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Updated: 22.06.2010 11:03

betrieblicher Kampf gegen Privatisierung: Charité (Berlin)

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300 Jahre Charité! Grund zum feiern?!

„Hallo!! Wo bleibt der Jubel, der Stolz auf unsere Kliniken?? Ach hören wir da Murren und Grummeln? Es geht wohl vielen so, dass sie nicht in Freudenrufe ausbrechen, wenn sie an ihre Arbeitsbedingungen erinnert werden. Aus Anlass der Empfänge und Feiern der Großkopferten zum Jubiläum wollen wir den Alltag in der heutigen Charité-Universitätsmedizin ein wenig erhellen. Helft uns dabei und berichtet von diesem Alltag. Ein Forum für diese Berichte wird uns der Vorstand wohl nicht bieten, deshalb wollen wir als von euch gewählte Personalratsmitglieder und als Liste: "die Unabhängigen" ein solches anbieten. Wir werden eure Antworten und Berichte zusammentragen und in Form einer Broschüre herausgeben…Das Flugblatt der Gruppe „Die Unabhängigen“ vom Mai 2010 externer Link pdf-Datei

Verdi gegen den „frischen Wind“

Der Vorwurf der Gewerkschaft Verdi ist schwerwiegend: Um die Gewerkschaften bei den Betriebsratswahlen zu schwächen, soll die Geschäftsführung einer Charité-Firma eine arbeitgebernahe Angestelltenliste unterstützen. Einige im Betrieb äußern sogar den Verdacht, die Chefs der Krankenhaustochter „Charité Facility Management“ (CFM) hätten angeregt, die Liste erst zu gründen. Die 2700 Mitarbeiter der mehrheitlich landeseigenen CFM erledigen für Europas größtes Universitätsklinikum vor allem Transporte, Reinigung und Wachschutz. An diesem Montag wählen sie 21 ihrer Kollegen in den Betriebsrat. Als aussichtsreich gelten die Kandidaten der Gewerkschaften, vor allem die von Verdi und IG Bau, denen sich viele Fahrer und Reinigungskräfte angeschlossen haben. Doch die Liste „Frischer Wind“ will ihnen ihre bisherige Mehrheit im Betriebsrat streitig machen. Laut Verdi wurde die Webseite der Liste von einer CFM-Systemadministratorin eingerichtet, die direkt der CFM-Geschäftsführerin untersteht…“ Artikel von Hannes Heine in Der Tagesspiegel vom 19.04.2010 externer Link

»Es regt sich Unmut gegen Scheinlisten«

Gewerkschaft kritisiert Bevorzugung unternehmerfreundlicher Kandidaten zur Betriebsratswahl bei Charité-Tochter. Ein Interview von Mirko Knoche mit Uwe Ostendorff externer Link, Gewerkschaftssekretär für Gesundheit bei ver.di Berlin-Brandenburg in der jungen Welt vom 13.04.2010

„Wir brauchen keinen Betriebsrat!?“

So ist der neueste Flyer der Betriebsgruppe Charité CFM provokant überschrieben. Dieser Flyer läutet die Vorbereitungen für die Betriebsratswahlen 2010 ein. In diesem Flyer wird ausführlich beschrieben welche Aufgaben ein Betriebsrat hat und über welche Rechte er verfügt. Darüber hinaus wird dargestellt, welche Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte ihm zur Verfügung stehen, um sich für die Beschäftigten einzusetzen. Der Flyer vom 12.03.2010 kann bei der Betriebsgruppe gkl Berlin Charité - CFM heruntergeladen werden externer Link pdf-Datei

Wir brauchen keine GmbH, Berlin braucht ein funktionierendes Gesundheitswesen!

Das Labor soll der CFM und der Physiotherapie folgen! Es soll nun auch ausgegründet werden! Das Flugblatt der Gruppe „die Unabhängigen“ vom März 2010 externer Link pdf-Datei

CFM Missmanagement der Charité Betriebstechnik: Wie man die Betriebstechnik in einem Klinikum organisiert

„In einem Klinikum der öffentlichen Hand ist eine funktionierende Technik überall und jederzeit vorhanden. Sie ist einfach da. So, wie auch das Wetter ständig an jedem Ort da ist. Aber es gibt Leute die behaupten, dass technische Anlagen gepflegt, repariert oder sogar erneuert werden müssten. Diese Leute nennen sich originellerweise Techniker und bieten diese Leistungen dem Klinikum auch gleich an (wer da nichts Böses denkt). Natürlich nur gegen üppige finanzielle Zuwendungen. Ein Meteorologe würde niemals auf die Idee kommen für die Bereitstellung von so und soviel Sonnentagen im Jahr - womöglich noch in Abhängigkeit von der Region mal als Pauschalpreis (England) oder Stückpreis (Italien) - eine Rechnung zu legen. Aber genau das macht der Techniker. Er verlangt, in beinahe erpresserischer Manier, einen erheblichen Teil des Klinikbudgets für seine virtuellen Leistungen. Vor solchen Leuten muss sich das Klinikum hüten! Wenn es sich schon dieser Plage nicht vollständig entledigen kann, so doch wenigstens auslagern. Eine abgekapselte Enklave. Das soll zur allgemeinen Einleitung genügen. Nun aber einige handfeste Ratschläge (10 gutgemeinte Gebote)…“ Eine Publikation der Gruppe „Die Unabhängigen“ in der Reihe „so ist es - so muss es nicht bleiben“ vom Januar 2010 pdf-Datei

300 Jahre Charité kein Grund zum Feiern

Das Flugblatt der Gruppe Die Unabhänigen vom Oktober 2009 externer Link pdf-Datei

Wollt ihr ein Gesundheitswesen, dass so „funktioniert“, wie die Berliner S-Bahn?

