Johnson Controls kündigt (Teil)schließung in Bochum an

Dossier

Johnson Controls„Johnson Controls hat am Montagnachmittag (3. Februar) angekündigt, Teile des Bochumer Betriebes zum Ende des Jahres schließen zu wollen. Damit reagiert der Zulieferer auf das Aus der Fahrzeugproduktion bei Opel. Betroffen von diesen Plänen sind laut Pressemitteilung rund 220 Mitarbeiter. Ab sofort soll mit dem Betriebsrat verhandelt werden…Artikel von Thomas Aschwer in den Ruhrnachrichten vom 03.02.2014 externer Link. Siehe dazu:

  • Neueste Meldung: Bei Johnson Controls in Bochum wird wieder gearbeitet
    Nach 30-stündiger Unterbrechung wird wieder gearbeitet beim Autozulieferer Johnson Controls an der Hüttenstraße – allerdings unter Vorbehalt. (…) „Wir haben unsere Betriebsversammlung vorerst nur unterbrochen“, sagte Betriebsratsvorsitzender Michael Munsch gegenüber der WAZ. Vom Ausgang der am Donnerstag aufgenommenen Gespräche des Arbeitnehmervertretung mit einem Vorstandsmitglied von Johnson Controls aus der Europazentrale in Burscheid werde abhängen, ob die Belegschaft ohne Einschränkung zur Arbeit zurückkehre…” Artikel von Andreas Rorowski vom 17. März 2016 (20:49 Uhr) bei der WAZ online externer Link

