Entweder Verzicht oder das Aus kommt schon 2014

DossierBelegschaftsversammlung bei Opel Bochum am 22.1.2013 - wir danken bo-alternativ für das Foto!

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Adam Opel AG, Steven Girsky hat am 22.01.2013 alle Mitarbeiter informiert, dass nach 2014 keine Fahrzeuge mehr in Bochum gebaut werden, falls die Belegschaft zu keinen Zugeständnissen bereit ist. Das Dossier zum aktuellen Erpressungsversuch:

  • Zum Stand der Verhandlungen
    „(…) Als Vorbedingung für weitere Verhandlungen fordert das Unternehmen für Bochum: Streichung der Nachtschicht ab 2. Quartal 2013; Letzte Einstellung von Auszubildenden 2013; Auslauf der Getriebefertigung spätestens 2014; Auslauf der Berufsausbildung 2016; Verzicht der Fahrzeugproduktion ab 2016; Zustimmung zum Abbau von 2.500 bis 3.000 Arbeitsplätzen bis 2016;  Zustimmung zu betriebsbedingten Kündigungen; Verzicht bzw. keine Auszahlung von Tariferhöhungen bis mindestens 2015. Bei Zustimmung zu diesen Zugeständnissen will das Unternehmen die Fahrzeugproduktion nicht Ende 2014 beenden sondern mit einem Teil der Belegschaft bis 2016 fortführen. Danach soll definitiv Schluss sein…“ Meldung bei Bo-Alternativ vom 25.02.2013 externer Link
  • Betriebsversammlung: Ganztägige Protest-Schicht bei Opel
    „Zur Machtdemonstration von IG Metall und Betriebsrat geriet die Opel-Betriebsversammlung am Montag. Die zur Schicksalswoche für das Bochumer Werk stilisierte Woche startete mit einer rund zwölf Stunden dauernden ganztägigen „Protest-Schicht“ in der Halle D-3-West im Herzen des Opel-Werkes….Artikel von Michael Weeke auf DerWesten vom 24.02.2013 externer Link
  • Opel-Betriebsrat soll Abbau von bis zu 3000 Jobs zustimmen
    „Die Opel-Spitze plant bis zum Jahr 2016 in Bochum 2500 bis 3000 Arbeitsplätze abzubauen – und will dafür die Zustimmung von Betriebsrat und Gewerkschaft. Unterdessen hat die Belegschaft dem Betriebsrat das volle Vertrauen für die Verhandlungen mit dem Konzern ausgesprochen…“ Artikel von Dominik Möller und Tim Stobbe auf Ruhrnachrichten vom 25.02.2013 externer Link
  • Konzern in der Krise: Opel-Werk Bochum droht frühes Aus
    “Der Plan für die Sanierung stand, doch nun drohen die Verhandlungen zwischen General Motors und den Arbeitnehmervertretern von Opel doch noch zu scheitern. Hardliner bei GM und in Bochum blockieren die Gespräche. Kommt es zu keiner Einigung, wird das Werk Bochum bereits Ende 2014 geschlossen...” Artikel von Dietmar Hawranek auf Spiegel-Online vom 24.02.2013 externer Link   Aus dem Text: “(…) General-Motors-Manager machen den Bochumer Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel für ein mögliches Platzen der Verhandlungen verantwortlich. Man habe die Finanzierung von Opel für die nächsten Jahre garantiert, sagte ein GM-Manager. Man sei den Arbeitnehmern weitgehend entgegengekommen, um neue Arbeitsplätze in Bochum zu schaffen. Die Unternehmensberatung Boston Consulting prüfe, welche Teile der Konzern künftig in Bochum produzieren kann. Doch der Bochumer Betriebsrat stelle immer neue Forderungen. Man werde nicht ewig verhandeln, sagte der GM-Manager.”
  • Opel-Manager wollen laut Betriebsrat Nachtschicht in Bochum streichen
    “In den Verhandlungen um die Zukunft des Bochumer Opel-Werkes wird nach Aussagen des Betriebsrates über eine Streichung der Nachtschicht diskutiert. Damit könnten kurzfristig 700 Stellen zur Disposition stehen, sagte Betriebsratschef Rainer Einenkel am Mittwoch in Bochum. Laut Einenkel bedrängen die Arbeitgeber den Betriebsrat, notfalls auch betriebsbedingte Kündigungen zu akzeptieren, falls nicht genug Mitarbeiter freiwillig mit Abfindungen das Unternehmen verlassen wollen...” Agenturmeldung auf DerWesten vom 20.02.2013 externer Link
    Die Redaktion des LabourNet Germany kann sich sehr gut erinnert, dass einst die Nachtschicht bei Opel Bochum gegen den – gesundheitlich voll berechtigten – Widerstand der gewerkschaftlichen Vertreter erpresst hat – um nun, bei und zwischen all den “Standortsicherungsverträgen”, wiederum mit ihrer Abschaffung zu erpressen… Die Frage “Arbeitsplatz oder Gesundheit” scheint längst entschieden!
