Siemens-Prozess: Überwachung von Betriebsräten
„Im Prozess um den milliardenschweren Schmiergeld-Skandal bei Siemens hat der angeklagte Ex-Manager auch die Bespitzelung von Betriebsräten bestätigt. Er sei von einem damaligen Siemens-Personalmanager mit der Bezahlung der Detektive beauftragt worden, die die beiden Betriebsräte überwacht hätten, sagte Reinhard S. am Montag vor dem Landgericht München I. Die Detektei-Rechnungen habe er "auf dem ganz normalen Überweisungsweg durch Siemens bezahlen lassen". Zusammen sei es um einen Betrag von "nicht mehr als 40.000 bis 50.000 Euro" gegangen. Damit ergibt sich in dem Prozess auch eine Verbindung mit der AUB-Affäre…“ Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 09.06.2008 
Siemens streicht 7000 Stellen
„Siemens unterzieht seine chronisch defizitäre Unternehmens-Netzwerksparte einem Radikalumbau, um sie verkaufen zu können. Bei Siemens Enterprise Communications (SEN) sollen 7000 der insgesamt 17.500 Stellen wegfallen…“ Artikel von Angela Maier in der FTD vom 25.02.2008
Siemens - global network of corruption
„Der Schmiergeld-Skandal bei Siemens nimmt nahezu täglich neue Dimensionen an. Inzwischen sind auch der frühere Vorstands-Chef und heutige Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich von Pierer und sein ehemaliger Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger in die Schusslinie geraten. Auf der Aktionärshauptversammlung am 25. Januar wird Neubürger nicht entlastet. Nun tritt auch noch Nokia beim geplanten Gemeinschaftsunternehmen mit Siemens auf die Bremse. Der finnische Mobilfunker will nicht in den Bestechungsstrudel gezogen werden. Ein schwerer Schlag für Siemens. Der Münchner Technologiekonzern, einst das Aushängeschild der deutschen Wirtschaft, wird in seinen Grundfesten erschüttert. Wohin das alles führt, ist noch ungewiss…“ Artikel von Michael Huber beim isw - institut für sozial-ökologische wirtschaftsforschung e.V. vom Januar 2007-01-24 (pdf)
Verlängerte Arbeitszeit bei Fujitsu Siemens Computers ohne Ausgleich
„Mit dem Ziel der Beschäftigungssicherung hat der Computerhersteller Fujitsu Siemens Computers (FSC) nach monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall einen Ergänzungstarifvertrag für die Zeit vom 1. April 2007 bis zum 31. März 2010 geschlossen. Kernpunkt ist nach Angaben von FSC vom Samstag in München die Anhebung der wöchentlichen Arbeitszeit von 35 auf 38,5 Stunden ohne Vergütungsausgleich. Dabei bestehe für die Mitarbeiter ein Wahlrecht zwischen der Erhöhung der Arbeitszeit oder der Verringerung des Entgeltes…“ Meldung auf heise- news vom 16.12.2006
Siemens-Affäre: Konzernspitze gerät zunehmend unter Druck
„In der Affäre um schwarze Kassen bei Siemens gerät die Konzernspitze zunehmend unter Druck. Medienberichten zufolge soll der Vorstand bereits seit längerem über die mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen informiert gewesen sein…“ Artikel im Handelsblatt vom 25.11.2006 . Weitere Informationen finden zum Thema finden sich beim Handelsblatt in der rechten Spalte.
Siemens PSE in Österreich
- Protestversammlung bei Siemens PSE beschließt "Dienst nach Vorschrift" gegen Ausgliederung
„Flexibel - wie die 3000 Programm- und SystementwicklerInnen (PSE) der Siemens AG Österreich es gewohnt sind - wurde die für den 8.11. als "Warnstreik" angekündigte Aktion gegen die geplante Ausgliederung ihrer 240 "Enterprise" KollegInnen vom Betriebsrat in eine "Betriebsteilversammlung" der Betroffenen umfunktioniert. Auch die anderweitige Belegung von Räumlichkeiten für die Versammlung konnte die KollegInnen nicht daran hindern, einen anderen Wiener Standort für die Beratung von Abwehrmaßnahmen aufzusuchen. Wie der erste Protesttag von letztlich 100 Aufrechten trotz Einschüchterungsversuchen der Firma erfolgreich durchgeführt wurde schildert der folgende Bericht…“ Artikel von Galadriel auf Netzwerk-IT vom 09.11.2006
- Ausgliederung wegen Siemens PSE-Protesten und Gewinnsprüngen bald passé?