„Landesregierung, Uni-Leitung, Vorstände, Klinikleitungen, alle reden darüber, wie die Charité Gewinne machen kann. Wir reden über etwas Anderes: Wir reden über eine Universitätsmedizin, in der Lehre und Forschung auf höchstem Niveau stattfindet. Wir reden darüber, wie eine optimale Struktur des Berliner Gesundheitswesens überhaupt aussehen muss. Wir reden über die Qualität der Versorgung der Patienten, Wir reden von Arbeit unter menschenwürdigen Bedingungen, wir reden über Arbeit, von der man leben kann…“ Das Flugblatt der Gruppe Die Unabhänigen vom August 2009 externer Link pdf-Datei

Lars Dieckmann: Organizing an der Charité - IG BAU geht mit Reinigungskräften neue Wege im Kampf gegen Befristungen und für Arbeitsschutz

Justice for Janitors – für diese Forderung gibt es nicht nur in den USA genügend Anlässe. Kollegen von der Berliner IG BAU berichteten auf der express-Tagung zu Organisationsentwicklung Mitte Januar über skandalöse und zugleich ganz gewöhnliche Arbeitsbedingungen an einem der renommiertesten Krankenhäuser Deutschlands und stellten den TeilnehmerInnen ein ungewöhnliches Projekt zur Unterstützung und Organisierung der meist befristet beschäftigten Reinigungskräfte der Charité-Tochter CFM vor. Langfristig geht es um einen Haustarif für die 18 Gewerke des Klinikdienstleisters, bei dem viele MigrantInnen auf Basis von Einzelverträgen arbeiten. Wir baten Lars Dieckmann um einen Bericht über die Aktivitäten der KollegInnen gegen Prekarisierung, made by Charité, und die bisherigen Erfahrungen mit ihrer Organisierungs-Kampagne…“ Artikel von Lars Dieckmann, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 02/09

Wie überall an der Charité- auch in der Telefonzentrale

"Sie gehört zum das Herz einer Institution, eines Werkes, eines Universitätsklinikums. Was verbirgt sich dahinter? Die TZ(Telefonzentrale) ist ein wichtiger Bestandteil der Charité, sie gehört in den Kreislauf eines gut funktionierenden Klinikalltages. Die Mitarbeiter der TZ sind die erste Anlaufstelle für alles und jeden, egal was es auch ist, die TZ muss es wissen, muss es können- Geht nicht, gibt's nicht!..“ Das neue Flugblatt von Die Unabhängigen vom März 2009 externer Link pdf-Datei

Putzkolonne wehrt sich

Europas größtes Uniklinikum, die Berliner Charité, will im nächsten Jahr weitere Millionen einsparen – bei der Krankenhaushygiene. Dagegen mobilisiert die IG BAU. Artikel von Jörn Boewe in der jungen Welt vom 13.12.2008 externer Link

Schließung des Com-Center CCM! Weitere Verschlechterung der Patientenversorgung droht!

"Das Com-Center CCM wird, nach der Fusion im Oktober 2004, ab ca. Februar 2009 auch vom Standort her im Rahmen der sog. Restrukturierung in das Com-Center CVK verlegt. Das ist eines der modernen Worte für Personalabbau und Schließungen. Dadurch bedingt soll ein massiver Stellenabbau erfolgen und die Arbeit des Com-Center CCM sich nur noch auf die Patienten-Rufanlage beziehen. Dies bedeutet: nur noch die Kommunikation zwischen Patienten und Pflegepersonal soll über das Com- Center abgewickelt werden. Direktiv sollen also die Leistungen des Com-Centers für die einzelnen Klinikbereiche eingeschränkt werden. Bisher wurden diese nicht über das Vorhaben der Schließung informiert…“ Flugblatt der Gruppe Die Unabhängigen vom Oktober 2008 pdf-Datei

Wir alle, die wir hier arbeiten, wir alle zusammen sind gemeinsam die Charité

"Im Mai 2008 haben Betriebsversammlungen für die Kolleginnen und Kollegen in der CFM „(Tochtergesellschaft der Charité) stattgefunden. Die Kolleginnen und Kollegen haben berechtigte Kritik an ihren Arbeitsbedingungen. Diese haben sie auch angesprochen. Die anwesenden Vertreter der Unternehmerseite haben dort unter anderem versprochen, sie würden eine Funktionsbeschreibung für unsere Transportarbeiter erstellen, die hygienischen Zustände verbessern und sich auch um andere Probleme des internen Krankentransportes kümmern. Was ist inzwischen passiert? NICHTS!!!!..Flugblatt der Gruppe Die Unabhängigen pdf-Datei vom September 2008

Arbeit muss sich lohnen! Vom Lohn muss man leben können!

"Die Wachschutzmitarbeiter der CFM arbeiten zur Zeit 12 Stunden am Tag für umgerechnet 5,25 € /Stunde. Ausserdem arbeiten sie zwischen 210 - 260 Stunden im Monat und verdienen von allen Mitarbeitern am wenigsten. Das gestellte Personal arbeitet 8 Stunden und wird nach Tarif bezahlt, also ca. 12-15 € /Stunden. Selbst das ist bei den heutigen Preisen zu wenig. Die CFM und die Charité als Muttergesellschaft fahren ihren Sparkurs auf unsere Kosten. Sie erwirtschaften durch uns Gewinne und sie schicken unsere Kolleginnen und Kollegen mit Hungerlöhnen nach Hause. Ständig gibt es für die Betroffenen zusätzliche Anforderungen und Aufgaben. Aber die Gehälter bleiben weiter unter Niedriglohnniveau! Jetzt kommt der Unternehmer mit neuen Arbeitsverträgen. Keine Diskussion. „Unterschreib oder geh.“ Und wer gehen möchte und nicht unterschreibt bekommt obendrein noch eine Kündigung mit dem Hinweis " das der Mitarbeiter zu anderen Kondition weiter beschäftigt werden könnte" sodass der Mitarbeiter weiter verpflichtet ist im Unternehmen zu bleiben, weil er mit solch einer Kündigung kein Cent vom Amt erhalten würde! …“ Flugblatt der Gruppe Die Unabhängigen vom 09.05.2008 pdf-Datei

»Ich bin doch nicht blöd«

Freitag, acht Uhr früh, Luisenstraße in Berlin-Mitte. Es ist trübes Wetter, aber vor dem Bettenhochhaus der Charité, Euopas größtem Universitätsklinikum, herrscht reger Betrieb. Frauen in Nylonkitteln sitzen auf den Bänken und Mauern und packen ihre Frühstücksbrote aus. Es sind keine Patientinnen, sondern die Reinigungskräfte der Charité Facility Management GmbH (CFM), jenes halbprivaten Serviceunternehmens, das seit Januar 2006 für nichtmedizinische Dienstleistungen wie den Küchenbetrieb, die Reinigung oder die Instandhaltung zuständig ist. Es fängt an zu nieseln, aber die Frauen bleiben sitzen. Die CFM hat die Pausenräume aus Kostengründen abgeschafft. Das Management sieht darin kein Problem. Schließlich hätten die Angestellten »die Möglichkeit, die Pause in Mensen, der Cafeteria sowie in zur Verfügung stehenden Pausenräumen zu verbringen«, z.B. »im Pausenraum der Pflegemitarbeiter«, kann man in einer kürzlich veröffentlichten Presseinformation der CFM lesen. »Die Schwestern werden sich bedanken«, bekommt man zu hören, wenn man die Gebäudereinigerinnen darauf anspricht. Von einer »Vereinbarung mit den Stationsleitungen«, die die CFM getroffen haben will, wissen die Frauen nichts. Die Mensa? Wer gut zu Fuß ist, kann in fünf Minuten dort sein. Viel bleibt von der Viertelstunde Frühstückspause nicht übrig, wenn man rechtzeitig wieder an der Stechuhr sein will…Artikel von Jörn Boewe in der jungen Welt vom 16.08.2008 externer Link

Lasst Euch vom Unternehmer nicht einschüchtern!

