Dossier

Herzschlag - Zeitung von und für KollegInnen im Krankenhaus – für mehr Personal, weniger Stress und Hetze Wir sind Kolleg*innen aus Krankenhäusern in Bremen, Berlin, Dresden, Hamburg und meinen, dass unsere Bewegung für mehr Personal viel stärker werden muss. Dafür brauchen wir einen besseren Austausch untereinander, um uns zu koordinieren und zu vernetzen. Dazu wollen wir mit der Zeitung einen Beitrag leisten. Wir hoffen, dass noch viele andere Kolleg*innen mitmachen…” Siehe die Homepage des Bündnisses externer Link und hier dazu mittlerweile die 2. Ausgabe und weitere Informationen:

  • Bündnistreffen am 9. bis 11. November in Hamburg 
    Das Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus lädt ein zum bundesweiten Vernetzungstreffen am 9. bis 11. November in Hamburg – siehe:

    • Bündnistreffen am 9. bis 11. November in Hamburg: Nächste Runde gegen den Pflegenotstand New
      “Es begann in der Charité, es ging weiter im Saarland, Essen, Düsseldorf… Nach der Organisierung in einigen Krankenhäusern, wachsen gesellschaftliche Bündnisse zur Unterstützung der Streiks. Und in vier Bundesländern werden Pflegeentscheide durchgeführt.
      Am 9. bis 11. November folgte der nächste Schritt. In Hamburg wurde zum bundesweiten Bündnistreffen eingeladen. Eingeladen waren alle, die irgendwo in einem zivilgesellschaftlichen Bündnis gegen den Pflegenotstand mitarbeiten oder eines gründen wollen. Obwohl erst ein paar Wochen zuvor das Treffen «Krankenhaus statt Fabrik» in Stuttgart stattgefunden hatte, kamen etwa 50 Aktive aus elf Städten. (…) Zu Beginn ging es um Spahns neues Pflegepersonalstärkungsgesetz. Wie leider von Spahn nicht anders zu erwarten, ist es genau das Gegenteil von dem, was nötig wäre. Wie das Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus bemängelt, schreibt das Gesetz den Pflegenotstand fest, da die Personalplanung sich weiterhin nicht am Bedarf der Menschen orientiert, sondern an sehr willkürlichen Untergrenzen. Nur in bestimmten Bereichen (Geriatrie, Unfallchirurgie, Intensivstationen, Kardiologie) und nur in den allerschlimmsten Fällen soll demnach durchschnittlich mehr Personal eingesetzt werden.
      Die Befürchtung besteht daher, dass das Gesetz sogar zum Abbau von Personal führen kann, und dafür gibt es bereits erste Anzeichen. Notwendig wäre die Ermittlung des tatsächlichen Pflegebedarfs, aber genau dies wird umgangen. (…) Bundesweit gibt es inzwischen etwa zwanzig solcher Bündnisse. Das Treffen in Hamburg hatte sich deshalb die Verbesserung der Vernetzung und den Erfahrungsaustausch vorgenommen. (…) Es wurden aber auch Aktionen diskutiert, die man bundesweit gemeinsam durchführen kann – etwa ein olympischer Brief, der von Norden bis Süden von Krankenhaus zu Krankenhaus weitergereicht wird und auf dem Beschäftigte für eine bedarfsgerechte Pflege unterschreiben. Er wird im Januar in Flensburg starten und soll Anfang Juni bei der Gesundheitsministerkonferenz überreicht werden. (…) Geplant sind eine gemeinsame Resolution, ein weiteres Bundestreffen sowie die Schaffung einer bundesweiten Struktur zur Verstetigung der Vernetzung und Zusammenarbeit
      …” Bericht von Violetta Bock in der Soz Nr. 12/2018 externer Link
    • Vom 9. bis 11. November 2018 fand in Hamburg ein Treffen aller Bündnisse für mehr Pflegepersonal, für gesunde Krankenhäuser, gegen den Pflegenotstand (oder wie auch immer sie jeweils heißen) statt. Eingeladen waren alle, die irgendwo in einem solchen zivilgesellschaftlichen Bündnis mitarbeiten oder eines gründen wollen. Etwa 50 TeilnehmerInnen von Kiel bis Bayern und von Köln bis Dresden zeigten die enorme Bedeutung des Themas Pflege und den wachsenden Unmut von Beschäftigten, PatientInnen, Organisationen und BürgerInnen. Das nächste bundesweite Bündnistreffen ist geplant für April in Düsseldorf.
    • die Einladung samt Programm 
  • Herzschlag – 2. Ausgabe der Krankenhauszeitung: Wir kämpfen weiter! Es gibt keinen Stillstand. Die Bewegung für mehr Personal in Krankenhäusern breitet sich weiter aus. 
    Die 2. Ausgabe der Zeitung von und für Kolleg*innen für mehr Personal im Krankenhaus – Herzschlag  – ist da! Diesmal achtseitig mit Berichten über Aktionen, Streiks, Kampagnen für Volksentscheide, sowie ein Update zur Politik von Spahn.

