[Tarifrunde 2019] Klinikärzte vor dem Zusammenbruch: “Sechs Wochen Pause, so ein Glück”

Für eine gesetzliche Personalbemessung im GesundheitswesenWochenenddienste, kaum Zeit für Patienten und jede Menge unbezahlte Überstunden: Drei Klinikärzte erzählen von ihrem Arbeitsalltag – und warum sie froh sind, wenn sie selbst krank werden. “Nachts mach ich’s fast umsonst” stand auf einem Plakat, und auf einem anderen: “Arzt 24/7 inklusive”: Am Mittwoch versammelten sich 5000 Ärzte in Frankfurt, um für bessere Arbeitsbedingungen zu streiken. Deutschlandweit legten sie die Arbeit in kommunalen Kliniken nieder externer Link. Ihr Ziel: Sie wollen nur noch zweimal im Monat einen Wochenenddienst übernehmen und fordern eine Begrenzung der Bereitschaftsdienste. Hier erzählen drei Ärzte, warum das nötig ist…” Aufgezeichnet von Lisa Duhm am 11.04.2019 beim Spiegel online externer Link, siehe Infos zur Tarifrunde und Hintergründe:

  • Einschüchterung als Teil des kranken Systems
    Die Kommentare zu einem “Spiegel Online”-Artikel (https://www.spiegel.de/karriere/aerzte-berichten-meine-arbeit-macht-einsam-a-1262182.html externer Link) brachte es zu Tage: Viele Menschen haben keine Vorstellung davon, wie Ärzte in unserem aktuellen Gesundheitssystem verheizt werden. Da wird darüber geredet, wieviel Geld Ärzte verdienen und dass man es doch schließlich vorher wusste. Als man Arzt werden wollte. Und überhaupt, das ganze Gemotze wäre ja albern, denn es gibt ja schließlich Arbeitszeitgesetze und Überstundenregelung. Ich räuspere mich mal kurz: haha. Ja, mag sein, dass es diese gibt. Aber sie werden aber nicht eingehalten. Dass Tausende Mediziner aktuell wieder streiken, liegt nicht an zunehmender Langeweile im Beruf. Als Gründungsmitglied des Twankenhaus habe ich beinahe täglich intensiven Diskurs und Austausch mit den anderen Mitgliedern. So konnte ich mit dem Einverständnis der anderen Mitglieder einige Aussagen sammeln. Diese sind hier anonym veröffentlicht, aber selbstverständlich kenne ich die Personen hinter den Aussagen persönlich oder mit Klarnamen…” Beitrag vom 13. April 2019 im Blog schwesterfraudoktor.de externer Link – Aus dem Alltag einer Landärztin