Platz für Windräder und Solaranlagen: Greenpeace-Energy will RWE-Braunkohlerevier kaufen

Hambacher Forst bleibt!Eines ist der Vorschlag des Ökostromversorgers Greenpeace Energy in jedem Fall: aufsehenerregend. Das Unternehmen bietet an, die Braunkohletagebaue und -kraftwerke von RWE im Rheinischen Revier in drei Stufen zu übernehmen und bis 2025 stillzulegen. Konkret soll das so ablaufen: 2020 will Greenpeace Energy zunächst den umstrittenen Tagebau Hambach und die sechs ältesten und am wenigsten effizienten Kraftwerksblöcke im Rheinischen Revier übernehmen und stilllegen. Der Wald, der diesen Herbst für viele Schlagzeilen sorgte, würde so in jedem Fall gerettet werden. 2022 sollen der Tagebau Inden und sechs weitere Kraftwerksblöcke übernommen werden, 2025 schließlich der Tagebau Garzweiler und die letzten drei Braunkohleblöcke. Um den wegfallenden Strom zu ersetzen, will Greenpeace Energy im Rheinischen Revier das größte Erneuerbare-Energien-Projekt Europas verwirklichen. Dort, wo derzeit riesige Kohlebagger arbeiten, sollen bis Mitte der Zwanzigerjahre neue Wind- und Solarparks entstehen. Deren Gesamtleistung: 8,2 Gigawatt. Das entspricht der Kapazität von acht Atomkraftwerken. Durch die Umsetzung des Greenpeace-Energy-Plans sollen insgesamt 441 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. (…) Für RWE dürfte eine solch niedrige Kaufofferte kaum attraktiv sein. Zumal Greenpeace Energy den Konzern auch noch dazu verdonnern will, sich an den Kosten für die Umschulung der Mitarbeiter aus der Braunkohlesparte zu beteiligen. Diese will Greenpeace Energy nämlich allesamt übernehmen. Sie sollen künftig bei einer neu gegründeten Beschäftigungsgesellschaft unter Vertrag sein.  Die Ex-RWE-Mitarbeiter sollen dann in der Renaturierung der Tagebauflächen arbeiten und helfen, die Braunkohlekraftwerke abzubauen. Ein Teil von ihnen soll zudem für Jobs im Erneuerbare-Energien-Sektor und in anderen Branchen weiterqualifiziert werden. Die Beschäftigungsgesellschaft soll laut dem Plan von Greenpeace Energy zum Teil von RWE finanziert werden. Zusätzlich soll sie Mittel aus einem öffentlichen Fonds bekommen, der den Strukturwandel in den Braunkohleregionen unterstützt. Die Kohlekommission setzt sich seit Längerem für einen solchen Strukturfonds ein…“ Artikel von Stefan Schultz vom 26.11.2018 in Spiegel online externer Link, siehe dazu auch die Pressemitteilung vom 26.11.2018 externer Link: Übernahmevorschlag für Kraftwerke und Tagebaue. Greenpeace Energy will RWE-Braunkohlesparte bis 2025 stilllegen und durch Erneuerbare ersetzen