„Decent Work" und der Kampf um eine würdige Beschäftigung 
„Vor genau zehn Jahren hat der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Juan Somavia, erstmals das Konzept Decent Work in die öffentliche Diskussion gebracht. Nach zwei Jahrzehnten scheinbar unangreifbarer Dominanz hatte im Jahr 1999 der schöne Schein der neoliberalen Traumwelt zu verblassen begonnen. Die Ideologie von Freihandel, Privatisierung und Deregulierung geriet in die Krise, eine neue Bewegung entstand und feierte bei den Protesten gegen die WTO-Ministertagung in Seattle ihre ersten Erfolge. In diesen historischen Kontext ist die Entstehung des Decent-Work-Konzepts eingebettet, das als Grundrecht mit „menschenwürdige Arbeit" übersetzt wird. Zehn Jahre Decent Work sind ein guter Anlass für eine Zwischenbilanz. Denn seit 1999 hat das Konzept eine erstaunliche Karriere erlebt. Was wurde erreicht, was kann noch erreicht werden? Wo liegen die Stärken, wo finden sich Schwächen? Hilft das Konzept, um verbindliche gesetzliche Regelungen im Bereich der sozialen Unternehmensverantwortung voranzubringen? Um diese Fragen geht es im INKOTA-Dossier 6 „Gute Arbeit, schlechte Arbeit - Decent Work und der Kampf um eine würdige Beschäftigung weltweit“. Siehe dazu:
- „Decent Work" und der Kampf um eine würdige Beschäftigung
Die Sonderseite zum Dossier bei INKOTA-netzwerk e.V. mit dem Inhaltsverzeichnis und der Bestellmöglichkeit 
- Transnationale(s) Sorgen. Unkontrolliert und prekär: Die Arbeitsbedingungen migrantischer Arbeiterinnen in der häuslichen Pflege
„Häusliche Pflege beruht in Deutschland zu einem bedeutenden Teil auf dem Einsatz migrantischer Arbeitskräfte. Diese sind häufig irregulär in Deutschland und mit sehr schlechten Arbeitsbedingungen konfrontiert. Doch sie entwickeln auch Widerstandsstrategien, um ihre eigene Lage zu verbessern…“ Artikel von Juliane Karakayali, exklusiv im LabourNet Germany. Wir danken dem Verlag und der Autorin 
Lohnarbeit für Selbstbestimmung? Arbeitnehmer in der Persönlichen Behindertenassistenz
»Persönliche Behindertenassistenz« mag vielen als randständiges Beschäftigungsfeld erscheinen. Doch nicht nur werden zunehmend mehr Menschen zum Pflegefall, auch der politisch gewollte Ersatz von stationärer durch ambulante Pflege macht dieses Feld zu einem Wachstumsmarkt. Mit ihrem »Scheiß-Streik« hatten die Mitglieder des im vergangenen Jahr gegründeten Netzwerks »Unabhängiger Arbeitnehmervertretungen in der Persönlichen Assistenz« (UAPA) auf die Situation in der Pflege insgesamt aufmerksam gemacht. Wir dokumentieren den Versuch einer »Lagebeschreibung« von Slave Cubela, Betriebsrat und Mitglied der UAPA, erschienen im express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 12/09
Minilöhne in der Pflege: Ackern für 6,40 Euro brutto
Die Pflegekommission tagt, um die Mindestlohngrenze in der Branche festzulegen. Doch private Arbeitgeber wollen höchstens 8,50 Euro brutto zahlen. Artikel von Barbara Dribbusch in der Taz vom 27.10.2009 
Ankündigung des 2. bundesweiten Treffen der Unabhängigen Arbeitnehmervertretungen in der Persönlichen Assistenz (UAPA) in Frankfurt am Main vom 20.-22.11.2009
"Liebe KollegInnen, hiermit möchten wir Euch/Dich herzlich zum 2. UAPA-Treffen vom 20.-22.11.2009 nach Frankfurt am Main einladen. Nachdem wir letztes Jahr in Berlin mit immerhin 5 Helfervertretungen und einigen Interessierten aus verschiedenen Regionen der BRD den organisatorischen Grundstein für die UAPA legen konnten, möchten wir das Treffen dieses Jahr vor allem dafür nutzen um inhaltlich der Frage nach zu gehen, wie man das Berufsbild „Persönliche Assistenz“ gesellschaftlich aufwerten kann. Deshalb soll beim diesjährigen UAPA-Treffen die Frage im Mittelpunkt stehen, ob es sinnvoll wäre die Arbeit in der Persönlichen Assistenz zu einem anerkannten Ausbildungsberuf zu machen…“ Siehe dazu die Einladung und das Programm des 2. bundesweiten Treffens der UAPA (Unabhängige Arbeitnehmervertretungen in der Persönlichen Assistenz)
Infopost Altenpflege 2009
Was haben Beschäftigte in der Pflege von der neuen Bundesregierung zu erwarten? Siehe die Infopost Nr. 109 Koalitionsverhandlungen Pflege bei ver.di 
Gesundheitswirtschaft: Miese Altenpfleger-Löhne stoppen Branchenboom
Qualifizierte Pfleger sind heiß begehrt - nur bezahlen will sie keiner. Niedriglöhne und fehlende Karrierechancen könnten den Branchenboom bald stoppen. Artikel von Julia Kimmerle in der FTD vom 04.10.2009 
Abschlussbericht der Online-Umfrage "Wie sieht es im Pflegealltag wirklich aus? - Fakten zum Pflegekollaps"
Erhebungszeitraum: 02.10.2008-28.02.2009. Ergebnisse, Reaktionen, Empfehlungen bei dem Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) 
Gesundheitswesen „Sofortprogramm Altenpflege“ ist überfällig
