Hafen Bremen: Solidarpakt rettet Jobs von Hafenarbeitern
„Hafenumschlagsbetriebe und Gewerkschafter im Land Bremen haben mit Unterstützung der Arbeitsagentur und der Politik eine Art Solidarpakt ausgehandelt: Der Gesamthafenbetriebsverein (GHB) - ein Arbeitnehmerpool, der die Schwankungen beim Personalbedarf der Hafenbetriebe ausgleicht und zum Jahreswechsel noch 2700 Menschen beschäftigte - entlässt in diesem Jahr nicht 1400 bis 1600, sondern "nur" noch gut tausend Leute, darunter alle 800 befristet Beschäftigten..“ Artikel von Eckhard Stengel in der Frankfurter Rundschau vom 11.04.2009
Hafen Hamburg
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Hafenarbeiter kämpfen um ihr Recht
„Über 400 Beschäftigte und Hafenarbeiter haben sich heute vor dem Hamburger Arbeitsgericht versammelt, um für ihre Rechte und den Erhalt ihrer erst kürzlich bestätigten gewerkschaftlichen Vorteilsregelung im Tarifvertrag zu demonstrieren. Das Gericht verhandelt heute über eine Klage des Vorstandes der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gegen die Gewerkschaft ver.di und den unterschriebenen Tarifvertrag…“ Pressemitteilung bei ver.di-Hamburg vom 25.09.2008 
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Privatisierung abgelehnt
„Hamburgs Bürgermeister in der Klemme: Docker auch gegen Teilverkauf der Hafen-AG. Grund: Gewinnsteigerung. Streiks im Wahlkampf? Für Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) wird es eng: Entgegen der Strategie seiner Partei wird die Privatisierung städtischer Betriebe wahrscheinlich den Wahlkampf beherrschen. Der Konzernbetriebsrat der »Hamburger Hafen- und Logistik AG« (HHLA) lehnte den Verkauf des stadteigenen Unternehmens am Freitag grundsätzlich ab und distanzierte sich damit von seiner Zustimmung zu einer Teilprivatisierung. Beust ist wegen der rundum desaströsen Privatisierung der städtischen Krankenhäuser ohnehin schon unter Druck geraten. Sollte er weiterhin auf dem Verkauf der HHLA bestehen, muß er mit einem Streik vor der Bürgerschaftswahl rechnen....“ Artikel von Andreas Grünwald in der jungen Welt vom 04.08.2007
- Hamburgs Hafen geht an die Börse
Angesichts eines drohenden Bummelstreiks hat sich der Senat mit den Hafenarbeitern geeinigt: die Finanzinvestoren sind raus aus dem Spiel, dafür bringt die Stadt Hamburg 30 Prozent des Aktienkapitals an die Börse. Artikel in der taz-Nord vom 14.3.2007
- »Sonst hätte es im Hafen heftig gerappelt«
Hamburg: Senat verzichtet auf Verkauf von 49.9 Prozent der HHLA. Teil geht dennoch an die Börse. Ein Interview von Andreas Grünwald mit Thomas Mendrzik , stellvertretender Konzernbetriebsratsvorsitzender und Sprecher der Vertrauensleute der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA)
- Hafen-Belegschaft setzt Senat unter Druck -HHLA-Teilverkaufspläne: Überstundenboykott ist angelaufen. Senat berät Forderungskatalog der Beschäftigten
„Bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist gestern der angedrohte Überstundenboykott angelaufen, um die vom CDU-Senat angestrebte Teilprivatisierung des städtischen Hafenunternehmens zu verhindern. "Es werden keine Überstunden gemacht, wir haben auch keine genehmigt", sagte Arno Münster, Chef des Konzernbetriebsrats, der taz nord….“ Artikel von Kai von Appen in der taz-Nord vom 13.03.2007
- Bummelstreik im Hafen: HHLA-Arbeiter demonstrieren gegen den Verkauf ihrer Arbeitsplätze
