| Druckerei der Kieler Nachrichten
- Gute Nachrichten aus Kiel - Kämpferisch: Entlassene Belegschaft in Schleswig-Holsteiner Druckzentrum wählte Betriebsrat

Mit der Entlassung zum 30. Juni hatten die Zeitarbeitsfirmen der »Tabel-Gruppe« ihre 389 Beschäftigten in der Weiterverarbeitung im Druckzentrum der Kieler Nachrichten, der einzigen Tageszeitung aus der Landeshauptstadt, am 19. Januar geschockt. Diese wehren sich – nun auch mit Betriebsrat. Artikel von Peter Steiniger in der jungen Welt vom 06.02.2010 
- Kieler Drucker kämpfen um ihre Jobs: TB Personaldienste kündigt fast 400 Arbeitern - Belegschaft wollte Betriebsrat gründen
„In der Druckerei der Kieler Nachrichten kämpfen fast 400 Arbeiter um ihre Jobs. Sie sind bei TB Personaldienste beschäftigt, einer gemeinsamen Tochter des Kieler Zeitungs Verlags und des Hannoveraner Personaldienstleisters Tabel. Die Drucker produzieren aber ausschließlich in Kiel. TB hat die 389 Arbeiter zum 30. Juni gekündigt. Zuvor hatte das Unternehmen nach Gewerkschaftsangaben mehrfach versucht, die Wahl eines Betriebsrats zu verhindern. Am Montag dieser Woche bereiteten die Beschäftigten mit Hilfe von ver.di Klagen auf Kündigungsschutz vor. Die Gewerkschaft hat angekündigt, Tabel und die Kieler Nachrichten politisch unter Druck zu setzen...“ Artikel von Mirko Knoche in der jungen Welt vom 28.01.2010 
„Spiegel“-Tochter „Quality-Service“: ver.di fordert zu Tarifverhandlungen auf
"Die Quality Service GmbH (QS) ist ein Tochterunternehmen des Spiegel-Verlages. Als Call-Center übernimmt es viele klassische Vertriebsfunktionen, zusätzlich arbeitet dieser Mediendienstleister für andere Unternehmen. Anders als ihre Kolleginnen und Kollegen des Verlagshauses sind die Beschäftigten bei QS allerdings ohne Tarifvertrag. Obwohl ihre Tätigkeiten mühelos in den Tarifvertrag für Zeitschriftenverlage eingruppierbar sind, orientiert sich offenbar die wohl situierte „Mutter“ am Lohndschungel der Call-Center..." Meldung bei verdi-Hamburg vom 27.01.2010 
Druckzentrum Suhl vor dem Aus: Breite Kritik in der Region an Beschluss der Münchner Eigentümer
„Über 100 Arbeitsplätze sind wegen der geplanten Schließung des Druckzentrums Suhl bedroht. Hier werden seit den 1990er Jahren vor allem die Tageszeitungen »Freies Wort« und »Südthüringer Zeitung« hergestellt. Der Betrieb gehört zu 70 Prozent dem Süddeutschen Verlag und zu 30 Prozent der SPD-eigenen Medienholding Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (dd_vg). Die Gesellschafter sehen in der Abwicklung und Fremdvergabe der Druckaufträge die rentabelste Lösung und scheuen notwendige Investitionen in Millionenhöhe. »Die haben hier aber viele Gewinne eingefahren«, gibt ver.di-Sekretär Michael Kopp zu bedenken. »Die Suhler Drucker fühlen sich von ihrem Geschäftsführer belogen«, bringt Kopp die Stimmung im Betrieb auf den Punkt…“ Artikel von Hans-Gerd Öfinger im Neues Deutschland vom 04.12.2009 
Dammbruch am Blauen See
In Rüsselsheim soll ein neues Druckzentrum entstehen – ohne Tarifbindung. Der Branche droht Lohndumping. Artikel von Hans-Gerd Öfinger im Neues Deutschland vom 09.11.2009 . Aus dem Text: „Wenn in Rüsselsheim, der von Ängsten um den Autobauer Opel heimgesuchten heimgesuchten Stadt, Investoren die Schaffung neuer Arbeitsplätze in supermodernen Anlagen versprechen, dann finden sie im Rathaus der Stadt offene Ohren. Doch das geplante neue Druckzentrum bringt Arbeitsplatzabbau und Lohndumping. Rüsselheims Oberbürgermeister Stefan Gieltowski (SPD) hat die Errichtung eines neuen Druckzentrums im Gewerbegebiet »Blauer See« zur Chefsache gemacht. Der Neubau soll im nächsten Sommer fertiggestellt