„Liebe Kolleginnen und Kollegen, Wie ihr inzwischen erfahren habt, hat Herr Schröder-Hohenwart dem Gesamtpersonalrat mit Datum von 24.juli.2008 in Sachen Ausgründung der Physiotherapie einen Brief geschrieben. Er teilt dort mit, dass der Vorstand der Charité am 15.07.2008 die Ausgründung der Physiotherapie beschlossen hat und fordert den Gesamtpersonalrat zur Mitarbeit auf. In diesem Brief wird der Eindruck erweckt, die Entscheidung zur Ausgründung sei bereits endgültig gefallen und es gäbe auch keine andere Möglichkeit. Der Gesamtpersonalrat hat in seiner Sitzung vom 05.08.2008 im Zusammenhang mit diesem Brief drei Beschlusse gefasst: anwaltliche Beratung in Anspruch zu nehmen zur Klärung der vertretenen Positionen; im Zusammenhang mit der beabsichtigten Ausgründung ein wirtschaftliches Gutachten in Auftrag zu geben; in einer Presseerklärung den eigenen Standpunkt zu diesem Vorfall darzustellen…Flugblatt von Die Unabhängigen vom August 2008 pdf-Datei

IG BAU deckt Missstände beim Gesundheits- und Arbeitsschutz auf: Putzkräfte als Wegwerfartikel behandelt

„Die Berliner Charité hat ihren Skandal. Ein Großteil der Reinigungskräfte arbeitet ohne Impfschutz. Viele Putzkräfte werden zudem ohne die vorgeschriebene Untersuchung durch den Betriebsarzt zur Arbeit in die Klinik geschickt. Sie kommen so an Krankenbetten und in sensible Bereiche wie Operationssäle. Das hat jetzt die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU in Berlin aufgedeckt. „Es sind Zustände, die zum Himmel schreien“, sagt Mirko Hawighorst, der IG BAU-Branchensekretär für die Gebäudereinigung in Berlin. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen die fürs Putzen zuständige Charité Facility Management GmbH (CFM): „In den meisten Fällen gibt es keine ordentliche Einweisung für die Reinigungskräfte. Das sind oft bestenfalls‚ Turbo-Einweisungen am grünen Tisch'. Die neuen Reinigungskräfte müssen dann unterschreiben, dass sie über alles informiert wurden. Und das war's ...“ Von einer gründlichen Aufklärung über die Gefahren in einer Klinik und beim Umgang mit Spezial-Reinigern könne keine Rede sein…Artikel bei der IG BAU externer Link. Dazu gibt's es auch ein Video. Man findet es unter „aktuelles Material oben rechts

  • Streit um Nadelstiche
    Die Vorwürfe, die Reinigungskräfte in der Charité seien nicht ausreichend geimpft, weist die Klinik mit einer neuen Studie zurück: Die Mehrheit von ihnen sei gegen Gesundheitsrisiken abgesichert. Artikel von Liva Haensel im Tagesspiegel vom 08.08.2008 externer Link

Fragen zur Physiotherapie

Die Konzernleitung denkt nach über Expansion und Marktanteile. Wir machen uns Sorgen um die Verbesserung der Krankenversorgung. Sie dazu das aktuelle Flugblatt der Gruppe Die Unabhängigen vom 09.05.2008 pdf-Datei

Ausgliederung verhindern !

„Die Unternehmerseite spaltet die Charité in kleine Häppchen auf. Für jedes Segment gibt es eine eigene Konzeption der Kostenoptimierung. In der Vergangenheit war die Charité eine Einheit. Wir waren mal eine Belegschaft von 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ziel des Ganzen war Gesundheitsversorgung. In der neuen Konzernstrategie wird die Charité zu einem am Gewinn orientierten Unternehmen. Gesundheit wird zu einem Produkt, das Produktionskosten und einen Marktwert hat. Das Produkt „Gesundheit“ kostet. Kosten müssen minimiert werden. Das ist die neue Strategie, nach der die Charité aufgesplittert wird…Flugblatt von Die Unabhängigen vom März 2008 pdf-Datei

Charité: Neue Spaltung?

Am Berliner Uniklinikum wird über die Einrichtung einer internen Leiharbeitsagentur nachgedacht. Gerade erst erkämpfte Gleichstellung der Beschäftigten würde so unterlaufen. Artikel von Daniel Behruzi in junge Welt vom 03.09.2007 externer Link. Siehe dazu:

  • Richtigstellung zur Korrektur zum Beitrag „Charité: Neue Spaltung? Am Berliner Uniklinikum wird über die Einrichtung einer internen Leiharbeitsagentur nachgedacht.“
    Richtigstellung von Carsten Becker (ver.di-Betriebsgruppenvorsitzender Charité)

  • Korrektur zum Beitrag „Charité: Neue Spaltung? Am Berliner Uniklinikum wird über die Einrichtung einer internen Leiharbeitsagentur nachgedacht.“
    Leider hatten die befragten Kollegen wohl vergessen zu erwähnen, dass so etwas schon seit dem 1.1.2007 an der Charité existiert. Die so genannte PSMA (Personal-Service-Management-Agentur) wurde bereits im Zuge der Tarifverhandlungen umfangreich in einer eigenen Arbeitsgruppe der Verhandlungskommission behandelt und erhielt schon im Oktober 2006 ein umfangreiches Regelwerk. Dieser Teil 2 des Tarifvertrages wurde der Belegschaft nur durch Folienpräsentation zugänglich gemacht, war und ist dementsprechend kaum bekannt. (…) Mein Fazit: es ist nicht etwas grundsätzlich Neues passiert, sondern es wurde ein vorhandenes Einfallstor genutzt, um eine weitaus größere Gruppe von Beschäftigten dem Lohndumping zu unterwerfen. Man gibt den kleinen Finger, und die Bosse nehmen gleich die ganze Hand. Es zeigt sich wieder – Co-Management lohnt sich nicht!“ Wir danken einem Leser aus der Charité für diesen Hinweis!
  • Siehe dazu „Tarifvertrag Restrukturierungsmaßnahmen“ externer Link pdf-Datei

