Home > Branchen > DL: Reinigungsgewerbe
Updated: 02.03.2010 11:51

Reinigungsgewerbe und Haushalt

updated = updated  externer Link = externer Link  pdf-Datei = pdf-Datei

Gebäudereiniger-Chefs zahlen Putzfrauen zu geringen Lohnnew

„Lohn-Trickserei in der Gebäudereinigung: Ein Großteil der bundesweit rund 860.000 Reinigungskräfte bekommt einen zu geringen Lohn. Diesen Vorwurf erhebt die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU. „Etliche Unternehmen der Gebäudereinigungsbranche spielen bei der Lohnauszahlung mit gezinkten Karten. Sie ziehen Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer regelrecht über den Tisch“, sagt Frank Wynands vom IG BAU-Bundesvorstand...“ Pressemitteilung der IG BAU vom 26. Februar 2010 externer Link

Gnadenlos ausgebeutet: Autowaschen zum Hungerlohn

„Die Betreiber der Autowaschanlagenkette Mr. Wash verdienen trotz Wirtschaftskrise Millionen. Auf dem Rücken vieler Mitarbeiter, meinen Kritiker. Denn die schuften häufig ohne Arbeitsvertrag oder für Dumpinglöhne. Nach Frontal21-Recherchen wälzt Mr. Wash zudem einen großen Teil des unternehmerischen Risikos auf seine Arbeiter ab...Beitrag von Thomas Münten und Heiko Rahms für das ZDF-Magazin Frontal 21 in der Sendung vom 12.01.2010 externer Link

Kampf der Betriebsräte bei "Aktiv"

Schon häufiger haben Auseinandersetzungen zwischen Betriebsrat und Firmenleitung des Kamp-Lintforter Reinigungsunternehmens „Aktiv” (wie berichtet) Arbeitsgerichte beschäftigt. Ein Ende ist noch nicht abzusehen. Besonders bizarr ist die momentane Situation. Da gibt's mit Jürgen Menzel, Bettina Röthgen und Fritz Schluh eine neu gewählte Betriebsratsspitze. Zugleich wähnen sich die bisherige Betriebsratsvorsitzende Sonja Reick und ihre beiden bislang ebenfalls freigestellten Kolleginnen weiter im Amt...“ Artikel von Ulrich Ernenputsch auf DerWesten vom 06.01.2010 externer Link

Magdeburg: Abfindungstrick bei Putzfrauen

„Dass Kommunen sparen müssen, ist nachvollziehbar. Auch wenn es für den Einzelnen mit Härten verbunden ist. Doch als 2003 Magdeburg mit der Stellenstreichung beginnt, greift die Kommune tief in die Trickkiste, um selbst minimale Sozialleistungen auszuhebeln. Und das geht so: Die Mitarbeiter bekommen ein merkwürdiges Kündigungsschreiben. Darin bietet das Rathaus gleichzeitig an, die Entlassung wieder zurückzunehmen. Bedingung: Christa Schulze und ihre Kollegen sollen zu dem privaten Dienstleister wechseln, der künftig die Stadtreinigung übernimmt. Dieselbe Arbeit für den halben Lohn. Christa Schulze und 59 Kollegen lehnen das unmoralische Angebot ab. Doch wer das tut, sitzt in der Falle. Nun dreht die Stadt den Spieß um: Durch die Ablehnung des Billigjobs hätten die Frauen de facto selbst gekündigt. Auf Abfindungszahlungen, wie sie bei betriebsbedingten Entlassungen gezahlt werden müssen, haben sie nun keinen Anspruch mehr..." Siehe dazu das Manuskript des Beitrages von Arndt Ginzel bei MDR Exakt vom 01.12.2009 externer Link