„Wie berichtet hat es am gestrigen Mittwoch eine erste ganztägige Arbeitsniederlegung von 100 betroffenen Siemens-PSE KollegInnen in Österreich zur Abwehr von geplanten Zwangsausgliederungen gegeben. Neueste Entwicklungen lassen Spekulationen darüber aufkommen, ob diese Proteste oder der heute bekannt gegebene Gewinnsprung bei Siemens um 38% auch die Siemens AG Österreich weiter in die moralische Defensive bei Ausgliederungen zum Zwecke kostengünstiger Restrukturierung manövrieren…“ Artikel von Galadriel auf Netzwerk-IT vom 09.11.2006
- Wir unterstützen die KollegInnen von Siemens PSE!!! Der Siemens Vorstand muss auf die Bedingungen der Belegschaft eingehen!!
Solierklärung von Herbert Wanko, Betriebsrat im gemeinsamen Betriebsrat NXP-Soundsolutions (Ehemals Philipps), Sven Hilberth Betriebsratsvorsitzender bei Radio Orange Michael Gehmacher Betriebsrat beim ÖHTB, bei unseren österreicherischen KollegInnen vom LabourNet
Volle Taschen für Bonzen
„Ungefähr dann, wenn die letzten Mitarbeiter der von Siemens und BenQ in den Bankrott gefahrenen Handy-Werke beim Arbeitsamt vorstellig werden, kassiert die Spitze des Münchener Konzerns ab. Siemens-Chef Klaus Kleinfeld und seine Vorstandskollegen müßten nur noch knapp fünf Monate warten, daß sich ihr Gehalt um 30 Prozent erhöhe, berichtete das Nachrichtenmagazin Focus am Dienstag in seiner Online-Ausgabe. Die Bezüge würden zum 1. April erhöht, bestätigte ein Siemens-Sprecher dem Magazin, sechs Monate früher, als bislang angenommen worden war. Das zuständige Gremium im Aufsichtsrat hatte laut Focus beschlossen, die Gehälter schon zum 1. April dieses Jahres anzuheben. Folglich ende der einjährige Verzicht, über den Siemens Anfang Oktober informiert habe, bereits im April des folgenden Jahres…“ Artikel von Arnold Schölzel in der Jungen Welt vom 08.11.2006
Siemens-Vorstand winken für 2006 Sonder-Boni von bis zu 20 Prozent
„Der einstweilige Verzicht auf die 30-prozentige Erhöhung der Bezüge des Siemens-Vorstandes ist nur die halbe Wahrheit. Wie das Wirtschaftsmagazin ,Capital' berichtet, kann der Vorstand für das am 30. September 2006 abgelaufene Geschäftsjahr mit zusätzlichen Boni-Zahlungen in beträchtlicher Höhe rechnen..." Meldung in Capital Ausgabe 22/2006 
Siemens fordert Lohnverzicht von Mitarbeitern
„Die Mitarbeiter des verlustträchtigen Siemens-Bereichs SBS müssen voraussichtlich auf Teile ihres Gehalts verzichten. Zudem sollen die Beschäftigten zwei Stunden pro Woche länger arbeiten. Die IG Metall will den Vorschlag "in seinen Grundzügen" akzeptieren…“ Artikel in der FTD vom 26.09.2006
30 Prozent mehr für Vorstände: Siemens-Mitarbeiter revoltieren im Intranet
„Unfähigkeit und Maßlosigkeit werfen Siemens-Beschäftigte ihren Chefs vor, deren Bezüge um 30 Prozent steigen sollen. Vorstandsvorsitzender Kleinfeld bekommt das zu spüren - in seinem internen Blog platzieren Mitarbeiter ätzende Kommentare…“ Artikel von Anne Seith in Spiegel-Online vom 26.09.2006
Fujitsu Siemens stellt deutsche Standorte in Frage
„Ein unerwarteter Markteinbruch sowie hohe Restrukturierungskosten aus der Übernahme der Wartungssparte des IT-Dienstleisters Siemens SBS machen dem PC-Hersteller Fujitsu Siemens zu schaffen. Zudem muß das Joint-venture nach den Worten von Vorstandschef Bernd Bischoff in seiner inländischen PC-Produktion deutlich Kosten sparen. "Mit der 35-Stunden-Woche werden wir unsere beiden Werke in Augsburg und Sömmerda so nicht halten können", sagte Bischoff im Gespräch mit der WELT. An den beiden Standorten sind zusammen 2400 Mitarbeiter beschäftigt. Fujitsu Siemens ist Marktführer in Deutschland und zudem der einzige Hersteller, der hier noch PC produziert. Im Inland arbeiten rund 7000 der insgesamt 11 000 Fujitsu-Siemens-Mitarbeiter...“ Artikel von Wolfgang Ehrensberger in Die Welt vom 17.07.2006