Einigung im Tarifkonflikt

  • Tarifkonflikt an der Charité beendet: Aufsichtsrat stimmt dem Eckpunktepapier zu
    Der Tarifkonflikt an der Charité ist beendet. Der Aufsichtsrat der Charité - Universitätsmedizin Berlin hat dem gemeinsam mit den Gewerkschaften ver.di und der dbb tarifunion erarbeiteten Eckpunktepapier heute einstimmig zugestimmt. Presseerklärung des Informationsdienst Wissenschaft externer Link – idw vom 01.11.2006. Siehe dazu auch:
  • Die Eckpunkte des Verhandlungsergebnisses
    Die Zusammenstellung vom ver.di-Bezirk Berlin externer Link pdf-Datei
  • Langer Konflikt beigelegt
    „Nach Arbeitskampf Eckpunkte für einen Tarifvertrag am Berliner Uniklinikum Charité vereinbart. Weitgehende Angleichung Ost an West. Entlassungen bis Ende 2012 ausgeschlossen…Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt externer Link am 21.10.2006
  • »Das Selbstbewußtsein ist gestiegen«
    Einigung an der Charité ist akzeptabler Kompromiß. Ein Interview von Daniel Behruzi mit Carsten Becker externer Link, Vorsitzender der ver.di-Betriebsgruppe am Berliner Uniklinikum Charité und Mitglied der betrieblichen Streikleitung sowie der gewerkschaftlichen Tarifkommission?

»Die Kollegen sind eingeschüchtert« - Ein Gespräch mit einem Pfleger an der Berliner Charité über den Arbeitskampf an diesem Klinikum

Am Berliner Universitätsklinikum Charité wurde zwei Wochen lang gestreikt. Nach jahrelangen ergebnislosen Verhandlungen fordert Verdi einen neuen Tarifvertrag für rund 10 000 Beschäftigte. Am Freitag wurde der Streik ausgesetzt, um die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Martin Rühle (Name von der Red. geändert) ist Pfleger an der Charité und in der unabhängigen Basisgruppe Gesund und Munter aktiv für die er aber nicht stellvertretend spricht. Interview von Felix Baum, erschienen in der Jungle-World externer Link vom 27.09.2006. Siehe dazu auch:

  • Arbeitskreis Gesund und Munter
    „Wir sind ein Kreis von Beschäftigten aus Einrichtungen des Berliner Gesundheitswesens, die sich regelmäßig treffen, um sich über die Situation in den Häusern und der Politik auszutauschen. Wir meinen: Statt sich unter dem Druck des Arguments, der Verantwortung gegenüber den Patienten immer weiter ausbeuten zu lassen, sollten wir gemeinsam überlegen, wie wir aktiv gegen die vielen Verschlechterungen unserer Arbeits- und Lebensbedingungen vorgehen können…Auszug aus dem Internetauftritt der Gruppe externer Link

Kein Nullsummenspiel

„Beim Konflikt um einen Tarifvertrag für die rund 15000 Beschäftigten des Berliner Uniklinikums Charité wird es in der kommenden Woche Verhandlungen geben. Die Tarifkommission der Gewerkschaft ver.di hat am Freitag beschlossen, die Gespräche unter bestimmten Bedingungen wieder aufzunehmen. Der Streik wird währenddessen unterbrochen…“ Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt externer Link vom 23.08.2006

Öffentlich saniert privat - »Moderne linke Wirtschaftspolitik« an der Berliner Charité: Outsourcing auf Kosten von Steuerzahlern und Mitarbeitern

Vor zwei Wochen kam sie in die Schlagzeilen, weil sie das Mineralwasser für die Patienten auf eine Flasche pro Tag rationierte – die im Januar »ausgegründete«, halbprivate Servicegesellschaft Charité Facility Management (CFM) der Berliner Charité. Der unfreiwillig komische Vorstoß eifriger Betriebswirtschaftler nach dem Motto »aber jeder nor einen wenzigen Schlock« hatte bei Managern anderer Berliner Krankenhäuser Kopfschütteln ausgelöst. Berliner WASG-Wahlkämpfer ließen sich zu einer »Solidaritätsaktion« inspirieren und verteilten Sprudelflaschen an durstige Patienten…Artikel von Jörn Boewe in der jungen Welt externer Link vom 22.09.2006

Streik an Berliner Charité wird ausgeweitet

„In der zweiten Streikwoche am Berliner Uniklinikum Charité will die Gewerkschaft ver.di die Arbeitsniederlegungen des nicht-ärztlichen Personals ausweiten. Im Rahmen einer »Streik-Campus-Tour« soll am heutigen Dienstag ab sieben Uhr die gesamte Belegschaft des Klinikums Benjamin Franklin in Berlin-Steglitz zum Ausstand aufgerufen werden. Am Mittwoch und Donnerstag folgen die Standorte Mitte und Virchow, bevor am Freitag alle drei Campi in die Aktionen einbezogen werden. Für diesen Tag ist eine zentrale Protestaktion geplant…“ Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt externer Link vom 19.09.2006

Video: Charité-Steikende grüßen SchülerInnen

Darin die Abschlusskundgebung vor dem Roten Rathaus, Solidarische Grüße von Streikenden des Berliner Krankenhauses Charité, der Aufruf zum gemeinsamen Streik und Lohnabzug fuer streikende Auszubildende. Das Video des Freundeskreises Videoclips externer Link vom 15.09.2006

Tiefe Gräben an Kliniken - Zweiter Streiktag an Berliner Charité: Sabotage von Chefärzten bereitet ver.di Probleme

„Das Tischtuch zwischen nicht-ärztlichem Personal und Medizinern in den Kliniken ist zerschnitten. Und das, so scheint es, gilt nicht nur für die Funktionäre von Marburger Bund und ver.di. Beim Streik der Pfleger und Arbeiter am Berliner Uniklinikum Charité wird deutlich, daß auch auf den Stationen und in den OP-Sälen ein tiefer Riß durch die Belegschaften geht…“ Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt externer Link vom 14.09.2006

»Ich halte das für ein Manöver im Wahlkampf«

Streik an der Berliner Charité: ver.di sieht wenig Erfolgsaussicht für aktuelle Tarifgespräche. Ein Interview von Daniel Behruzi mit Werner Koop externer Link, der für die Charité zuständige Sekretär der Gewerkschaft ver.di in Berlin in junge Welt vom 13.09.2006

Schwestern legen Charité lahm

Das Pflegepersonal der Uniklinik streikt ab heute für mehr Lohn. Patienten müssen sich auf die Verlegung von Operationen einstellen. Wissenschaftssenator versucht zu vermitteln – erfolglos. Artikel von Ulrich Schulte in der taz-Berlin externer Link vom 12.09.2006

