Dossier

  • S-Direkt: Der Kampf geht weiter – Geschäftsführung benachteiligt Streikende
    „Der Streik der Beschäftigten des Sparkassencallcenters S-Direkt in Halle/Saale war einer der längsten in der deutschen Geschichte. Nach 126 Tagen harter Auseinandersetzungen haben die Beschäftigten Anfang November 2012 erreicht, dass ihre Stundenlöhne von 7,38 Euro auf mindestens 8,50 Euro angehoben werden. Gleichzeitig wurden Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen festgelegt, mehr Urlaub und auch eine Sonderzahlung nur für Streikende in Höhe von 250 Euro. Doch für die Umsetzung des Erreichten müssen die Beschäftigten jetzt wieder kämpfen. „Anstatt den Tarifvertrag mit allen Beteiligten umzusetzen, wird massiv dagegen gearbeitet”, heißt es in einem Schreiben der ver.di-Tarifkommission. Die ehemals Streikenden sehen sich massivem Mobbing ausgesetzt. Insbesondere Mitarbeiter/innen, die im Streik Verantwortung übernommen haben, seien betroffen…Ein Bericht inklusive Video bei ver.di vom Januar 2013 externer Link
  • Erfolgreicher Callcenter-Streik – »Das hätte uns keiner zugetraut«
    Seit dem Sommer streikten Beschäftigte des Sparkassen-Callcenter »S-Direkt« in Halle für einen Tarifvertrag – mit großem Erfolg! Am 2. November, nach 117 Streiktagen, musste die Geschäftsführung unterzeichnen. marx21 sprach mit Iris Kießler-Müller, Vorsitzende der ver.di-Betriebsgruppe, am 05.11.2012 externer Link
  • Abschluss für Beschäftigte bei Sparkassen-Callcenter erzielt – 117-tägiger Arbeitskampf war erfolgreich
    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Geschäftsführung der S Marketing GmbH haben am heutigen Freitag, 2. November, einen Abschluss für die rund 800 Beschäftigten bei Sparkassen Callcentern erzielt. Pressemitteilung von ver.di vom 02.11.2012 externer Link. Aus dem Text: „Danach erhalten alle Beschäftigten ab dem 1. Dezember 2012 einen Stundenlohn in Höhe von 8,50 Euro. Damit verbessern sich die Einkommen eines Großteils der Beschäftigten um 1,12 Euro/Stunde. Beschäftigte, die momentan bereits 8,50 Euro erhalten, werden zum gleichen Zeitpunkt auf 9,00 Euro angehoben. Ab 1. Januar 2014 wird der Stundenlohn für alle auf mindestens 9,00 Euro erhöht. Desweiteren erhalten die Beschäftigten der S Direkt zwei Tage mehr Urlaub, für Gewerkschaftsmitglieder sind es drei Tage. Es wird zudem verbindlich für alle die Fünf-Tage-Woche eingeführt. Bislang hatten die Beschäftigten eine Sechs-Tage-Woche und mussten häufig zusätzlich am Wochenende arbeiten. Befristete Arbeitsverträge von Streikenden werden ab sofort entfristet. Außerdem erhalten die Streikenden im Dezember eine Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro…“
  • Kommentar
    “Neben den 8,50 € ab 1.12.2012 und der 5-Tage-Woche und zwei Tagen Urlaub mehr für alle, den 9 € ab 1.12.2012 für diejenigen, die vorher mehr als 7,38 € erhielten und den 9 € ab 1.1.2014 sind meines Erachtens der eine weitere Tag Urlaub und die (hoffentlich monatlich!) 15 € VWL (ausschließlich?) für alle ver.di-Mitglieder für sich betrachtet schon ein toller Erfolg! Die absoluten Sahnehäubchen, die man gar nicht genug in der Öffentlichkeitsarbeit hervorheben kann, sind aber nach Meinung diese (ausschließlich?) die Streikenden belohnenden Elemente des Verhandlungsergebnisses: 250 € Einmalzahlung für alle Streikenden (statt der ansonsten häufig von Arbeitgeberseite gezahlten Streikbrecher-Prämie gibt’s bei S-Direkt eine Streikprämie – whow!!) und insbesondere die Entfristung der Arbeitsverträge all der befristet Beschäftigten, die mitgestreikt haben. Besser kann man den Wahrheitsgehalt des Sprichworts „Sich regen bringt Segen!“ nicht illustrieren.“ Kommentar von Martin Lesch, Leipzig