Netzwerksparte COM wird ausgelagert
- Siemens-Betriebsrat gibt Chefs Kontra
„Der Siemens-Betriebsrat kritisiert den Milliardendeal des Konzerns mit Nokia: Die Fusion der Netzwerksparten sei der "radikalste Bruch in der Firmengeschichte". Schuld sei "die schlechte Arbeit" in der Chefetage. 6.000 Stellen sind bedroht Am Tag danach überwiegen die Fragezeichen bei den Arbeitnehmervertretern. Was wird aus Siemens, dem Elektroriesen, der am Montag bekannt gegeben hat, seine Com-Sparte, also die Netzwerksparte, in ein neues Unternehmen auszulagern. Die Abtrennung des Unternehmensbereichs COM ist "der bislang radikalste Bruch in der Geschichte des Hauses Siemens", erklärten Siemens-Gesamtbetriebsrat und IG Metall zusammen….“ Artikel von Max Hägler in der taz vom 21.06.2006
- Gesamtbetriebsrat und IG Metall bedauern den Abschied von COM und üben scharfe Kritik am Management
„Die Abtrennung des Unternehmensbereichs COM ist der bislang radikalste Bruch in der Geschichte des Hauses Siemens. Der Gesamtbetriebsrat und die IG Metall bedauern diesen Schritt zutiefst. Die Kommunikationstechnologie ist das Kerngeschäft von Siemens schlechthin. Es handelt sich um ein Geschäft mit enormen Innovationspotential und hervorragenden Wachstumsaussichten. Gesamtbetriebsrat und IG Metall halten es für einen schweren Fehler, dass Kommunikation nicht in die Liste der „Megatrends“ aufgenommen wurde, die der strategischen Ausrichtung des Unternehmens zugrunde liegt…“ So die besseren (Co-)Manager in der Pressemitteilung des Gesamtbetriebsrates der Siemens AG vom 19.06.2006
Netzwerker - Neue Formen von Arbeitskampf und Organisierung bei Siemens
- „Ob miserabel produzierte »High-Tech«-Züge oder ebenso miserabel produzierte, technologisch veraltete Handys: Trotz grotesker Schlampereien unter Pannenmeister Heinrich Pierer ist es Siemens in dessen zwölfjähriger Amtszeit gelungen, den Umsatz zu verdoppeln und die Gewinne zu vervierfachen. Trotz? »Fit für die Globalisierung« ist das Unternehmen eher wegen des Abbaus von knapp der Hälfte der 164000 Arbeitsplätze in Deutschland und der zahlreichen Konzessionen für eine angebliche Standortsicherung, die Siemens der IG Metall in den letzten Jahren abgepresst hat, um sie – s. Kamp Lintfort oder Bocholt – anschließend umso deutlicher vor den Kopf zu stoßen. Diesen Job hat Pierer bis Mitte 2005 so gut gemacht, dass er nun Wirtschaftsberater unter einer künftigen KanzlerIn werden soll. Ob er dabei auch so lax mit dem Grundgesetz umgeht wie Siemens anlässlich der Massenkündigungen im Münchener Werk Hofmannstraße? Dort war die Ankündigung der Entlassungen Mitte 2002 Anlass zur Bildung des »Mitarbeiter-Netzwerks NCI«, in dem sich bis dahin unternehmensloyale Beschäftigte, die z.T. noch nie mit einer Gewerkschaft zu tun hatten, zusammenschlossen, um Pläne gegen die Pläne des Unternehmens zu schmieden. Dies wiederum war Anlass für die zentrale Siemens-Personalabteilung, massiv gegen Grundgesetz, BetrVG u.a. zu verstoßen, indem die Personalverantwortlichen illegal Zehntausende von Dateien aus dem Email-Verkehr des Betriebsrats an sich brachten und damit gegen eine kluge und selbstbewusste Belegschaft und ihren BR zu intrigieren versuchten. Im Folgenden ein Bericht von Inken Wanzek, Mitglied des NCI-Netzwerks, der die Geschichte dieser Auseinandersetzung schildert und die erfolgreichen Strategien gegen die Standorterpressung durch einen Konzern, der schwarze Zahlen schreibt, wenn und weil er Leute entlässt. Vielleicht eine Erfahrung, die auch die KollegInnen bei VW, Daimler und Alstom u.v.m. bald machen...