berlin baer chariteAn der Charité werden die krankenhausbezogenen Dienstleistungen wie z. B. Reinigung, Logistik, Speiseversorgung durch die nicht tarifgebundene Tochter Charité Facility Management (CFM) erbracht. Die CFM gehört zu 51% der Charité. In den letzten zwei Monaten berichten die Beschäftigten in der Logistik der CFM zunehmend von Aufgabenverlagerung von der CFM an dritte private Dienstleister. (…) Im Bereich der Botendienste sind die externen Firmen inzwischen nicht mehr aktiv. Beim campusübergreifenden Transport hält das Outsourcing an. Die externen Dienstleister tragen dabei häufig die Dienstkleidung der CFM und haben Ausweise der CFM. Sowohl für Beschäftigte der CFM als auch für die Charité-Beschäftigten ist damit nicht erkennbar, in welcher Firma die Beschäftigten angestellt sind, denen sie zum Teil wertvolle und sensible medizinische Präparate übergeben. Der Betriebsrat wurde erst auf Nachfrage über diesen Schritt informiert. Welche zusätzlichen Kosten durch diese Maßnahme entstehen, ist bislang unklar. Der Betriebsrat hat in diesem Zusammenhang juristische Schritte eingeleitet, weil die betriebliche Mitbestimmung übergangen wurde…” Meldung vom 19.08.2016 auf der Charité-Sonderseite von ver.di Berlin FB Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen externer Link

  • Charité-Tochter lagert aus: Ver.di ringt um Tarifvertrag bei der Servicegesellschaft der Berliner Uniklinik, doch die sträubt sich
    “Europas größtes Universitätsklinikum, die Charité in Berlin, setzt offenbar verstärkt auf das Auslagern von Unternehmensteilen. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung der Gewerkschaft ver.di hervor. Demnach soll die bereits ausgelagerte Tochterfirma Charité Facility Management (CFM) nun ihrerseits Tätigkeiten im Bereich der Logistik sowie bei Botendiensten an Drittfirmen vergeben. Hintergrund, so die Vermutung der Gewerkschaft, seien Verhandlungen um einen Tarifvertrag bei der CFM. Seit zwei Monaten ringen Belegschaft und ver.di darum, dass der Tarifvertrag der Charité auch für die CFM gilt. Davon würden die rund 2.200 Angestellten der Servicegesellschaft profitieren, so Gewerkschaftssekretär Kalle Kunkel am Freitag zu jW. (…) Die Charité weist auf ihrer Website insgesamt elf Tochterfirmen und Beteiligungen aus. Tarifverträge gelten in keinem der ausgegliederten Unternehmensteile, so ver.di. Die CFM sei dabei die größte Tochterfirma. Bereits im Jahr 2011 hatte die Gewerkschaft versucht, auch für die Servicegesellschaft eine Regelung abzuschließen.” Bericht von Johannes Supe bei der jungen Welt vom 20. August 2016 externer Link