  • Beschäftigte der Sparkassen-Callcenter seit 115 Tagen im Streik – Tarifverhandlungen werden Freitag fortgesetzt
    “Der Streik der Callcenter-Beschäftigten von S Direkt geht auch vor der nächsten Verhandlungsrunde am Freitag, dem 2. November, weiter. Die Beschäftigten, die von Halle aus überwiegend Kunden aus der Sparkassenfinanz-Gruppe betreuen, befinden sich seit 115 Tagen im Streik. Das ist einer der längsten Streiks in der Geschichte der Bundesrepublik…Pressemitteilung von ver.di vom 31.10.2012 externer Link
  • »Streikbrecher werden verheizt«
    100 Tage Arbeitskampf beim Sparkassencallcenter S-Direkt in Halle: Verhärtete Fronten, »Aushilfskräfte« am Limit. Artikel von Susan Bonath in der jungen Welt vom 15.10.2012 externer Link. Aus dem Text: „(…) »Durchhalten« will man auch bei S-Direkt. »Aber so, wie es jetzt läuft, kann das kein Dauerzustand sein«, räumte Unternehmenssprecher Mike Blum am Freitag auf jW-Nachfrage ein. Er verstehe die »ganze Aufregung bei ver.di« nicht. »Für ein Callcenter in Ostdeutschland sind unsere Sozialstandards und Gehälter doch gut«, glaubt er. Außerdem habe man ja eingelenkt und werde nun das ursprüngliche Angebot, das ver.di abgelehnt hatte, einseitig umsetzen. Die geforderten 8,50 Euro pro Stunde soll es demnach zwar geben, jedoch nicht vor Dezember 2013. Für ver.di-Verhandlungsführer Stefan Wittmann inakzeptabel. »Damit werden nicht einmal die steigenden Preise kompensiert«, sagte er jW. Darüber sei man sich bei S-Direkt auch im Klaren, sagte Firmensprecher Blum. Eine sofortige Lohnanpassung sei jedoch aus seiner Sicht »wirtschaftlich nicht drin«. »Wir sind aber bereit, weiter zu verhandeln; das hängt jetzt von ver.di ab«, stellte er in Aussicht. Ob die Geschäftsführung ein neues Angebot vorlegen wird, wisse er jedoch nicht. »Wir rechnen noch.«..“
  • »Nach unserem Streik wird eine andere Belegschaft in den Betrieb zurückkehren«
    Es begann mit einem Warnstreik bei einer Callcenter-Tochter der Sparkasse. Daraus wurde eine der längsten betrieblichen Arbeitsniederlegungen der jüngsten Geschichte. Wir sprachen mit dem Betriebsratsvorsitzenden Thomas Bittner über Warteschleifen, Biohühner und neues Selbstbewusstsein. Das Interview von Olaf Klenke auf marx21 vom 26. September externer Link
  • Agentur für Streikbruch
    Halle: Miese Löhne und Arbeitsbedingungen im Sparkassen-Callcenter. Beschäftigte seit elf Wochen im Ausstand. Jobcenter schickt Leiharbeiter. Artikel von Susan Bonath in der jungen Welt vom 20.09.2012 externer Link. Aus dem Text: „(…) Ein weiteres Problem sieht Wittmann darin, daß das Callcenter derzeit sein Geschäft mit Leiharbeitern fortführe, die zudem die Arbeitsagentur vermittle. »Die als Streikbrecher Mißbrauchten können ein solches Angebot nicht einmal ablehnen, weil ihnen sonst die Leistungen gesperrt werden«, resümierte der Gewerkschafter. Und kündigte an: »Wir werden nun versuchen, die Leiharbeiter gerichtlich aussperren zu lassen. Außerdem werden wir Disziplinarverfahren gegen Mitarbeiter des Amtes anstrengen.« Wie lange der Streik noch andauert, hänge nun einzig davon ab, »wann die Unternehmensführung ein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet«, so Wittmann. Bisher sei das nicht der Fall. Er ist überzeugt: »Wir werden auch in die zwölfte Streikwoche kommen.