  • Opel Bochum vor dem Aus
    GM will das Bochumer Opel-Werk 2016 schließen. Doch schon vorher soll es für die Belegschaft erhebliche Verschlechterungen geben. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Adam Opel AG, Steven Girsky hat am 22.01.2013 alle Mitarbeiter informiert, dass nach 2014 keine Fahrzeuge mehr in Bochum gebaut werden, falls die Belegschaft zu keinen Zugeständnissen bereit ist. Videos vom Widerstand der Opel-KollegInnen bei trend 02/2013 externer Link
  • 22.01.2013: Protestversammlung Opel Bochum
    Ein Video auf YouTube vom 22.01.2013 externer Link
  • Was kümmern GM Gesetze
    „Der Betriebsratsvorsitzende der Bochumer Opelwerke Rainer Einenkel hat heute Nachmittag die Belegschaft und anschließend die Medien über die heutigen Gespräche zwischen Betriebsrat und Opel-Management informiert. Er berichtete, dass die Information des Opel Aufsichtsratsvorsitzenden Steven Girsky, dass nach 2014 keine Fahrzeuge mehr in Bochum gebaut werden, völlig überraschend gekommen sei. Das Vorgehen von General Motors betrachtet Einenkel als “Kriegserklärung”. Er zählte auf, gegen welche gesetzliche Bestimmungen die Opel-Geschäftsführung zur Zeit alles verstoße. Fast alle wichtigen Entscheidungen in letzter Zeit – so auch die heutige – seien nicht vom Aufsichtsrat gefällt worden, der dafür zuständig ist. Das Opel-Management breche z. B. auch ständig Tarifverträge, wenn es die vereinbarten Zukunftsgespräche von weiteren Zugeständnisses abhängig machen wolle. Einenkel war anzumerken, wie wenig er damit gerechnet hat, dass General Motors als größter Konzern der Welt derart unverhohlen deutlich macht, sich um gesetzliche Vorschriften nicht weiter zu kümmern. Bei dem heutigen Gespräch habe die Opel-Führung gefordert, dass die Opel-Beschäftigten weiter Lohnabschläge hinnehmen, die zur Sicherung der Standorte eingeräumt worden seien. “Die Stundung der Tariferhöhung ist mit uns nicht länger zu machen.” Der Belegschaft sei nicht zuzumuten, auch noch die Schließung des Werkes zu finanzieren.  Rainer Einenkel berichtete über die riesige Solidarität, die die Belegschaft zur Zeit erfahre und kündigte viele prominente Gäste auf dem angekündigten Fest am 3. 3. an. Ob dies wie geplant auf dem Opel-Gelände vor Tor 1 stattfinden kann, ist von der Opel-Geschäftsführung noch nicht bestätigt.“ Bericht bei Bo-Alternativ vom 22.01.2013 externer Link
  • General Motors erpreßt Bochum
    GM will Opel-Werk im Ruhrgebiet schon Ende 2014 schließen, wenn Belegschaften nicht schnell Zugeständnisse machen. Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom 23.01.2013 externer Link  Aus dem Text: „(…) Anderswo sind von Schließung bedrohte Automobilbelegschaften weniger zurückhaltend. Im Peugeot-Werk Aulnay-sous-Bois bei Paris traten die Beschäftigten am vergangenen Mittwoch in den Ausstand. Am Montag erklärte das Management französischen Medienberichten zufolge, die Fabrik müsse wegen angeblicher »technischer Probleme« vorübergehend geschlossen werden. Die Gewerkschaft CGT kritisierte das als versteckte Aussperrung, die den Streik sabotieren solle. Auch im Ford-Werk im belgischen Genk stehen die Bänder still. Berichten örtlicher Medien zufolge verhindert ein Streik bei einem wichtigen Zulieferer – der ebenfalls von der für Ende 2014 geplanten Schließung betroffen wäre – die Wiederaufnahme der Fahrzeugfertigung.“
  • Opel Aus schon 2014?
    Der Aufsichtsratsvorsitzende der Adam Opel AG, Steven Girsky hat heute alle Mitarbeiter informiert, dass nach 2014 keine Fahrzeuge mehr in Bochum gebaut werden. Aktuell finden Verhandlungen im Bochumer Renaissance-Hotel statt. Der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel wird um 14.00 Uhr die Belegschaften in Bochum am Tor 4 (Wittener Straße) über den Verlauf und Inhalt der Verhandlungen informieren. Die Mitteilung im Wortlaut bei Bo-Alternativ vom 22.01.2013 externer Link