Neue Massenentlassungen bei Karstadt geplant

Karstadt: Hände weg von unserem Tarifvertrag (ver.di)Erneut müssen tausende Karstadt-Beschäftigte um ihre Arbeitsplätze bangen. Fast 40 Prozent der knapp 16.000 verbliebenen Arbeitsplätze sind gefährdet. Sowohl die klassischen Warenhäuser, die Karstadt-Sporthäuser, die Gastro-Tochter Le-Buffet und die Feinkostsparte Perfetto sind betroffen. Bereits im Februar dieses Jahres hatten Verdi und der Betriebsrat der Entlassung von 1400 Beschäftigten zugestimmt. Nun legt die Karstadt-Geschäftsführung nach. Bei den letzten Tarifverhandlungen am 10. April habe der Konzern deutlich gemacht, dass sowohl bei den 81 Warenhäusern als auch bei den 28 Karstadt-Sporthäusern die Schließung von Filialen und zusätzlicher Personalabbau geplant seien. (…) Zu den jetzt verlangten neuen Angriffen zählt auch die Verschiebung der vollständigen Rückkehr in die Tarifbindung. Sie soll durch eine stufenweise Angleichung über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren erfolgen. Verdi hatte in der Vergangenheit mehrmals hohen Lohnsenkungen zugestimmt. Zuletzt hatte sie im Mai 2013 eine „Lohnpause“ vereinbart. Laut Verdi will Karstadt nach der bereits erfolgten Kürzung der Personalkosten in Höhe von 92 Millionen Euro weitere 240 Millionen Euro bei den Beschäftigten einsparen. Die Reaktion von Verdi auf diese Ankündigungen ist zynisch…“ Artikel von Jan Peters auf World Socialist Website vom 24.04.2015 externer Link. Siehe dazu:

  • ver.di und der Karstadt-Gesamtbetriebsrat üben scharfe Kritik an der Schließung weiterer Karstadt-Häuser
    „Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Gesamtbetriebsrat (GBR) von Karstadt üben scharfe Kritik an den heute auf der Karstadt-Aufsichtsratssitzung gefassten Beschlüssen, fünf weitere Karstadt-Filialen (Recklinghausen, Mönchengladbach-Rheydt, Bottrop, Dessau und Neumünster) zu schließen. Von der Entscheidung sind rund 540 Beschäftigte betroffen…“ Ver.di Mitteilung vom 12.05.2015 externer Link. Siehe dazu:

  • Warenhauskette Karstadt – Tarifverhandlungen fortgesetzt
    Verdi verhandelt seit heute wieder mit der Führung der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt. Die Gespräche könnten sich jedoch lange hinziehen. Zu weit liegen die Forderungen beider Seiten auseinander…“ dpa Artikel auf Handelsblatt Online vom 23.04.2015 externer Link