„Vor Beginn einer bundesweiten Aktionswoche hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ein umfassendes Sofortprogramm zur Zukunftssicherung der Altenpflege gefordert. Wachsender Pflegebedarf auf der einen und die hohe Belastung der Beschäftigten auf der anderen Seite erforderten eine umfassende und nachhaltige Lösung. „Es muss mehr Geld ins System, das zielgerichtet für bessere Personalausstattung und Bezahlung eingesetzt werden muss. Diese Mehrkosten lassen sich durch die Einführung der Bürgerversicherung aufbringen“, stellte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke klar. Am Montag, dem 21. September 2009, beginnt die bundesweite Aktionswoche „Altenpflege in Bewegung“, bei der Gewerkschaft und Beschäftigte auf die Situation von Pflegebedürftigen und Beschäftigten aufmerksam machen…“ Pressemitteilung vom 18.09.2009 
»Die Frauen werden gnadenlos ausgebeutet«
Ver.di fordert die Beschäftigten in der Altenpflege dazu auf, sich zu wehren. Ein Interview von Ralf Wurzbacher mit Sylvia Bühler (leitet den Bereich Gesundheits- und Sozialwesen bei der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Nordrhein-Westfalen) in der jungen Welt vom 19.08.2009
Alpenland maßregelt Beschäftigte
„In der Tarifauseinandersetzung mit dem Unternehmen Alpenland, einer Betriebsgesellschaft für Pflege- und Altenheime mit Sitz in Sonthofen, spitzt sich die Situation immer mehr zu. Die Altenheimkette betreibt in Baden-Württemberg acht Einrichtungen. Seit November 2005 haben die Beschäftigten von Alpenland keine Lohnerhöhung mehr bekommen. ver.di fordert rückwirkend ab 1. April 2008 eine Lohnerhöhung von 8 Prozent und für das Jahr 2009 eine Lohnerhöhung von 5 Prozent, um annähernd einen Anschluss an den öffentlichen Dienst zu erreichen. Der Arbeitgeber hat bislang kein Angebot vorlegt. In zwei Einrichtungen von Alpenland fanden am 7. Mai 2009 und am 10. Juni 2009 kurzfristige Warnstreiks statt. Das Unternehmen schreckte dabei nicht davor zurück, seine Beschäftigten einzuschüchtern, Streikende auszusperren und mit arbeitsrechtlichen Sanktionen zu bedrohen. Nun hat Alpenland gegen drei Streikteilnehmerinnen wegen angeblich nicht korrekt ausgefüllter Arbeitszeitnachweise Strafanzeige gestellt…“ Pressemitteilung von verdi- Baden-Württemberg vom 24.07.2009 . Siehe dazu: Diverse Nachrichten zu Alpenland beim ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg/FB 3 
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Schikane. Nichts als Schikane
Die neusten Nachrichten über Alpenland bei ver.di Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen 
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Alpenland droht Ordnungsgeld bis 10.000 Euro
„In der gerichtlichen Auseinandersetzung über die Zulassung des Gewerkschaftssekretärs Anton-Eugen Schmid zur Betriebsversammlung im Haus der Betreuung und Pflege in Öhringen hat sich die Gewerkschaft Verdi durchgesetzt. Das Arbeitsgericht Heilbronn entschied, dass die Alpenland Pflege- und Altenheim Betriebsgesellschaft verpflichtet sei, den Zugang des Sekretärs Anton-Eugen Schmid als Verdi-Vertreter zu gestatten. Der Alpenland-Betriebsgesellschaft wird in der Gerichtsentscheidung außerdem ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 10.000 Euro angedroht, sollte Anton-Eugen Schmid der Zutritt verweigert werden…“ Meldung in Stimme.de vom 17.08.2009 
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Alpenland lässt ver.di Sekretär durch Polizei entfernen
„In der Tarifauseinandersetzung mit dem Unternehmen Alpenland, einer Betriebsgesellschaft für Pflege- und Altenheime mit Sitz in Sonthofen, hat sich die Situation nochmals zugespitzt. In der Betriebsstätte in Öhringen waren die Beschäftigten heute Morgen zu einer Betriebsversammlung auf Veranlassung des Arbeitgebers eingeladen. Nachdem Betriebsverfassungsgesetz kann nur der Betriebsrat einladen und sind im Betrieb vertretene Gewerkschaften teilnahmeberechtigt. Für ver.di sollte ein Gewerkschaftssekretär teilnehmen, um in der Versammlung die Positionen der Beschäftigten zu vertreten. Der Arbeitgeber untersagte daraufhin ver.di den Zutritt. Den zuständigen Gewerkschaftssekretär Anton-Eugen Schmid ließ Alpenland durch die Polizei vom Betriebsgelände entfernen. Schmid bezeichnete diesen Vorgang als „Provokation“. ver.di überlegt sich, erneut rechtliche Schritte einzuleiten...“ Presseerklärung von ver.di-Baden-Württemberg vom 6. August 2009 
- Hintergrundinformationen zu Alpenland
Hintergrundinformationen zu dem Unternehmen Alpenland , einer Betriebsgesellschaft für Pflege- und Altenheime mit Sitz in Sonthofen, wo sich die Situation immer mehr zuspitzt, von ver.di vom 24.07.2009
- Soli-Erklärung
Word-Dokument zum ausdrucken und faxen oder emailen [Word.doc]
SCHEISS-STREIK: Für das Geld machen wir den Scheiss nicht mehr... weg!!!