“ Bericht von Inken Wanzek, Teil I, erschienen in express - Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit - Ausgabe 8 / 2005
- Bericht von Inken Wanzek, Teil II, erschienen in express - Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit - Ausgabe 10 / 2005
Aus dem Text: „…Fazit: An diesem Beispiel sieht man deutlich, dass die sogenannten sozialverträglichen Lösungen wie Aufhebungsvertrag und Beschäftigungsgesellschaft für viele heute Arbeitslosigkeit bedeutet hätten: Ein Drittel der Mitarbeiter in der Beschäftigungsgesellschaft wurde im August 2004 arbeitslos. Die Kündigung muss nicht immer die schlechteste Lösung sein. Für 200 Siemens-Mitarbeiter war es der Weg der Kündigung und die daran anschließende Gegenwehr, die dazu führten, dass sie den Arbeitsplatz letztlich behalten konnten. (…) Die Situation – auf der einen Seite die Wissenden (BR), auf der anderen Seite die Hilflosen (Belegschaft) – war durchbrochen. Die Hilflosen wurden selbst zu Wissenden. Es gelang, die MitarbeiterInnen aus ihrer Abhängigkeit von BR und anderen »Wissenden« herauszuholen – und damit auch eine klare Abkehr von der Stellvertreterpolitik zu praktizieren…“
Eine Gruppe von Arbeitern streikt seit mehr als 7 Monaten gegen die Nachtschicht bei Siemens Cassina de'Pecchi (Mailand)
„Im deutschsprachigen Raum weitgehend unbekannt ist ein sehr harter und aufreibender Arbeitskampf in einem der beiden Mailänder Siemens-Werke. Es handelt sich um einen der längsten Streiks in der jüngeren Geschichte Italiens, bei dem seit 7 Monaten jeweils von 21 bis 2 Uhr gegen den Versuch der Betriebsleitung im Siemens-Werk Cassina dei Pecchi gestreikt wird, per Befehl eine Ausweitung der Nachtschicht durchzusetzen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter von Siemens Italia betrachten diese als ruinös für ihre Gesundheit und ihr Familienleben und halten den Streik trotz Fehlens einer Streikkasse aufrecht – auch dank der Unterstützung ihrer nicht direkt betroffenen Kolleg(inn)en und der Spenden aus anderen Mailänder Betrieben. In der Urabstimmung der Beschäftigten in dem betroffenen Betriebsteil war das Vorhaben des Managements Mitte September 2004 mit 181 gegen 114 Stimmen (bei 4 ungültigen Stimmzetteln) abgelehnt worden, obwohl es zu diesem Zeitpunkt von den drei großen Branchengewerkschaften FIM, FIOM und UILM noch unterstützt wurde. 305 der 361 Wahlberechtigten hatten sich an der Abstimmung beteiligt.(…) Was die Kampfformen anbelangt, bedeutet dieser Streik ein Novum und einen großen Schritt in Richtung der Schaffung von Widerstandskassen („Cassa di resistenza“ = Streikfond), deren Einführung von verschiedenen italienischen Gewerkschaftsvorständen zwar seit langem angekündigt wird, aber bisher eine rein verbale bzw. symbolische Sache geblieben ist. Bei Siemens Cassina de'Pecchi wurde sie von den Streikenden aus der Notwendigkeit heraus, den Widerstand durchzuhalten, selbst geschaffen. (…) Über Solidaritätserklärungen und Spenden aus Deutschland und Österreich, aber auch über eine Weiterverbreitung der Informationen über ihren Kampf in den einzelnen Siemens-Werken würden sich die italienischen Kolleg(inn)en sicherlich freuen…“ Mitteilung der Einheitlichen Gewerkschaftlichen Vertretung (RSU), d.h. dem „Betriebsrat“, von Siemens Cassina dei Pecchi stammt vom 4.Mai 2005, übersetzt von der Antifa-AG der Uni Hannover & Gewerkschaftsforum Hannover und ergänzt um weitere Hintergründe
