Wer an die KollegInnen in Genk Solidaritätsbotschaften richten möchte,
wendet sich bitte an: Dr. Harrie Dewitte, Keinkesstraat 3A, 3600 Genk, Belgien.
Tel. +32-89-36.28.90, foerd@gvhv.be
Ford Southampton zum Stillstand gebracht. "Aufgrund der Streiks im
belgischen Fordwerk in Genk fällt die Produktion des Transit im britischen
Southampton für eine Weile flach. Das Werk hängt von Teilelieferungen
aus Belgien ab. Die 1.603 Beschäftigten erscheinen normal zur Arbeit
und werden mit Fortbildungskursen beschäftigt." Nachricht
entnommen aus Rote Fahne-News vom 21.10.03
Solidarität mit Ford-Arbeitern in Genk. "Gewerkschaftsdelegationen
aus ganz Belgien demonstrierten am 18.10. gemeinsam mit den Ford-Arbeitern
aus Genk gegen die geplante Vernichtung von 3.000 Arbeitsplätzen. Insgesamt
gingen 15.000 Menschen auf die Straße. Die Gewerkschaften kündigten
Demonstrationen in der Landeshauptstadt Brüssel an. Nachricht
entnommen aus Rote Fahne-News vom 20.10.03
Siehe auch die Ausgabe der (zweisprachigen)
"Ford-Post" vom Oktober 2003 (als pdf-Datei zum download), die sich mit
den Entlassungsplänen in Köln sowie der Solidarität mit Genk befasst
und die Haltung der IG Metall dazu kritisiert.
Neuer Streik bei Ford in Genk: 'Staatsschutz wusste von Schließung'.
"Die Beschäftigten im belgischen Fordwerk Genk sind am Freitagmorgen
erneut in einen 24-Stunden-Streik getreten. Sie reagierten damit auf Zeitungsberichte,
wonach der belgische Staatsschutz bereits im Juni von Plänen zur vollständigen
Schließung der Fabrik mit ihren 9000 Beschäftigten erfahren habe.
Auch in Köln will Ford insgesamt 1700 Stellen streichen. Der Staatsschutz
hat nach Angaben der Zeitung "Het Belang van Limburg" politische
Motive für die Schließung einiger Fabriken in Europa ausgemacht.
Für die Sanierung des angeschlagenen Konzerns sollten demnach bevorzugt
Standorte geschlossen werden in "Ländern, die wenig kooperativ sind
mit der militärischen und politischen Sicht der Vereinigten Staaten".
Die Schließungen sollten demnach nicht Spanien treffen, wohl aber Deutschland
und Belgien. Drei verschiedene Quellen hätten diese Darstellung bestätigt,
berichtete die Zeitung...." Link
zur dpa-afx-Meldung vom 10. Oktober 2003
Ford Genk in Belgien entlasst 3000 von 9000 Leuten. Bericht
eines belgischen Kollegen mit Aufruf um Solidarität. Auszüge
aus dem Text: (leicht korrigiert) ".. Ford hat 01/10/03 angekündigt
im Januar 2004 3000 von 9000 Leuten zu feuern hier in Genk. Und wir denken
dass die Schliessung vom ganzen Werk hier bevorsteht (es ist der grösste
Betrieb in Belgien!). Die Leuten streiken seit Montag und haben die ganze
Woche jeden Tag Protestdemonstrationen gemacht, Autobahnen blockiert, usw...
Wir haben hier gehört, dass Montag schon in Saarlouis die Produktion
stoppen wird, weil das Betrieb keine Teilen aus Genk mehr bekommt. (...) Die
ganze Provinz steht hier massenhaft hinter den Arbeitern von Ford. Die Leute
haben das Gefühl, ein gleiches Szenario zu erleben wie bei der Schliessung
von Renault Vilvoorde. Fast sicher werden in den nächsten Tagen noch
härtere Aktionen kommen. (...) Der Kampf um Ford hier in Genk hat aber
eine Bedeutung, die weit über unsere unmittelbare Interessen hier in
Belgien hinaus geht. Die Entlassungen sind nur ein Teil eines grossen Plans,
um 50.000 Leute weltweit zu entlassen. Gegen 2006 soll Ford wieder 6 Milliard
Euro Profit machen. (...) WIR BRAUCHEN DRINGEND IHRE HILFE ! Die Leute hier
wollen Ford stoppen, aber dafür brauchen sie die Solidarität aus
mindestens den anderen Fordwerken in Europa (und besser wäre natürlich
noch den anderen Automobilbetrieben). (..) Samstag 18.10. um 11 Uhr organisieren
die Gewerkschaften eine grosse Demonstration in Genk. Mann erwartet 30.000
Leute. Nachmittags organisieren sie ein Free Concert auf dem Betriebsgelände
von Ford. Es wird gratis Autobusse geben vom Zentrum von Genk nach Ford...."