„Die Globalisierung gerät ins Stocken, wenn die Hamburger Hafenarbeiter früher nach Hause gehen. Die verstärken ihren Widerstand gegen den Teilverkauf des Hafens und treten in einen unbefristeten Bummelstreik. Der Konzernbetriebsrat der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat die Beschäftigten aufgerufen, ab heute keine Überstunden mehr zu leisten. Damit protestieren die »Docker« gegen die Pläne des Hamburger Senats, bis zu 49,9 Prozent der HHLA an einen privaten Investor zu verkaufen oder an die Börse zu bringen…“ Artikel von Hermannus Pfeiffer, Hamburg, im Neues Deutschland vom 12.03.2007
- Keine Überstunden mehr auf dem Kai - Betriebsrat der Hamburger Hafen und Logistik AG wehrt sich gegen den Verkauf des Unternehmens durch den Senat
„Der Konflikt um den Teilverkauf der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) wird härter. Der Konzernbetriebsrat will vom 12. März an die Überstunden auf den Anlagen des größten Hamburger Hafenunternehmens stoppen, teilte er gestern mit. Das würde nach Einschätzung von Hafenexperten schwer wiegende Folgen für die Kundschaft nach sich ziehen. Wegen der unregelmäßigen An- und Abfahrten der Schiffe wird rund ein Drittel der Arbeitsleistungen durch Überstunden erbracht…“ Bericht in der taz-Nord vom 02.03.2007
- »Wir wollen überhaupt keine Privatisierung«
Hamburger Hafenarbeiter wehren sich mit Arbeitsniederlegungen und Großdemonstrationen gegen Teilverkauf der HHLA. Ein Interview von Andreas Grünwald mit Thomas Mendrzik , stellvertretender Konzernbetriebsratsvorsitzender und Sprecher der Vertrauensleute der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) sowie Betriebsratsvorsitzender im Containerterminal Altenwerder in der jungen Welt vom 23.02.2007
- Befriedung durch Börsengang
„Im Foyer des CCH redet ein Hafenarbeiter in gelb-blauer Arbeitskluft Klartext. "Da bekommen ein paar Herren für vier Jahre das Mandat, die Stadt zu verwalten", wettert er vor den Kollegen, "und dann zerschlagen sie 800 Jahre Hafengeschichte." Nur wenige Meter entfernt attackiert Arno Münster, Betriebsratschef der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) vor der Presse Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU). "Bei Airbus stellt er sich vors Tor und schwingt große Reden", schimpft Münster, "und bei uns traut er sich nicht Rede und Antwort zu stehen." Das sei eine "Missachtung der Belegschaft, das lässt sie so nicht mit sich machen"…“ Artikel von Kai von Appen in der taz Nord vom 23.2.2007
- Privatisierungsstopp! HHLA: Alle Räder stehen still: Hafenarbeiter gegen HHLA-Verkauf auf der Straße
„Die Beschäftigte der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) haben heute erneut den Hafenumschlag zum Erliegen gebracht, um gegen die geplante Teil-privatisierung ihres Unternehmens zu protestieren. Nach einer Konzernbetriebsversammlung zogen die Hafenarbeiter durch die Innenstadt bis zur Konzern-zentrale in der Speicherstadt. Bei einem Verkauf drohten Jobverluste im Hafen, sagte ver.di-Landes-chef Wolfgang Rose. Angesichts neuer Rekordzahlen der HHLA gebe es keinen vernünftigen Grund für den Senat, das Unternehmen zu verkaufen….“ Pressemitteilung von ver.di-Hamburg vom 22.02.2007 
- Hamburg: Docker für den Börsengang - Senat scheint bei Hafen-Verkauf einzulenken
"Auch der Druck der Hafenarbeiter führte dazu, dass sich Hamburg von einem Direktverkauf von 49,9 Prozent der Hafengesellschaft HHLA offensichtlich verabschiedet hat – zu Gunsten eines Börsengangs mit stimmrechtslosen Aktien…“ Artikel von Andreas Grünwald, Hamburg, in Neues Deutschland vom 16.02.07
- Neuer Streik im Hafen?
„Hamburg: Betriebsrat kündigt weitere Kampfmaßnahmen gegen Privatisierung an. Docker drohen mit weiteren Arbeitskämpfen. Schon am kommenden Donnerstag könnte es losgehen…“Artikel von Andreas Grünwald in der jungen Welt vom 16.02.2007
- Verkauf vom Tisch?
