ver.di hat die Kabinenbeschäftigten von Eurowings zum Streik in Düsseldorf und Hamburg aufgerufen. An beiden Standorten wird es deshalb am Dienstag, dem 22. November 2016 zwischen fünf Uhr morgens und 20 Uhr zu einem ganztägigen Streik kommen. Trotz mehrmonatiger Tarifverhandlungen mit der Eurowings konnte auch am 11. November kein Ergebnis erzielt werden. (…) ver.di fordert für die rund 460 Kabinenmitarbeiter von Eurowings unter anderem eine Anhebung der Gehälter und eine Erhöhung der Funktionszulagen um jeweils sieben Prozent, 500 Euro Zulage für die Kabinenleitung („Chef de Cabin“; CdC) und die volle Bezahlung der Dienstzeit einschließlich der Bodentätigkeiten und Bodenzeiten. Darüber hinaus strebt ver.di eine Anhebung der Mehrflugstundenvergütung auf 30 Euro sowie eine zehnprozentige Provision beim Bordverkauf an. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. (…) Ein weiterer Verhandlungstermin wurde noch nicht vereinbart.” ver.di-Pressemitteilung vom 22.11.2016 externer Link. Siehe dazu:

  • [Ver.di] Tarifvertrag für Flugbegleiter mit Eurowings heute Nacht in Kraft gesetzt
    “Nach erneuten zweitägigen Gesprächen konnte der bereits am 2. Dezember 2016 zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Eurowings geschlossene Tarifvertrag für die Flugbegleiter bei Eurowings in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (15. zum 16. Dezember) in Kraft treten. Mit dem erzielten Tarifergebnis werden über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren Lohnerhöhungen zwischen 6,25 Prozent und über 9 Prozent gesichert. Der endgültige Abschluss war in Gefahr geraten, weil die UFO versuchte, die Lufthansa-Tochter unter Druck zu setzen, von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch zu machen. (…) Trotz dieser problematischen Situation sei es erfreulich, dass der Vergütungstarifvertrag jetzt in Kraft trete und die Beschäftigten von einer deutlichen Gehaltserhöhung profitieren würden. Am Montag, dem 12. Dezember 2016 hatten sich in einer Mitgliederbefragung mehr als 94 Prozent aller ver.di-Mitglieder bei Eurowings für die Annahme des Ergebnisses ausgesprochen.” ver.di-Pressemitteilung vom 16. Dezember 2016 externer Link – siehe dazu auch: Rollentausch bei Eurowings: Spartenorganisation UFO und Management fordern einheitliche Tarifregelungen. ver.di besteht auf ihrem Recht, eigene Verträge abzuschließen
  • Tarifergebnis für Flugbegleiter bei Eurowings erzielt
    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Geschäftsführung der Eurowings haben heute Abend (2. Dezember 2016) ein Verhandlungsergebnis für die rund 460 Kabinenbeschäftigten bei Eurowings erzielt. Danach erhöhen sich die Gehälter der Flugbegleiter zum 1. Oktober 2016 um 2,5 Prozent, am 1. Oktober 2017 um weitere 2,5 Prozent und zum 1. Oktober 2018 nochmals um 1,25 Prozent für den Zeitraum von sechs Monaten. Für die Eurowings-Purser (Chefs de Cabine) wurde eine Tabelle erarbeitet, in der bisherige Zulagen und Zuschläge als Gesamteinkommen dargestellt werden. Diese Tabelle wird um 5 Prozent erhöht. Weitere Erhöhungen der Gehälter um 2,5 Prozent folgen zum 1. Oktober 2017 und 1,25 Prozent zum 1. Oktober 2018. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2019. Für alle Beschäftigten wurden zudem Verbesserungen bei Mehrflugstundenvergütungen erzielt. Diese werden für die Laufzeit des Tarifvertrages ebenfalls an die Tabellenerhöhungen für die Flugbegleiter gekoppelt. Die Provisionsvergütungen werden auf 12 Prozent erhöht…” ver.di-Pressemitteilung vom 2. Dezember 2016 externer Link
  • Bodenhaltung bei Lufthansa
    “… Am Dienstag haben schon die Kabinenbeschäftigten bei der Lufthansa-Tochter Eurowings gestreikt. 62 von 442 Verbindungen wurden deshalb gestrichen. Interessant ist dieser Tarifkonflikt über den Konzern hinaus, weil sich mittlerweile abzeichnet, könnte es das erste Mal sein, dass das sogenannte Tarifeinheitsgesetz zur Anwendung kommt. Ver.di, die für Dienstag zum Arbeitskampf aufgerufen hatte und unter anderem sieben Prozent mehr Lohn fordert, ist nach eigenen Angaben die mitgliederstärkste Gewerkschaft im Unternehmen. Die Unabhängige Flugbegleiterorganisation (UFO) hat eine Schlichtung mit beiden Gewerkschaften und dem Konzern vorgeschlagen, der das unterstützt. Allerdings möchte ver.di die eigene Kampfkraft nicht schwächen, indem es sich in diesen Prozess begibt.” Aus dem Artikel von Claudia Wrobel in junge Welt vom 23.11.2016 externer Link