Unabhängige sozialwissenschaftliche Studie oder sozialpolitische Propaganda? Zur Kritik der RWI-Studie „Bedeutung der Krankenhäuser in privater Trägerschaft“
„Die Frage ist schnell beantwortet: Auftraggeber ist der Bundesverband der privaten Krankenanstalten. Hier ist mit Sicherheit viel Geld geflossen, Geld, das sich für den Auftraggeber rentieren soll. Freie, unabhängige Wissenschaft sieht – zumindest in der Theorie – anders aus. Dabei ist es prinzipiell unerheblich, ob hier anfangs neutrale „Wissenschaftler“ gekauft wurden oder gezielt Wissenschaftler beauftragt wurden, die schon immer – aus welchen Gründen auch immer – für die Sache der Privatisierer geschrieben haben…“ Artikel von Rudi Schwab beim VDÄÄ - Verein Demokratischer Ärztinnen und Ärzte vom 11.08.2009 Siehe dazu:
- „Bedeutung der Krankenhäuser in privater Trägerschaft“
Studie von Boris Augurzky, Andreas Beivers, Günter Neubauer und Christoph Schwierz beim Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung
Industrialisierung der Krankenversorgung durch Privatisierung?
„Seit 1991 ist der Anteil privater Krankenhäuser in Deutschland von 15 auf 27 Prozent gestiegen. In einigen Jahren könnte er bei 40 Prozent liegen. Auch der Gesundheitssektor unterliegt hierzulande den Gesetzen der Marktwirtschaft, unabhängig davon, ob diese tatsächlich berechtigt ist, den Zusatz "soziale" zu führen. Allgemeine Krisensymptome, Finanzierungsprobleme oder Rationalisierungsschübe treffen Beschäftigte und Patienten oft ebenso unvermittelt wie die zunehmend desorientierten Teilnehmer am spätkapitalistischen Wirtschaftskreislauf. Und noch eines hat der Gesundheitsmarkt mit all den anderen Märkten gemeinsam: Die politischen Verantwortungsträger, die sich am runden Tisch Optimalkonstellationen vorgestellt hatten, zeigen noch immer Perspektiven auf, die mit der Realität längst nichts mehr zu tun haben…“ Artikel von Thorsten Stegemann auf Telepolis vom 21.06.2008 
Das Humankapital
Die Privatisierung von Kliniken in Deutschland schreitet enorm voran. ver.di warnt angesichts der Entwicklung vor Versorgungsmängeln: Personalverknappung führt zu Qualitätsverlusten. Artikel von Uta von Schrenk in ver.di-Publik vom Dezember 2006 . Bitte auch die Grafik beachten!
»Nötig wäre eine Kampagne gegen die Fallpauschale«
Umstellung der Krankenhausfinanzierung führt zu Stellenabbau und Lohnkürzungen. Ein Interview von Daniel Behruzi mit Dieter Janssen , Personalrat im Klinikum Stuttgart und aktiv im Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di, in der jungen Welt vom 26.10.2006
Für eine Konferenz gegen Privatisierungen
Antrag des Bezirksfachbereichsvorstandes Fachbereich 03 Nordhessen für die Durchführung einer bundesweiten Konferenz von Vertrauensleuten, Betriebs- und Personalräten aus den Krankenhäusern im ersten Quartal 2004. Die Konferenz soll u.a. folgende Inhalte haben: Verhinderung von Privatisierung, Ausgründung und Tarifflucht sowie Festlegung einer gesundheitspolitischen Strategie durch die Basis
Gegen Demontage des Gesundheitswesens
Eine bundesweite Koordinierungsgruppe gegen Demontage des Gesundheitswesens fordert eine bundesweite Konferenz gegen die Privatisierungen und die Angriffe auf die Flächentarife im Gesundheitswesen und bringt einen Rundbrief gegen Demontage des Gesundheitswesens heraus. Sie beinhalten neben gesundheitspolitischen Forderungen und Diskussionen auch Informationen zu Arbeitsbedingungen und Tarifpolitik im Gesundheitswesen:
|