„Noch im Dezember zogen zornige HHLA-Mitarbeiter durch Hamburg und beschimpften Staatsrat Günter Bonz als "Lügner". Eine Machtdemonstration, die für einen Tag die Hamburger Hauptschlagader, den Hafen, stilllegte. Inzwischen sind die Töne moderater, fast friedlich. Wirtschaftssenator Gunnar Uldall lobte auf der Jahres-Pressekonferenz des Hafens sogar ausdrücklich den HHLA-Betriebsrat als "sehr verantwortungsvoll". Nach MOPO-Informationen bemühen sich Senat, Betriebsrat und ver.di um eine Kompromisslösung: den Börsengang der HHLA! Ein Verkauf an Investoren wäre demnach vom Tisch…“ Artikel von Dierk Rohwedder in der Hamburger Morgenpost vom 27.01.2007
- »Wo Privatisierung stoppen, wenn nicht im Hafen?«
Hamburger Docker wehren sich gegen Teilverkauf. Organisationsgrad kann zu Erfolg verhelfen. Ein Interview von Andreas Grünwald mit Bernt Kamin , Betriebsratsvorsitzender der Gesamthafenarbeiter in Hamburg in der jungen Welt vom 22.01.2007
- "Die HHLA soll verschachert werden"
„Betriebsräte gegen Privatisierung des Hafens. HHLA-Chef für Börsengang. Erstmals mehr als eine Milliarde Euro Umsatz. Ausnahmezustand im Hamburger Hafen: Aus Protest gegen eine Teilprivatisierung der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) haben die Gewerkschaft Ver.di und die Betriebsräte der HHLA für heute zu einer groß angelegten Demonstration in der Hansestadt aufgerufen. "Der Hamburger Senat will die HHLA verschachern und zerschlagen", sagte der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats, Arno Münster. Während der Frühschicht soll der Hafen stillgelegt werden…“ Artikel von Bob Geisler im Hamburger Abendblatt vom 14.12.2006
Hafen Lübeck
Reeder zum Einlenken gebracht
„Gemeinsam Tarifverträge auf Billigflaggenschiffen erstritten: Die Transportarbeiter-Gewerkschaften sind zufrieden mit ihren Aktionen in sieben norddeutschen Seehäfen. Der Weltverband der Verkehrsgewerkschaften - die Internationale Transporterarbeiter Förderation (ITF) - und die ihr angeschlossene Gewerkschaft Verdi sind zufrieden mit der nordeuropäischen Aktionswoche gegen Billigflaggenschiffe in den norddeutschen Küstenhäfen…“ Artikel von Kai von Appen in der taz-Nord vom 12.06.2007 . Siehe dazu auch:
Baltic Week of Campaign: Mit Aktionen in allen Ostseehäfen Lohndumping auf Schiffen und in Häfen bekämpfen
„Von heute an bis Freitag (13. Oktober) findet eine Aktionswoche in allen Seehäfen der Ostsee statt. Aufgerufen dazu hat die Internationale Transportarbeiterföderation (ITF) in Zusammenarbeit mit den maritimen Gewerkschaften der Ostseeanrainerstaaten. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) koordiniert Aktionen in den Häfen von Rostock, Wismar, Lübeck, und Kiel, an denen Beschäftigte aus den Seehäfen und aus der Seeschifffahrt beteiligt sind…“ Pressemitteilung von ver.di vom 09.10.2006
Autokorso gegen Bahn-Pläne. Demonstranten lehnen Übernahme der Hamburger Hafengesellschaft ab
„Mehrere hundert Hafenarbeiter demonstrierten am Donnerstagabend mit einem Autokorso gegen die Übernahme der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) durch die Deutsche Bahn AG. Unterstützt wurden sie von Beschäftigten der Hamburger Hochbahn AG (HHA). Denn auch das städtische Verkehrsunternehmen soll mehrheitlich an die Bahn verkauft werden….“ Artikel von Birgit Gärtner, Hamburg, in ND vom 24.12.05 
Irische Fährgesellschaft Holyhead kündigt Besatzungen und will Billigkräfte aus dem Baltikum einstellen