sein. Ab Herbst 2010 soll hier, wenige Kilometer vom Frankfurter Rhein-Main-Flughafen entfernt, eine der modernsten Großdruckereien Europas Tag und Nacht Zeitungen produzieren. Stolz kann dann Gieltowski aller Welt verkünden, dass ihm die Ansiedlung eines Betriebs mit 200 neuen Arbeitsplätzen gelungen sei. Doch wo Gieltowski Licht sieht, da ist auch viel Schatten. Denn die beiden Träger des neuen Druckzentrums, die Mainzer Verlagsgruppe Rhein-Main (VRM) und das Darmstädter Medienhaus Südhessen, werden ihre bisherigen Zeitungsdruckereien bis Herbst 2010 schließen und damit rund 450 Beschäftigte auf die Straße setzen. Somit gehen der Region unterm Strich insgesamt rund 250 Arbeitsplätze verloren. Darauf wiesen betroffene Gewerkschafter am Wochenende im Rahmen einer ver.di-Protestversammlung und »symbolischen Grundsteinlegung für Tarifbindung« in der Rüsselsheimer Innenstadt hin…“
„Maschinen und wir bleiben hier“
„Die KBA-MetalPrint GmbH verfügt nicht nur über eine hochqualifizierte und flexible, sondern auch über eine gut organisierte, kampferfahrene und wenn es sein muss, kampfbereite Belegschaft“ So steht es in der jüngsten Ausgabe des VKL-Infos bei MetalPrint. Diese Kampfbereitschaft hat die Belegschaft in den letzten Jahren mehrmals unter Beweis gestellt und erfolgreich mehrere Erpressungsversuche abgewehrt. Und erst recht will die Belegschaft gegen die drohende Werksschließung kämpfen. „Maschinen und wir bleiben hier“ und „Wer mit uns nicht rechnet, hat sich verrechnet“, stand unmissverständlich auf Transparenten am 5.10.09. Anlässlich eines Arbeitsgerichtstermins legten die Arbeiter und Azubis von MetalPrint an diesem Tag um 14.00 Uhr die Arbeit nieder und marschierten durch die Stuttgarter Innenstadt vors Arbeitsgericht. Unterstützt wurde die Belegschaft von GewerkschafterInnen-Delegationen von Bosch, Daimler, Porsche, Coperion, Alcatel, Behr und von ver.di-Bezirksgeschäftsführer Bernd Riexinger...“ Artikel von Ursel Beck auf sozialismus.info vom 07.10.2009 
Wer sich organisiert, fliegt raus. Flyeralarm GmbH will keinen Betriebsrat
„Das im Jahr 2006 gegründete Start Up-Unternehmen Flyeralarm gilt bundesweit als wichtige Adresse für schnelle und preisgünstige Druckaufträge. Doch jetzt steht das schnell expandierende Würzburger Unternehmen mit Niederlassungen in Dresden, Düsseldorf und München in der Kritik der zuständigen Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Eine Betriebsratsgründung bei Flyeralarm sei »mit all den Gefahren verbunden, denen die Menschen bei gleichem Anlass im 19. Jahrhundert ausgesetzt waren«, moniert ver.di-Sekretär Peter Baumann. So sei drei Betriebsratsbefürwortern gekündigt worden. Vier seien innerhalb des Betriebs zu körperlich belastenden Arbeiten strafversetzt worden und einige hätten eine Abmahnung erhalten. Diese Angaben sind von Flyeralarm-Mitarbeitern auch gegenüber der Regionalzeitung »Mainpost« bestätigt worden. Wer sich für einen Betriebsrat einsetze, heißt es dort, müsse mit Konsequenzen rechnen…“ Artikel von Peter Nowak im ND vom 24.07.2009 
Druckindustrie: Tarifabschluss - Manteltarif verlängert - 280 Euro Einmalzahlung und 2 Prozent ab April 2010
„Nach Warnstreiks von über 5.000 Beschäftigten in mehr als 70 Betrieben gibt es für die Druckindustrie eine Tarifeinigung. Nach über 12 Stunden haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) in der 4. Verhandlungsrunde geeinigt. Danach wird für 2009 eine Einmalzahlung für alle Beschäftigten in Höhe von 280 Euro gezahlt. Auszubildende erhalten 130 Euro. Die Einmalzahlung ist spätestens mit der September-Abrechnung dieses Jahres zu zahlen und ist auf übertarifliche Zulagen nicht anrechenbar. Zum 1. April 2010 wird eine lineare Tariferhöhung von 2 Prozent gezahlt...“ Pressemitteilung von ver.di vom 03.06.2009 