  • Tarifkonflikt bei Sparkassen-Callcenter: Verhandlungen abgebrochen
    Die Arbeitgeber sind nicht bereit, die Beschäftigten der Sparkassen-Callcenter angemessen zu entlohnen und am Verhandlungstisch eine Einigung zu erzielen“, kritisiert Beate Mensch, Vorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Deshalb habe die Gewerkschaft die Verhandlungen heute in Halle abgebrochen. Durch ihre unnachgiebige Haltung habe die Geschäftsführung der S Marketing GmbH eine Zuspitzung des Konfliktes provoziert, so dass die Aktionen nunmehr verstärkt und bundesweit ausgedehnt würden…“ Pressemitteilung von ver.di vom 29.08.2012  externer Link
  • Tarifkonflikt bei Sparkassen-Callcenter: ver.di weist Arbeitgeberdrohung zurück – Protest in Hannover
    Kunden des bundesweiten Sparkassen-Callcenters S-Direkt müssen auch in den kommenden Tagen mit Verzögerungen rechnen: Eine schnelle Lösung des Tarifkonflikts ist nach Ansicht der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) nicht in Sicht. Zuvor hatte der Arbeitgeber mit dem Abbau von Arbeitsplätzen für den Fall einer zügigen Anhebung der Gehälter gedroht. ver.di fordert eine zeitnahe Anhebung der Mindestgehälter auf 8,50 Euro pro Stunde…“ Pressemitteilung von ver.di vom 09.08.2012  externer Link
  • Sparkassen-Callcenter: Unbefristeter Streik steht unmittelbar bevor
    „In der Tarifauseinandersetzung um das zentrale Sparkassen-Callcenter S Direkt droht ein unbefristeter Streik: Die Geschäftsführung der S Marketing GmbH ließ am Dienstagmittag eine von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gesetzte Frist zu Einigung ungenutzt verstreichen. „Ich fordere alle Verantwortlichen der Sparkassenfinanz-Gruppe auf, umgehend auf Gesellschafter und Aufsichtsrat Einfluss zu nehmen, damit auch bei S Direkt faire Gehälter bezahlt werden“, appellierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Beate Mensch kurz vor Ende der laufenden Urabstimmung bei S Direkt. Das Ergebnis der Urabstimmung wird voraussichtlich am morgigen Mittwoch vorliegen. Damit steht ein unbefristeter Arbeitskampf unmittelbar bevor…Pressemitteilung von ver.di vom 31.07.2012  externer Link
  • Streik: Sparkassen-Callcenter Halle
    Seit mehr als zwei Wochen streiken die Beschäftigten des Sparkassen-Callcenters S-Direkt bereits für mehr Lohn, bessere Schulungen, eine angemessene Urlaubsregelung und bessere Arbeitsbedingungen. Sie gehen auf die Strasse, weil viele von ihnen trotz 40 Stunden-Woche auf Sozialleistungen angewiesen sind. Gegen diesen unhaltbaren Zustand wehren sie sich und verlangen vom Arbeitgeber ein akzeptables Angebot. Das Video bei ver.di-TV externer Link
  • Siehe dazu den Blog der ver.di-Betriebsgruppe bei S-Direkt Marketing  externer Link
  • Da hat sich Unmut aufgestaut: Mit Warnstreiks wollen die Beschäftigten bei S-Direkt Tarifverhandlungen erzwingen
    “Diese Arbeitsbedingungen wollen unsere Kolleginnen und Kollegen nicht mehr. Sie wollen ein vernünftiges Gehalt und durchschaubare Eingruppierungen.” Torsten Jahnke arbeitet in Halle bei der S-Direkt Marketing GmbH. Das ist das Call-Center der Sparkassengruppe. Etwa 800 Beschäftigte arbeiten hier – genaue Zahlen verweigert die Geschäftsführung dem Betriebsrat. Ihr Arbeitsplatz ist 2,8 Quadratmeter klein, in einem sogenannten Boxensystem sitzt der nächste Kollege nur einen Meter weit weg. Die Lärmbelästigung ist groß…Artikel von Birgit Tragsdorf in ver.di-Publik 05/2012 externer Link