Hafenarbeiter setzten sich durch „Durch Boykott eines Containerfrachters wurde in Hamburg der Abschluß von Tarifverträgen erzwungen. Mit ihrer Weigerung, das Containerschiff »Cap Lobos« zu entladen, haben Hamburger Hafenarbeiter am Mittwoch die Reederei zum Abschluß eines Tarifvertrages gezwungen. Der Boykott des am Vorabend eingelaufenen Frachters hatte um fünf Uhr morgens, nach Ende der Nachtschicht, begonnen. Zuvor hatten Inspektoren der Internationalen Transportarbeiterföderation (ITF) zum dritten Mal vergeblich versucht, einen Tarifvertrag durchzusetzen. ..“ Artikel vonAndreas Grünwald in junge Welt vom 13.10.2005. Siehe dazu auch:
»Wir haben den Reeder mit einem Boykott bezwungen«
Hamburger Hafenarbeiter verhinderten Entladung eines Frachters und setzten Tarifverträge durch. Interview von Andreas Grünwald mit Jörg Stange , Inspektor der Internationalen Transportarbeiterföderation (ITF) für die norddeutschen Seehäfen, in junge Welt vom 13.10.2005
Bei Verteidigung der Arbeitnehmerrechte "spielen nationalstaatliche Grenzen keine Rolle"
„Gewerkschaften des Bergbau- und des maritimen Sektors im Pazifischen Becken verpflichteten sich zur gegenseitigen Solidarität gegenüber dem globalen Kapital und zur Abwehr aller Bemühungen, die Rolle der Gewerkschaften im Verkehrssektor zu untergraben. Genau wie für das Kapital spielen auch für sie nationalstaatliche Grenzen keine Rolle. Gewerkschaften aus Australien, Kanada, Japan, Mexiko, Neuseeland, Panama, Südafrika, den USA und Vietnam nahmen am zweiten internationalen Seminar für Gewerkschaften des Bergbau- und maritimen Sektors im Pazifischen Becken unter Federführung der der ITF angeschlossenen Maritime Union of Australia (MUA) und International Longshore and Warehouse Union (ILWU) in den USA teil…. ITF News Online - der elektronische Nachrichtendienst der ITF vom 10 Juni 2005. siehe dazu auch: ITF entsetzt über Mord in Burma
„Nach dem Mord an einem gewerkschaftlichen Organisationsbeauftragten in Burma koordiniert die ITF derzeit eine weltweite Protestkampagne. Ko Moe Naung, Organisationsbeauftragter der Seafarers' Union of Burma (SUB), starb am 19. Mai drei Stunden nach seiner Verhaftung an den Folgen der Folter durch Angehörige des leichten Infanterieregiments 431 der burmesischen Armee. Die SUB ist eine Mitgliedsgewerkschaft der ITF und operiert seit dem Verbot von Gewerkschaften durch das burmesische Militärregime, das sich State Peace and Development Council (SPDC) nennt, von Thailand aus….“ ITF News Online - der elektronische Nachrichtendienst der ITF vom 25 Mai 2005
Streik auf
den Ostseefähren MS"Rider" und MS"Runner"
- Streik auf den Ostseefähren MS"Rider"
und MS"Runner" gerichtlich beendet
„Der Streik wurde letzten Freitag [25.3.05], gegen
21.00 Uhr, aufgrund eines Gerichtsbeschlusses ( LAG S-H ) beendet.
Das Gericht war der Auffassung, ver.di habe nach dem Scheitern
der Tarifverhandlungen gleich den Streik ausgerufen. Nach norwegischem
Recht, und dieses sei auf den streitigen Tarifvertrag anzuwenden,
hätte ver.di erst noch einen eigens dafür vorgesehenen
Ombudsmann anrufen müssen. Dies sei nicht geschehen, deshalb
sei der Streik rechtswidrig und müsse sofort beendet werden.
Für den Fall der Zuwiderhandlung setzte das Gericht eine
hohe Geldstrafe, ersatzweise Haft, gegen die Mitglieder der ver.di
- Arbeitskampfleitung fest.
Trotz dieses eher ungewöhnlichen Streikendes bleibt festzustellen,
dass die Seeleute mit ihrer Gewerkschaft ver.di, durch ihren engagierten
Einsatz, die Einführung von Dumpingheuern auf der Ostsee
im Fahrgebiet zwischen Deutschland und Finnland verhindert haben.
Die Reederei Finnlines hat die beiden Schiffe inzwischen unter
finnische Flagge gebracht und gleichzeitig die Mannschaften komplett
gegen finnische Mannschaften ausgetauscht. Für diese kommen
nun die finnischen Tarifverträge zur Anwendung. Das finnische
Heuerniveau ist insgesamt etwas höher als das deutsche und
die jetzt vom Arbeitgeber zu zahlenden Heuern sind damit teurer
( ! ) als die bisherigen.“ So die Meldung eines Lesers,
wir danken!