Tarifverhandlungen im Gebäudereiniger-Handwerk 2009

  • Sichtbar geworden: Lohnplus für Gebäudereiniger
    „Sie waren denkbar schlecht, die Ausgangsbedingungen für die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) im Tarifkonflikt der Gebäudereiniger. Von den nach Unternehmerangaben rund 860000 Beschäftigten waren vor der Auseinandersetzung nur etwa 57000 gewerkschaftlich organisiert. Die Branche ist durch prekäre Arbeitsverhältnisse geprägt: Mehr als die Hälfte putzt in Minijobs, 75 Prozent erhalten nicht mehr als den Mindestlohn. Darunter zu leiden haben vor allem Ausländer und Frauen – die etwa zwei Drittel der Beschäftigten stellen. Doch ein bedeutender Teil von ihnen hat seine Situation nicht einfach weiter ertragen, sondern sich gewehrt…Kommentar von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom 30.10.2009 externer Link
  • »Wir haben einen enormen Mitgliederzuwachs«
    Gewerkschaft wertet den Arbeitskampf im Reinigungsgewerbe als Erfolg. Ein Interview von Daniel Behruzi mit Klaus Wiesehügel externer Link, Bundesvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), in der jungen Welt vom 30.10.2009
  • Gebäudereiniger-Streik erfolgreich beendet: Zweistufige Lohnerhöhung erstreikt, Osten kommt auf 7 Euro
    „Nach über einer Woche Streik haben sich die Arbeitgeber des Gebäudereiniger-Handwerks mit der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf einen neuen Tarifvertrag über zwei Jahre geeinigt. Am 1. Januar erhöhen sich die Löhne und Ausbildungsvergütungen im Westen um 3,1 Prozent, im Osten um 3,8 Prozent. In der zweiten Stufe erhöht sich der Tarif erneut um 1,8 Prozent im Westen und 2,5 Prozent im Osten. Die Stundenlöhne in der untersten Tarifgruppe, die zugleich der neue Mindestlohn in der Branche sein soll, betragen dann 8,55 Euro im Westen und 7,00 Euro im Osten. Für die Monate Oktober bis Dezember dieses Jahres werden die alten Tarifverträge für IG BAU-Mitglieder – auch Neueingestellte – wieder in Kraft gesetzt. (…) Über das Tarifergebnis, das mit einer Erklärungsfrist bis zum 10. November versehen ist, werden die Mitglieder der IG BAU noch in einer erneuten Urabstimmung befragt. Danach entscheidet der Bundesvorstand der IG BAU am 9. November abschließend über die Annahme des Tarifpakets.Presseerklärung der IG BAU vom 29.10.2009 externer Link

  • »Kampfauftrag« Putzstreik
    „Vor dem Bundesverteidigungsministerium in Berlin ist am gestrigen Montag die 1. Staubfängerkompanie der Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) mit roten Gewerkschaftsfahnen und Besen aufmarschiert. Der »Kampfauftrag« der aus 80 streikenden Gebäudereinigern bestehenden Kolonne war, den Mindestlohn in ihrem Gewerbe zu verteidigen...“ Artikel von Günter Frech im Neues Deutschland vom 27.10.2009 externer Link

  • Putz-Streik-Kompanie marschiert vors Verteidigungsministerium
    Millionen Arbeitnehmer stehen hinter den streikenden Gebäudereinigern: „Ihr steht nicht allein! Die Gewerkschaften im DGB stehen hinter Euch. Auch die finanzielle Kraft des Deutschen Gewerkschaftsbundes steht hinter Euch“, sagte Michael Sommer. (...) Die Putz-Kompanie zog unter Gesang vor dem Ministerium auf und ab: Wer macht alles blitzeblank? Zum Dumpinglohn und ohne Dank! Deshalb steh`n wir heute hier, mehr Lohn und Rente wollen wir! Von Tegel bis nach Schönefeld, wir streiken, wo es uns gefällt! 1,2,3,4, für mehr Lohn da streiken wir! 5,6,7,8, Dumpinglöhne - gute Nacht!...Meldung auf der Seite der IG BAU vom 26.10.2009 externer Link

  • Besenstillstand vorm Morgengrauen: In Berlin bestreikten die Reinigungskräfte gestern unter anderem die Technische Universität
    „Dienstagmorgen 4.30 Uhr Uhr in Berlin am Ernst-Reuter-Platz. Kaum ein Mensch ist auf der Straße unterwegs. Nur vorm nahegelegenen Hauptgebäude der Technischen Universität haben sich rund 300 Gebäudereiniger und ein paar Studenten in der Kälte versammelt…Artikel von Ina Beyer im Neues Deutschland vom 21.10.2009 externer Link. Aus dem Text: „…Zur TU Berlin kamen auch Studenten und linke Aktivisten, um die Reinigungskräfte in ihren Forderungen zu unterstützen. »Wir sind solidarisch mit den Streikenden, weil wir es völlig inakzeptabel finden, dass an unserer Hochschule miese Beschäftigungsverhältnisse herrschen«, erklärt Jan Latza. »Der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen und die Auseinandersetzung um bessere Bildung gehören zusammen.«…“

  • „Aufstand der Unsichtbaren“ hat begonnen : Streikbeginn in der Gebäudereinigung„Aufstand der Unsichtbaren“ hat begonnen : Streikbeginn in der Gebäudereinigung
    "Der erste bundesweite, unbefristete Streik im Gebäudereinigerhandwerk hat heute (Dienstag, 20.10.) Morgen begonnen. An der Spitze standen Gebäudereiniger in Magdeburg, die bereits um 00.00 Uhr die Arbeit an der dortigen Universität niederlegten, teilte ein Sprecher der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am Dienstagmorgen mit. Mit Beginn der jeweiligen Frühschichten sei es außerdem wie geplant in nahezu allen Bundesländern zu Streiks gekommen. Daran beteiligten sich bis zum Morgen nach ersten Angaben der IG BAU rund 1000 Menschen. Weitere Streikobjekte werden im Laufe des Tages und in den nächsten Tagen neu dazukommen...“ Meldung bei der IG BAU vom 20.10.2009 externer Link