Berlin: Streik im Doppelpack

Diese Woche werden sowohl SchülerInnen aus ganz Berlin als auch Beschäftigte des Universitätsklinikums Charité in den Streik treten. Sie protestieren gegen die Kürzungspolitik des rot-roten Senats im Bildungs- und Gesundheitsbereich. Siehe dazu als Überblick den Artikel in der jungen Welt vom 12.09.2006 unter der Rubrik „Abgeschriebenexterner Link Siehe dazu weiter: Diskussion > Arbeitsalltag > Aus-Um-Weiter-BILDUNG > (Aus)Bildung

Urabstimmung an Berliner Charité

„Die ver.di-Urabstimmung bei der Charité ist am Freitag, dem 8. September 2006 beendet worden. Die Auszählung der Stimmen ergab eine sehr hohe Zustimmung für einen Streik. "Über 90 Prozent, genau 91,18% der Abstimmungsberechtigten votierten für einen Arbeitskampf", sagte Werner Koop, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär…“ ´Meldung auf der Charité-Sonderseite von ver.di externer Link

Operationen abgesagt - Mit einem Warnstreik legte ver.di die OP-Säle am Berliner Virchow-Klinikum lahm

Der Operationsbetrieb am Charité-Campus Virchow stand am Freitag vormittag weitgehend still. Grund war ein vierstündiger Warnstreik, zu dem ver.di aus Anlaß einer Sitzung des Finanzausschusses aufgerufen hatte. Ziel der Gewerkschaft: endlich den tariflosen Zustand in Europas größtem Uniklinikum beenden und einen einheitlichen Tarifvertrag ohne Einkommenskürzungen durchsetzen. Versuche von Klinikleitung und Chefärzten, die OP-Säle durch Einschüchterung und den Einsatz von Leasingkräften in Betrieb zu halten, schlugen weitgehend fehl…Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt externer Link vom 26.08.2006

Pflegefall Charité

"Das Sommerloch ist immer gut für schlechte Komödianten und lustige Einlagen mittelmäßiger Gaukler. Schon weniger lustig ist es, wenn mit solchen Spielchen die Existenz von mindestens 3.200 Kolleginnen und Kollegen eines Betriebes wie der Charité bedroht werden. Panikmache? Keineswegs! Nach dem Warnstreik vom 28.April versprach die Konzernleitung, ein neues Verhandlungsangebot zu machen. Was bisher vorgelegt wurde, ist nichts wirklich Neues…“ Das aktuelle Flugblatt von ver.di externer Link pdf-Datei vom August 2006

»Auf dem Rücken von Beschäftigten und Patienten«

Ausgliederung des Arbeiterbereiches an Berliner Charité hat verheerende Wirkung. Ein Interview von Daniel Behruzi externer Link mit Karl-Heinz Gerhold, Sekretär von ver.di im Landesbezirk Berlin in junge Welt vom 24.07.2006

»Gemeinsame Aktionen mit ver.di möglich«

In Ärzteinitiative an der Berliner Charité fordert Übernahme des bundesweiten Tarifvertrags mit dem Marburger Bund. Ein Interview von Daniel Behruzi mit Kilian Tegethoff externer Link, neugewählter Vorsitzender des Gesamtpersonalrats und Mitglied der Ärzteinitiative an der Berliner Charité der jungen Welt vom 22.06.2006

Schwach zu werden – ein Zeichen von Stärke? Nadja Rakowitz zum »Vorschalt-Tarifvertrag« an der Charité

„Seit der Marburger Bund als exklusive Vertretung der angestellten Ärzte und ver.di nicht mehr zusammen Tarifverhandlungen führen, wird die Situation zunehmend komplizierter. Am Beispiel der Berliner Uniklinik Charité wird dies deutlich…Artikel von Nadja Rakowitz, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 5/06

Charité-Ärzte wollen mehr Geld

„Nach der bundesweiten Einigung beim Tarifvertrag für Mediziner will der Marburger Bund nun Nachverhandlungen an der Charité. Gespräche könnten noch im Juli beginnen. Nach der Einigung auf einen Tarifvertrag für die 22.000 Mediziner an deutschen Universitätskliniken könnte es bereits im Juli erste Nachverhandlungen an der Charité geben. Nach den Wünschen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund sollen die Verhandlungen sofort beginnen, sagte gestern Manfred Husmann, Landesgeschäftsgeschäftsführer des Marburger Bundes. Voraussetzung sei, dass der ausgehandelte Tarifvertrag für den Bund angenommen werde. Für die Charité-Ärzte gilt seit Mai nur ein vorläufiger Tarifvertrag, weil die Hauptstadt aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ausgetreten ist…dpa-Meldung in der TAZ-Berlin externer Link vom 20.06.2006

Warnstreik bei der Berliner Charité: "Jetzt reicht´s!"

Am Freitag, den 28.4., kamen zu den drei großen Standorten der Charité zeitgleich jeweils 250 bis 300 Kolleginnen und Kollegen zum zweistündigen Warnstreik. Verdi stellte dem Vorstand der Charité ein Ultimatum: Wenn er bis 12. Mai kein akzeptables Angebot vorlegt, werden die Verhandlungen endgültig abgebrochen…“ Bericht in Rote Fahne News vom 02.05.06 externer Link. Siehe dazu auch:
Redebeitrag vom "Bürgerbündnis gegen Privatisierung", der am Standort Mitte gehalten wurde

Einigung des Marburger Bundes am 21.4.06

  • Keine Ärzte-Streiks in Berlin: Marburger Bund und Charité einigen sich auf Vorschalt-Tarifvertrag
    Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und der Vorstand der Charité haben sich am 21. April 2006 auf den Abschluss eines Vorschalt-Tarifvertrages für die 2200 Berliner Universitätsärzte geeinigt. In letzter Minute konnte damit der für Montag anberaumte Ärzte-Streik abgewendet werden. Kerninhalte des Tarifvertrages sind unter anderem: Rücknahme der durch die Übergangstarifverträge erzielten Einsparungen beim ärztlichen Personal; Neue Arbeitszeitmodelle mit erhöhten Stundensätzen und vollständigem Überstunden-Lohnausgleich; Einführung einer Arztzulage; Aufhebung der Ost-West-Unterschiede; Flächendeckende und objektive Zeiterfassung; Längere Vertragslaufzeiten und 95%-ige Vergütung aller Bereitschaftsdienste… Pressemitteilung des Marburger Bundes vom 21.04.2006 externer Link
  • Streik an der Charité fällt aus
    „Ärzte und Klinikumsvorstand einigen sich auf Tarifvertrag. Den Medizinern winken mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. Die anderen Beschäftigten gehen dabei leer aus…“ Bericht in der Taz-Berlin vom 22.4.2006 externer Link
  • dbb zu Tarifabschluss für Charité: Sahnehäubchen für die Ärzte - Wo bleibt das übrige Personal?
    „Der Tarifabschluss zwischen Marburger Bund und Charité bringt den Ärzten Einkommenszuwächse von mehr als 10 Prozent. Aber auch die anderen Beschäftigten hinken der allgemeinen Einkommensentwicklung seit Jahren hinterher“, kommentiert Frank Stöhr, 1. Vorsitzender der dbb tarifunion, am 21. April 2006 in Berlin den Tarifabschluss..." Meldung auf der Seite des Deutschen Beamten Bundes vom 21.04.2006 externer Link