„Als Beschäftigte im Bereich der ambulanten Pflege und persönlichen Assistenz von Behinderten haben wir genug von ständigen Lohnabsenkungen, Reallohnverlusten und immer katastrophaleren Arbeitsbedingungen. Es reicht! Gegen die anhaltende Abwertung unserer Arbeit wollen wir ein deutliches Zeichen setzen. Deshalb rufen wir alle in diesem Sektor Beschäftigten dazu auf: Beteiligt Euch am SCHEISS-STREIK im Aktionszeitraum 27. April bis 27. Mai 2009. Wir werden den täglich anfallenden Scheiß nicht mehr einfach still schweigend entsorgen, sondern den Scheißefluss unmittelbar zu all den Akteuren umleiten, die für die zunehmend beschissenen Arbeitsbedingungen in diesem Sektor verantwortlich sind. Aus diesem Grund versenden wir vom 27. April 2009 einen Monat lang mit Scheiße befüllte Kotröhrchen an unterschiedliche private und gemeinnützige Pflegedienstanbieter, an die paritätischen Wohlfahrtsverbände, politischen Entscheidungsträger, Zeitarbeitsfirmen, Vermittler von ausländischen Billigpflegekräften und alle anderen, die als einzigartiges Interessenskartell dafür sorgen, den gesamten Pflegebereich in den Niedriglohnsektor zu drücken...“ Siehe dazu die Kampagnen-Seite SCHEISS-STREIK vom Netzwerk UAPA – Unabhängige Arbeitnehmervertretungen in der persönlichen Assistenz , einem bundesweiten Zusammenschluss von Arbeitnehmervertretungen und Betriebsräten in diesem Bereich, gefördert durch die Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt und den Solidaritätsfond der Hans-Böckler-Stiftung. Siehe dazu:
Mobilisierungsflyer
Den Aufruf zum Scheiss-Streik als Flyer herunterladen, ausdrucken und in Eurem Betrieb und anderswo verteilen 
- Gefüllte Kotröhrchen gegen Lohndumping und schlechte Arbeitsbedingungen im Pflege- und Assistenzbereich
„Der erste bundesweite „Scheiß-Streik“ findet als Versende- und Online-Aktion vom 27. April bis zum 27. Mai 2009 unter dem Motto: „Für das Geld machen wir den Scheiß nicht mehr ...weg!“ statt...“ Pressemitteilung vom Netzwerk UAPA – Unabhängige Arbeitnehmervertretungen in der persönlichen Assistenz 
- Keine Arbeit mehr für »Scheiß«-Geld : Pflegebeschäftigte begannen Arbeitskampf der besonderen Art
„Die Toilettenhäuschen, die am Montagvormittag vor der Senatsverwaltung Integration, Arbeit und Soziales aufgebaut waren, solltenn für Aufmerksamkeit sorgen. Daneben hatten sich ca. 50 Beschäftigten aus dem ambulanten Pflege- und Assistenzbereich, die sich dort versammelt. Schließlich war die Aktion der Auftakt eines ungewöhnlichen Arbeitskonflikts. Am 27. April begann der bundesweit erste Scheissstreik. Einen Monat lang, bis zum 27. Mai, werden bundesweit Beschäftigte aus dem Pflege- und Assistenzbereich den bei ihrer Arbeit anfallenden Kot in luftdicht verschließbare Röhrchen füllen und an die ihrer Meinung nach für die soziale Misere Bereich Verantwortlichen schicken. Die Berliner Senatsstelle wurde ausgewählt, weil im nächsten Jahr Budget-Verhandlungen mit den Paritätischen Wohlfahrtsverbänden anstehen, bei denen die Interessen der Beschäftigten bisher zu wenig berücksichtigt worden sind. Auf der Kampagnenhomepage http://www.jenseits-des-helfersyndroms.de sind neben politischen Entscheidungsträgern, auch Zeitarbeitsfirmen, kirchliche Träger, Zeitarbeitsfirmen, Arbeitsagenturen und Krankenkassen als potentielle Adressaten der Kotröhrchen aufgeführt...“Artikel von Peter Nowak, zuerst erschienen im Neues Deutschland vom 28.04.2009
- SCHEISS_STREIK: Mit Stuhlproben gegen Dumping
Heute wurde in Berlin der erste bundesweite Scheiß-Streik gegen Dumpinglöhne in der ambulanten Pflege und Assistenz mit einer Kundgebung eröffnet. Beitrag von Sandra Selbstlos auf Indymedia vom 27.04.2009

- Für das Geld machen wir den Scheiss nicht mehr... weg!!!
„Als Beschäftigte im Bereich der ambulanten Pflege und persönlichen Assistenz von Behinderten haben wir genug von ständigen Lohnabsenkungen, Reallohnverlusten und immer katastrophaleren Arbeitsbedingungen. Es reicht! Heißt es in dem Aufruf von den Organisatoren von Scheiss-Streik. Nächste Woche will man den Verantwortlichen der unterschiedlichen privaten und gemeinnützigen Pflegedienstanbieter, den paritätischen Wohlfahrtsverbänden, politischen Entscheidungsträgern, Zeitarbeitsfirmen, Vermittlern von ausländischen Billigpflegekräften und alle anderen, die als einzigartiges Interessenskartell dafür sorgen, den gesamten Pflegebereich in den Niedriglohnsektor zu drücken, ein Denkzeichen verpassen. Mit Hilfe von Kotröhrchen...“ Ein Radio-Interview mit einem der Organisatoren auf Radio Corax, Halle

- Auftaktkundgebung am 27.4. in Berlin
Am 27.04.2009, von 11 bis ca. 13 Uhr vor der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (Oranienstr. 106, 10969 Berlin) wir die Auftaktkundgebung beginnen. Ein Toilettenhäuschen für den ad hoc Versand wird selbstverständlich gestellt.