  • Arbeitskampf der Gebäudereiniger: Putztruppe ohne Schlagkraft
    Die Gebäudereiniger streiken für mehr Geld. Sie könnten viel Druck machen, denn ohne sie verdreckt die Stadt. Aber nur wenige trauen sich, in den Ausstand zu treten. Artikel von Frauke Böger und Kathleen Fietz in der Taz-Berlin vom 19.10.2009 externer Link. Aus dem Text: „...Im fehlenden Gemeinschaftsgefühl sieht auch der Gewerkschaftsexperte Josef Esser von der Uni Frankfurt/Main die geringe Streikbeteiligung begründet: "Durch Arbeitskräfte aus dem EU-Ausland und die hohe Fluktuation im Niedriglohnsektor fehlt ein solidarisches Gefühl. Deshalb entsteht auch keine kampfstarke Gruppe."...“

  • 96,7 Prozent Zustimmung: IG BAU ruft zum unbefristeten Streik
    „Über 96 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder in der Gebäudereinigung haben sich in einer bundesweiten Urabstimmung für den unbefristeten Streik ausgesprochen. Der Bundesvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat in einer außerordentlichen Sitzung am Donnerstagvormittag den Ausstand ab Dienstag, den 20. Oktober, Null Uhr, beschlossen. Dies gab der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel am Donnerstagvormittag auf einer Pressekonferenz bekannt. (...)Das letzte Angebot der Arbeitgeber beziffert die Gewerkschaft mit einem „tatsächlichen Wert von nur 1,8 Prozent im Westen und 2,1 Prozent im Osten“, berechnet auf 12 Monate. Das sei angesichts der guten Wirtschaftslage der Branche und der Gewerkschaftsforderung nach 8,7 Prozent mehr Geld „unakzeptabel“, so der IG BAU-Vorsitzende...“ Presseerklärung der IG BAU vom 15. Oktober 2009 externer Link

  • Die Deutschland putzen
    "Hunderttausende Gebäudereiniger halten die Republik sauber. Seit Oktober stehen sie ohne Tarifvertrag da. Die Urabstimmung läuft, ein Streik der Nadelstiche ist denkbar. Sie ist die oberste Reinigungskraft der Republik. Susanne Neumann hält ein Brötchen in die Höhe und sagt: „Noch nicht mal das können wir uns von der Tariferhöhung kaufen, die uns die Arbeitgeber angeboten haben.“ Dann reißt die rothaarige Frau ein Stück aus dem Backwerk. „Es reicht gerade für das hier!“ Der Saal tobt. Es war einer der wenigen Höhepunkte beim Kongress der IG BAU vor einigen Wochen. Bei der einstigen Bauarbeitergewerkschaft war der damalige Arbeitsminister angekündigt. Doch Susanne Neumann und ihre Kollegen stahlen dem SPD-Mann die Wahlkampfshow. 200 Berliner Gebäudereiniger besetzten die Bühne und hielten ihm Transparente entgegen: „Wir putzen Deutschland!“…Artikel von Günter Frech in Freitag vom 09.10.2009 externer Link

  • Lohndrücken bei Putzfrauen
    Seit für die Gebäudereiniger der Tarifvertrag ausgelaufen ist, gibt es für die Branche auch keine Mindestlöhne mehr. Nun versuchen erste Firmen im Ruhrgebiet und am Niederrhein nach Angaben der IG Bau, die Löhne zu drücken. Nach Auslaufen des Tarifvertrags für Gebäudereiniger versuchen nach Gewerkschaftsangaben erste Arbeitgeber an Rhein und Ruhr, den bisherigen Mindestlohn von 8,15 Euro deutlich zu drücken. „Uns liegen Anlagen zu Arbeitsverträgen vor, die ab dem 1. Oktober einen Lohn von 6 Euro vorsehen”, sagt Zeynep Bicici, Gewerkschaftssekretärin im IG-Bau-Bezirk Duisburg-Niederrhein. Da ähnlich lautende Anlagen gleich bei mehreren Arbeitgebern aufgetaucht seien, vermutet die Frankfurter IG-Bau-Zentrale eine „konzertierte Aktion”…Artikel von Thomas Rünker auf DerWesten vom 06.10.2009 externer Link