Siemens-VDO
Würzburg: Siemens droht mit Werksverlagerung
Siemens bezahlte Vorsitzende des Forschungsausschusses
„Der Elektro-, Technologie- und Atomkonzern
Siemens hat der FDP-Politikerin Ulrike Flach bis Ende 2004 ein Gehalt
von jährlich 60 000 Euro brutto zukommen lassen. Die Oppositionspolitikerin
ist keineswegs ohne - für Siemens interessante - Einfluss-
möglichkeiten im Parlament. Sie ist Vorsitzende des Ausschusses
für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung….“
Meldung
bei NGO-online vom 05. Jan. 2005
„Solidaritätserklärung mit
eurem Aktionstag am 16.12.2004“
Solidaritätserklärung
im Namen des Vertrauenskörpers der IG Metall bei Siemens VDO
Automotive AG in Dortmund
an die Kolleginnen und Kollegen, Vertrauensleute und Betriebsrat
der Siemens- Niederlassung in Dortmund. Dort fand am 16.12. eine
Betriebsversammlung statt als Bestandteil des bundesweiten Aktionstags
am 16.12. gegen Entlassungen, Lohnabbau und Arbeitszeitverlängerung
Gegen Lohndumping und Atomkraft
Gegenanträge
des Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre
zur Hauptversammlung der Siemens AG am 27. Januar 2005
Siemens-Mitarbeiter sollen mehr arbeiten und
weniger verdienen
Siemens will tausende Mitarbeiter für weniger
Geld länger arbeiten lassen. Die IG Metall kündigte Proteste
in den Niederlassungen an. Artikel
in der Netzeitung vom 6.12.04
Aus dem Text: „… Wie die IG Metall am Montag nach einer
ersten Tarifverhandlungsrunde in München mitteilte, sollen
12.000 nach dem Metalltarifvertrag beschäftigte Mitarbeiter
auf das Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten. Außerdem solle
die Arbeitszeit auf 35,8 Stunden steigen. Für die 11.000 Mitarbeiter
von Siemens-Servicegesellschaften, die nach einem eigenen, für
die Beschäftigten schlechteren Tarifvertrag arbeiten, sei vorgesehen,
die Fixbeträge abzuschaffen. Siemens biete stattdessen eine
variable Vergütung an, welche die individuellen Verluste aber
nicht ausgleicht, hieß es….“
Pierers Abschied, Siemens mit Rekordgewinn
Artikel
von Max Brym vom 15.11.04. Siehe dazu auch: Der Gutmensch und
das Gut Mensch. Siemens-Chef Pierer verabschiedet sich mit Rekordprofit.
Siemens-Rekordprofit trotz stagnierendem Umsatz. „Das
Beispiel Siemens ist typisch für die gegenwärtige Profitstrategie
der transnationalen Konzerne. Profite wie noch nie werden durch
unbezahlte Mehrarbeit und direkten Lohnabbau erzielt. In einer Art
Gladiatoren-Kapitalismus werden die Belegschaften verschiedener
Werke gegeneinander gehetzt. Wer es am billigsten macht, hat eine
zeitweilige Überlebenschance. In einer "letzten Meldung"
geht isw-Mitarbeiter Fred Schmid auch auf die jetzt veröffentlichten
Vorstandsbezüge bei Siemens ein….“ Artikel
von Fred Schmid vom November 2004 beim ISW 
Erpressung bei Siemens geht weiter
Lohnkürzung in Bruchsal mit Verlagerungsdrohung
durchgesetzt. Nach Arbeitszeitverlängerung mangelnde Kapazitätsauslastung
und Abbau von Leiharbeit in Kamp-Lintfort. Personalabbau in Nauen.