  • Arbeitsniederlegung: Bei Johnson Controls in Bochum stehen die Bänder still
    “…Nichts geht mehr beim Automobilzulieferer Johnson Controls an der Hüttenstraße. Seit Dienstagmorgen ist die Produktion von Autositzen für das Ford-Werk in Köln unterbrochen. Ein aus ihrer Sicht unzureichendes Angebot der Geschäftsleitung für einen Sozialplan hat die 400-köpfige Belegschaft erzürnt. So soll nach WAZ-Informationen die angebotene Abfindung im Falle einer drohenden Werksschließung im nächsten Jahr um gut 30 Prozent schlechter ausfallen als noch 2014 bei der Entlassung von mehr als 100 Mitarbeitern, die damals nach einem weggefallenen Opel-Auftrag das Unternehmen verlassen mussten. „Wir lassen uns nicht verarschen“, sagt ein Mitarbeiter gegenüber der WAZ. „Die machen Millionen-Gewinne und wollen uns abspeisen.“ Gefordert hat die Belegschaft in ihrem vom Betriebsrat ausgearbeiteten Vorschlag unter anderem Abfindungen von durchschnittlich 100.000 Euro und die Bildung einer Transfergesellschaft.(…) Dass das Unternehmen Abfindungen und Zugehörigkeit zur Transfergesellschaft miteinander verrechnen will, ist offenbar einer der Gründe für die Empörung der Belegschaft…” Artikel von Andreas Rorowski vom 16. März 2016 bei der WAZ online externer Link
  • Maschinen in Bochum stehen still. Johnson Controls: Werk steht vor Schließung
    Seit Montag wird im Bochumer Werk des Unternehmens Johnson Controls nicht mehr gearbeitet. Die rund 400 Mitarbeiter befinden sich derzeit auf einer Betriebsversammlung, die mehrfach unterbrochen wurde. Der Grund: Sie sind nicht einverstanden mit dem Sozialplan, den die Geschäftsleitung vorgelegt hat. “Wir bauen hier Sitze für die Firma Ford in Köln”, informiert Betriebsrat Michael Munsch. Im April 2017 laufe die aktuelle Produktion jedoch aus, ein Folgeauftrag sei an einen Mitbewerber gegangen. Die für die Produktion eines neuen Sitzmodells nötige Vorlaufzeit sieht Munsch schon überschritten. Wegen der Schließung des Opel-Werks in Bochum sind mögliche Firmen, die die Bochumer Niederlassung von Johnson Controls beliefern könnte, zudem rar geworden. Der Betriebsrat geht deshalb von der Schließung des Werks im Frühjahr 2017 aus. Rund 400 Mitarbeiter (320 Festangestellte plus Leiharbeiter) wären davon betroffen. (…) Der Montagabend vorgelegte Gegenvorschlag aus der Geschäftsleitung hat unter den Mitarbeitern Unmut ausgelöst. Sie wollen weiter verhandeln. Wann die Betriebsversammlung beendet und die Arbeit wieder aufgenommen wird, ist derzeit nicht abzusehen…” Artikel von Max Florian Kühlem vom 16. März 2016 bei den Ruhrnachrichten online externer Link
  • Johnson Controls: Mitarbeiter kritisieren Höhe der Abfindung
    „Die Leute sind empört und in großer Sorge“, sagte Betriebsratschef Dietmar Kupfer. Die zuletzt über Medien verbreitete „trügerische Nachricht“ das Bochumer Werk werde nicht schließen, sorgte für Irritationen. Sollte es keinen Anschlussauftrag für den Ford Fiesta geben, droht 2017 die Schließung. „Im Schnitt werden die Leute 18 000 Euro erhalten.“ Für viele Beschäftigte dürfte sich zudem die Suche nach einem neuen Job schwierig gestalten. 60 bis 70 Prozent sind Kupfer zufolge Ungelernte, viele andere haben keine typischen Berufe aus der Metall- oder Elektroindustrie. Auch Stimmen zur Gegenwehr wurden laut. Enttäuscht zeigten sich indes viele von der IG Metall. Kupfer: „Die Belegschaft fühlt sich von der Gewerkschaft allein gelassen.“ Artikel von Thomas Schmitt auf der Westen vom 07.09.2014 externer Link
  • Verhandlungen über Sozialplan bei Johnson Controls
    „Nachdem die Gespräche über einen Interessenausgleich gescheitert sind, stehen beim Bochumer Automobilzulieferer Johnson Controls Verhandlungen über einen Sozialplan an. An diesem Samstag treffen die Beschäftigten sich zu einer Betriebsversammlung…Artikel von Andreas Rorowski auf Der Westen vom 05.09.2014 externer Link
  • Erst Opel, dann Johnson Controls, dann?
    Der Betriebsrat von Johnson Controls in Bochum erklärt in einer Presseerklärung: »Das Management hat die  Belegschaft und den Wirtschaftsausschuss darüber informiert, dass die Autositze für das Nachfolgemodell des Ford-Fiesta nicht mehr in Bochum gebaut werden. Aktuell werden im Bochumer Werk noch Autositze für das Bochumer Opel Werk (Zafira) und für Ford Köln (Fiesta) produziert. Mit dem Wegfall der Opel Produktion Ende dieses Jahres würde das zweite Standbein des Bochumer Johnson Controls Standortes wegbrechen. Der aktuelle Ford Fiesta wird noch bis ca. April 2017 hergestellt. Sollten bis dato keine neuen Aufträge kommen, wird mit Johnson Controls Bochum ein weiterer wichtiger Industriebetrieb geschlossen.” Meldung bei Bo-Alternativ vom 22.07.2014 externer Link Siehe dazu:
  • Sitzhersteller Johnson Controls verliert Ford-Auftrag
    Erst Opel, nun Ford. Das Johnson-Controls-Werk in Bochum verliert Anfang 2017 den Auftrag für die Produktion von Fiesta-Autositzen. Der Betriebsrat ist in Sorge. Gibt es keine neuen Aufträge, muss das Werk mit derzeit noch 600 Beschäftigten schließen…Artikel von Andreas Rorowski auf Der Westen vom 22.07.2014 externer Link
  • Aufgebrachte Stimmung bei Johnson Controls
    Der Opel-Zulieferer Johnson Controls hat angekündigt, bis zu 220 Arbeitsplätze abbauen zu wollen, wenn am Jahresende die Autoproduktion in Bochum eingestellt wird. Vor einer Betriebsversammlung am Samstag protestierten verschiedene Parteien und Gruppen, um ihre Solidarität mit den Beschäftigten zu zeigen…Artikel von Michael Weeke auf Der Westen vom 02.03.2014 externer Link
  • Betriebsrat der Firma Johnson Controls Objekt Bochum GmbH & Co. Kg zur geplanten Teilbetriebsschließung des Bochumer Standortes
    Presseerklärung des Betriebsrates der Firma Johnson Controls Objekt Bochum GmbH & Co. Kg vom 05.02.2014 Aus dem Text: „ … Der angekündigte Wegfall von 220 Arbeitsplätzen ist ein deutliches Zeichen, dass von der geplanten Schließung des Bochumer Opelwerkes auch weitere Menschen und Ihre Familien betroffen sind. Mit einem abgebauten Arbeitsplatz im Opelwerk, folgen 10 und mehr Arbeitsplätze bei Zulieferern und in anderen Bereichen. Allein für die Produktion der Autositze für den Opelbereich gibt es weitere 100 Zulieferer, die Teile herstellen und anliefern. (Verstreut über ganz Deutschland und zum Teil im Ausland) So sind auch Spediteure und andere Dienstleister zusätzlich betroffen. Die Vernichtung von Industriearbeitsplätzen bei Opel hat die Zerschlagung von Zulieferketten zur Folge. (…) Der Betriebsrat ist daher gesprächsbereit, aber er wird keine Verhandlungen zum Zweck einer reinen Abwicklung führen. Die Angebote der Unternehmensleitung über Arbeitsplätze im 350 KM entfernten Saarlouis sind kein wirkliches Angebot! (…) Wir finden uns auch nicht mit der Schließung des Opelwerkes ab und erklären uns solidarisch mit dem Kampf der Opelaner. Der Betriebsrat wird zusammen mit der Belegschaft die notwendigen Forderungen beraten. Das könnte zum Beispiel eine Absenkung der betrieblichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich sein. Die Forderung nach Ersatzarbeitsplätzen gehört genau so dazu.”