  • Putz-Warnstreik in Berlin: IG BAU mobilisiert für Urabstimmung: »Macht euren Dreck selber weg«
    „Mit Warnstreiks in Berlin und Potsdam hat die IG BAU für höhere Löhne in der Gebäudereinigerbranche demonstriert. Der bisherige Tarifvertrag war Ende September ausgelaufen. Damit gibt es im Putzgewerbe auch keinen allgemeinverbindlichen Mindestlohn mehr. Dieser lag bislang bei 6,58 Euro in Ost- und 8,15 Euro in Westdeutschland…Artikel von Jörn Boewe in der jungen Welt vom 02.10.2009 externer Link
  • Erste Warnstreikwelle erfolgreich
    „Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zog am Freitagnachmittag eine Zwischenbilanz aus den ersten beiden Warnstreiktagen in der Gebäudereinigung seit Ablauf der Friedenspflicht am 1. Oktober. Wie ein Sprecher der Gewerkschaft in Frankfurt erklärte, sei es an beiden Tagen wie geplant gelungen, in insgesamt 118 Objekten im ganzen Bundesgebiet rund 1300 Reinigungskräfte in einen auf wenige Stunden befristeten Warnstreik zu führen. Von den Arbeitsniederlegungen bisher betroffen gewesen seien öffentliche Verwaltungen, Schulen, Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser, Bundeswehrkasernen, der Bundesnachrichtendienst, das BMW-Werk Leipzig und als erster Flughafen am Freitag der Münchner Airport „Franz-Josef Strauß“..." Pressemitteilung der IG BAU vom 02.10.2009 externer Link
  • Der Mindestlohn ist weg: Werden die Gebäudereiniger das erste Opfer von Schwarz-Gelb?
    Interview von Ina Beyer mit Frank Wynands externer Link, im IG-BAU-Vorstand für die Gebäudereiniger zuständig, im Neues Deutschland vom 02.10.2009
  • Mindestlöhne: Gebäudereiniger drohen mit Streik
    Zum Ende der großen Koalition drohen hunderttausende Arbeitnehmer den Schutz durch Mindestlöhne zu verlieren. Bei den Gebäudereinigern läuft Ende September die gesetzlich gestützte Absicherung des Mindestlohns aus. Dieser regelt laut Industriegewerkschaft Bau, Agrar, Umwelt für 340.000 der 450.000 Branchenbeschäftigten die Bezahlung…Artikel von Markus Sievers in der Frankfurter Rundschau vom 23.09.2009 externer Link
  • Tarifverhandlungen im Gebäudereiniger-Handwerk gescheitert
    „Die Tarifverhandlungen im Gebäudereiniger-Handwerk der IG BAU sind gescheitert. Das hat der Vorstand der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in seiner heutigen Sitzung beschlossen. Er folgt damit der Empfehlung der Tarifkommission im Gebäudereiniger-Handwerk Ende vom vergangenen Donnerstag. „Das Angebot der Arbeitgeber bedeutet 1,8 Prozent mehr im Westen und 2,1 Prozent mehr im Osten im Durchschnitt auf 12 Monate gerechnet. Das ist für die IG BAU nicht tragbar“, sagt Frank Wynands, Verhandlungsführer für die IG BAU…Pressemeldung bei der IG BAU vom 10.08.2009 externer Link
  • Tarifstreit Gebäudereiniger: Viel Dreck für wenig Lohn
    „Wenn andere nach Hause gehen, fangen sie an zu putzen: Hunderttausende Gebäudereiniger säubern Tag für Tag Deutschlands Büros, Schulen und Krankenhäuser - und zwar für extrem wenig Geld. Im Osten verdienen Innenreiniger gerade mal 6,58 Euro in der Stunde. Die Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) kämpft seit Januar in Tarifverhandlungen für höhere Einkommen. Ihre Forderung: 8,7 Prozent mehr Lohn. Doch jetzt hat die Tarifkommission der IG BAU empfohlen, die Verhandlungen als gescheitert zu erklären. Sollte der Vorstand am kommenden Montag dem Votum folgen, gilt von Oktober an für alle neu abgeschlossenen Verträge in der Branche kein Mindestlohn mehr. Und auch Streik wäre nicht mehr ausgeschlossen…“ Artikel von Franziska Schubert u. Eva Roth in der Frankfurter Rundschau vom 07.08.2009 externer Link

Putzdienstleister des Bundestags zahlt weiter Dumping-Löhne

3,56 Euro - so viel verdienen Zimmermädchen nach SPIEGEL-Informationen pro Stunde bei dem Gebäudereiniger B+K, der auch im Bundestag putzt. Einen Verstoß gegen das Mindestlohngesetz sieht man bei dem Unternehmen nicht. Die Angestellten könnten sich ihr Salär ja mit Flaschenpfand aufbessern. Artikel auf Spiegel-Online vom 14.06.2009 externer Link

Erpressung: Schmutzige Tricks in Wäscherei

Damit sich eine Großwäscherei an zwei bundesweiten Ausschreibungen beteiligt, fordert die Konzernleitung von den Angestellten Mehrarbeit und Lohnverzicht. Artikel von Kai von Appen in der Taz-Nord vom 04.06.2009 externer Link. Aus dem Text: „Ein unmoralisches Angebot: Damit sich die Glückstädter Großwäscherei für Krankenhaustextilien überhaupt an der bundesweiten Ausschreibung für zwei Großaufträge der Unikliniken Kiel und Lübeck beteiligt, verlangt die Berendsen-Konzernleitung von den 150 Beschäftigten eine Vorleistung in Höhe von 400.000 Euro. "Wir lassen uns nicht erpressen", schimpft Betriebsratchef Antonio Gagliardi. "Wir haben viele Opfer gebracht, bis hier und nicht weiter." Anders als in Frankreich, wo in solchen Situationen die Chefs 48 Stunden eingesperrt würden, herrschten bei Berendsen keine französischen Verhältnisse. Als die Beschäftigten zum Auftakt der Verhandlungen zwischen Konzernleitung, Betriebsrat und IG Metall den Verhandlungssaal stürmten und belagerten, sicherte IG Metall-Verhandlungsführer Uwe Zabel der Konzernleitung zu, dass sie später wieder nach Hause fahren könne…“

