Einschüchterungen und Entlassungen statt christlicher Nächstenliebe: Mit harter Hand saniert die Caritas im unterfränkischen Mellrichstadt zwei defizitäre Altenheime. Die Beschäftigten fürchten um die Versorgung der alten Menschen. Artikel von Dietrich Mittler in der Süddeutschen Zeitung vom 07.02.2013 externer Link Aus dem Text: „(…) Zurückliegende Sparmaßnahmen, mit denen Überstunden abgebaut werden sollten, hatten in Mellrichstadt ein eher kontraproduktives Ergebnis: Der Krankenstand ging enorm in die Höhe, am Ende mussten gar Zeitarbeiter eingestellt werden. Durch die nun an Bord geholten Manager der Caritas Einrichtungen gGmbH sei das Binnenklima nicht besser geworden – im Gegenteil: Mitarbeiter würden eingeschüchtert, Aufhebungsverträge und Stundenreduzierungen gehörten zum Repertoire der neuen Führungskräfte. “Ist das christliche Nächstenliebe?”, heißt es im Schreiben an die SZ. Aus Sicht der Gewerkschaft Verdi ist diese Frage in einigen Fällen durchaus berechtigt – insbesondere, da sich Mitarbeiter in Aufhebungsverträgen verpflichten sollen, der “Stellennachfolge” ihre Tätigkeiten zu übergeben (heißt übersetzt, sie einzuweisen), bevor sie selbst “freigestellt” sind…“