Jetzt reichts! Warnstreik an der Charité

Am 28.04.06 findet von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr ein Warnstreik statt. Treffpunkte: CCM: Eingang Schumannstr.; CVK: Augustenburger Platz; CBF: Nordrampe. Weitere Informationen auf einem ver.di-Flugblatt externer Link pdf-DateiZum Warnstreik findet eine Informationsveranstaltung am 24.04.06 ab 15.00 Uhr statt. Treffunkt: CVK: großer Hörsaal Audimax. Per Videokonferenz verbunden mit CCM: großer Hörsaal COZ und CBF: Hörsaal West. Themen: Stimmt es, dass die Universitätsklinik Charité seit Juli 2004 insgesamt 17 außertarifliche Arbeitsverträge mit Jahresgehältern zwischen 80 000 und 120 000 Euro abgeschlossen hat? Stimmt es, dass die Charite „überraschend“ einen Gewinn von ca. 2 Millionen Euro gemacht hat? Stimmt es, dass der Vorstand der Charité bereit ist 9-15% an die Ärztinnen und Ärzte zu zahlen? Während alle anderen einen Absenkungstarif hinnehmen müssen. Stimmt es, dass der Berater Firma Roland Berger, 20 Millionen Euro kostet? Sind das die 20. Millionen, die uns seit 2003 vorenthaltet wird? Stimmt es, dass der Vorstand Prämien für seine „gute“ Arbeit bekommen hat? Stimmt es, dass in den ausgegliederten Tochterfirmen bereits Lohndumping praktiziert wird und neue Wasserköpfe an leitenden Mitarbeitern geschaffen werden?

Gegendarstellung der Ärzteinitiative zum abgelehnten Tarifangebot

Der Marburger Bund und die Ärzteinitiative haben auf Basis des letzten Angebots der Arbeitgeberseite beschlossen, die Tarifverhandlungen für gescheitert zu erklären. Dazu veröffentlicht die Ärzteinitiative eine Gegendarstellung zum Tarifangebot externer Link pdf-Datei

»Druck auf ver.di wächst«

Warnstreik an Berlins größter Gesundheitseinrichtung am 28. April. Ein Interview von Daniel Behruzi mit mit Carsten Becker externer Link, Vorsitzender der ver.di-Betriebsgruppe am Berliner Uniklinikum Charité, in junge Welt vom 15.04.2006

Der Worte sind genug gewechselt...

Seit über einem Jahr versuchen der Berliner Senat, der Vorstand und der Aufsichtsrat der Charité, uns Beschäftigte in einen Absenkungstarifvertrag zu pressen. Wir üben bereits seit über drei Jahren Lohnverzicht (wir sind auf dem Lohnniveau von 2002!). Damit muss endlich Schluss sein. Wir haben für die gleiche Arbeit drei verschiedene Bezahlungsstrukturen. Damit muss endlich Schluss sein…Flugblatt von verdi Bezirk Berlin pdf-Datei,vom 20.02.2006

»Der Berliner Senat droht weiter mit Kündigungen«

Fronten im Tarifkonflikt an der Charité verhärtet. Von Privatisierung bedrohte Belegschaften wollen sich treffen. Ein Interview von Daniel Behruzi mit Carsten Becker externer Link, Carsten Becker ist Vorsitzender der ver.di-Betriebsgruppe am Berliner Uniklinikum Charité in der jungen Welt vom 04.01.2005

Für eine »gesunde Charité«. Bündnis zur Unterstützung der Beschäftigten im Tarifkonflikt gegründet

Die Beschäftigten der Berliner Charité bekommen Unterstützung in ihrem Widerstand gegen Lohnraub und Arbeitsplatzvernichtung. Am Mittwoch abend gründete sich auf Initiative der ver.di-Betriebsgruppe das Aktionsbündnis »Gesunde Charité«, das über die Kürzungen an Europas größtem Uniklinikum aufklären will…“ Artikel von Daniel Behruzi in junge Welt vom 09.12.2005 externer Link. Siehe dazu die Einladung zur Gründung des Aktionsbündnisses „Gesunde Charité“ am 07.12.2005 externer Link pdf-Datei

Die Jagd nach Schuldigen beim Ärztestreik

  • Charité-Chefs sollen Streikende melden. Brief des Vorstands sorgt im Uni-Krankenhaus für Streit - Klinik-Sprecherin Endele: "Vorwürfe sind hanebüchen"
    „Der Ärztestreik an der Charité sorgt auch nach seinem Ende weiter für Ärger in der Universitätsklinik. Grund für das anhaltend vergiftete Klima ist ein Brief, den der Klinikvorstand im Vorfeld des Ausstandes an seine Führungskräfte schickte. In dem Schreiben wurden insbesondere die Institutsdirektoren aufgefordert, alle Mitarbeiter, die sich an Streikmaßnahmen beteiligen, "namentlich zu ermitteln" sowie "Dauer, Teilnehmer und Vorfälle" während des Streiks schriftlich zu dokumentieren und die Informationen an den Vorstand weiterzuleiten. Ein Arzt bezeichnete das Vorgehen des Vorstandes als "Stasi-Methoden"…“ Artikel von Markus Falkner in der Berliner Morgenpost vom 8.12.05 externer Link
  • Schnüffler an der Charité. In Berlin streiken die Ärzte
    Die Anrede war förmlich (»Sehr geehrte Damen und Herren«), doch was folgte, ließ die Empfänger erzittern. »Es klang wie die Aufforderung zur Denunziation«, sagt ein hochrangiger Mitarbeiter der Berliner Charité. Und seitdem ist die Empörung am Klinikum groß. Schon ein einziger Brief zeigt eben manchmal, wie hart der Arbeitskampf zwischen einem Krankenhaus und den angestellten Ärzten werden kann…“ Artikel von Marc Brost in DIE ZEIT vom 08.12.2005 externer Link