Turbo-Putzen im Mega-Akkord

„Im Gebäudereiniger-Handwerk könnte ein heißer Herbst ins Haus stehen. Die IG BAU hat den Lohn- und Mindestlohntarifvertrag für die Branche fristgerecht zum 30. September 2009 gekündigt, nachdem die Tarifverhandlungen zwischen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und dem Bundesinnungsverband für das Gebäudereiniger-Handwerk ins Stocken geraten sind…“ Artikel von Hans-Gerd Öfinger im Neues Deutschland vom 05.06.2009 externer Link

Centro Oberhausen

  • Zur Telleraufsicht degradiert
    Trinkgeld-Skandal hat Folgen: Interclean-Frauen dürfen nicht mehr putzen. Sie bewachen das Trinkgeld, werden beschimpft. Artikel von Gudrun Mattern auf DerWesten vom 05.06.2009 externer Link. Aus dem Text: „Von der Reinigungskraft zur Sitzfrau mit Bewachungs- und Putzaufgaben zur Telleraufsicht: Der berufliche Werdegang von Helga K. (Name geändert), die im Toilettenbereich des CentrO als Beschäftigte der Gebäudereinigungsfirma Interclean arbeitet, ist ein Trauerspiel. „Als ich vor vier Jahren eingestellt wurde, habe ich eine Zone zugeteilt bekommen und 7,80 Euro verdient. Im August 1986 haben wir neue Arbeitsverträge unterschrieben. Als Sitzposten habe ich seitdem nur noch 4,75 Euro verdient, brutto”, erklärt Helga K…

  • "Pinkelgroschen": Centro will im WC-Streit mehr Lohn für Klo-Aufsicht
    „In der Diskussion um den so genannten „Pinkelgroschen” im Centro sieht sich das Einkaufszentrum unverschuldet in die Schmuddelecke gedrängt. Centro-Manager Frank Pöstges stellt die Rechtslage klar und will den Lohn der WC-Aufsicht von bisher 4,75 Euro pro Stunde auf über fünf Euro heben. Wem gehören die "Pinkelgroschen" im Centro, die die Besucher des Einkaufszentrums auf dem Tellerchen der Toilettenaufsicht ablegen? Natürgemäß macht die um diese Frage entbrannte Diskussion das Management des Oberhausener Einkaufszentrumms nicht froh. Nach Prüfung der Sachlage fand Geschäftsführer Frank Pösges jetzt einige reinigende Worte: Die Reinigungsfirma InterClement habe das Recht, das Geld zu kassieren, weil sie das Personal bezahle. Zur Zeit muss die Toiletten-Aufsicht das Geld bei der Reinigungsfirma abliefern, von der sie für das Hüten des stillen Ortes bezahlt wird. Aktueller Stundenlohn, frei verhandelt: 4,75 Euro…Artikel von Rolf Kiesendahl auf DerWesten vom 06.05.2009 externer Link
  • WC-Personal im Centro muss Trinkgeld dem Chef geben
    Die Toilettenfrauen und -männer im Einkaufszentrum Centro haben am Ende des Monats nur etwas mehr als die Hälfte des Mindestlohns in der Tasche und müssen das Trinkgeld der Kunden trotzdem ihrem Arbeitgeber, einem Reinigungsunternehmen, geben. Das berichtet die für Reinigungskräfte zuständige Gewerkschaft IG BAU. Laut Gewerkschaftssekretärin Zeynep Bicici verdienen die Frauen und Männer nur 4,50 Euro pro Stunde, obwohl der Mindestlohn bei 8,15 Euro liegt. Der Arbeitgeber umgehe die Regelung, indem er seine Leute offiziell nicht als Reinigungskräfte, sondern lediglich als „Telleraufsicht” anstellt. Gleichwohl müssten sie die Toiletten putzen. Außerdem werde streng kontrolliert, dass das Personal Trinkgelder der Kunden nicht einbehält, sondern vollständig an die Firma abführt. Betroffen seien rund 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ausschließlich in den Toiletten eingesetzt werden. „Die haben Angst um ihren Job, und das wird schamlos ausgenutzt”, sagt Bicici. „Das ist empörend.” …“ Artikel von Andreas Ernst und Achim Beer in Der Westen vom 17.04.2009 externer Link