- ver.di ruft zu Streiks in der Druckindustrie auf
„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft zu Warnstreiks in der Druckindustrie auf. Mehrere Hundert Beschäftigte werden heute in den Ausstand treten. ver.di will damit den Druck auf den Bundesverband Druck und Medien (BVDM) erhöhen, der in der laufenden Tarifauseinandersetzung bislang noch kein akzeptables Angebot gemacht hat. „Die Arbeitgeber wollen die Wirtschaftskrise missbrauchen, um die Beschäftigten von der allgemeinen Lohnentwicklung abzuhängen. Das lassen wir uns nicht gefallen“, kündigte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke an...“ Presseerklärung von ver.di vom 25.05.2009 
Tarifstreit bei Multicolor Deutschland GmbH, Emsdetten
„Zu keiner gütlichen Einigung kam es am Dienstag, 28. Oktober, bei einem Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Rheine. Die Firma Multicolor besteht weiterhin darauf, den Betriebsrat Helmut Kleimeyer wegen seiner Streikbeteiligung fristlos zu kündigen. Vor Gericht konnte der Multicolor-Anwalt keine schlüssigen Argumente vortragen, wie er die fristlose Kündigung eigentlich begründen will. Eine richterliche Entscheidung wird am Donnerstag, 27. November, um 13.15 Uhr verkündet…“ Soweit eine Miteilung von ver.di vom 29.10.2008. Die Mitarbeiter von Multicolor haben seit dem 8. September 2008 immer wieder mit Warnstreikmaßnahmen ihren Forderungen nach einem Firmentarifvertrag Nachdruck verliehen. Die Geschäftsleitung kehrte jedoch nicht an den Verhandlungstisch zurück, sondern setzte ganz auf Repression gegen Mitarbeiter, die zum Teil schon viele Jahre in dieser Firma gearbeitet haben. Wegen der Streikbeteiligung wurde zwei Mitarbeiter gekündigt. Der Betriebsrat hat diesen Kündigungen widersprochen. Auch ein dritter Mitarbeiter, ein Betriebsrat, soll vor die Tür gesetzt werden. Diese Kündigung kann jedoch erst ausgesprochen werden, wenn das zuständige Arbeitsgericht in Rheine seine Zustimmung erklärt hat. Der gesamte Konflikt wird von ver.di auf einer Sonderseite zu Multicolor dokumentiert . Weitere Informationen finden sich beim Fachbereich 8 bei ver.di-Münsterland 
Acht Jahre nach Privatisierung: Bund kauft Bundesdruckerei zurück
„Der Druck von Banknoten, Reisepässen und Personalausweisen geht acht Jahre nach Privatisierung der Bundesdruckerei wieder in die Hand des Bundes über. Die Gesellschafter des Unternehmens sowie Finanz- und Innenministerium einigten sich "grundsätzlich" darauf, dass die Bundesdruckerei "zur Wahrung der nationalen sicherheitspolitischen Interessen" an die Bundesrepublik Deutschland verkauft wird. Dies teilte die Bundesdruckerei am Dienstagabend in Berlin mit. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt…“ Agenturmeldung in der Frankfurter Rundschau vom 10.09.2008 
- Bundesdruckerei: Rückkauf ist nur vorübergehend
Die Bundesregierung sieht den Rückkauf der Bundesdruckerei nur als vorübergehende Lösung an. Mittelfristig ist nach Angaben des Finanzministeriums wieder die Privatisierung angestrebt. Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 12.09.2008 
Schließung der Prinovis-Tiefdruckerei in Darmstadt
- Schließung der Prinovis-Tiefdruckerei in Darmstadt zum Jahresende nun endgültig: Sozialplan mit hohen Standards vereinbart
