Tarifrunde Helios-Kliniken beginnt: ver.di fordert mehr Gehalt und Entlastungen

ver.di bei Helios-Klinikukm RhönZum Auftakt der Tarifrunde für die rund 23.000 Beschäftigten der Helios-Kliniken, die unter den Konzerntarifvertrag fallen, hat die ver.di ihre Forderungen nach mehr Gehalt und Entlastung der Beschäftigten bekräftigt. „Alle reden von der Wertschätzung der Gesundheitsberufe. Wer es ernst meint mit der Anerkennung der herausragenden Leistung der Beschäftigten, muss sie besser bezahlen und ihre extreme Belastung reduzieren“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Sylvia Bühler. Die Verhandlungen beginnen am Mittwoch, 21. Januar 2015, in Berlin. Betroffen sind 33 Akutkliniken des Fresenius-Helios-Konzerns…” ver.di-Presemitteilung vom 20. Januar 2015 externer Link. Siehe dazu:

  • Tarifeinigung bei Helios: insgesamt 5 Prozent mehr Gehalt
    Im Tarifkonflikt bei den 36 Helios-Kliniken, die unter den Konzerntarifvertrag fallen, ist in der dritten Verhandlungsrunde eine Einigung erzielt worden. Demnach steigen die Gehälter der rund 23.000 Beschäftigten rückwirkend vom 1. Januar 2015 um 2,5 Prozent, ab Januar 2016 um weitere 2,5 Prozent. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 24 Monate. (…) Die Vergütungen der Auszubildenden werden ab 2015 um 40 Euro monatlich angehoben, ab 2016 gibt es weitere 30 Euro mehr. Ab nächstes Jahr erhalten die Auszubildenden zudem 28 Tage Urlaub, alle anderen Beschäftigten sogar 30 Tage. Darüber hinaus gibt es für Beschäftigte, die in Wechselschicht arbeiten, einen weiteren zusätzlichen Urlaubstag zur Erholung…“ Ver.di Pressemitteilung vom 25.03.2015 externer Link
  • Chefs von Helios mauern
    Trotz Umsatz- und Gewinnsteigerungen zeigt sich der Krankenhauskonzern gegenüber den Beschäftigten knauserig. Ver.di macht mit Warnstreiks Druck…“ Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom 21.03.2015 externer Link Aus dem Text: „Geld ist bei Helios nicht das Problem. Der zur Fresenius-Gruppe gehörende Krankenhausgigant hat kürzlich wieder Rekorde bei Umsatz und Profit verkündet. Gegenüber den Belegschaften gibt er sich knauserig. In der laufenden Tarifrunde für die rund 23.000 Beschäftigten in den 36 Akutkliniken, die unter den Konzerntarifvertrag fallen, hat das Management karge Gehaltsverbesserungen angeboten. Auf die von ver.di erhobenen Forderungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist es bislang nicht eingegangen. Vor der dritten Verhandlungsrunde am kommenden Dienstag in Berlin erhöht die Gewerkschaft deshalb mit Warnstreiks den Druck…“
  • Warnstreiks in Helios-Kliniken
    Die Tarifauseinandersetzung bei den Helios-Kliniken spitzen sich zu. Da die Geschäftsführung des Klinikkonzerns nach wie vor die Tarifverhandlungen blockiert, bereitet ver.di im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde Aktionen und Warnstreiks vor. „Die Blockadehaltung der Arbeitgeber sorgt in der Helios-Belegschaft für wachsende Enttäuschung und Verärgerung“, sagt Sylvia Bühler, Verhandlungsführerin und ver.di-Bundesvorstandsmitglied. Proteste seien deswegen unvermeidlich…“ Pressemitteilung von verdi vom 02.03.2015 externer Link
    Aus dem Text: „… Neben dem unzureichenden Lohnangebot treibe vor allem das mangelnde Verständnis für die gesundheits- belastenden Folgen von Nacht- und Schichtarbeit die Beschäftigten auf die Barrikaden. Auch werde der wachsende Druck infolge Personalmangels schlicht ignoriert. „Es darf nicht sein, dass auf einer Station in der Nacht eine Fachkraft allein für 45 Patienten zuständig ist“, so Bühler. ver.di fordere deshalb unter anderem, dass eine Mindestbesetzung von zwei Beschäftigten pro Station tariflich festgeschrieben wird. „Das Verhalten des Arbeitgebers in diesen Fragen grenzt an Realitätsverweigerung und heizt die Stimmung in der Belegschaft zusätzlich an“, sagt Bühler. Zu Warnstreiks und Aktionen könne es Anfang/Mitte März kommen. ver.di habe dem Arbeitgeber für den Fall von Warnstreiks den Abschluss von Notdienstvereinbarungen vorgeschlagen, um die Beeinträchtigungen für Patientinnen und Patienten zu minimieren.“