Streik der Ärzte: Charite Berlin

Mama arbeitet immer

„Seit diesem Montag befinden sich die Ärzte der Charite Berlin im Streik. Sie wehren sich damit gegen die im Weiteren aufgeführten, unzumutbaren Arbeitsbedingungen. Wieso, Ärtze gehören doch zur Oberschicht und fahren Luxuskarossen? Von wegen, die Realität sieht etwas anders aus...“ Bericht mit Bildern von „come in burn out“ vom 01.12.2005 externer Link bei indymedia

Vorstand sucht Eskalation

„An der Berliner Charité streiken die Ärzte. Auch Pflegekräfte und Arbeiter wehren sich gegen geplante Kündigungen und Lohnkürzungen. Seit Montag streiken die Ärzte am Berliner Uniklinikum Charité. Doch auch bei den rund 13000 Arbeitern und Angestellten regt sich weiterhin Protest gegen drohende Entlassungen und Lohnkürzungen. Für Freitag ruft die Gewerkschaft ver.di um »fünf vor zwölf« zum Warnstreik auf. Der Aufsichtsrat will an diesem Tag u. a. über betriebsbedingte Kündigungen entscheiden…Artikel von Daniel Behruzi in junge Welt externer Link vom 29.11.2005

Ver.di: Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Die Beschäftigten des Universitätsklinikums Charité wenden sich an Sie mit der Bitte um Verständnis und Unterstützung.

„Seit fast einem Jahr versuchen der Vorstand der Charité und der Berliner Senat als deren Eigentümer die Beschäftigten der Charité zu einem Absenkungstarifvertrag zu erpressen, indem sie ansonsten mit 1500 betriebsbedingten Kündigungen drohen! (…) Wir haben unsere Aktion so organisiert, dass eine sichere und ausreichende Patientinnen- und Patientenversorgung sichergestellt ist. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung- schließlich geht es um unsere Arbeitsplätze und um unsere Arbeitsbedingungen. Nur wenn diese gesichert sind, können wir auf Dauer eine gute Patientinnen- und Patientenversorgung gewährleisten. Kein Personalabbau! Keine betriebsbedingten Kündigungen! Schluss mit der Tarifflucht, für einen Flächentarifvertrag! Keine Privatisierung! Mit meiner Unterschrift unterstütze ich die Forderung der Beschäftigten der Charité!“ Unterschriftenliste des Aktionsbündnisses „Gesunde Charité“ pdf-Datei von ver.di vom 28.11.2005.

Ver.di: Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde! Wir bitten euch hiermit, uns in unserem Kampf gegen betriebsbedingte Kündigungen, Tarifflucht, Lohndumping und Privatisierung aktiv zu unterstützen!

Wir möchten durch die Gründung eines Aktionsbündnisses „Gesunde Charité“ eine breitere Unterstützung in der Öffentlichkeit für die Interessen der Beschäftigten und einer, aus unserer Sicht unverzichtbaren, öffentlichen Gesundheitsversorgung erreichen. Wir sehen die Angriffe gegen uns an der Charité nicht isoliert, sondern als Teil der neoliberalen Politik in Deutschland, ja in Europa, um öffentliche Dienstleistungen privaten Profitinteressen zur Verfügung zu stellen. (…) Wir laden euch daher zur Gründung unseres Aktionsbündnisses „Gesunde Charité“ Mittwoch, den 07.12.2005 am Campus Charité Mitte im kleinen Saal des Versorgungszentrums um 16.30 Uhr ein…“ Die gesamte Einladung mit weiteren Informationen und Hintergründen pdf-Datei zur Situation von ver.di vom 28.11.2005

Marburger Bund: Streikwoche vom 28.11.-04.12.2005

Der Marburger Bund hat an der Charité für den o.a. Zeitraum alle ärztlichen und wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen zu einem befristeten Streik aufgerufen. Alle Informationen und Termine für Patienten, Besucher, Presse und Streikende zu den Arbeitskampfmaßnahmen ab sofort auf der Seite der Ärzteinitiative externer Link. Siehe dazu:

Verdi: Streik der Charité-ÄrztInnen: Lasst euch nicht nach Hause schicken!

„Vom 28.11. bis zum 2. 12. 2005 streiken die ÄrztInnen in der Charité. ver.di Berlin begrüßt, dass sich jetzt auch die abhängig beschäftigten ÄrztInnen gegen einseitige Verschlechterungen durch den Arbeitgeber und für tarifvertraglich gesicherte Arbeitsbedingungen einsetzen. Auch ver.di Berlin will für ihre Mitglieder an der Charité das Arbeitgeberdiktat bei Lohn- und Arbeitszeit durchbrechen und wieder zu für alle Beschäftigten akzeptablen Tarifbedingungen zurückkehren. Ein Gegeneinanderausspielen der verschiedenen Beschäftigtengruppen, die im Uniklinikalltag zum Wohl der PatientInnen zusammen arbeiten, darf es nicht geben. (…)Aber alle müssen wissen: Wer sich freiwillig von seinem Vorgesetzten ins Frei schicken lässt, für den ist die Zeit weg und auch nicht wieder rückholbar! Wehrt euch gegen die rechtswidrige "kalte Aussperrung"! Wir lassen uns nicht spalten! Unterstützt geschlossen die Forderungen von ver.di für die Beschäftigten an der Charité.Flugblatt von ver.di Berlin externer Link pdf-Datei

Ver.di: Aufruf Warnstreik an der Charité für den 2. Dezember 2005

„…Wir fordern: Wiederinkraftsetzung der Tarifverträge, Übernahme des TVöD, Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Wir wollen auch, dass das Tarifrecht des öffentlichen Dienstes auf die Charité übertragen und Wir wollen auch für die Charité verbindliche Tarifverträge! Die Beschäftigten der Charité dürfen nicht weiter von der Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst abgehängt werden! Deshalb rufen wir auf: Kommt am 2.12.2005 um 11:55 Uhr zur CBF, Nordrampe bzw. CCM, Verwaltung bzw. CVK, Augustenburger Platz." Aufruf von ver.di Berlinn zum Warnstreik externer Link pdf-Datei am 2.12.2005 (pdf)

Demonstration am 31.10.2005

Die Beschäftigten der Charité machen sich auf den Weg gegen das Unternehmenskonzept des Vorstands zu kämpfen. Gegen Privatisierung und Ausgründung, gegen Fortsetzung der Tarifflucht und gegen betriebsbedingte Kündigungen. Siehe den Aufruf zur Demonstration am 31.10.2005 externer Link pdf-Datei (15.00 Uhr, Brandenburger Tor/Pariser Platz, Auftaktkundgebung, Ab 16.00 Uhr Demonstrationszug Unter den Linden zum Roten Rathaus) auf der verdi-Sonderseite