Tarifergebnis im Gebäudereinigerhandwerk erzielt

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesinnungsverband des Gebäudereinigerhandwerks haben sich in der vergangenen Nacht auf eine Lohnerhöhung geeinigt. Danach bekommen die bundesweit 850 000 Beschäftigten im Gebäudereinigerhandwerk ab 1.1.2008 3,5 Prozent mehr Lohn. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30.9.2009. Die Tarifvertragsparteien haben eine Erklärungsfrist bis zum 29. August 2007 vereinbart. Die Tarifkommission der IG BAU wird am 25. August über die Annahme des Tarifergebnisses beraten. (…) Teil des in der Nacht geschnürten Tarifpakets ist eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen, im Osten etwas mehr als im Westen sowie die stufenweise Angleichung von Lohngruppen im Osten…“ Auszug aus der Presseerklärung der IG BAU vom 17.08.2007

15. Juni – Tag der Gebäudereinigung

15. Juni – Tag der Gebäudereinigung

„Jährlich am 15. Juni demonstrieren weltweit Beschäftigte in der Gebäudereinigung, um auf ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. „Putzfrauen“, „Reinigungskräfte“, „Raumpflegerinnen“ – diese Berufsbezeichnungen stehen für das Imageproblem der Gebäudereinigerinnen in Deutschland…Info der IG BAU externer Link. Siehe dazu auch

  • Cleaners and security guards standing together for justice!
    Die Sonderseite zum Aktionstag bei der UNI externer Link (englisch) mit weiteren Informationen: “Have a look at what's happening around the world on 15 June this year.” Deutsche Flugblätter finden sich unter dem Menüpunkt “Campain Material” rechts oben!

Bundestag speist Putzkräfte mit Dumpinglöhnen ab

Eine Hotline der IG BAU soll Fälle von Dumpinglöhnen in der Gebäudereinigung offen legen. Was dabei herauskam, machte die Gewerkschafter baff: Selbst der Bundestag zahlt Putzkräften nur Dumpinglöhne. Die liegen sogar unter dem im Entsendegesetz festgelegten Mindestlohn von 7,87 Euro. Artikel im Spiegel vom 11.05.2007 externer Link. Siehe dazu auch:

Reinigungskräfte in Berlin: Die wundersame Welt der Waschkraft

Die wenigsten Gäste der teuren Hauptstadt-Hotels ahnen, welche Reisen auch die schönen Laken und Handtücher ihrer Zimmer hinter sich haben. Artikel von Renate Meinhof in der SZ externer Link vom 27. Januar 2007

2,46 Euro pro Stunde - "Dumpinglöhne" in Hamburger Hotels

Beauftragte Reinigungsfirma verteidigt sich: Andere Unternehmen zahlten noch weniger. In Hamburg arbeiten Reinigungskräfte in Luxushotels zum Teil für weniger als 2,50 Euro pro Stunde. Das ergibt sich nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) aus dem Fall einer jungen Frau, die Ende 2006 im Dorint am Alten Wall für die Reinigung der Zimmer verantwortlich war. Die 23-jährige Antonia H. arbeitete im November laut DGB 168 Stunden an 21 Tagen in dem Fünf-Sterne-Hotel als Reinigungskraft. Dennoch bekam sie ausweislich der Monatsabrechnung, die dem Abendblatt vorliegt, lediglich 413,18 Euro brutto - und damit einen durchschnittlichen Brutto-Stundenlohn von 2,46 Euro. Als sich H. bei der Firma beschwerte, sagte diese eine Nachzahlung zu - und schickte postwendend die Kündigung…“ Artikel von Jens Meyer-Wellmann im Hamburger Abendblatt vom 08.01.2007 externer Link. Siehe dazu auch: Sie putzte für 2,46 Euro pro Stunde
Antonia H. wurde gekündigt, als sie sich wehrte - laut Gewerkschaft eine gängige Praxis. Auch mangelnde Kontrolle beim Kombilohn-Modell wird kritisiert. Artikel von Jens Meyer-Wellmann im Hamburger Abendblatt vom 08.01.2007 externer Link

Maria S. Rerrich: Die ganze Welt zu Hause - Cosmobile Putzfrauen in privaten Haushalten

Maria S. Rerrich: Die ganze Welt zu Hause - Cosmobile Putzfrauen in privaten Haushalten

Heute putzen Frauen aus aller Welt Wohnungen in Deutschland. Sie verlassen ihre Heimat und ihre Familien, um hier Geld zu verdienen. Maria S. Rerrich führte in Hamburg und München Interviews mit cosmobilen Putzfrauen und sprach auch mit Arbeitgeberinnen und einschlägig arbeitenden Experten aus der Verwaltung, Politik und Sozialen Arbeit. Sie ermöglicht so einen Einblick in die Lebensführung der zum Teil illegal in Deutschland lebenden Frauen, fragt, wie ihre sozialen Netzwerke funktionieren, wie sie wohnen und ihre Freizeit verbringen, was sie tun, wenn sie krank sind. Das neue Buch von Maria S. Rerrich: „Die ganze Welt zu Hause - Cosmobile Putzfrauen in privaten Haushalten“, 168 Seiten, gebunden, € 16,00, ISBN 978-3-936096-67-5 erschienen in der Hamburger Edition. Siehe dazu:

  • Verlagsinformationen
    Weitere Informationen und Bestellinformationen auf der Verlagshomepage externer Link
  • Das Inhaltsverzeichnis
    Inhaltsverzeichnis pdf-Datei des Buches „Die ganze Welt zu Hause - Cosmobile Putzfrauen in privaten Haushalten“
  • Die aktuellen Rahmenbedingungen der bezahlten Haushaltsarbeit – einige Zahlen, Fakten und Hintergrundinformationen
    Das Kapitel III. des Buches von Maria S. Rerrich pdf-Datei exklusiv im LabourNet Germany

Kabinett schützt Gebäudereiniger vor Lohndumping

Gebäudereiniger in Deutschland kommen künftig in den Genuss eines Mindestlohns. Geht es nach Arbeitsminister Franz Müntefering ist das nur der Anfang: Alle Branchen sollten einen Mindestlohn einführen. Artikel von Kai Beller in der Financial Times Deutschland externer Link vom 24.08.2006. Siehe dazu auch:

»Es geht um Fairness«

„Am liebsten hätte er den Mindestlohn für die gesamte Wirtschaft…“ Interview von Ulrike Meyer-Timpe mit Johannes Bungart externer Link, Verbandschef der Gebäudereiniger, in Die Zeit vom 24.08.2006

Rote Karte für niedrige Löhne am internationalen Tag für Gerechtigkeit am 15. Juni – Beschäftigte der Gebäudereinigung und der Sicherheitsdienste demonstrieren international

Unter dem Motto „Give Low Pay the Red Card on International Justice Day – June 15” finden international umfangreiche Aktionen, auch in Deutschland, statt. Siehe dazu:

  • Offizielle Webseite der UNI zum Tag der Gebäudereinigung
    Auf der Hauptseite der Kampagne der UNI externer Link – Union Network International finden sich recht unter „Campaigns“ die Aktionen, die in den verschiedenen Ländern stattfinden. (Australien, Deutschland 2 x, Niederlande, Polen, Süd Afrika, Großbritannien und den USA) Einfach das entsprechende Land anklicken. Infos gibt es zum Teil auch in Deutsch.
  • „Give Low Pay the Red Card on International Justice Day – June 15”
    (Englische) Presseerklärung der SEIU externer Link - Service Employees International Union, mit Informationen zu den Aktionen in den verschiedenen Ländern, hier mit Schwerpunkt USA
  • Act Now! Deutsche Reiningungskräfte verdienten mehr
    Eric Lee von Labourstart und die UNI haben ein Act-Now-Kampagne gestartet und schreiben: „Heute verdienen die meisten Angestellten im Reinigungsdienst zwischen 6.00€ und 8.00€ pro Stunde und sind mit Problemen konfrontiert, die mit denen der schlecht bezahlten Sicherheitsdienstbeamten vergleichbar sind. Die Kampagne der IG BAU für einen Stundenlohn von 10.00€ würde für das Reinigungspersonal und seine Familien die längst fälligen Verbesserungen bringen. Die Gewerkschaft führt zurzeit Verhandlungen, und die Arbeitgeber versuchen, die Löhne weiterhin auf diesem niedrigen Stand, der nahe beim Existenzminimum liegt, zu halten…“ Die (deutsche) Act-Now-Seite bei Labourstart externer Link mit der Möglichkeit ein Protestschreiben an den Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks zu schreiben.
  • 15. Juni – Tag der Gebäudereinigung - IG BAU beteiligt sich erstmals mit eigenen Aktionen
    „Seit 16 Jahren demonstrieren am 15. Juni in den USA Beschäftigte in der Gebäudereinigung und im Sicherheitsdienst für Gerechtigkeit. Mittlerweile organisieren die Gewerkschaften in vielen anderen Ländern dieser Welt diesen Aktionstag, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen von ReinigerInnen anzuprangern. Diesmal auch in Deutschland…“ Informationen der IG BAU externer Link

Die Ausputzer

„Im Hotelgewerbe werden die Arbeitsbedingungen immer prekärer, zum Beispiel bei der Düsseldorfer Firma Clemens Kleine. Im Ritz-Carlton zu wohnen, ist eine Sache, dort zu arbeiten, ist eine andere. Beispielsweise als »Zimmermädchen«, wie erwachsene Frauen noch immer genannt werden dürfen und genannt werden. Unter anderem von der Reinigungsfirma Clemens Kleine, die für die Zimmer­reinigung im Hotel Ritz-Carlton am Potsdamer Platz in Berlin zuständig ist…“ Artikel von Birgit Schmidt in Jungle-World externer Link vom 07.06.2006

