Klüh Security am Flughafen Düsseldorf: Arbeitgeber beabsichtigt BR-Vorsitzenden zu kündigen! Polizei-Einsatz während der BR-Sitzung!

IG BCE: Alles über Erste Hilfe gegen Mobbing von BetriebsrätenDer Arbeitgeber beabsichtigt unseren Betriebsratsvorsitzenden fristlos zu kündigen. Im Raum steht der Vorwurf, dass der BR-Vorsitzende die Anwesenheitsliste einer BR-Sitzung mit seiner Unterschrift verändert habe. Der BR-Vorsitzende weist diesen Vorwurf entschieden zurück. Arbeitgeber sucht das Haar in der Suppe, um BR-Spitze zu kündigen! Offenbar gefallen dem Arbeitgeber die Entscheidungen des  Betriebsrates zu Personalangelegenheiten nicht. Es scheint, als würde der Arbeitgeber jetzt eine Retourkutsche erteilten, indem er den BR-Vorsitzenden vor die Tür setzen möchte. (…) BR-Mitglied XY wollte zunächst unerlaubterweise die nicht öffentliche BR-Sitzung mit ihrem Handy aufzeichnen. Das haben die anwesenden BR-Mitglieder klar und deutlich verboten. Was XY mit der Tonaufzeichnung bezwecken wollte, ist unbekannt. Es erweckt aber den Anschein, dass sie es jemanden vorspielen wollte. Dem Arbeitgeber vielleicht?  Weiterhin hat sie den BR-Vorsitzenden aufgefordert, die Sitzung zu verlassen, ohne dass es dafür einen triftigen Grund gab. Im Laufe der BR-Sitzung stellte sich sodann heraus, dass der Niederlassungsleiter, Herr Daniels, die Anhörung zur beabsichtigten Kündigung des Vorsitzenden bereits am Freitag (19.10) persönlich an XY, zur Weitergabe an das Betriebsratsgremium, übergab. XY hat aber den Betriebsrat offenkundig nicht über die beabsichtigte Kündigung informiert und damit billigend in Kauf genommen, dass der Betriebsrat die dreitägige Frist zur Stellungnahme verpasst. Sie hat damit bewusst wichtige Informationen  zurückgehalten und damit die eigenen BR-Mitglieder getäuscht. Der absolute Höhepunkt ihrer arbeitnehmerfeindlichen Aktion war, dass sie sogar die Polizei gerufen hat. Die Polizei sollte nach ihrem Verständnis unseren BR-Vorsitzenden aus der Sitzung entfernen. (…) XY hat aus unserer Sicht mit dieser Aktion ganz klar Amtsmissbrauch betrieben und nichts mehr im Betriebsrat verloren. Wer sich aktiv und absichtlich gegen die eigenen Kolleginnen und Kollegen stellt, muss umgehend den Betriebsrat verlassen. Wir werden den Ausschluss dieser Person aus dem Betriebsrat rechtlich überprüfen lassen.” Mitteilung/Flyer vom 22.10.2018 von ver.di-NRW, FB Besondere Dienstleistungen . Siehe auch eine Pressemeldung dazu:

  • Klüh Security am Flughafen Düsseldorf: Polizeieinsatz in einer Betriebsratssitzung
    Ein Polizeieinsatz mitten in einer Betriebsratssitzung. So etwas hat es in Düsseldorf bislang noch nicht gegeben. Bis gestern. Denn am Montag wurde die Polizei in die Sitzung der Arbeitnehmervertretung von „Klüh Security“ gerufen. Dort tobt eine Schlammschlacht um den Betriebsratsvorsitzenden. Gewerkschaftssekretär Özay Tarim (Verdi) wurde am Montagmittag von Betriebsräten der Flughafen-Niederlassung von „Klüh Security“ angerufen. Die Arbeitnehmervertreter schilderten dem fassungslosen Gewerkschafter, was gerade passiert war. Drei Polizisten kamen plötzlich in die Sitzung. Eine Betriebsrätin hatte sie angerufen und die Beamten aufgefordert, den Vorsitzenden des Raumes zu verweisen.“ Was die Beamten mangels Zuständigkeit nicht taten. Was steckt dahinter? Der Betriebsratsvorsitzende, dessen Namen wir hier zum Schutz seiner Person nicht nennen, liegt seit längerem mit der Geschäftsführung von „Klüh Security“ in verschiedenen Fragen über Kreuz. Es ging unter anderem um Arbeitszeiten und Eingruppierungen. Nach diesem Streit wirft die Geschäftsleitung laut Tarim dem Betriebsratsvorsitzenden plötzlich vor, er habe eine Unterschrift auf einer Anwesenheitsliste gefälscht. Der Betriebsrat streitet das ab. Dennoch wurde er am Freitag gekündigt. Doch bei der Entlassung eines Betriebsrats muss die Arbeitnehmervertretung innerhalb von drei Tagen darüber abstimmen. Nun bekam einzig die Betriebsrätin, die später die Polizei rief, die Benachrichtigung darüber von den Firmenbossen. Sie informierte aber ihre Betriebsratskollegen nicht. (…) Der Kündigung wurde widersprochen. Jetzt geht es vors Arbeitsgericht….“ Artikel von Marc Herriger vom 22.10.2018 in Express online externer Link