- Netzwerk UAPA – Unabhängige Arbeitnehmervertretungen in der persönlichen Assistenz
Der Arbeitskreis Unabhängige Arbeitnehmervertretungen in der persönlichen Assistenz (UAPA) wurde im November 2008 ins Leben gerufen. UAPA versteht sich als berufspolitische Initiative. Von der konkreten Intervention im Einzelfall bis zur politischen Parteinahme und Bündnisbildung, ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der im Arbeitsbereich Persönliche Assistenz beschäftigten ArbeitnehmerInnen, Maßgabe des Handelns von UAPA. Weitere Informationen zum Netzwerk UAPA finden sich hier 
- Multi-Media-Installation „Skatologisches Skandalon“
Nach dem Streik-Monat vom 27. April bis zum 27. Mai werden wir die Ergebnisse des Streiks in einer künstlerischen Multi-Media-Installation zusammenfassen. Hierfür werden wir u.a. mehrere kurze Videointerviews über die sehr unterschiedlichen Arbeitsbedingungen im Pflege- und Assistenzbereich produzieren. Die Installation kann ab Juli 2009 komplett mit der notwendigen Technik gegen Versandkosten bei uns ausgeliehen werden, um sie in Ausstellungen, Galerien, Gewerkschaftsräumen oder anderen öffentlich zugänglichen Räumen zu zeigen. Meldet Euch, wenn ihr Interesse habt, die Installation in Eurer Stadt zu zeigen.
Kontakt: jenseits-des-helfersyndroms@gmx.de
Altenpflege in Bewegung
„Arbeitsverdichtung, Personalmangel, kaum planbare Freizeit und geringe Wertschätzung. So erleben die Beschäftigten in der Altenpflege ihre Situation. Wenn „Augen zu und durch“ zum Prinzip erhoben wird, dann ist der Tag nicht mehr fern, an dem man nicht mehr kann. Aber, es gibt ein Gegenmittel: Kämpfen für die eigenen Rechte. Gebraucht wird eine Bewegung Altenpflege...“ Artikel von Michael Quetting in drei-29 vom 07.03.2009 
Gründungskonferenz für eine bundesweite Interessensvertretung von Erwerbstätigen im ambulanten Pflege- und Assistenzbereich: Für deutliche Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen!
„Am kommenden Wochenende, vom 28.-30.11.2008, findet in Berlin die erste bundesweite Konferenz von Betriebsräten und Interessensvertretungen von Beschäftigten aus dem Pflege- und Assistenzbereich statt. Die verschiedenen Delegationen aus Frankfurt/M., Hamburg, Bremen und anderen Städten vertreten mehrere tausend Beschäftigte, die im Bereich der persönlichen Assistenz von Behinderten arbeiten. Die Situation dieser wachsenden Branche ist gekennzeichnet durch jahrelanges Lohndumping sowie durch zahlreiche Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen. Fehlende institutionalisierte Tarifkonfliktregelungen sowie Modelle wie das Persönliche Budget verschärfen die Situation zusätzlich. Angesichts dessen haben wir beschlossen uns zusammenzuschließen, um mit dem Aufbau einer bundesweiten Interessensvertretung durchsetzungsfähiger zu werden. Die Ergebnisse der Konferenz und eine Abschlussresolution mit den drängendsten Forderungen werden auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Hierzu laden wir die VertreterInnen der Presse ganz herzlich ein! Pressekonferenz: Montag, 01.12.2008, 11-12 Uhr; Betriebsratsbüro ambulante dienste e.V.; Gneisenaustr. 2a (2. HH rechts im Kellerbüro); 10961 Berlin“ Pressemitteilung vom Betriebsrat ambulante dienste e.V. vom 24.11.08
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Resolution des „Ersten bundesweiten Treffens von Arbeitnehmervertretungen in der Persönlichen Assistenz“ in Berlin vom 28.11.-30.11.2008
Die Resolution der Unabhängige Arbeitnehmervertretungen in der persönlichen Assistenz (UAPA) , bestehend u.a. aus den Betriebsräten des ambulante dienste e.V Berlin, der Assistenzgenossenschaften Bremen und Hamburg, des CeBeeF Frankfurt/M, der Offenen Liste des Betriebsrats Lebenswege gGmbH Berlin und der HelferInnenvertretung fib e.V. Marburg vom 30.11.2008
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Presseschau
Die Gründungskonferenz für eine bundesweite Interessensvertretung von Erwerbstätigen im ambulanten Pflege- und Assistenzbereich hat auch in der Presse Aufmerksamkeit erregt. Siehe die kleine Presseschau 
- Nicht zu Lasten der Beschäftigten: Pflege- und Assistenzkräfte kämpfen um Anerkennung
Auf einer bundesweiten Konferenz in Berlin bekräftigten Beschäftigte im Pflege- und Assistenzbereich ihre Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und mehr Lohn. Artikel von Peter Nowak im Neues Deutschland vom 02.12.2008 
Lebenshilfe Berlin
- Gewerkschaften fordern Verträge: Die Beschäftigten der Lebenshilfe haben gestern zum ersten Mal die Arbeit niedergelegt
„Bei der Lebenshilfe wird gestreikt, das gab es in Berlin noch nie. Vielleicht haben die Beschäftigten einen Helferkomplex und befürchten, dass die Behinderten die Leidtragenden eines Tarifkonfliktes werden, mutmaßt Michael Spuhler von ver.di. Bevor der Gewerkschafter vor 15 Jahren zum Erzieher umgeschulte, hatte er in der Metallverarbeitung als Dreher gearbeitet. Bei der IG Metall seien Lohnforderungen normal, nicht aber bei einer gemeinnützigen Einrichtung wie der Lebenshilfe, wundert er sich. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und ver.di wollen die Lebenshilfe mit dem Warnstreik an den Verhandlungstisch zwingen, weil die Vereinbarung mit dem Betriebsrat vor einer Einigungsstelle aus dem September unbefriedigend sei, sagt Andreas Kraft von der GEW. Das dort beschlossene neue Lohnsystem wollen die Gewerkschaften nicht mittragen. Denn nur Beschäftigte, die ab 2003 eingestellt wurden und ein Fünftel weniger verdienen, sollen maximal neun Prozent mehr Lohn bekommen. »Ab Januar 2009 will die Lebenshilfe 525 000 Euro mehr an Lohnkosten ausgeben«, erklärt GEW-Sprecher Hartmut Lau. Eine »demokratische Unternehmenskultur« sehe jedoch anders aus, meinen die Gewerkschaften…“ Artikel von Stefan Otto im Neues Deutschland vom 10.10.2008 