„Knapp 280 Beschäftigte der Prinovis Tiefdruckerei in Darmstadt verlieren zum 31. 12. 2008 ihren Arbeitsplatz. Alle Versuche der Arbeitnehmerseite, eine Fortführung der Produktion am Standort Darmstadt zu erreichen, scheiterten am Konzept der Gesellschafter Bertelsmann und Axel Springer nach dem Motto: „Ein Standort muss sterben, damit an den anderen Standorten noch profitabler produziert werden kann“, so ein ver.di Sprecher in der Betriebsversammlung am 9. Juni 2008, die zur Information über den vor wenigen Tagen unterzeichneten Sozialplan stattfand. (…) Vereinbart sind im Wesentlichen: Entgeltausgleiche und Mobilitätshilfen, um möglichst vielen Beschäftigten die Aufnahme einer Beschäftigung an anderen Prinovis Konzerngesellschaften zu ermöglichen. Transfermaßnahmen für alle Betroffenen und eine Transfergesellschaft für alle Betroffenen ab dem 50. Lebensjahr im Kalenderjahr 2009, um die Chancen auf Vermittlung in neue Arbeitsplätze zu fördern und Übergänge ohne Arbeitslosigkeit zu schaffen. Abfindungen für den Verlust des Arbeitsplatzes und Übergangsregelungen für Betroffene ab dem 58. Lebensjahr.“ Pressemitteilung von ver.di Hessen FB 8 vom 10.06.2008 
- Werksschließung: Verdi rügt Prinovis
„Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die geplante Schließung der zum Prinovis-Konzern gehörenden Tiefdruckerei in Darmstadt als "skandalös" bezeichnet. "Prinovis macht Millionengewinne, während die Beschäftigten die Folgen einer verfehlten Preispolitik bezahlen sollen", sagte Verdi-Konzernbetreuer Andreas Fröhlich laut Pressemitteilung bei einer Betriebsversammlung in Darmstadt. Von den Schließungsplänen sind 300 Arbeitsplätze bedroht…“ dpa-Meldung in der FR vom 07.02.2008 
Tarifverhandlungen in der Papierverarbeitung 2008
- Tarifeinigung in der Papierverarbeitung
„Bei den Tarifverhandlungen für die rund 100.000 Beschäftigten der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie ist heute Morgen ein Ergebnis erzielt worden. Danach steigen die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen ab 1. Mai 2008 um 3,9 Prozent und ab 1. Mai 2009 um weitere 2,9 Prozent. Die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrages beträgt 25 Monate bis zum 30. April 2010…“ Pressemitteilung von ver.di vom 08.05.2008 
- Warnstreiks in Papierindustrie - Ver.di fordert 8 Prozent mehr Geld
„Mehr als 1000 Beschäftigte der Papier- und Kunststoffindustrie haben nach Gewerkschaftsangaben am Donnerstag zeitweise die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft ver.di hatte im laufenden Tarifkonflikt in 50 Betrieben zu Warnstreiks aufgerufen. Schwerpunkte waren Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Ver.di fordert für die knapp 100 000 Mitarbeiter der Branche acht Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben in der ersten Verhandlungsrunde Ende März kein Angebot vorgelegt…“ dpa-Meldung bei ver.di vom 10.04.2008 . Siehe dazu auch:
- Warnstreiks in der Papier-, Pappe- und Kunststoffverarbeitung: Erfolgreiche Aktionen und Warnstreiks
Streik – Info von ver.di vom 11. April 2008 
ver.di kündigt Widerstand gegen Entlassungen und Outsourcing bei schlott an
„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Pläne zu Entlassungen und zur Tarifflucht von Tiefdruckwerken der schlott Gruppe als unverhältnismäßig und unsozial kritisiert. „Dagegen werden wir massiven Widerstand leisten“, kündigte der zuständige ver.di-Experte Andreas Fröhlich an. Die schlott Gruppe hatte in der vergangenen Woche angekündigt, bei der Konzerntochter sebald in Nürnberg 100 Beschäftigte zu entlassen und knapp 100 Stellen auszugliedern. Zudem stehen bei wwk in Landau (Rheinland-Pfalz) Kündigungen an…“ Pressemitteilung von verdi vom 28.01.2008 
Tarifrunde Druckindustrie, Zeitungen und Zeitschriften 2007
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Tarifabschluss: Akzeptanz??
