Dossier

rynair lowest wagesDeutsche Piloten haben Ryanairchef Micheal O’Leary zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die Ryanair Piloten in der EU weisen schon seit zwei Monaten daraufhin, dass sie Verhandlungen mit dem Unternehmen aufnehmen möchten, um auf direktem Weg die Probleme anzugehen, vor denen das fliegende Personal und die Passagiere von Ryanair derzeit stehen. Bisher stoßen sie bei Ryanair jedoch nur auf eine vollständige Blockadehaltung. Deutsche Ryanair-Piloten haben nun mit Unterstützung der Vereinigung Cockpit (VC) eine Tarifkommission gegründet, die Verhandlungen mit Ryanair über Einzelheiten eines Tarifvertrags aufnehmen möchte. Es liegt auf der Hand, dass die derzeitigen Vereinbarungen, die auf den Basen in Deutschland gelten, nicht dieselbe Rechtsstellung haben wie ein gemeinsames Arbeitsabkommen, und dass Ryanair nationale Gewerkschaftsverträge verhandeln muss, um die Einhaltung sowohl europäischer als auch nationaler Regelungen in Deutschland sicherzustellen…” Cockpit-Meldung vom 17 November 2017 externer Link, UFO ebenso, siehe dazu auch:

  • Auf Konfrontationskurs: Ryanair-Beschäftigte wollen im Streit um bessere Arbeitsbedingungen nicht nachgeben New
    “… Nachdem Konzernchef Michael O’Leary im Dezember nach jahrelanger Weigerung überraschend angekündigt hatte, die Gewerkschaften als Vertreter der Piloten und der Flugbegleiter anzuerkennen und den Abschluss von Kollektivverträgen zu ermöglichen, gab es Anfang Februar eine radikale Kehrtwende. Sein Unternehmen werde den »lächerlichen Forderungen« der Flugkapitäne nicht nachgeben, erklärte O’Leary Anfang der Woche. Vielmehr sei man bereit, mögliche Beeinträchtigungen durch Streiks hinzunehmen. (…) Die spanische Pilotengewerkschaft Sepla kündigte an, die Airline zu verklagen, weil die Verhandlungen laut Gewerkschaft nicht konstruktiv verlaufen, berichtete das Luftfahrtmagazin »aero« am Donnerstag. Dabei geht es vor allem darum, die Verträge der spanischen Ryanair-Piloten nach spanischem Arbeitsrecht zu verfassen – und nicht mehr nach irischem. Ein Rolle spielt dabei auch die Scheinselbstständigkeit vieler Piloten, Die Gewerkschaft fordert für alle Piloten reguläre Arbeitsverträge mit der Airline. Streiks werden derzeit nicht geplant, Sepla bevorzuge den juristischen Weg (…) In Dänemark, wo Ryanair in Kopenhagen einen neuen Standort eröffnen möchte, beharrt die Flugbranchengewerkschaft FPU bereits im Vorfeld darauf, dass die dort eingesetzten Piloten dem dänischen Arbeitsrechts unterliegen. (…)Unübersichtlich ist nach Auskunft des Cockpit-Sprechers die Lage in Italien. Zwar gab es eine Streikankündigung für den heutigen Sonnabend, doch da es dort verschiedene Luftfahrt- und Pilotengewerkschaften mit unterschiedlicher Strategie gebe, wisse man derzeit nicht, was tatsächlich passieren werde…” Artikel von Rainer Balcerowiak vom 10.02.2018 beim ND online externer Link
  • VC kündigt Streik bei Ryanair an. Ab sofort ist jederzeit mit Streikmaßnahmen zu rechnen, Weihnachtstage ausgenommen 
    Die Vereinigung Cockpit (VC) erklärte im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag, den 12.12.2017, dass ab sofort jederzeit mit Streikmaßnahmen bei Ryanair zu rechnen ist. Damit soll die Aufnahme von Tarifverhandlungen zur Regelung von marktgerechten Arbeits- und Vergütungsbedingungen für Ryanair-Piloten erzwungen werden. (…) Derzeit laufen Ryanair in Scharen die Piloten davon, weil fast alle anderen Fluggesellschaften bessere Arbeitsbedingungen bieten, als Ryanair selbst und derzeit europaweit viele Piloten gesucht werden. Auch dadurch gibt es aus VC-Sicht eine deutliche Unterdeckung an Piloten bei der irischen Fluggesellschaft, was zu zahlreichen nicht durchgeführten Flügen führt. So haben der italienische und der portugiesische Pilotenverband ebenso Streiks für die kommenden Tage in Aussicht gestellt, wie die VC. Auch in Irland haben die Piloten gestern in einer Urabstimmung für die Durchführung von Arbeitskampfmaßnahmen votiert…” Pressemitteilung vom 12. Dezember 2017 von und bei der Vereinigung Cockpit externer Link
  • UFO fordert Ryanair zu Tarifverhandlungen auf
    “… dass die Arbeits- und Vergütungsbedingungen bei Ryanair einen traurigen Tiefpunkt der Low-Cost-Abwärtsspirale darstellen, ist Euch sicherlich bekannt. Hier nur schlagwortartig einige zentrale Punkte, die Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern dort widerfahren: Monatsgehalt rund 1.200 Euro brutto inkl. Flugzulage; Unbezahlte Freistellung auf Weisung von Ryanair für mehrere Wochen in den Wintermonaten; Keine Personalvertretung, keine Tarifverträge; Beschäftigung über  Leiharbeitsverhältnisse ohne Zukunftsperspektive; Kürzeste Kündigungsfristen;   Kosten für Uniform und Grundlehrgang (3.000 Euro) sind vom Arbeitnehmer zu tragen (…)  Wir werden nun Ryanair zu Tarifverhandlungen auffordern, um sie zu einem fairen Wettbewerber zu machen, der zumindest Mindeststandards und grundlegende Arbeitnehmerrechte einhält. Wir stellen uns dabei auf eine lange und harte Auseinandersetzung ein, während der wir unser Vorgehen sowohl mit der Vereinigung Cockpit, als auch mit unseren Freunden unserer europäischen Dachorganisation EurECCA abstimmen werden…” Meldung vom 25. Oktober 2017 externer Link
  • Forderung nach Tarifvertrag: Ryanair-Piloten proben den Aufstand
    Die Piloten des Billigfliegers Ryanair wollen einen Tarifvertrag und haben sich deshalb mit der Gewerkschaft Cockpit zusammengetan. Bisher lehnt das irische Unternehmen jegliche Verhandlungen ab und beruft sich auf irisches Recht. Piloten des irischen Billigfliegers Ryanair haben bisher keinen Tarifvertrag. Über ihre Gehälter verhandeln lokale Pilotenvertretungen mit dem Unternehmen. Das soll sich nun ändern. Mithilfe der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben Ryanair-Mitarbeiter die Fluggesellschaft zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Dazu sei eine Tarifkommission mit einem professionellen Verhandlungsführer gegründet worden, berichtet die Gewerkschaft…” Tagesschau-Meldung vom 17.11.2017 externer Link