- Neues Label, halber Lohn
„Wenn man Nachtwachen in "Nachtbereitschaften" umbenennt, muss man ihnen nur noch einen Bruchteil des Gehalts zahlen. So will die "Lebenshilfe" mit den Kürzungen des Senats fertig werden. Halber Lohn bei gleicher Arbeitszeit - dies droht den Nachtwachen der Behinderten-WGs der "Lebenshilfe". Eine entsprechende "Änderungskündigung" wird von der Geschäftsführung vorbereitet. Die Nachwächter werden dabei als Einzige zur Ader gelassen. Von Kürzungen beim Lohn der anderen Beschäftigten ist bei der Lebenshilfe - zumindest derzeit - nicht die Rede…“ Artikel von Christian Jakob in der Taz-Bremen vom16.07.2008 
Langzeit-Arbeitslose in Pflegeheime
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Demenz in der Arbeitsagentur?
Interview zu dem Vorschlag, 10.000 Langzeitarbeitslose in die Altenpflege zu schicken. Interviewpartnerin war Frau Gabriele Feld-Fritz aus der ver.di Bundesverwaltung. Das Interview führte Stefan Zimmer für freie-radios.net am 19.08.2008 . Anmoderation: „Wir alle werden älter. Viele von uns werden irgendwann pflegebedürftig und manche auch geistig dement. Doch was wird dann mit uns passieren? Wer kümmert sich um uns? Die Beschäftigten in der Pflegebranche klagen seit Jahren über zunehmende Arbeitsbelastung. Die Betroffenen, meist Frauen, halten den Job kaum mehr langfristig durch. In manchen Einrichtungen denkt jede zweite darüber nach, den erlernten Beruf ganz hinzuschmeißen. Am Wochenende wurde nun ein Lösungsvorschlag bekannt. Die Fachkräfte sollen durch 10.000 Langzeiterwerbslose unterstützt werden. Die Gewerkschaft ver.di, die Pflegekräfte und ihre Interessen vertritt, sieht diesen Plan mit gemischten Gefühlen entgegen. Stefan Zimmer sprach mit Gabriele Feld-Fritz. Sie ist bei ver.di zuständig für die Branchenpolitik in der Altenpflege und sieht die Pläne mit zwiespältigen Gefühlen. Schließlich ist die Betreuung von Demenzkranken alles andere als rosig, viele Demenzkranke fallen tatsächlich durchs Netz der Gesundheitspolitik.“
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»Eine fachliche Diskussion ist so nicht möglich«
Zwei Wochen vor Einsatz von Arbeitslosen in der Pflege von Demenzkranken gibt es noch kein Konzept. Interview von Ralf Wurzbacher mit Peter Michell-Auli , Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Altenhilfe (KDA), in der jungen Welt vom 19.08.2008
- Vorschlag der Arbeitsagentur: Arbeitslose in Pflegeheime
Die Bundesagentur für Arbeit will "schwer Vermittelbare" bei der Pflege von Demenzkranken in Heimen einsetzen. Pflegeexperten sind entsetzt. Artikel von N. von Hardenberg und J. Nitschmann in der Süddeutschen Zeitung vom 15.08.2008 
- Der Wert des Menschen misst sich an seiner Verwertbarkeit
„…Weshalb haben es diese Menschen überhaupt verdient, dass sie keine existenzsichernde Arbeit mehr bekommen? Nur dadurch, dass die renditeorientierte Wirtschaft sie für unbrauchbar erklärt, werden sie für Ulla Schmidt erst brauchbar. Damit erklärt sich auch, warum die Regierung nicht alles tut, damit Langzeitarbeitslose eine reguläre Stelle bekommen. Ulla Schmidt will möglichst billige Pflegekräfte. Ohne Langzeitarbeitslose müsste die herrschende Politik dort die erforderlichen Mittel herholen, wo einzig und allein Geld im Überfluss zu holen wäre: Bei den Renditen besonders der exportorientierten großen Konzerne. Im Interesse einer aggressiven wirtschaftlichen nach außen gerichteten Politik, entlastet man die Renditen möglichst von jeglichen Belastungen für soziale Aufgaben…“ Ein Kommentar von Ulrike Blessing und Armin Kammrad vom 18.08.2008 
- Debatte um Hilfspfleger: «Arbeitslosigkeit ist keine Qualifikation»
„Der Plan, Beistand für Demenzkranke zu organisieren, stößt auf vielfältige Kritik. 10.000 Langzeitarbeitslose sollen per Crash-Kurs zum Füttern und Vorlesen angelernt werden – eine Billiglösung? Jobsuchende mit der entsprechenden Ausbildung gibt es jedenfalls genug. Das Bundesgesundheitsministerium weist Kritik am geplanten Einsatz Langzeitarbeitsloser zur Betreuung Demenzkranker zurück. Die Sorgen seien unbegründet, denn es gehe dabei nicht um Billig-Pflege, sagte der Ministeriumssprecher am Sonntag. Altersverwirrten Menschen solle jemand zur Seite gestellt werden, der ihnen im Alltag hilft. Vater betonte, diese Assistenten sollten «keine fachpflegerischen Tätigkeiten» ausüben…“ Meldung in der Netzeitung vom 17.08.2008 
Uneinheitlich, Unübersichtlich, Unhandlich
„Jetzt tritt ein, wovor ver.di die Bundespolitik schon 2006 in der Föderalismusreform gewarnt hat. Die drei Heimgesetze der Union geführten Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bestätigen die Richtigkeit der ver.di Forderung nach Erhalt des bundeseinheitlichen Heimrechts. Es zeichnet sich durch die Ländergesetzgebung in den oben genannten Bundesländern ab, dass es unterschiedlichste Regelungen geben wird, von den Pflegebedürftigen und ihren Betreuungen sowie von den Leistungsanbietern nur mit großem Aufwand handhabbar…“ Alles zum Thema Heimgesetz und Föderalismusreform gibt es in der ver.di Broschüre "Eckpunkte zur Ausgestaltung des Heimrechts durch die Länder" 
ambulante dienste e.V.