Artikel
von Daniel Behruzi in junge Welt vom 09.10.2004 
Shame facts from Siemens worker in Brazil
- Brasilianischer Kollege bittet um Solidarität
Schreiben
von Luiz Marcelo Rodrigues de Oliveira ans LabourNet Germany
vom 25.9.04. Kurzzusammenfassung von Lisa Carstensen: Der brasilianische
Kollege Luiz Marcelo Rodriguez de Oliveira ist am 03. September
von seinem Arbeitgeber Siemens Development Business Unit gekündigt
worden. Als Kündigungsgrund vermutet er sein Engagement in
der Gewerkschaft SENGE während der diesjährigen Verhandlungen
über den „dissídio“, ein Lohnausgleich,
der die hohe jährliche Inflation berücksichtigen soll.
Die Verhandlungen zum „dissídio“ finden zwischen
Vertretern der Arbeiterschaft und dem Arbeitgeberverband SINATRES
statt. Auch dieses Jahr sollte die Arbeiterschaft durch die gelbe
Gewerkschaft Seletroar vertreten werden. Rodriguez de Oliveira und
seine Kollegen versuchten, den eigenen Gewerkschaften SENGE und
SINTEC Gehör zu verschaffen, scheiterten aber an
dem Widerstand der Firmenleitung, die unter Anderem den Arbeitern
verboten hatten, an den Gewerkschaftstreffen teilzunehmen. Am Ende
wurde der Vorschlag der Gewerkschaft SENGE zum Lohnausgleich abgelehnt,
und Luiz Marcelo Rodriguez de Oliveira gekündigt.
"Aggressive Lobbys"
Deutsche und französische Konzerne konkurrieren
mit Hilfe des Staates um Einfluß und Machtanteile - Am Beispiel
der Affäre Siemens/Alstom - Ein Beitrag
von Bernard Schmid (Eine gekürzte Fassung erschien in der
Ausgabe 07/2004 der Zeitschrift KONKRET)
Erfolgreiche Kündigungsschutzprozesse
in München
- "Siemens Mitarbeiter gewinnen Kündigungsschutzprozesse
in 2. Instanz". Ein aktueller
Bericht des Siemens-Mitarbeiternetzwerks über den Kampf
gegen Massenentlassungen: Nachdem die Mitarbeiter in erster Instanz
bisher 125 von 125 Prozessen gewonnen haben, nun auch Erfolge
in den ersten Prozessen der zweiten Instanz
- Siemens verliert ihren 100. Kündigungsschutzprozess vor
dem Arbeitsgericht München. „In der Auseinandersetzung
um den Stellenabbau am Siemens Standort München Hofmannstraße
hat Siemens heute, 18.03.04, ihren 100-ten Kündigungsschutzprozess
verloren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gegen die
von Siemens ausgesprochenen Kündigungen geklagt haben, haben
bisher alle Kündigungsschutzprozesse gewonnen (101). Dies
dürfte einmalig in der Geschichte des deutschen Arbeitsrechts
sein….“ Mitteilung
von Siemens Mitarbeiternetz NCI
,
ein privater Zusammenschluss von 751 Siemens Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern, die vom Stellenabbau bedroht sind.
"Von der Isar an den Bosporus"
Im Zusammenhang mit den Aktivitäten in Istanbul
gegen den dortigen NATO-Gipfel am 28. und 29. Juni 2004 sehen Münchener
Antimilitaristen ihren Beitrag zu Geschichte und Gegenwart von Siemens
als Rüstungskonzern. Ein
Artikel von S.A.M. (Sozialistische Aktion München) und Con
Action vom 10. Juni 2004
"Standortdiskurs schafft Egoismen"
Ein Interview
von Martin Brust mit Wolfgang Müller vom IG-Metall Siemens-Team
im "Neuen Deutschland"
vom 28.Mai 2004, in dem es unter anderem heisst: "Das ist
nicht immer einfach. Wenn schon zwischen den Belegschaften der verschiedenen
deutschen Standorte nicht immer Einigkeit herrscht, um wie viel
weiter auseinander liegen dann die Interessen zwischen einem Betriebsrat
in Tschechien und im Ruhrgebiet? Wir haben eine recht gute Zusammenarbeit
mit Kollegen in Österreich und Italien, weil die mit ähnlichen
Problemen zu kämpfen haben. Generell aber sind die Gewerkschaften
international immer noch schwach aufgestellt".