- „Der Streik der Schiffsbesatzungen auf
den Ostseefähren MS "Rider" und MS "Runner"
(Reederei Finnlines) dauert bereits sieben Tage und geht möglicherweise
morgen [22.3.2005] in die zweite Woche. Die Schiffe liegen z.Zt.
am Skandinavienkai in Lübeck-Travemünde ( MS "Rider"
) bzw. im finnischen Hafen Turku (MS "Runner"). Die
wichtigsten Streikziele: Bezahlung der Heuer nach Heuertabelle
(HTV) und Bechäftigungssicherung, auch für die derzeitigen
Besatzungen, auf den Finnlines-Schiffen auf der Strecke Travemünde
- Turku. Der Arbeitgeber will die Heuern um 60% kürzen und
nur befristete Heuerverträge anbieten, trotz hervorragender
Auftragslage! Die Gewerkschaft ver.di hatte zum Streik aufgerufen.
Der Streik begann am 13. März 2005 gegen 22.00 Uhr. Die Seeleute
auf beiden Schiffen stammen, bis auf wenige Ausnahmen, aus Polen.
Sie sind gewerkschaftlich organisiert.“ Soweit die Meldung
eines Lesers, wir danken!
Streik und Gegenstreik zur "Bevorzugung"
regionaler Arbeitskräfte: Ein brisanter Konflikt bei der Schifffahrtsgesellschaft
Marseille – Korsika
„Auf Streik antwortet Gegenstreik: Drei Wochen
lang herrschte bei der in Marseille ansässigen Schiffahrtsgesellschaft
SNCM (Société nationale Corse Méditerranée)
ein höchst angespanntes Klima. Erst am vorigen Donnerstag begann
die Wiederaufnahme der Arbeit, und der aufgewirbelte Staub fängt
an sich zu legen…“ Artikel
von Bernhard Schmid, Paris, vom 25.9.04
Hafenbeschäftigte in Neuseeland sagen
"nein" zu Aushilfsarbeiten
„Mitglieder der Maritime Union of New Zealand
bereiten eine einwöchige Arbeitsniederlegung in Auckland vor,
mit der sie gegen den zunehmenden Einsatz von Aushilfskräften
protestieren wollen, falls die derzeit laufenden Verhandlungen scheitern.
Der geplanten Aktion war vor kurzem ein viertägiger Streik
vorausgegangen. 260 beim Eigentümer des Hafens von Auckland,
Ports of Auckland Limited, angestellte Beschäftigte legten
am 8. September die Arbeit nieder und stellten vor Neuseelands größtem
internationalen Containerterminal Streikposten auf, um ihrer Forderung
nach festen Stellen Nachdruck zu verleihen. Meldung
der Internationalen Transportarbeiter-Föderation vom 16. September
2004 
Abstimmungen in den Fincantieri-Werften (Italien)
Die Geschehnisse in den italienischen Schiffswerften
- hier am Beispiel Ancona - sind ein guter Anlass, um die Situation
und Entwicklung der Gewerkschaften in Italien zu betrachten. Siehe
Internationales/Italien
Dialog
aus Solidarität - Solidarität durch Dialog / Dialogue for
Solidarity - Solidarity through
Dialogue
Im November 1999 gab es eine europaweite Protestaktion
der Schiffbauarbeiter gegen die "schmutzige Konkurrenz" aus Südkorea.
Plötzlich sahen wir die Arbeiter zusammen mit den Managern in einer
Reihe "gegen die ausländische Konkurrenz" demonstrieren. Die koreanischen
Gewerkschafter reagierten verärgert über dieses ihrer Meinung nach
"unsolidarische" Verhalten. Diese Vorkommnisse sind Anlass für die
folgenden Überlegungen und den anschließenden Vorschlag für einen
"Kieler Dialog" von SOLIKOR, Berlin 29.02.2000. In November 1999
shipyard workers throughout Europe organized a demonstration against
the "dirty competition" from Southkorea. Suddenly,the workers were
standing side by side with the managers protesting "against these
foreign competitors". The Korean unionists were extremely annoyed
at what they saw as a "lack of solidarity" on the part of their
European counterparts. These events gave rise to the following considerations
and the proposal for a "Kiel dialogue" |