- Rebellion der Assistenten: Beschäftigte von »ambulante dienste e. V.« besetzen ihre Geschäftsstelle in Kreuzberg
„Der Lärm der Trommeln und Trillerpfeifen war ohrenbetäubend. Nach einer kurzen Demonstration vom Herrmannplatz besetzten gestern Vormittag 35 Beschäftigte des Vereins Ambulante Dienste (AD) die Geschäftsstelle ihres Arbeitgebers in Kreuzberg. Sie sind sauer, weil Neubeschäftigte 20 Prozent weniger verdienen sollen als die »Alten«. AD ist mit 550 Beschäftigen der deutschlandweit größte Anbieter von Assistenzdiensten für behinderte Menschen. Die Geschäftsführung stellte sich dem Gespräch…“ Artikel von Jörg Meyer im Neues Deutschland vom 30.04.2008 
- Behindertenbetreuung: Linker Verein wird Pflegefall
Die Ambulanten Dienste wurden als Alternativprojekt zur Betreuung Behinderter gegründet. Jetzt will die Geschäftsführung die Löhne deutlich senken und riskiert den Betriebsfrieden. Artikel von Felix Lee in der taz-Berlin vom 27.02.2008 
4,50 Euro brutto und jederzeit kündbar
„Künftig soll es mehr ambulante Hilfsangebote und Jobs auf dem Pflegemarkt geben. Doch was bedeutet das für die Beschäftigten? "Jobmotor Pflege", lautet das Stichwort, mit dem der Bericht des Gesundheitsministeriums vom Januar 2008 seine "Positivliste" aufmacht. Wenn die Beitragspflichtigen ab 1. Juli 2008 0,25 Prozent mehr Beiträge in die Pflegekasse einzahlen, soll ihnen das nicht nur durch erweiterte Beratungsangebote und Modelle versüßt werden, sondern auch mit den arbeitsmarktpolitischen Effekten der Pflegereform. 300.000 neue Arbeitsstellen im Pflegebereich in den vergangenen 13 Jahren, von zahlreichen neuen ambulanten Dienstleistern und Trägern bereitgestellt, können sich sehen lassen. Doch von den Arbeitsbedingungen in der Pflege ist im Ministeriumsbericht nicht die Rede…“ Artikel von Birgit von Criegern in Freitag vom 20.03.2008 
Terror im Altenpflegeheim
Das "Haus am Lindenweg", ein Altenheim in Heidelberg-Rohrbach ist von der Summit Healthcare Management Partners GmbH übernommen worden. Das Seniorenheim Lindenweg (jetzt: Haus am Lindenweg) hat knapp 100 Beschäftigte. Der neue Geschäftsführer, Dr. Udo Schulz, verkündete, er werde das Haus schließen, wenn die Kolleginnen und Kollegen nicht auf einen Teil des Gehalts, auf Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten. Er verteilt an manche neue Verträge, die den Einsatz in Schulz-Firmen im ganzen Bundesgebiet vorsehen. Die Gehaltsreduzierungen machen in einem Fall 800,- Euro aus, in anderen Fällen jedenfalls mehrere 100 Euro pro Monat! Die Belegschaft ist entschlossen, diesem Vorgehen Widerstand entgegen zu setzen! In einem offenen Brief äußern sich viele prominenten Persönlichkeiten aus der Region. Die Beschäftigten hoffen auf weitere Unterstützung der Öffentlichkeit gegen das maßlose Vorgehen des neuen Arbeitgebers. Siehe dazu die Sonderseite von verdi mit einer Chronologie der Ereignisse, dem offenen Brief und weiteren Informationen
Anhörung zum Pflegeweiterentwicklungsgesetz - verdi nimmt Stellung
„Am 21. und 23. Mai findet im Gesundheitsausschuss des Bundestages eine Anhörung zum Pflege-Weiterentwicklungsgesetz statt. Einzelsachverständige, Organisationen und Verbände nehmen dann zu dem Reformgesetz Stellung. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wird dabei sein. ver.di sieht erheblichen Veränderungsbedarf bei der Pflegesicherung. Auch wenn sich das System grundsätzlich bewährt hat, ist jetzt - 12 Jahre nach ihrer Einführung - eine Weiterentwicklung überfällig. Denn die Pflegeversicherung steht vor einer Reihe aktueller und künftiger Herausforderungen. Um eine qualitativ gute und menschenwürdige Pflege dauerhaft sicherzustellen, muss die die Qualität und Struktur der Leistungen für Pflegebedürftige weiterentwickelt, die Arbeits- und sonstigen Bedingungen für pflegerische Tätigkeit verbessert und die solidarische Finanzierung dauerhaft gesichert werden. An diesen Herausforderungen misst die Gewerkschaft ver.di den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf für ein Pflege-Weiterentwicklungsgesetz.“ Die ver.di Stellungnahme im Wortlaut 
»Der neue Besitzer hat erst einmal die Löhne gesenkt«
Der private Träger eines Altenheims in Heidelberg versucht, Beschäftigte und Betriebsrat zu knebeln. Ein Interview von Claudia Wangerin mit Mia Lindemann , Gewerkschaftssekretärin im ver.di-Bezirk Rhein-Neckar vom 18.01.2008
Umfrage Lohnspiegel Pflege 2008
