Die Deutsche Bahn [DBN.UL] peilt im Zuge ihres Sanierungskurses auch den Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen an. Allein bei der schwer angeschlagenen Güterbahn sei der Abbau von bis zu 5000 Arbeitsplätzen im Gespräch, sagten mit den Plänen vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Dies wäre fast ein Drittel der Belegschaft von Europas größtem Schienen-Güterverkehrsunternehmen. Darüber hinaus sollten dort mit 500 ebenfalls ein Drittel der Verladestellen bei Kunden aufgegeben werden, hieß es aus dem Umfeld der Projektgruppe “Zukunft Bahn”, bei der auch die Unternehmensberatung McKinsey mitarbeitet. Dies könne bedeuten, dass wirtschaftsschwache Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern komplett aufgegeben würden, hieß es weiter. Der Verkehr mit Einzelwaggons von kleineren Kunden soll massiv zurückgefahren werden…” Artikel von Markus Wacket vom 08.10.2015 bei finanzen.net externer Link. Siehe dazu Erklärungen der EVG und nun auch der GDL:

  • Hausaufgaben erledigen, statt die Schuld auf die GDL schieben
    Schuld am Rückgang des Schienengüterverkehrs der Deutschen Bahn sei die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Das behauptet zumindest der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“: „Nach dem GDL-Streik im Sommer seien acht bis zu zehn Prozent der Kunden nicht mehr zur DB zurückgekehrt.“ (…) Fakt ist: Die Verkehrsleistung von DB Schenker Rail geht schon seit 2011 kontinuierlich zurück, während der Verkehr insgesamt stark zunimmt. Hier ist das Management gefragt, denn bei den privaten Schienengüterverkehrsunternehmen geht das Geschäft besser. Und dass die Privaten schlechtere Löhne zahlen, ist nur eine Mär. Gerade hat die GDL den Flächentarifvertrag für den Schienengüterverkehr abgeschlossen, auf dem Niveau der DB. Die Westfälische Landeseisenbahn und SBB Cargo Deutschland liegen sogar darüber. (…) Kritik ist auch am Bund zu üben, und zwar nicht nur, weil die DB zu 100 Prozent in seinem Besitz ist. Die Bahnen haben viel schlechtere Rahmenbedingungen als andere Verkehrsträger. Die Maut für LKW liegt weit unter den Trassenpreisen für die Schiene. Für Flugzeuge muss keine Kerosinsteuer abgeführt werden, die Bahnen zahlen aber Mineralölsteuer. Und das umweltfreundlichste Verkehrsmittel muss auch noch Ökosteuer zahlen…” Pressemitteilung der GDL vom 20.10.2015 externer Link
  • DB SchenkerRail: „verkehrspolitische Bankrotterklärung“
    Der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner hat die Pläne einer drastischen Umstrukturierung bei DB SchenkerRail als „verkehrspolitische Bankrotterklärung“ bezeichnet. „Das, was bei DB SchenkerRail jetzt mit dem Abbau von Arbeitsplätzen und der Schließung von Güterverkehrsstellen offensichtlich diskutiert wird, ist ungeheuerlich und wird auf unseren Widerstand stoßen”, stellte der EVG-Vorsitzende fest. Kirchner forderte von der Politik, dem Bund als Eigentümer, aber auch vom Vorstand der DB AG ein klares Bekenntnis zum Schienengüterverkehr…” EVG-Pressemitteilung vom 09.10.2015 externer Link