    • Bestellt gern welche bei uns (einfach per mail an diese email Adresse) – pro Stück fallen Druckkosten von 25 Cent an, plus Porto. Natürlich könnt ihr sie auch gern selbst drucken. Wir denken, diese Zeitung kann helfen, um die Bewegung bundesweit weiter aufzubauen und zu vernetzen. Wir würden uns auch sehr darüber freuen, wenn noch weitere Kolleg*innen dieses Projekt unterstützen. Bitte meldet euch, wenn ihr Interesse daran habt!“: herzschlagkrankenhaus@gmail.com
  • [Positionspapier] Den Aufstand proben. Die Zustände in den Kliniken der Bundesrepublik sind katastrophal. Doch es gibt Bewegung von unten. Die Bündnisse im Kampf für mehr Personal im Krankenhaus haben sich vernetzt 
    In den vergangenen Monaten haben sich die Bündnisse für mehr Personal in der Pflege bundesweit vernetzt. Seit dem 1. Mai erscheint unter dem Namen Herzschlag eine Krankenhauszeitung von Kollegen für Kollegen. Ins Leben gerufen wurde sie von Aktiven der Pflegebündnisse in Berlin, Bremen, Dresden und Hamburg. Die Redakteure der Zeitung haben ein Positionspapier verfasst…” Positionspapier von Angelika Teweleit, Ariane Müller, Dorit Hollasky, Silvia Habekost, Stephan Gummert, dokumentiert in der jungen Welt vom 18.06.2018 externer Link: “… Mit Druck von unten, mit gemeinsamem Kampf müssen wir zeigen, dass es so nicht weiter geht. Wir brauchen jetzt mehr Personal in den Krankenhäusern. In der Pflege. In der Bildung. Wir brauchen faire Löhne für alle! Die Fallpauschalen als alleiniges Finanzierungs- und Preissystem müssen umgehend abgeschafft werden. Wettbewerb um die niedrigsten Kosten und Profit haben in Krankenhäusern und im Gesundheitssystem nichts zu suchen. Wir sind gegen weitere Privatisierungen von Krankenhäusern. Wir lehnen Auslagerungen von Teilbereichen strikt ab. Das Gesundheitssystem gehört in die öffentliche Hand. Wir fordern die Rekommunalisierung privatisierter Häuser und ausgegliederter Bereiche. Beim Wettbewerb zwischen Krankenhäusern sollte es um die Qualität der Patientenversorgung, um gute Arbeitsbedingungen und um gute Tarife gehen. Der Maßstab sollte sein: Wer ist besser und nicht wer ist billiger! (…) Allerdings reichen diese Zugeständnisse bei weitem nicht aus. Notwendig ist eine gesetzliche Personalbemessung nach Bedarf. Dabei hat die Profitorientierung im Gesundheitswesen nichts zu suchen.
    Um das zu erreichen, muss die Bewegung für mehr Personal in den Krankenhäusern noch stärker werden – auf betrieblicher wie auf politischer Ebene, z. B. durch Proteste und Demonstrationen, durch Volksinitiativen auf Länderebene wie in Berlin und Hamburg, durch betriebliche Aktionen wie den »Soll-ist-voll-Rechner« und durch tariflichen Kampf. Viele lokale Initiativen existieren bereits, jedoch bedarf es dringend einer bundesweiten Koordination. Sollen die Aktionen zum Erfolg geführt werden, ist es notwendig, einen aktiven und regelmäßigen Austausch der Beteiligten zu organisieren. Konkrete Ziele und Strategien müssen gemeinsam mit den Aktiven aus den Krankenhäusern abgesprochen und geplant werden. Das hat den Vorteil, von erfolgreichen Kampfmethoden zu lernen und Fehler nicht zu wiederholen. Wir können unsere Durchsetzungskraft stärken, wenn wir unser Wissen und unsere Erfahrungen teilen und uns gegenseitig unterstützen.
    Es ist wichtig, dass wir alle unsere Mutlosigkeit und Resignation überwinden. Wir sollten ein Bewusstsein der Stärke und des Stolzes entwickeln, so dass uns die »Arbeitgeber« und die politischen Entscheidungsträger nicht mehr wie bisher abkanzeln können. Ohne uns Pflegekräfte läuft im Krankenhaus rein gar nichts
    …”
  • Das Redaktionsteam der Krankenhauszeitung Herzschlag ruft auf zur Verdi-Demo gegen die Gesundheitsministerkonferenz am 20. Juni 2018 in Düsseldorf. 11 Uhr: Treffpunkt Hauptbahnhof. 11.45 Uhr: Start der Demo. 13 bis 15 Uhr: Kundgebung am Ort der Gesundheitsministerkonferenz.
  • Ausgabe 1 / Mai 2018  der neuen Zeitung von aktiven Kolleg*innen in verschiedenen Krankenhäusern. U.a. in der 1. Ausgabe: Bewegung von unten statt Hoffen auf GroKo. Denn klar ist: Geschenkt wird uns nichts!; Spahn, Scholz, Seehofer, Merkel: Nichts Gutes kommt von Oben; Wir wollen eine gesetzliche Personalbemessung – jetzt!; Volksentscheid „Gesunde Krankenhäuser“ in Berlin; Hamburg gegen Pflegenotstand; Vernetzung von Pflegebündnissen