„Nach dem viel beachteten Erfolg unseres "Lohnspiegels Pflege 2007" wiederholen wir jetzt unsere Umfrage, um die Ergebnisse aktuell zu halten. Auf Anregung eines Lesers werden wir diese Umfrage auch unter dem Aspekt der Trägerschaft auswerten. Die Umfrage läuft voraussichtlich bis Ende Februar 2008…“ Die Startseite der Umfrage bei Konfliktfeld-Pflege 
Freiheitsberaubung, Entmündigung, Betrug - Pflege in D
„Im Oktober 2007 erhält eine selbstständige Heilerziehungspflegerin den Auftrag, als 24 Stunden-rund-um-die-Uhr Pflegerin zu arbeiten. Diesen Auftrag zur Versorgung eines 64jährigen Herrn hat sie von einem privaten Pflegedienst erhalten. Die Pflegerin ist nicht neu in ihrem Beruf und sie hat schon Einiges zu sehen und hören bekommen. Der einwöchige Aufenthalt vermittelt ihr aber einen so tiefen Einblick in die Absonderlichkeiten der Pflegebranche, dass sie nicht schweigen und darüber hinwegsehen will. Die Pflegerin hat sich an das Büro gegen Altersdiskriminierung gewandt. Damit gehört sie zu den wenigen Praktikern ihrer Zunft, die Pflege- und Betreuungsmissstände aufzeigen und laut benennen. Die Pflegerin legt Wert auf die Feststellung, dass sie mit keiner der hier erwähnten Personen verwandt oder verschwägert ist…“ Artikel von Hanne Schweitzer auf der Website des Büros gegen Altersdiskriminierung vom 11.12.2007
Pflege ohne Kräfte
Die Große Koalition bringt eine Pflegereform auf den Weg und traut sich an das eigentliche Problem – die Finanzierung – nicht heran. Die Folge: noch mehr Schwarzarbeit in der Pflege. Artikel von Uta von Schrenk in ver.di Publik Ausgabe 11 vom 15.11.2007 
Uns Reicht's!
„Wir fordern die Bundesregierung und die politisch Verantwortlichen in den Ländern auf: Stoppen Sie den Personalabbau in der Pflege. DBfK und ver.di mit Unterstützung des Deutschen Pflegerats protestieren mit einer bundesweiten Unterschriftenaktion gegen Stellenabbau und unzumutbare Arbeitsbedingungen. Wer Kranke und Pflegebedürftige versorgt, darf nicht selbst krank werden durch unerträgliche Belastungen bei der pflegerischen Arbeit. Wir fordern: Schluss mit dem Sparen auf unsere Kosten. Hohe Pflegequalität durch mehr und gut qualifiziertes Pflegepersonal! Den Pflegenotstand können wir nur gemeinsam abwenden.“ Die Hauptseite der Kampagne mit einer Unterschriftenaktion . Unter Downloads finden sich weitere Materialien
Schwindelerregend - Über die Arbeitsbedingungen in der vollstationären Pflege
Mit dem Inkrafttreten des Pflegeversicherungsgesetzes vor fast genau elf Jahren wurde das »Jahrhundertwerk« der Pflegeversicherung für die vollstationären Pflegeeinrichtungen im Oktober 1996 in der Praxis eingeführt. Der Beitrag von Thomas Hoffmann setzt sich mit den Veränderungen der Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in der stationären Altenpflege seit Einführung der Pflegeversicherung auseinander und mit deren Auswirkungen auf die Qualität der Pflegearbeit und damit die Pflegebeziehungen. Artikel von Thomas Hoffmann, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 08/07
Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben. Wie mit dem Pflegenotstand in Deutschland Privatisierungspolitik betrieben wird
"Am Anfang steht immer die Einsetzung einer Kommission: Anlässlich der Pflegeskandale gedenkt die sozialdemokratische Gesundheitsministerin Ulla Schmidt eine Kommission aus Experten von Pflegekassen und -einrichtungen, Sozialhilfeträgern und Kommunen einzuberufen. Dabei existiert weniger ein Defizit bei der Problemerkennung, als bei der Durchsetzung einer Politik, welche mehr auf bedarfsgerechte Pflege, als auf die Einhaltung des Budgets abzielt…“ Artikel von Reinhard Jellen in telepolis vom 10.09.2007 
Pflege: ver.di fordert Ende des „Sparwahns“ in der Altenpflege
„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert rasche Konsequenzen aus dem Bericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS) über die gravierenden Pflegemängel. „Wir brauchen eine ausreichende Personalausstattung mit qualifizierten Pflegekräften. Das ist die entscheidende Voraussetzung zur Gewährleistung einer angemessenen Qualität,“ sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke. Psychische Überforderung der Beschäftigten, permanente Arbeitsüberlastung, personelle Unterbesetzung, fehlende Qualifikationen und unzumutbare Arbeitsbedingungen prägten seit Jahren den Pflegealltag zu Hause und im Heim. Die Grenze des Zumutbaren sei längst überschritten…“ Pressemitteilung vom 31.08.2007 
Gute Pflege kostet Geld. IAQ plädiert für mehr legale Beschäftigung in der Pflege