Weiße Salbe gegen Ausbeutung

„Noch wird nur Handcreme verteilt: Reinigungskräfte protestieren in ganz Nordrhein-Westfalen gegen miese Arbeitsbedingungen und für mehr Lohn. Ihre Arbeitgeber wollen keinen Cent mehr zahlen.
Mit Informationsveranstaltungen und Protestaktionen haben tausende Beschäftigte des Gebäudereinigerhandwerks gestern in ganz Nordrhein-Westfalen für mehr Lohn und Gehalt demonstriert. Hintergrund ist die heute in Frankfurt stattfindende zweite Tarifrunde für die bundesweit rund 800.000 Mitarbeiter: Während sich die Gewerkschaften für einen europaweit einheitlichen Mindestlohn von zehn Euro in der Reinigungsbranche stark machen, war die Arbeitgeberseite bisher zu keinerlei Lohnerhöhung bereit
…“ Artikel von Andreas Wyputta in der taz NRW vom 24.2.2006 externer Link

Zwischen Privatisierung und Niedriglohnstrategie. Das Reinigungsgewerbe im Zeichen neoliberaler »Standort«-Sicherung

„»Was ist Standortsicherung wert?«, so unsere skeptische Frage zu den Hintergründen der allgegenwärtigen betrieblichen Erpressungsszenarien zu Anfang letzten Jahres. Im nächsten halben Jahr wollen wir dieser Frage anhand eines Überblicks über die Entwicklungen in verschiedenen Branchen – Chemieindustrie, Automobilindustrie, Banken, Versicherungen, Reinigungsgewerbe, Einzelhandel u.a. – genauer nachgehen. Von unseren AutorInnen und »BranchenexpertInnen« wollten wir wissen, wie sie die ökonomische Situation in diesen Branchen sehen und haben sie daher gebeten, entlang folgender Fragen ihre Einschätzungen zu formulieren: Wie stellt sich die Auftragslage bzw. Nachfrageentwicklung dar? Wie verändert sich die Wertschöpfungs- bzw. Produktionskette und die Fertigungstiefe? Was zählt (noch) zum »Kerngeschäft«, welche Bedeutung haben Investitionen in dieses bzw. in alternative Kapitalverwertungsformen? Für die Dienstleistungsbranchen stellt sich hier ana-log die Frage nach dem Grad und den Auswirkungen der Privatisierung. Den Beginn machen wir mit einem Beitrag zur Situation des Reinigungsgewerbes….“ Artikel von Nicole Mayer-Ahuja, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 1/06

Putzen im Mega-Akkord

Gebäudereinigerbranche verschärft die Arbeitsnormen und zittert vor »Ein-Euro-Jobs«. Artikel von Hans-Gerd Öfinger in junge Welt vom 27.12.2004 externer Link

Diskriminierung und Ausbeutung in der Haushaltarbeit

  • Verborgene Welt der "dienstbaren Geister". Geschlechtliche Arbeitsteilung im Haushalt hält sich hartnäckig. Artikel von Anke Schwarzer aus: ak 478 - analyse & kritik, Zeitung für linke Debatte und Praxis
  • "Wir wollen ein großes Recht". Hausarbeiterinnen in Berlin verschaffen sich Gehör und fordern ein "Recht auf Rechte". Das europäische Respect-Netzwerk (www.respect-netz.de externer Link) wurde 1997 ins Leben gerufen und umfasst Hausarbeiterinnen-, MigrantInnen- und Unterstützungsorganisationen aus acht EU-Staaten (Großbritannien, Belgien, Frankreich, Holland, Italien, Spanien, Griechenland und Deutschland). Im Frühjahr 2000 wurde in Berlin das Respect-Netzwerk Deutschland gegründet. Denise Catalan (Name geändert) aus Chile, 23 Jahre, lebt seit einigen Jahren in Deutschland. Sie ist Hausarbeiterin in Berlin und engagiert sich seit eineinhalb Jahren bei Respect. Während des ver.di-Bundeskongresses Ende Oktober in Berlin machte das Netzwerk auf die Situation von Hausarbeiterinnen aufmerksam. Respect ist Teil der Gesellschaft für Legalisierung (www.rechtauflegalisierung.de), der u.a. Kanak Attak, die Brandenburger Flüchtlingsinitiative, elexir-A und der Polnische Sozialrat angehören. Mit Catalan sprach Anke Schwarzer. Interview aus ak 478 - analyse & kritik, Zeitung für linke Debatte und Praxis

"Dummheit, die Schatten wirft . . . "

Ein Beitrag von OH über die Auswirkungen von Hartz und Niedriglohntarifen auf die Menschen im Reinigungsgewerbe.

siehe auch

Entsorgung

Gastronomie und Hotelgewerbe

Das europäische Respect-Netzwerk externer Link


Home | Impressum | Über uns | Kontakt | Fördermitgliedschaft | Newsletter | Volltextsuche
Branchennachrichten | Diskussion | Internationales | Solidarität gefragt!
Termine und Veranstaltungen | Kriege | Galerie | Kooperationspartner
AK Internationalismus IG Metall Berlin | express | Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken
zum Seitenanfang