Sklaven in Weiß

Junge Krankenhausärzte gehen auf die Straße. Sie wehren sich gegen Dauereinsätze zum Billiglohn. Eine Visite in Deutschlands bekanntester Klinik, der Berliner Charité. Dossier von Wolfgang Büscher in DIE ZEIT vom 27.10.2005 externer Link

Verzicht reicht nicht

„Tarifauseinandersetzung am Berliner Uniklinikum Charité: Vorstand und SPD-PDS-Senat steuern trotz weitgehender Zugeständnisse der Gewerkschaft auf Konfrontation. Die Tarifverhandlungen am Berliner Universitätsklinikum Charité stehen vor dem Aus. Nachdem sich noch vor wenigen Wochen eine Annährung zwischen den Tarifparteien angedeutet hatte, steuern Vorstand und Aufsichtsrat nun erneut auf Konfrontation. Statt der von ver.di angebotenen Lohnkürzung um jährlich 30 Millionen Euro will die Unternehmensleitung 40 Millionen Euro auf Kosten der Beschäftigten sparen. Zudem betreibt sie die – von der Gewerkschaft vehement abgelehnte – Teilprivatisierung der traditionsreichen Kliniken…“ Artikel von Daniel Behruzi in junge Welt externer Link vom 06.09.2005

Offener Brief der Ärzteschaft der Charité

Offener Brief (pdf), Finanziert und getragen von über 600 Ärztinnen und Ärzten der Charité externer Link pdf-Datei auf der Seite der Ärzteinitiative. Aus dem Text: „…Aus Sorge und Verantwortung für die Universitätsmedizin in Berlin, für diese Stadt und nicht zuletzt für unsere Patienten sind wir Ärztinnen und Ärzte nicht länger bereit, wachsende strukturelle Defizite auf Kosten unserer Gesundheit, unserer Arbeits- und Lebensbedingungen und unseres Einkommens hinzunehmen.

Charité-Vorstand will den gesamten Kuchen!

Worum geht es? Außer dass der Charité-Vorstand 40 Mio. € Einsparung durch Tarifabsenkung fordert, will er durch Umbauen, Abbauen, Aufgliedern, Ausgliedern, Privatisieren und Schaffung von Billiglohnsektoren noch mehr Geld einsparen. Der Charité-Vorstand will die Personalkosten drastisch um 20% senken und das Personal um ca. 4000 Vollstellen abbauen. Darauf machen insbesondere der Aufsichtsrat und das Land Berlin Druck. Über einen Haustarifvertrag sollten schlechtere arbeitsrechtliche Bedingungen vereinbart werden…“ Aus der Tarifinfo Nr. 3 der Tarifkommission der Charité pdf-Datei vom Juni 2005

Verhandlungen über einen Notlagentarif für die Charité abgebrochen!

ver.di bietet Weiterführung der Verhandlungen auf der Grundlage des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) an. „Die ver.di-Tarifkommission hat beschlossen, die Verhandlungen über Notlagenregelungen abzubrechen, denn die Prüfung der Unterlagen der Charité durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer ergab, dass für die Charité derzeit keine wirtschaftliche Notlage vorliegt. (…) Am 13.05.05 findet eine Aufsichtsratssitzung statt. Wir befürchten, dass der Aufsichtsrat beschließt, betriebsbedingte Kündigungen, Ausgliederungen und Privatisierungen in die Wege zu leiten. Der Aufsichtsrat braucht dagegen einen deutlichen und kämpferischen Protest! (…) Demonstriert mit uns am 13.05.05 gegen Einkommensverluste und Kündigungen! Wir müssen ein deutliches Signal setzen. Schluss jetzt mit dem Stillhalten - Kommt zur Protestkundgebung !!! am: Freitag, 13. Mai 2005 um 11.30 Uhr Campus Mitte, Altes Verwaltungsgebäude, Eingang Schumannstrasse..“ Für weitere Hintergründe siehe Tarif-Info Nr. 2 vom 11.5.05

"aktive Mittagspause" der Kolleginnen und Kollegen der Charité am 25. Februar 2005

Die Kolleginnen und Kollegen der Charité werden am 25. Februar 2005, ab 12.00 Uhr eine "aktive Mittagspause" gestalten, in der sie lautstark ihren Unmut über Austöchterungen, Teilprivatisierung, weiteren massiven Stellenabbau, usw. deutlich machen wollen. Stattfinden wird die Aktion vor dem Charité Gebäude in der Schumannstr. 20/21 in 10117 Berlin/Mitte. Benötigt werden "jede Menge" Kolleginnen und Kollegen, die mit den Charité-Beschäftigten gemeinsam deutlich machen, dass sie die geplanten Maßnahmen nicht wollen; dies im Sinne der Beschäftigten und der Bürgerinnen und Bürger in Berlin.

Belegschaftszeitungen

Vitamin C

„Vitamin C“ - Das Betriebsflugblatt der Sozialistischen Arbeiterstimme updated

Betriebszeitung an der Charité -
von KollegInnen für KollegInnen
in Kooperation mit ANTISERUM, der bundesweiten Krankenhauszeitung des Netzwerks für eine kämpferische und demokratische ver.di

Kontakt

Die Unabhängigen externer Link

Kontakt:webmaster@un-abhaengige.de

KollegInnen der Charité (Berlin) bitten um Informationen und Erfahrungen aus anderen (Universitäts)Kliniken sowie vor allem im Kampf gegen Privatisierung! "Nach der Umwandlung der städtischen Häuser Berlins in eine GmbH war es für uns nur eine Frage der Zeit, wann bei uns von Outsourcing zur kompletten Privatisierung übergegangen wird. Nun ist es doch noch schneller gegangen als vermutet und der jetztige Senat wird wohl noch vor den Wahlen am 21.Oktober auf Wunsch des Kilinkvorstandes ein "Interessenbekundungs- verfahren" in die Wege leiten. Ein Entwurf für eine "Ausschreibung" hat der Senat schon vom Klinikvorstand auf dem Tisch." Der ver.di-Betriebsgruppen-
vorstand der Charité, Medizinische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, hofft auf Erfahrungsaustausch und Kooperation! Bitte e-mail an
carsten.becker@
charite.de
sowie in Kopie an redaktion@labournet.de sofern zur Veröffentlichung freigegeben!

siehe auch

verdi-Sonderseite externer Link

Zentrales Informationsportal der Klinikärzte bundesweit externer Link


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