„Um Schwarzarbeit und Ausbeutung bei Billigpflege-Angeboten zu stoppen, reichen Verbote nicht aus: "Die Billigangebote von privaten Vermittlern, aber auch legale Angebote sind nur deshalb so günstig für Pflegebedürftige und Angehörige, weil im Pflegealltag arbeitsrechtliche Grundsätze nicht eingehalten werden - vor allem nicht die Höchstarbeitszeit", sagt Dr. Claudia Weinkopf vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen…“ Pressemitteilung vom 14.08.2007 
Dumpinglöhne in der ambulanten Pflege - McPflege und das System
„McPflege ist als Vermittler für Pflegekräfte osteuropäischer Pflegedienste zu Dumpingpreisen und Dumpinglöhnen an den Markt gegangen. Seinen Marktaustritt nach nur wenigen Tagen hat der Vermittler nicht schlüssig begründet und es löst auch nicht das Problem. McPflege war nur einer von vielen Vermittlern, die in dieser oder vergleichbarer Weise im Bereich der ambulanten Pflege aktuell am Werke sind…“ Altenpflege-Infopost 58/2007 von ver.di Bundesfachbereich Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen 
Lohnspiegel Pflege 2007
„Vom 2.1. bis 10.2.2007 haben wir eine Online-Umfrage durchgeführt und Pflegekräfte gefragt, wieviel Gehalt sie tatsächlich bekommen. Wir haben rund 200 Fragebögen ausgewertet. Wir möchten Sie gerne auf die erschreckenden Ergebnisse unserer Umfrage aufmerksam machen: Jede fünfte bis siebte Pflegekraft hat ein sittenwidrig niedriges Bruttogehalt angegeben; Jede sechste Pflegekraft lebt in den ersten Berufsjahren unterhalb der Armutsgrenze; Kaum eine Pflegekraft arbeitet länger als 5 Jahre im gleichen Betrieb. Betroffen von ausbeuterischen Arbeitsbedingungen sind vor allem Arbeitnehmer in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten…“ Die komplette Auswertung auf der Seite von „Konfliktfeld Pflege“ 
Qualitätsprüfung des Medizinischen Dienstes im Vivantes-Wohnpflegezentrum Reinickendorf Haus Teichstraße vom 10. Mai 2006
Kopie des Berichts des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Berlin-Brandenburg e.V. zum Wohnpflegezentrum Reinickendorf Haus Teichstraße vom 10. Mai 2006 auf der Seite von Ungesundleben vom 23.01.2007. Dort zunächst eine Ausschnitte aus dem Bericht sowie ein Link zum vollständigen Bericht
Lästige Kostenfaktoren
Die schleichende Privatisierung der Altenpflege geht einher mit dramatischen Versorgungsmängeln in vielen Einrichtungen. Artikel von Jan Eisner in der jungen Welt vom 07.12.2006. Siehe dazu auch:
- »Viele Heime sind rechtsfreie Räume«
Das deutsche Pflegesystem ist dem Diktat des Marktes unterworfen. Ein Interview:von Jan Eisner mit Claus Fussek von der »Vereinigung Integrationsförderung« in München in der jungen Welt vom 07.12.2006
- Wenn die Arbeit nicht mehr zu schaffen ist … Überlastung beim Arbeitgeber anzeigen
Infos für Beschäftigte in der Ambulanten und Stationären Pflege in der ver.di-Infopost Altenpflege 49/2006
„Aufbruch Pflege“: BGW startet Kampagne für die Altenpflege
„Das Jahr 2006 steht für die Pflege im Zeichen entscheidender Weichenstellungen in der Politik. Noch nie waren die Grundlagen einer qualitativ hochwertigen Versorgung in der Pflege so gefährdet. Die Leistungsanforderungen an die Pflegekräfte wachsen. Dem höheren Pflegeaufwand der dementen Bewohner steht ein Rückgang der MDK-Einstufungen entgegen. Die Folge sind immer größere Belastungen für die Pflegekräfte. Viele werden krank, kehren dem Stressjob den Rücken, und der berufliche Nachwuchs bleibt aus. Doch ohne Pflegekräfte geht es nicht. Ihre Interessen dürfen von der Politik nicht unbeachtet bleiben - gesunde, mit ihrem Beruf zufriedene Pflegerinnen und Pfleger sind der wichtigste Garant für die Qualität der Pflege…“ Presseerklärung der BGW – Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege vom 14.02.2006. Siehe dazu auch:
Arbeitskonflikt bei der "Lebenshilfe" in Bremen
Die Pflege ist in Bremen einer der wichtigsten Bereiche von prekärer Arbeit. Auch bei der LEBENSHILFE e.V./ gGmbH steht nicht mehr die Menschlichkeit im Vordergrund, sondern die Wirtschaftlichkeit. Die MitarbeiterInnen werden schlecht bezahlt, haben keine Pausen, arbeiten am Wochenende und Feiertagen ohne Zuschläge. Doch es gibt bereits Widerstand und Organisation!
- Konflikt bei der "Lebenshilfe" in Bremen - die Initiative bleibt bei der Belegschaft. Bericht über die Auseinandersetzungen bei dem Pflegeunternehmen in Bremen bei der FAU.
Hierin sind Auseinandersetzungen zwischen Ver.di und der FAU über die Gründugn eines Betriebsrats angesprochen. Wir haben dem genannten Sekretär die Möglichkeit einer Gegendarstellung angeboten und werden diese ggf. nachliefern
- Berichterstattung der FAU Bremen

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