"Echte Champions"
Zum Machtdeal zwischen Siemens und dem französischen
Alstom-Konzern - Artikel
von Winfried Wolf in der "Jungen Welt"
vom 24.Mai 2004.
"Siemens Chef vor UN-Sicherheitsrat"
Ein Beitrag
von Max Brym
vom 17.April 2004 bei "Indymedia Deutschland" über den erstmaligen
Auftritt eines Konzernchefs vor dem Sicherheitsrat - mit vielen
Fakten über Geschäfte auf dem Balkan, in Afghanistan und dem Irak.
Turbo beim Jobabbau
"IG Metall kündigt Widerstand gegen Lohndrückerei
bei Siemens an" - so der Untertitel des redaktionellen
Berichts in "Junge Welt" vom 1.April 2004 
Millionenklage des Siemens-Konzerns gegen
IG Metall und isw e.V.
- Vergleich im Verfahren Siemens gegen isw. In einer Pressemitteilung
begründet das isw, warum sie den vorgeschlagenen Vergleich akzeptiert
haben. Im wesentlichen der Geldmangel führte zum Verzicht auf
weitere Instanzen, so dass gilt: Keine Strafe, wie Siemens wollte,
aber auch keine Neuauflage der inzwischen vergriffenen Broschüre
"Schöne neue Siemenswelt". Neue Recherchen werden vom isw angekündigt.
Wobei bei Lektüre der PM dem unvoreigenommenen Betrachter neben
den Siemens-Bestrebungen zu zensieren schon auffällt, dass vom
Publikationspartner des isw bei der Broschüre - der IG Metall
also - keine Rede ist...Die Pressemitteilung

- Siemens will Kritiker mundtot machen: Am heutigen 17.Dezember
2003 ist der erste Prozesstag in dem Verfahren, das Siemens gegen
die Herausgeber der Broschüre "Schöne neue Siemenswelt" (siehe
unten) angestrengt hat. Die
Pressemitteilung des isw

- SCHÖNE NEUE SIEMENSWELT. Eine "Studie, von IG Metall und ISW
herausgegeben, untersucht den "Arbeitnehmeraufstand bei Siemens
Hofmannstraße". Anhand von Strategiepapieren und unternehmenspolitischen
Entscheidungen des Siemens-Konzerns wird belegt, dass der Konzern
seinen größten Software-Standort "abspecken" will bis auf eine
kleine Kernbelegschaft, die um sich herum ein Netz von Auftragsfertigern
und -entwicklern sowie befristet Beschäftigter spinnt, die nach
Bedarf kurzfristig auf- und abgebaut werden können". Eine Besprechung
der Studie zur Einführung samt Bezugsquellen bei der IG Metall
München

Workers in the Fujitsu-Siemens computer assembly
plant in Munich, Germany
David Bacon hat am 22. Mai 03 das Münchener Fujitsu-Siemens-Computerwerk
besucht und uns die Bilder
der modernen Fließbandarbeit zur Verfügung gestellt!
Indonesische Beschäftigte wehren sich...
Sieben Jahre hatte ein Kollege für Siemens gearbeitet,
als er 2001 entlassen wurde. Um dann, wie andere nach ihm, erst
zu merken, dass er niemals bei Siemens angestellt war, sondern bei
einem Subunternehmen. Das soll zwar in Indonesien mit einem neuen
Arbeitsgesetz - das von den Gewerkschaften bekämpft wird - erlaubt
sein, war es damals aber nicht. Ein (englischer) Bericht
von M. Taufiqurrahman für „The Jakarta Post“ vom 25. März 2003 :
Siemens workers ask for their jobs back |