"Akzeptanz statt Jubel" - so defensiv schon
die Überschrift des Tarifinfos zum Tarifabschluß
2007. Da muß dann schon eine symbolische Bedeutung der
3 vor dem Komma herbeizitiert werden - von der offensichtlich
zumindest eine ganze Reihe von Streikaktivisten nichts wußten,
wie mensch in den Kommentaren lesen kann - um irgendwie, naja,
Erfolg sagen zu können.
a) Das Ergebnis
Das Ergebnis wird in dem Tarifinfo "Akzeptanz
statt Jubel"
vom 6. Juni 2007 offiziell kommentiert, inklusive der gewohnten
Zweiphasen-Gewerkschaftsmathematik, mit drei Prozent hoch drei
Monate dividiert durch 120 Streikbetriebe macht annehmbar...
b) Die Kommentare
Einige Dutzend Kollegen haben sich auf dem Newsticker
zur Tarifrunde an der Diskussion der Tarifrunde schriftlich
beteiligt. Von Sturm aufs Gewerkschaftshaus bis zur üblichen
rituellen Schelte für Kollegen aus Klein- und Mittelbetrieben
(erscheint ja auch einfacher als über den Sinn von Warnstreiks
heute oder neue Streikformen im Zeitalter des Computers nachzudenken,
was andrerseits aber viele tun) gibt es hier alles an Meinungen
nachzulesen. Kommentare zu "Die
3 ist geschafft!“
vom 6. Juni 2007.
-
4. Tarifverhandlung Druckindustrie am 22./23. 5. 2007
in Frankfurt - um 0.30 h abgebrochen!
„Arbeitgeber provozieren erneut! Trotz eines mehr
als deutlichen Entgegenkommens von ver.di haben die Arbeitgeber
der Druckindustrie ihr sogenanntes Angebot nicht wirklich verbessert.
Das Entgegenkommen von ver.di: 3,8 Prozent ab 1.4.2007 für
12 Monate; 2,5 Prozent ab 1.4.2008 für 6 Monate; Die zweite
Erhöhungsstufe von 2,5 Prozent kann durch freiwillige Betriebsvereinbarung
bei Vorliegen von wirtschaftlichen Schwierigkeiten um höchstens
drei Monate auf den 1.7.2008 verschoben werden; Gesamtlaufzeit
18 Monate
Das provokative Angebot der Arbeitgeber: 2 Nullmonate! 2,4 Prozent
ab 1.6.2007 für 10 Monate, 180 Euro Einmalzahlung zum 1.10.2007,
die durch erzwingbare! Betriebsvereinbarung ganz oder teilweise
gestrichen werden kann; 1,8 Prozent ab 1.4.2008 für 12
Monate. Diese Erhöhung kann mit freiwilliger Betriebsvereinbarung
bei Vorliegen von wirtschaftlichen Schwierigkeiten um sechs
Monate, bis zum 1.10.2008 verschoben werden; 180 Euro Einmalzahlung
zum 1.10.2008, verbindlich für alle Betriebe.Gesamtlaufzeit
bis 31.3.2009…“ Ver.di
Newsticker vom 23.05.2007 
- Sonderseite bei ver.di
Zu der Tarifrunde Druckindustrie, Zeitungen und Zeitschriften
2007 gibt's bei ver.di eine Sonderseite

- Konstanz: Auch Drucker stehn zum Streik bereit
„Die vierte Runde der Druckverhandlungen findet am
22. Mai in Frankfurt am Main statt, wie der Bundesverband Druck
und Medien (bvdm) in Wiesbaden mitteilte.Die Drucker, früher
hochorganisiert und allzeit kampfbereit, sind inzwischen bei ver.di
zusammengeschlossen.Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr
Lohn für die Beschäftigten und orientiert sich damals
an den Metallern…“ Bericht
bei stattweb.de vom 19.05.2007 
Neue Arbeitsbedingungen in der Druckvorstufe
„Für Menschen, die in der alten Bundesrepublik aufgewachsen sind, galten die Belegschaften in der Druckindustrie einst als die kämpferischsten überhaupt. Das mag aus heutiger Sicht verwundern, denkt man doch derzeit bei streikenden Druckern eher an defekte Bürogeräte. Tatsächlich gab es in den 70er und 80er Jahren eine Reihe größerer Arbeitskämpfe im Zusammenhang mit der Einführung rechnergestützter Satzsysteme, die auf den ersten Blick auch keineswegs in Niederlagen endeten, aber angesichts der tiefgreifenden Umstrukturierung insbesondere für die in der Druckvorstufe arbeitenden Schriftsetzer, Druckvorlagenhersteller und Reprofotografen auch nicht als Siege gelten können…“ Artikel von Søren Jansen und Susann Sax erschienen in Wildcat 77 vom Sommer 2006.
