Europäischer Aktionstag gegen Sozialdumping am 3. Mai 2014

Dossiertrucker protest 2014

  • Protestveranstaltung in Berlin durch Polizei sabottiert – Spendenaufruf für Truckeraktivisten
    Der 3.5. war europaweiter Protesttag gegen Lohndumping im Transportgewerbe. Zu der von LKW Fahrern Kundgebung am Brandenburger Tor fand sich eine bunte Mischung von Betriebsaktivisten und Unterstützern ein, wie Berliner S-Bahner und Taxifahrer, Kölner FORD-Arbeiter, griechische Basisgewerkschafter und Solidaritätsadressen kamen u.a. aus Kanada und Japan.
    Die Polizei schien wenig vom Demonstrationsrecht zu halten und war bemüht es den Veranstaltern schwer zu machen und die Veranstaltung vorzeitig zu beenden. Es wurde unterstellt, es sei keine politische Kundgebung, sondern ein kommerzielles Bierfest, weil eine (auf eigene Rechnung arbeitende) Wurstbude vor Ort war. Der Cateringstand mußte entfernt werden und eine anwesende Anwältin konnte nicht verhindern, daß die Veranstaltung zur Hälfte der beantragten Zeit  abgebrochen werden mußte.
    Den Veranstaltern wurde eine Spendensammlung unter den Teilnehmern untersagt, da ihre Spendenbüchsen zwar geschlossen, aber nicht verplombt waren. So blieb der KCD auf mehr als 300€ Kosten dieser Veranstaltung sitzen und bittet jetzt auf diesem Weg um Spenden: “Liebe Kollegen,  wie Ihr Euch denken könnt, hat jede Kundgebung ihre Kosten. Deshalb würden wir Euch bitten, uns durch eine Spende zu unterstützen. Jeder Cent ist uns eine Hilfe! Wer etwas spenden möchte, überweist den betrag Bitte mit dem Kennwort: “Berlin 3.Mai” auf das Konto: Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter e.G.
    BLZ: 270 925 55
    KTO: 503 110 1800
    BIC: GENODEF1WFV
    IBAN: DE16 2709 2555 5031 1018 00
  • Together Now – Erfolg trotz massiver Gegenkampagne
    „Der europäische Aktionstag am 3. Mai 2014 gegen Sozialdumping war ein wichtiger politischer Erfolg der noch jungen Bewegung der Transportarbeiter*innen – obwohl die Beteiligung in Berlin aufgrund massiver Gegenmaßnahmen interessierter Kreise weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist…Eine Auswertung des Aktionstages auf Netzwerk-IT vom 09.05.2014 externer Link
  • Bericht und Fotos vom Aktionstag gegen Sozialdumping in Berlin
    “Unter dem Motto „Together now – drivers voice for a social Europe“ fand am 3. Mai zeitgleich in den Hauptstädten mehrerer europäischer Länder der Aktionstag der TruckerInnen statt. Er richtete sich gegen das Lohn- und Sozialdumping in der Transportbranche sowie die neoliberale Politik der EU und der Regierungen der einzelnen Länder. In Berlin gab es eine vom Kraftfahrer-​Club Deutschland ausgerichtete Sternfahrt, an der leider nur wenige LKWs teilnahmen. Kollegen berichteten, dass Firmenleitungen Druck auf Beschäftigte ausgeübt haben, damit sie nicht daran teilnehmen…Der Bericht auf Klassenkampf-Block Berlin vom 04.05.2014 externer Link
  • Truckerproteste in der Hauptstadt: Von wegen Easy Rider
    In Berlin demonstrieren LKW-Fahrer gegen ihre Arbeitsbedingungen – und den europäischen Konkurrenzkampf auf den Straßen. Artikel von Peter Nowak in der TAZ vom 04.05.2014 externer Link Aus dem Text: „(…)  „Wir sind nicht eure Sklaven, sondern eure Versorger“, so die Parole. Ingo Schulze vom Kraftfahrerclub Deutschland hatte die Proteste mit vorbereitet. Er beklagt das stetige Sinken der Löhne in den letzten Jahren – aber auch, dass nur zehn LKW am Samstag am Brandenburger Tor, dem Ort der Abschlusskundgebung, stehen. „Wir haben es wieder nicht geschafft, die Masse der LKW-FahrerInnen zu mobilisieren“, so Schulze. Allerdings protestierten zeitgleich Fahrer auch in Den Haag, Rom, Stockholm, Oslo, Kopenhagen und Madrid…“
  • Trucker gehen über Grenzen: Fahrergruppen planen für den Samstag einen Aktionstag in mehreren Staaten
    Wider die Sklaverei in der Transportbranche: Fahrergruppen aus mehreren europäischen Staaten rufen zum internationalen Protesttag am 3. Mai auf. Ohne Ver.di. Artikel von Olaf Harning im Neues Deutschland vom 02.05.2014 externer Link Aus dem Text: „(…) Während die Aktionen in Skandinavien und Spanien überwiegend von Gewerkschaften getragen werden, ist die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Berliner Protest nicht beteiligt. Hintergrund dafür ist ein geplatztes Treffen zwischen dem zuständigen Branchensekretär der Gewerkschaft und verschiedenen Fahrergruppen im September des vergangenen Jahres, das ver.di nicht nur kurzfristig absagte, sondern auch mit einem grundsätzlichen »Nein« zur weiteren Zusammenarbeit verband. Misslungen ist zudem der Versuch, auch ost- und südosteuropäische Fahrer in den Protest einzubinden: »Wir haben uns sehr um die Kollegen bemüht«, so Schulze, »aber letztlich nur Absagen bekommen.« Das Motto »Stop slaveri«, unter dem der Aktionstag in Dänemark, Schweden und Norwegen laufe, beziehe sich aber direkt auf die Arbeitsbedingungen osteuropäischer Kollegen.
  • Together Now – The United Voice Of The European Truck Drivers! Berlin, Stockholm, Oslo und Kopenhagen am 3. Mai 2014
    “Eine Initiative Europäischer LKW-Fahrer gegen Sozialdumping, Ausbeutung von Kraftfahrern in Europa und Sklaverei ähnliche Zustände! Die Fahrer rufen branchenübergreifend dazu auf, der menschenverachtenden Europa-Politik Einhalt zu gebieten. Die Solidarität verschiedener Branchen soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich ziehen und den gemeinsamen Arbeitskampf stärken. Die Kundgebung am 3.Mai 2014 wird zeitgleich in verschiedenen Hauptstädten in Europa stattfinden. Anfang Mai werden europaweit Protestaktionen von Berufskraftfahrern gegen Sozialdumping, Ausbeutung und sklavereiähnliche Arbeitsbedingungen stattfinden.” Terminankündigung bei Netzwerk-IT externer Link . Dort kann auch der Einladungsflyer heruntergeladen werden.
  • Informationsveranstaltung in Köln
    Hierzu findet am 22. März eine Informationsveranstaltung mit Ingo Schulze von den Kraftfahrer-Clubs Deutschland e.V. in Köln statt. Wir informieren über Liberalisierung des europäischen Transportsektors und die daraus resultierenden Folgen.” Am 22.03.2014 von 16:00 bis 19:00; Alte Feuerwache Köln (Melchiorstr. 3)
  • Die Homepage des Kraftfahrer-Clubs Deutschland e.V.
    Aktuelle Infos zur Kundgebung und viele weitere Infos auf der Homepage des KCD externer Link