Wie man mit Büchern an die Wand fährt
„Welche Eltern kennen nicht Janosch? Der Beltz&Gelberg-Verlag ist für gute Kinderbücher bekannt. Er gehört zur Beltz-Gruppe (Weinheim/Bergstraße), die mit Titeln wie "Psychologie heute" anerkannte Fachzeitschriften und Bücher produziert. Weniger bekannt ist, daß dies unter Bedingungen geschieht, die nicht ins 21. Jahrhundert passen..." Artikel von Hans Dölzer. Siehe dazu die Sonderseite von ver.di-Rhein-Neckar zum Druckhaus Beltz mit Bildern von Hans Dölzer
Tarifflucht bei der FAZ-Druckerei?
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Drucker konnten Tarifflucht verhindern. Frankfurt/Main: Streikdrohung der Mitarbeiter der Societätsdruckerei zeigte Wirkung
„Nach drei Wochen Mobilisierung der Belegschaft ist es den Beschäftigten der Frankfurter Societätsdruckerei (FSD) Ende letzter Woche gelungen, den vom Management vorgesehenen Einstieg in ein hausinternes Tarifdumping durch schrittweise Zerschlagung des namhaften Traditionsunternehmens zu verhindern…“ Artikel von Hans-Gerd Öfinger in junge Welt vom 29.12.2005 
- FAZ-Druckerei will aus Tarifvertrag flüchten. Frankfurter Unternehmen will Teile der Belegschaft in eine Tochtergesellschaft verschieben, die weniger zahlt. Beschäftigte leisten Widerstand
„Bei der Frankfurter Societäts-Druckerei (FSD), die neben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und der Frankfurter Neuen Presse eine Reihe renommierter Fachblätter herstellt, ist ein halbes Jahr nach der letzten großen Streikbewegung ein neuer betrieblicher Konflikt entbrannt. Am Mittwoch protestierten FSD-Belegschaftsangehörige am Firmentor gegen drohendes hausinternes Tarifdumping durch schrittweise Zerschlagung des Traditionsunternehmens…“ Artikel von Hans-Gerd Öfinger in junge Welt vom 23.12.2005 
Arbeitsplatzabbau bei Schlott Sebald Nürnberg
Nach dem Tiefdruck nun auch Arbeitsplätze in der Nürnberger Druckweiterverarbeitung akut gefährdet - und wie dabei ein unliebsamer Betriebsrat kalt gestellt werden soll! Pressemitteilung des ver.di Fachbereichs Medien, Nürnberg, vom 3. Juni 2002
BZV (Berliner Zustell- und Vertriebsgesellschaft: Feindbild Gewerkschaft. Berliner Zeitungszusteller stehen nach ver.di-Warnstreik auf der Straße
"Gut eine halbe Million Berliner beginnen ihren Tag mit der Lektüre einer abonnierten Tageszeitung. In den Berliner Bezirken Neukölln, Wilmersdorf, Steglitz und Zehlendorf zogen am Dienstag vergangener Woche viele von ihnen statt ihrer Tageszeitung ein Flugblatt aus dem Briefkasten. »Auf Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di«, hieß es darin, tritt ihr »Zeitungszusteller in einen eintägigen Warnstreik« mit dem Ziel, »einen Lohntarifvertrag für die Zustellung von Zeitschriften und Zeitungen durchzusetzen«, der seit Jahren hartnäckig verweigert wird...." Artikel von Ralf Wurzbacher in Junge Welt vom 29.11.2001  |